Zweiter Quartalsbericht 2026 des Gebäudemanagements der Stadt Aachen
E 26/0026/WP19 · Kenntnisnahme
Erläuterungen
Zweiter Quartalsbericht 2026
Gebäudemanagement
der Stadt Aachen
Erläuterungen
Der Wirtschaftsplan 2026 wurde – mit Ausnahme des Investitionsbereichs – vom Betriebsausschuss am 13.01.2026 beraten und am 28.01.2026 vom Rat beschlossen. Auf der Basis des abschließend politisch beschlossenen Haushaltsplans für 2026 wurde der Wirtschaftsplan des Gebäudemanagements entsprechend angepasst.
Erläuterungen zur Erfolgsplanung (Anlage 1)
Der Erfolgsplan ist wie folgt gegliedert:
1. Plan 2026
2. Buchungs-Stand zum 30.06.2026
3. Prognose zum 31.12.2026
4. Abweichung (Spalte 3 zu 1)
Erläuterungen zu den Ertragspositionen
Externe Erträge
Im Bereich der externen Erträge ergeben sich saldiert Mehrerträge in Höhe von 267 TEUR.
Diese ergeben sich in Höhe von 227 TEUR aus Mieteinnahmen der Kita Breitbenden.
Städteregion Fremdverwaltung
Die Prognose im Bereich der Position „Erstattung Schulreparaturprogramm“ wurde - entgegen der bisherigen Darstellung, bei der der Planwert (500 TEUR) immer als Prognosewert fortgeschrieben wurde - nunmehr auf den tatsächlich zum Jahresende prognostizierten Wert von 4,8 Mio EUR erhöht. Analog dazu wurde die entsprechende Aufwandsposition auf 4,8 Mio EUR erhöht. Auch wenn sich diese beiden Aufwands-/Ertragspositionen in jedem Fall neutralisieren und nicht auf das Gesamtergebnis auswirken, ist somit die Darstellung der Gesamtaufwendungen und -erträge korrekter.
Städteregion Vermietung
Es ergibt sich eine Ertragsveränderung bei der Kostenmiete in Höhe von - 201 TEUR, die sich im Wesentlichen durch Abmietungen bei der Hackländerstraße ergeben hat.
Interne Erträge
Es ergeben sich Mehrerträge von 247 TEUR. Hierbei handelt es sich i. H. v. 200 TEUR um höhere Erstattungen von Portoleistungen, im Wesentlichen begründet durch den Ratsbürgerentscheidung (Olympia), denen entsprechende Aufwendungen entgegenstehen. Darüber hinaus ist lediglich eine Positionsverlagerung aus dem Bereich der direkten Verrechnung mit dem Haushalt (FB 45/FB 54) enthalten.
Direkte Verrechnung mit dem Haushalt
Hier ergibt sich eine höhere Erstattung von saldiert 15 TEUR. Diese setzt sich u. a. zusammen aus der zuvor genannten Verlagerung, einer höheren Erstattung von Anmietungen für den FB 54 (Kita Karlstraße) sowie einer höheren Erstattung durch die Anmietung von Räumlichkeiten in der Aachen-Münchener-Allee 1 für den FB 37, der ein entsprechender Aufwand entgegensteht. Darüber hinaus sind hier geringere Erstattungen durch den FB 56 für Anmietungen im Bereich der Flüchtlingsunterbringung enthalten, die jedoch analog im Aufwandsbereich entfallen und somit ebenfalls neutral sind.
Fördermittel Kreislauf-WIRK-Statt-AC
Zusätzliche Erträge i. H. v. 396 TEUR ergeben sich aus Fördermitteln im Rahmen des Projektes Kreislauf- WIRK-Statt-AC. Diesen Erträgen stehen entsprechende Kosten gegenüber, wobei die Förderung bei 90 % der Gesamtkosten liegt. Das Projekt zielt darauf ab, innovative Lösungen für die Wiederverwendung von Materialien zu entwickeln und in Pilotprojekten zu testen. Durch das Förderprogramm soll ein zirkuläres Bauen möglich sein und ein Ressourcenpool gebildet werden, um z.B. Baustoffe/Materialien aus Bauvorhaben weiterzuverwenden. Es soll eine neue Wertschöpfungskette entwickelt werden.
Periodenfremde Erträge
Hier sind zum Stichtag 30.06. rd. 1.758 T EUR Erträge zu verzeichnen.
Hierin enthalten sind 1,3 Mio. EUR aufgrund eines außerplanmäßigen Ertrags durch den Eingang von Fördermitteln der Wiederaufbauhilfe Hochwasser. Die Aufwendungen dazu sind bereits in den Jahren 2021-2023 im WPL des E 26 entstanden. Ein Betrag i. H. v. 260 TEUR bezieht sich auf Erträge aus Portokosten für Wahlen aus 2025. Die entsprechenden Aufwendungen sind bereits in 2025 entstanden und gebucht. Die restlichen periodenfremden Erträge ergeben sich größtenteils aus dem Bereich der Betriebskostenabrechnungen.
