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Haushaltsplanentwurf 2021 einschl. Finanzplan bis 2024

FB 45/0033/WP18 · Entscheidungsvorlage

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Beratungsergebnis:ungeändert beschlossen

Beratung

Frau Scheidt weist auf die zu Beginn der Sitzung ausgelegte, gemeinsame Haushaltsantragsliste (Anlage) der Fraktionen hin sowie auf die ergänzende Stellungnahme der Verwaltung zum Antrag „Kita+Tagespflege für 1 Jahr bis 40.000 Euro frei“ (Anlage) hin.

Frau Heider freut sich, dass die Fraktionen im Bereich Kinder und Jugend sehr einvernehmlich gemeinsame Anträge formuliert hätten und hoffe darauf, dass die Freien Träger der Jugendhilfe, die offenen Kinder- und Jugendeinrichtungen sowie die Ferienspiele mit den beantragten Mitteln gut unterstützt und die Familien entlastet würden. Sie dankt allen Beteiligten und den Fraktionen für die gemeinsame Arbeit.

Herr Tillmanns betont, dass die gute und konstruktive Beratung der Fraktionen und das Erarbeiten einer gemeinsamen Antragsliste besondere Signale darstellen würden, welches sich nach seiner Hoffnung auch in den kommenden Jahren wiederholen werde. Dies sei seiner Ansicht nach nicht selbstverständlich, insbesondere aufgrund der fehlenden Mehrheit im Rat der Stadt Aachen. Mit der vorliegenden Liste sei seiner Meinung nach ein gutes Ergebnis erzielt worden. Er hebt insbesondere die weitergehende Unterstützung in der Jugendarbeit hervor sowie den Erlass der Elternbeiträge im KiTa-Bereich. Der Beitragserlass sei zwar nicht gleichzusetzen mit einer grundsätzlichen Beitragsfreiheit, auch wenn dies seinem Empfinden nach wünschenswert wäre. Hierfür sei allerdings die Unterstützung der Landesregierung unumgänglich, da die Stadt Aachen die daraus resultierenden Mehraufwendungen dauerhaft nicht aus eigenen Mitteln stemmen könne. Er dankt den anderen Fraktionen für die gute Zusammenarbeit.

Herr Küppers schließt sich Herrn Tillmanns an und würde ebenfalls eine grundsätzliche Beitragsfreiheit befürworten. Mit dem nun formulierten Beitragserlass werde jedoch ein erster Schritt in die richtige Richtung eingeschlagen und es könnten Erfahrungen zu den (finanziellen) Auswirkungen gesammelt werden. Er dankt ebenfalls allen Beteiligten, sowie den Eltern und den Menschen, die die Folgen der Corona-Pandemie mit getragen hätten. Den Anträgen der Freien Träger solle vollumfänglich entsprochen werden, aus seiner Sicht werde in diesem Bereich hervorragende Arbeit geleistet, daher sollten die Mitarbeitenden und die Einrichtungen bestmöglich unterstützt und ausgestattet werden.

Herr Brehm dankt im Namen aller Träger für die gewährte Zuschusserhöhung. Gleichzeitig bittet er um einen Austausch zwischen ihm, den jugendpolitischen Sprecherinnen und Sprechern und der städtischen Kämmerei im Hinblick auf die Möglichkeit einer Dynamisierung der Zuschüsse. Diese Dynamisierung würde einen wichtigen Beitrag leisten für eine dauerhaft gesicherte und gute Kinder- und Jugendarbeit.

Frau Bharucha erläutert, dass sich die Fraktion DIE ZUKUNFT für eine Erhöhung der Leistungen an Kindertagespflegepersonen eingesetzt habe. Diese sei jedoch im Rahmen der Fraktionsgespräche nicht mitgetragen worden. Sie sehe zwar die Notwendigkeit der Förderung der KiTas, gleichzeitig hätten allerdings auch die Kindertagespflegepersonen unter den Folgen der Pandemie gelitten.

