10. September 2026 um 17:00, Verwaltungsgebäude Maria-Theresia-Allee
TOP 6Öffentlich

Sachstandsbericht zu den Auswirkungen der angekündigten Haushaltssperre auf den Zuständigkeitsbereich des Personal- und Verwaltungsausschusses

Dez V/0003/WP19 · Kenntnisnahme

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Beratungsergebnis:zur Kenntnis genommen

Beratung

Ratsfrau Kurschilgen (DIE GRÜNEN) erläutert, dass ihre Fraktion den Tagesordnungspunkt beantragt habe, da es auch mit Blick auf zukünftige vergleichbare Situationen wichtig sei, entsprechende personalrelevante Themen nicht ausschließlich im Rat bzw. Haupt- und Finanzausschuss, sondern auch fachlich im Personal- und Verwaltungsausschuss zu beraten.

Ratsfrau Eschweiler (CDU) führt aus, dass seinerzeit vereinbart worden sei, die im Zusammenhang mit der Haushaltssperre stehenden Themen im Haupt- und Finanzausschuss zu beraten. Eine zusätzliche Beratung im Personal- und Verwaltungsausschuss sei grundsätzlich möglich, aufgrund der bisherigen Verständigung habe sie die Beantragung des Tagesordnungspunktes jedoch zunächst irritiert.

Herr Dr. Kremer (Dezernat V) erläutert, dass die Haushaltssperre für das Jahr 2026 als kurzfristige Maßnahme erforderlich geworden sei und daher nicht den regulären Beratungsabläufen gefolgt sei. Mit der Einbringung des Haushalts und den darin vorgesehenen reduzierten Ansätzen werde die Haushaltskonsolidierung nunmehr in die regulären Haushaltsberatungen einfließen. Die entsprechenden Ansätze würden damit wieder regulär in den jeweils zuständigen Fachausschüssen beraten.

Ratsfrau Dr. Michulitz (DIE GRÜNEN) widerspricht der Darstellung, dass eine Verständigung dahingehend bestanden habe, auch Personalangelegenheiten ausschließlich im Haupt- und Finanzausschuss zu beraten. Für finanzielle Fragestellungen könne sie dies nachvollziehen; personalrelevante Auswirkungen seien aus ihrer Sicht jedoch im zuständigen Fachausschuss zu beraten.

Ratsfrau Eschweiler (CDU) stellt klar, dass die damalige Verständigung vor dem Hintergrund der kurzfristig eingetretenen Haushaltssituation erfolgt sei und die finanziellen Auswirkungen daher im Haupt- und Finanz-ausschuss behandelt worden seien. Sie weist zugleich darauf hin, dass die Ausschussmitglieder über die Ent-wicklungen informiert worden seien.

Ratsfrau Dr. Michulitz (DIE GRÜNEN) betont erneut, dass der Personal- und Verwaltungsausschuss andere Möglichkeiten zur fachlichen Beratung personalrelevanter Fragestellungen biete und eine entsprechende Be-ratung daher aus ihrer Sicht auch künftig hier stattfinden solle.

Ratsfrau Begolli (DIE LINKE) begrüßt zunächst, dass angesichts der Haushaltslage keine generelle Wiederbesetzungssperre bestehe, sondern stattdessen eine Prüfung der Wiederbesetzung erfolge. Dies stelle aus ihrer Sicht eine deutliche Verbesserung dar. Sie schließt sich jedoch der Auffassung an, dass personalrelevante Auswirkungen im Personal- und Verwaltungsausschuss beraten werden sollten. Finanzwirksame Aspekte könnten weiterhin im Haupt- und Finanzausschuss behandelt werden. Der Personal- und Verwaltungsausschuss solle jedoch zumindest über die personalrelevanten Entwicklungen informiert werden und die Möglichkeit erhalten, diese fachlich zu beraten und gegebenenfalls Empfehlungen auszusprechen.

Weitere Wortmeldungen erfolgen nicht.

Beschluss

Der Personal- und Verwaltungsausschuss nimmt den Sachstandsbericht zu den Auswirkungen der angekündigten Haushaltssperre auf den Zuständigkeitsbereich des Personal- und Verwaltungsausschusses zur Kenntnis.

Erläuterungen

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hat die Verwaltung mit entsprechendem Tagesordnungsantrag vom 24.06.2026 gebeten, vorzustellen, welche konkreten Auswirkungen die Haushaltssperre auf den Bereich Personal und Verwaltung hat.Dieser Bitte kommt die Verwaltung mit dieser Mitteilungsvorlage nach.