Zusammenfassung zur Ertragsentwicklung
Insgesamt erhöhen sich die Erträge im Vergleich zur Planung um rd. 6.782 TEUR.
Die Erhöhung ist im Wesentlichen auf die Erhöhung des Prognosewertes zum Schulreparaturprogramm der Städteregion zurückzuführen.
Darüber hinaus ist sie begründet durch den nachträglichen Eingang der Fördermittel zur Wiederaufbauhilfe i. H. v. 1,3 Mio. EUR, sowie durch die o. g. periodenfremde Erstattung der Portokosten von 260 TEUR, die Fördermittel aus dem Projekt Kreislauf-Wirk-Statt i. H. v. 396 TEUR, die höheren Erträge der Portokosten durch den Ratsbürgerentscheid von 200 TEUR sowie die höheren Mieteinnahmen der Kitas Breitbenden von 227 TEUR.
Erläuterungen zu den Aufwandspositionen
Bewirtschaftungsaufwand
Bei den Heizkosten ergeben sich prognostizierte Mehrkosten i. H. v. 100 TEUR aufgrund erhöhter Abschläge für CO2-Kosten.
Die Istkosten im Bereich Energie sind zum 30.06.2026 noch sehr niedrig aufgrund einer systembedingten Abrechnungsumstellung (rollierende Abrechnung) bei der Stawag.
Im Bereich des Sonstigen Bewirtschaftungsaufwands werden Mehrkosten von 278 TEUR prognostiziert, die sich jedoch im Wesentlichen durch eine Umbuchung innerhalb des Wirtschaftsplans der Kosten für Hausmeisterdienste aus dem Bereich der Instandhaltungskosten ergeben und die insofern neutral sind.
Instandhaltung
Bei dieser Position wird die bilanzielle Verlagerung der Hausmeisterkosten i. H. v. 260 TEUR aufgeführt, die jedoch kostenneutral ist (s. Bewirtschaftungsaufwand).
Analog zur Ertragsposition wurde die entsprechende Aufwandsposition „Schulreparaturprogramm Städteregion“ auf 4,8 Mio EUR erhöht (s. oben).
Serviceleistungen für die Stadt
Die Serviceleistungen für die Stadt erhöhen sich um voraussichtlich 240 TEUR. Dies resultiert im Wesentlichen aus höheren Kosten im Bereich der Anmietungen für FB 45/FB54 und die Sonstige Stadt abzüglich der geringeren Kosten für die Unterbringung von Geflüchteten.
Den höheren Aufwendungen stehen zum großen Teil höhere Kostenerstattungen / Erträge gegenüber, so z. B. auch bei den um 200 TEUR höheren Portokosten.
Veränderungen ergeben sich ebenfalls durch die An- bzw. Abmietung von Verwaltungsflächen, die durch die Kostenerstattung „Einmalzahlung Haushalt an den Betrieb“ neutralisiert werden.
Betriebl. Aufwendungen Gebäudemanagement
Bei den betrieblichen Aufwendungen ergeben sich höhere Kosten von 458 TEUR, die im wesentlichen durch das Projekt Kreislauf-WIRK-Statt-AC begründet sind, welchem Erträge i. H. v. 396 TEUR aufgrund einer 90%igen Förderungen gegenüberstehen.
Periodenfremder Aufwand
Hier sind zum Stichtag 30.06.2026 244 TEUR Aufwendungen zu verzeichnen, die aus dem Bereich der Betriebskostenabrechnungen ergeben.
Zusammenfassung zur Aufwandsentwicklung
Insgesamt erhöhen sich die Aufwendungen um rd. 5.350 TEUR.
Resumé Erfolgsplan
Das insgesamt durch den Betrieb umzusetzende Volumen im konsumtiven Bereich – ohne Abschreibungen und Zinsen und bereinigt um den Verwaltungskostenbeitrag – ist im Laufe der Jahre kontinuierlich und teilweise erheblich gestiegen und liegt in 2026 bei rd. 98,0 Mio. EUR (Vorjahr 89,6 Mio. EUR).
Nach derzeitigem Kenntnisstand ergeben sich zum 31.12.2026 das operative Ergebnis verbessernde Veränderungen in Höhe von 1.432 TEUR.
Somit verbessert sich voraussichtlich das operative Jahresergebnis auf rd. –2,165 Mio. EUR und das Jahresergebnis insgesamt auf rd. -14,165 Mio. EUR.
Erläuterungen zur Vermögensplanung (Anlage 2)
Neue und Fortführungsmaßnahmen im Wirtschaftsplan (Zeilen 1 bis 73)
Zum 30.06.2026 sind von den insgesamt zur Verfügung stehenden Mitteln in Höhe von rund 104 Mio. EUR zuzüglich rd. 25 Mio. EUR Investitionszuschüsse (insgesamt 129 Mio. EUR) 37 % im Bereich der Investitionsmittel und 27 % im Bereich der Investitionszuschüsse verfügt.
