10. September 2026 um 17:00, Rathaus
TOP 20Öffentlich

Bericht des go.Rheinland zu aktuellen SPNV Themen

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Beratungsergebnis:zur Kenntnis genommen

Beratung

Herr Trösser-Berg von go.Rheinland berichtet zum Thema.

Herr Fischer fasst zusammen, dass Aachen sich im Zentrum eines transeuropäischen Netzes befinde. Auch wenn schon viel gemacht werde, habe ein interfraktionelles Bündnis mit Beteiligung der IHK heute einen Brief geschrieben, in dem der Wunsch nach einem dritten Gleis auch am Burtscheider Viadukt formuliert worden sei.

Er habe außerdem Fragen zum Umfang der geplanten Generalsanierung. Ob geplant sei, dann auch alles mit ETCS auszustatten? Zudem frage er sich, welche Auswirkungen das Ganze auf die Euregiobahn habe. Zum Thema Londonverkehr wolle er gerne wissen, ob es hier auch eine Initiative von Europestar gebe.

Zuletzt erkundigt er sich nach dem Zeitpunkt der Baustelle Richterich. Gerne wolle er wissen, wovon dieser abhängig sei.

Die ETCS sei für die Strecke dann zwar vorbereitet, aber nicht ausgerüstet, so Herr Trösser-Berg. Dafür müsse erst ein neues Stellwerk gebaut werden.

Zum Thema Richterich könne er den Grund nicht genau sagen, er vermute aber mal, dass es damit zusammenhänge, dass dies ein Teil der Umleitung sei und daher nicht zeitgleich gesperrt werden dürfe.

Beim Londonverkehr gebe es tatsächlich viele Interessenten, so dass sich hier ggfs. auch neue Möglichkeiten schafften. Man habe dann lediglich das Problem, dass die Anbieter auch an die Trassen kommen müssten. Für den RE20 werde man neue Fahrzeuge besorgen, die dann auch ETCS fähig seien.

Herr Hofmann erkundigt sich, ob im Bezug auf die Londonverkehre die Grenzkontrollen nicht, wie in anderen Ländern auch, im Zug stattfinden könnten. Außerdem möchte er gerne den Sachstand zu den Planungen des Haltepunktes Eilendorf wissen.

Für den Londonverkehr sei ein eigenes Terminal vonnöten, so Herr Trösser-Berg. Darin müsse unter anderem auch das Gepäck kontrolliert werden. Ein solches werde derzeit in Frankfurt und Köln gebaut.

Bezüglich Eilendorf sei gerade eine Machbarkeitsstudie der Stadt Aachen im Gange, die der go.Rheinland unterstütze. Weitere Planungen gebe es seiner Kenntnis nach nicht.

Frau Wolf zeigt sich erstaunt, dass alle Maßnahmen so lange dauerten. Sie erkundigt sich, wie viele Stellwerke es gebe und inwieweit diese digitalisiert seien.

Die Stellwerke im Raum Aachen seien weitgehend ferngesteuert, so Herr Trösser-Berg. Das führe zwar nicht dazu dass es schneller gehe, wohl aber zu einer besseren Kapazität.

Herr Baal äußert sich erfreut über die Entwicklungen, insbesondere auch zu dem Thema 3. Gleis. Insgesamt könne man zusammenfassen, dass der Schienenverkehr gefördert werde. Besonders freue er sich über die Verbindung in Richtung Belgien. Er regt an, ggfs. einen Haltepunkt für die Rückreise aus London in Aachen ins Auge zu fassen, weil dann die Grenzformalitäten bereits erledigt seien.

Herr Fahl gibt an, dass es ärgerlich sei, wenn man eine Generalsanierung für 2029 plane, dass man das Ganze dann trotzdem 2038 noch einmal anpacken müsse. Schließlich habe die DB Netz eine nur noch ungenügende Leistungsfähigkeit attestiert.

Schlimm sei zudem, dass Aachen dann ein halbes Jahr komplett abgehangen sei. Wichtig sei hier eine gute und frühzeitige Kommunikation zum Schienenersatzverkehr (S) und ob Aachen West noch anfahrbar sei.

Bezüglich der Machbarkeitsstudie zur Verlängerung der Strecke aus Eupen würde er gerne wissen, ob hier das Ganze in zwei Abschnitten im Hinblick auf die stündlich realisierbare Wendezeit nach Walheim betrachtet werde.

Dies wird von Herrn Trösser-Berg bejaht. Bezüglich des SEV habe man eine eigene Abteilung zur Planung, die aber erst einmal noch mit anderen Generalsanierungen beschäftigt sei, so dass es hier noch wenige Informationen gebe. Verlässliche Informationen werde man wohl in ungefähr einem Jahr haben.

Herr Klopstein erkundigt sich, ob die geplante Verbindung Brüssel-Köln das dritte Gleis bräuchte, was verneint wird. Weiterhin äußert er seine Hoffnungen, dass sich an der Situation des Londonverkehrs Aachen betreffend noch etwas ändere.

Herr Pabst erkundigt sich nach der Finanzierung des dritten Gleises, insbesondere im Hinblick auf die von der Bundeswehr geäußerte Bedeutsamkeit der Region Aachen.

Man nehme derzeit Kontakt mit dem Verteidigungsministerium auf, so Herr Trösser-Berg. Gleichzeitig lote man aber auch aus, welche europäischen Fördermöglichkeiten es gebe.

Herr Fischer erkundigt sich, inwieweit man darauf einwirken könne, dass künftig mehr Bündelungen von Baustellen und Sanierungen stattfänden und dass ggf. auch die Brücke am Campus West betroffen sei.

Herr Trösser-Berg verweist diesbezüglich an die DB.

Sie sei beunruhigt über ein halbes Jahr SEV, so Frau Strack. Dieser sei oft nicht barrierefrei. Gerne würde sie wissen, ob diesbezüglich Maßnahmen geplant seien.

Auch hier sei die DB verantwortlich, so Herr Trösser-Berg. Allerdings habe diese für die ersten anstehenden Generalsanierungen eine neue Busflotte angeschafft, die sehr modern und barrierefrei sei.

Frau Wenzel dankt den Vertretern und schließt mit dem Wunsch, dass der go.Rheinland gerne öfter in den Sitzungen den aktuellen Sachstand präsentieren könne.

Beschluss

Der Ausschuss nimmt die Ausführungen zur Kenntnis

Abstimmungsergebnis

Einstimmig Der öffentliche Teil der Sitzung endet um 21:22 Uhr.
Technische Details

Grunddaten

TOP
Ö 20
Sitzung
Sitzung des Mobilitätsausschusses
Gremium
Mobilitätsausschuss
Datum
Do., 10.09.2026
Uhrzeit
17:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Status
gemischt