Die Haushaltssperre wirkt sich sowohl auf personalwirtschaftliche als auch auf sachliche Aufwendungen aus.

Personalwirtschaftliche Auswirkungen:

Zu den personalwirtschaftlichen Auswirkungen hat die Verwaltung bereits mit Vorlage FB 11/0032/WP19 in der letzten Sitzung des Rates vor der Sommerpause berichtet. Im Wesentlichen lassen sich diese Auswirkungen wie folgt zusammenfassen:

- Die Bewirtschaftung der Stellen des Stellenplanes ist zunächst zurückgestellt worden. Ausgenommen hiervon waren diejenigen Stellen, die mit Empfehlungsbeschluss des PVA vom 19.02.2026 im Zuge der zweiten Stellenplanlesung zur vorzeitigen Bewirtschaftung freigegeben waren und deren Besetzung unmittelbar erforderlich oder schon so weit vorangeschritten war, dass Außenwirkung und damit Vertrauen entfaltet wurde. Zudem ist ein Teil der ganz überwiegend refinanzierten Stellen bewirtschaftet worden.

- Mit Beschluss des Rates vom 15.07.26 sind nunmehr nahezu alle Stellen des Stellenplanes 2026 zur Bewirtschaftung freigegeben worden. Von einer Bewirtschaftung weiterhin ausgenommen sind nur noch 9 Stellen, die mit quantitativen und/oder qualitativen Aufgabenmehrungen einhergehen und nicht zwingende tatsächliche und/oder rechtliche Verpflichtungen bedienen.

- Frei gewordene Stellen unterliegen einer Wiederbesetzungsprüfung, nicht einer Wiederbesetzungssperre.

- Beförderungen werden nach wie vor stichtagsbezogen ausgesprochen und zwar künftig jeweils zum 01.12. eines Jahres. Besondere Beförderungswartezeiten oder gar Beförderungssperren gibt es somit nicht.

Das Einsparpotenzial aller genannten Maßnahmen wird für 2026 auf rund 700.000 € geschätzt.

Weitere personalwirtschaftliche Maßnahmen werden derzeit im Konsolidierungsverfahren diskutiert und zum gegebenen Zeitpunkt auf dem vorgesehenen Weg dem Haupt- und Finanzausschuss bzw. dem Rat zur Kenntnis oder Beratung und Beschlussfassung gegeben.

In Kürze stehen die Einbringung des Haushaltes und des Stellenplanes an, so dass der Personal- und Verwaltungsausschuss entsprechend eingebunden ist. Dies gilt auch für das Gebiet der Sachaufwendungen, deren Beeinflussung durch die Haushaltssperre wie folgt beschrieben wird.

Auswirkungen auf den Sachaufwand:

Für den Bereich Personal und Verwaltung sind ausweislich der Ratsvorlage vom 26.05.2026 folgende Einsparungen bei den Sachaufwendungen vorgenommen worden:

Die Einsparungen bei den Sachaufwendungen sind in der obigen Tabelle beschrieben. Insgesamt handelt es sich zwar um spürbare, allerdings hinnehmbare Einsparungen, die auf Vorschlag der Personalverwaltung selbst zustande gekommen sind. In keinem Fall ist die Kürzung über 30 Prozent des Haushaltsansatzes hinausgegangen, so dass ein ordnungsgemäßer Dienstbetrieb und Auftritt als attraktiver Arbeitgeber nach wie vor gewährleistet sind.

Im Verwaltungsalltag bedürfen von der Einsparung dieser Positionen abgesehen die Verausgabungen derzeit einer Freizeichnung durch die Kämmerei. An dieser Stelle erfolgt nochmal eine Prüfung der Notwendigkeit bzw. Zweckmäßigkeit einer Ausgabe. Bislang erfolgte die Bewirtschaftung einvernehmlich.

Abstimmungsergebnis

Einstimmig
Technische Details

Hauptdokument

Sammeldokument öffentlich

2026-08-11 Dez V_0003_WP19 Sachstandsbericht zu SAO.pdf

18.8.2026

126.1 KB

Metadaten

TOP
Ö 6
Sitzung
Sitzung des Personal- und Verwaltungsausschusses
Gremium
Personal- und Verwaltungsausschuss
Datum
Do., 10.09.2026
Uhrzeit
17:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Kenntnisnahme
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Kenntnisnahme
Federführend
Dezernat V
Geändert
16.9.2026
Inhalt abgerufen
21. Oktober 2026 um 01:19