Der Umsetzungsstand in Prozent ist nur bedingt aussagekräftig, da in größerem Umfang bei Maßnahmen Mittel zur Verfügung im Haushalt und somit Wirtschaftsplan stehen, jedoch aus verschiedenen Gründen noch nicht verausgabt werden können:
teilweise fehlen die Grundlagen, um Planungen beginnen zu können (z.B. Grundstücksfrage und/oder Bedarf unklar) oder die Maßnahmen bedürfen weiterer Klärung aufgrund von neuen Erkenntnissen, u.a. Überlegungen zur Durchführung im Rahmen von Investorenmodellen, Umstellung der Umsetzungsverfahren u.ä.; diese werden in den jeweiligen Berichten mit „ruht“ gekennzeichnet
Maßnahmen in erheblichem Umfang befinden sich noch in den Planungsphasen, der maßgebliche Mittelabfluss tritt mit zeitlicher Verzögerung während der Bauphase ein
Sanierung Spielcasino Monheimsallee (Neues Kurhaus)
Obwohl das Gebäude offiziell bereits an Aachen Event übergeben wurde, sind die restlichen Kosten der Sanierungsmaßnahme weiterhin als Dienstleistung durch das Gebäudemanagement zu erbringen und werden lediglich im Nachgang dem Aachen Event weiterberechnet. Hier beträgt der Bearbeitungsstand der für die Restabwicklung der Maßnahme noch zur Verfügung stehenden Mittel 81 %.
Zusätzliche energetische Sanierungen im Rahmen des Integrierten Klimaschutzkonzeptes (IKSK)
In Vorjahren wurden Sondermittel für Maßnahmen im Zusammenhang mit Verwaltungsgebäuden in Höhe von 9,2 Mio. EUR zur Verfügung gestellt, die gemäß späterem Beschluss auch für energetische Sanierungen im Rahmen des Integrierten Klimaschutzkonzeptes (IKSK) verwendet werden konnten.
Für 2026 FF steht der fortgeschriebene Ansatz aus Vorjahren in Höhe von 5,5 Mio. EUR zur Verfügung. Der Bearbeitungsstand dieser noch verfügbaren Mittel liegt zum 30.06.2026 bei 49 %.
Maßnahmen für andere eigenbetriebsähnliche Einrichtungen und Fachbereiche (Anlage 2a)
Darüber hinaus sind durch den Betrieb weitere rd. 18,6 Mio. EUR zu verarbeiten, die aus Mitteln anderer eigenbetriebsähnlicher Einrichtungen oder Fachbereichen zur Verfügung gestellt werden. Hier beträgt der Umsetzungstand zum 30.06.2026 rund 58 %.
Nach wie vor finden nicht alle Dienstleistungen des Gebäudemanagements und die dafür erforderlichen Personalkapazitäten ihren Niederschlag in den umzusetzenden Mitteln der Wirtschaftsplanung. Beispielhaft genannt seien umfangreiche Voruntersuchungen sowie Nutzerwünsche und Varianten-Untersuchungen im Auftrag von anderen Fachbereichen und Eigenbetrieben, durch die erhebliche personelle Kapazitäten gebunden wurden.
Resumé
In 2026 verbleibt es bei einem als hoch einzustufenden zu verarbeitenden Investitionsvolumen und vielfältigen Zusatzaufgaben.
Entwicklung der durch den Betrieb zu betreuenden Flächen
Der Aufwand in der Gebäudewirtschaft (Sach- und Personalaufwand) hängt in hohem Maße von den zu betreuenden Flächen ab. Aus diesem Grund gehört die Betrachtung der Entwicklung der Flächen zu den strategischen Größen in der Haushalts- und Wirtschaftsplanung.
Zum 31.12.2025 liegt die Summe der zu betreuenden Flächen bei 1.329.907 m² und somit annähernd im Vergleich zum Vorjahreswert.
Für diesen Tagesordnungspunkt liegen noch keine Beratungsergebnisse vor.
Technische Details
ID: 1025823
OParl URL:http://ratsinfo.aachen.de/public/oparl/agendaItems?id=1025823
Hauptdokument
Sammeldokument öffentlich
2026-08-13 E 26_0026_WP19 Zweiter Quartalsberi SAO.pdf
13.8.2026
505.2 KB
Betroffene Straßen
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Metadaten
- Status
- öffentlich (Vorlage für Öffentlichkeit freigegeben)
- Vorlageart
- Kenntnisnahme
- Federführend
- E 26 - Gebäudemanagement
- Geändert
- 21.8.2026
- Inhalt abgerufen
- 3. September 2026 um 01:10