Herr Tillmanns bekräftigt die Aussage von Herrn Brehm, dass eine Dynamisierung sinnvoll sei. Zwar sei eine solche Dynamisierung in den Anträgen der Fraktionen nicht enthalten, dennoch gebe es Überlegungen, einen entsprechenden Sachantrag unterjährig einzupreisen, welcher für 2022 greifen könne. Dies würde dann nicht in der mittelfristigen Finanzplanung eingestellt und den jetzt zu verabschiedenden Haushalt belasten. Allerdings befürchte er unterschiedliche Haltungen zwischen der Vertretung der Jugendarbeit und der Kämmerei, welche er beide nachvollziehen könne. Eine Dynamisierung würde rund 500.000 Euro an Mehrbelastung für den städtischen Haushalt bedeuten. In diesem Jahr stelle sich die Haushaltssituation zwar gut dar, dies sei jedoch auch teilweise der Corona-Pandemie und den damit verbundenen „Corona-Verbuchungen“geschuldet. Die Gespräche sollten allerdings dennoch stattfinden.

Frau Scheidt fasst zusammen, dass die Anträge der Fraktionen ein wunderbares und einvernehmliches Signal aus dem Ausschuss darstellen würden.

Sie lässt zunächst über die Haushaltsanträge der Fraktionen abstimmen.

Abstimmung über die Haushaltsanträge der Fraktionen (Tischvorlage, Seiten 1 und 2):

Abstimmung:

Einstimmig beschlossen.

Abstimmung über den Einzelantrag der Fraktion DIE ZUKUNFT auf Erhöhung der Zuschüsse für Kindertagespflegepersonen (Tischvorlage, Seite 3):

Abstimmung:

Zustimmungen: 1, Enthaltung: 6, Ablehnungen: 8.

Mehrheitlich abgelehnt.

Hinsichtlich der ergänzenden Anmerkung der Verwaltung zum Antrag „Kita+Tagespflege für 1 Jahr bis 40.000 Euro frei“ weist Frau Scheidt darauf hin, dass dieser in der vorliegenden Form in die weiteren Haushaltsberatungen des Finanzausschusses und Rates einfließen würden.

Zudem weist sie auf einen im Rahmen des Nachversandes übermittelten Antrages des Jugendamtselternbeirates auf finanzielle Zuschüsse für die Jahre 2021-2025 hin. Aufgrund der Kurzfristigkeit habe er in den interfraktionellen Beratungen und im Rahmen der Erstellung der Antragsliste nicht mehr berücksichtigt werden können. Es gebe jedoch ein positives Signal aus den Fraktionen, sodass der Antrag des Jugendamtselternbeirates vom KJA zur Kenntnis genommen und zur weiteren Beratung an den Finanzausschuss empfohlen werden könne.

Beschluss

Der Kinder- und Jugendausschuss beschließt, ausschließlich der Personalaufwendungen, die Teilergebnispläne der Produkte 050203 sowie 060101, 060201 und 060301 entsprechend dem Haushaltsplanentwurf 2021 und der mittelfristigen Finanzplanung bis 2024 inklusive der Veränderungsnachweisung, sowie den in der Sitzung beschlossenen Einzelveränderungen, und beauftragt die Verwaltung, die Beratungsergebnisse in die Teilfinanzplanung zu übertragen. Der Kinder- und Jugendausschuss beschließt darüber hinaus die Produktblätter. Der Kinder- und Jugendausschuss beschließt abschließend, die im Teilfinanzplan 2021 veranschlagten Investitionen inklusive der Verpflichtungsermächtigungen, sowie die mittelfristige investive Finanzplanung bis 2024 inklusive der Veränderungsnachweisung und den beschlossenen Einzelveränderungen.

Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:

Der Kinder- und Jugendausschuss beschließt, ausschließlich der Personalaufwendungen, die Teilergebnispläne der Produkte 050203 sowie 060101, 060201 und 060301 entsprechend dem Haushaltsplanentwurf 2021 und der mittelfristigen Finanzplanung bis 2024 inklusive der Veränderungsnachweisung, sowie den in der Sitzung beschlossenen Einzelveränderungen, und beauftragt die Verwaltung, die Beratungsergebnisse in die Teilfinanzplanung zu übertragen.

