Beratung
Herr W. hat eine Frage zu TOP6, Maßnahmen der Stadt im Umgang mit der Asiatischen Hornisse. Er vertrete die Auffassung, dass die Bedeutung und Dringlichkeit des Themas seitens der Verwaltung bislang nicht ausreichend berücksichtigt werde. Insbesondere kritisiert er die aus seiner Sicht lange Dauer bis zur Ergreifung entsprechender Maßnahmen. Er sei selber Imker und erkundigt sich, ob seitens der Stadt Aachen ein umfassendes Konzept zur Bekämpfung der Asiatischen Hornisse vorgesehen sei und ob die mit ihrer weiteren Ausbreitung verbundenen Gefahren für die Biodiversität ausreichend bekannt seien. Weiterhin erkundigt er sich, inwieweit sich die Verwaltung mit den Empfehlungen aus dem Antrag zur Expertenanhörung auseinandergesetzt habe.
Frau Cauda vom Fachbereich Klima und Umwelt erklärt hierzu, dass eine vollständige Eindämmung nach der Etablierung kaum möglich sei. Die Verwaltung sei auf dem aktuellen wissenschaftlichen Stand. Maßnahmen werden dort ergriffen, wo tatsächliche Gefahren im öffentlichen Raum und in sensiblen städtischen Einrichtungen auftreten, z.B. auf Schulhöfen. Im Übrigen setzte man auf Aufklärung und Information. Der Bereich der Imkerei werde innerhalb der Thematik gesondert berücksichtigt. Sie nimmt die von Herrn W. vorgetragenen Anregungen und Fragen auf und wird hierzu eine schriftliche Rückmeldung geben.
Frau T. richtet ihre Frage zum Umbau der Grundschule Richterich und der damit verbunden Vollauslagerung an die Fachverwaltung. Ihre Tochter sei in diesem Jahr eingeschult worden. Wenn die Entscheidung zur Vollauslagerung bereits bei den Schulanmeldungen im Herbst 2025 festgestanden hätte, dann wäre die Entscheidung anders ausgefallen.
Herr Fagot, Abteilungsleiter Schule im Fachbereich Jugend und Schule, erläutert, dass die Prüfung der Optionen Zeit in Anspruch genommen habe. Die Entscheidung für eine Vollauslagerung zum Kronenberg sei erst im Frühjahr 2026 getroffen worden. In diesem Prozess waren das Bezirksamt und die Schulleitung eingebunden. Die Schulleitung müsse die Entscheidung mittragen.
Frau H. kritisiert den nicht vorhandenen Dialog von Seiten des Schulamtes zur Elternschaft und zur Politik. Hier hätte in einem früh beginnenden Dialogprozess die Expertise in der Verwaltung genutzt werden können.
Herr Fagot erläutert, dass die Entscheidung über den richtigen Zeitpunkt der Einbindung immer schwierig sei. Der Fachbereich befasse sich seit vielen Wochen mit einer Lösungsmöglichkeit. Die Information über eine notwendigen Vollauslagerung, ohne mitteilen zu können, wohin, wäre nicht zielführend gewesen. Ebenso könne der politischen Beratung nicht vorgegriffen werden. Herr Fagot nimmt die Anregung zur Schaffung eines Dialogformats gerne auf.
Frau v.d.H. erläutert ergänzend als Schulleitung, dass sie erst nach Freigabe der Informationen durch die Abteilung Schule die Elternschaft informieren konnte. Sie und das Kollegium haben sich deutlich - und besonders nach Besichtigung des Auslagerungsstandortes - für eine Vollauslagerung ausgesprochen.
Frau L. erkundigt sich nach dem Einsatz der Shuttlebusse. Fahren diese an unterschiedlichen Orten in Richterich los? Wenn ja, dann könnte so der Schulweg der Kinder verkürzt werden.
Herr Fagot erläutert, dass die Schuttlebusse im Umfeld der Schule losfahren werden. Der normale Schulweg bleibt. Eine Busfahrt dauere lt. Google Maps in etwa 20 Minuten. Frau v.d.H. ergänzt, dass dieses vergleichbar mit den Fahrten der Schwimmbusse zur Westhalle sei. Das genaue Konzept stehe noch nicht fest, werde aber eng mit der Schule abgestimmt.
Frau L. bittet darum, Zustiegsmöglichkeiten von der Seite jenseits der Bahn zu prüfen und mit den Eltern zu besprechen.
Frau M. erkundigt sich, welche Flächen für eine Vollauslagerung geprüft wurden.
Herr Fagot erläutert, dass insgesamt 18 Flächen für Vollauslagerungen geprüft wurden. Auslagerungen seien grundsätzlich in bestehende Gebäude oder als Containerlösungen auf freien Flächen möglich. Das verwaltungsinterne Prüfverfahren sehe vor, dass hierbei ein formeller Prüfauftrag an den zuständigen Fachbereich 61 gestellt werde. 16 Flächen seien herausgefallen., z.B. aufgrund des Planungsrechts oder der Bodenbeschaffenheit.
Enger geprüft wurden die landwirtschaftlichen Flächen am Vetschauer Weg/Ecke Horbacher Straße. Diese Fläche musste u.a. aufgrund der von der regioNetz vorgebrachten Entwässerungsproblematik ausgeschlossen werden.
Die zweite intensiv geprüfte Fläche zur Aufstellung einer Containerlösung waren die Flächen im Außenbereich an der Dellstraße/Banker-Feld-Straße.
Auch vorübergehende Containerlösungen bedürfen einer Baugenehmigung und entsprechendem Planungsrecht. Letzteres liegt hier nicht vor. Des Weiteren hätten Entsorgungsleitungen, Parkplätze, Zuwegungen errichtet werden müssen, und der Untergrund hätte hergerichtet werden müssen, was insgesamt sehr zeitintensiv gewesen wäre. Eine Herrichtung bis zum Baubeginn wäre nicht realistisch gewesen.
Frau B. berichtet von Schilderungen eines Vaters, der den Kronenberg gut kenne, dass die Kinder von der Bushaltestelle alleine durch eine Parkanlage gehen müssten, um die Schule zu erreichen. Hier habe sie Sicherheitsbedenken.
Herr Fagot kann diese Bedenken nicht nachvollziehen. Eine Parkanlage sei ihm nicht bekannt.
Herr Bezirksbürgermeister Kehr schlägt vor, dass die noch offenen Fragen aus der Elternschaft zur Organisation der Vollauslagerung im Rahmen eines Informationsabends in der Schule gemeinsam mit der Abteilung Schule beantwortet werden und bittet darum, diese direkt an die Schule zu adressieren. Die Bezirksvertretung würde sich freuen, wenn auch sie zu dem Infoabend eingeladen werden würde.
Herr H.erkundigt sich, ob der Ausbau der Grundschule zu einer Dreizügigkeit unter Berücksichtigung rückgängiger Geburtenraten noch notwendig sei.
Herr Bezirksbürgermeister Kehr erläutert, dass die Prognosen der Schülerzahlen auf einer Datenbasis von 2017 beruhen und sich Schülerzahlen natürlich im Laufe des Planungsprozesses anders entwickeln können. Mit der Planung der Wohngebietsentwicklungen in Richterich sei der Ausbau zur Dreizügigkeit weiterhin relevant.
Herr H. weist darauf hin, dass sich durch den geplanten Umbau der Vaalser Straße in 2027 die Fahrzeit erheblich verlängern könnte.
Herr W. ist der Auffassung, dass die Kinder unbegleitet in die Shuttlebusse gesetzt werden und lehnt diese Lösung ab. Der Planungsprozess habe mehrere Jahre gedauert, der Prozess zur Entscheidung über einen Auslagerungsstandort nur wenige Monate. Warum ist eine Containerlösung im Bereich des Richtericher Dells nicht möglich?
Herr Fagot erläutert, dass genau diese Containererrichtung bei den beiden übrig gebliebenen Standorten geprüft wurde. Diese Standorte wurden aus den schon genannten Gründen verworfen.
Herr T. erkundigt sich, ob die Ertüchtigung der ehemaligen Hauptschule Kronenberg in einem Jahr realistisch sei und ob die finanziellen Mittel für die Ertüchtigung und für die Shuttlebusse zur Verfügung stehen würden.
Herr Fagot sieht die Zeitschiene als realistisch an. Die Mittel sind eingeplant und werden teilweise mit der Vorlage TOP 7 außerplanmäßig zur Verfügung gestellt.
Für diesen Tagesordnungspunkt liegen noch keine Beratungsergebnisse vor.
Technische Details
ID: 1025190
OParl URL:http://ratsinfo.aachen.de/public/oparl/agendaItems?id=1025190
Grunddaten
- TOP
- Ö 4
- Sitzung
- Sitzung der Bezirksvertretung Aachen-Richterich
- Gremium
- Bezirksvertretung Aachen-Richterich
- Datum
- Mi., 09.09.2026
- Uhrzeit
- 18:00
- Anlass
- Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
- Status
- gemischt