Der Kinder- und Jugendausschuss beschließt darüber hinaus die Produktblätter.

Der Kinder- und Jugendausschuss beschließt abschließend, die im Teilfinanzplan 2021 veranschlagten Investitionen inklusive der Verpflichtungsermächtigungen, sowie die mittelfristige investive Finanzplanung bis 2024 inklusive der Veränderungsnachweisung und den beschlossenen Einzelveränderungen.


Erläuterungen

Erläuterungen:

Der Haushaltsplanentwurf 2021 einschließlich des Finanzplanes bis 2024 wurde am 16.12.2020 in den Hauptausschuss eingebracht. Die den Jugendbereich betreffenden Beratungsunterlagen sind beigefügt.

Seitens des Kinder- und Jugendausschusses sind die Produkte

050203 Unterhaltsvorschuss

060101Förderung von Kindern in Tageseinrichtungen und in Tagespflege

060201Förderung von Kinder- und Jugendarbeit

060301Hilfe für junge Menschen und ihre Familien

zu beraten.

Die Bezirksvertretungen befassen sich mit dem Haushaltsentwurf 2021ff. voraussichtlich am 03.02.2021. Den Schulbereich betreffende Beschlüsse werden, soweit gefasst, nachgereicht.

Die mit dem Fachbereich Finanzsteuerung abgestimmten Veränderungsnachweisungen zur Ergebnisplanung und Investitionsplanung liegen bei.

Ferner sind beigefügt: Eine Auflistung der inzwischen eingegangenen Anträge freier Träger, welche die haushälterischen Auswirkungen und Einschätzung der Verwaltung aus fachlicher und betriebswirtschaftlicher Sicht beinhaltet, sowie die jeweiligen Anträge der freien Träger selbst.

Losgelöst hiervon haben die fachliche und die betriebswirtschaftliche Prüfung der Anträge folgende Ergebnisse hervorgebracht:

  1. Fachliche Einschätzung

Aus fachlicher Sicht können alle Anträge bis auf die Ziffern 2 und 5 nachvollzogen werden. Bezüglich der Anträge Nr. 16 (Kinderschutzbund Aachen – Erziehungsberatungsstelle) und Nr. 21 (Kingzcorner e. V.) wird auf die hierfür separat erstellten Vorlagen für die Sitzung vom 25.08.2020 verwiesen (FB 45/0795/WP17 und FB 45/0784/WP17).

Ziffer 2-Antrag des Vereins für Familiäre Tagesbetreuung-

Mit dem Antrag für das Jahr 2021 beantragt der Verein für Familiäre Tagesbetreuung die Erhöhung des Personalstandards im Vergleich zur gültigen Leistungsvereinbarung aus dem Jahre 2015 um eine halbe Stelle für den Bereich der Fachberatung. Dies vor dem Hintergrund der gestiegenen Anforderungen und letztlich auch der neuen seit 01.08.2020 geltenden KiBiz-Regelungen. Auch wenn die Verwaltung in diesem Kontext durchaus Diskussions- und ggfls. Anpassungsbedarf sieht, ist der Zeitraum zwischen Vorlagenerstellung und Antragstellung zu kurz. Nicht zuletzt auch aufgrund der Entwicklung des letzten Jahres bedarf es einer grundsätzlichen Neuverhandlung der Leistungsbeschreibung und damit auch Leistungsvereinbarung auf Grundlage der Anforderungen des KiBiz. Diese soll mit Hochdruck im Laufe des Jahres gemeinsam mit dem Verein verhandelt werden und dann entweder unterjährig oder für das neue Haushaltsjahr 2022 zu Veränderungen führen. Gleiches gilt für die geltend gemachten Kosten für die Fortbildungen der Kindertagespflegepersonen. Hier bedarf es zur Anerkennung eines mit dem Fachbereich abgestimmten Konzeptes, welches ebenfalls noch zu verhandeln ist.

Ziffer 5 – Antrag Knutschfleck-

Im Rahmen der Vorlagenerstellung wurde ein neuer Antrag angekündigt. Dieser wird im Rahmen einer separaten Vorlage dem Ausschuss zur Beratung und Beschlussfassung in der gleichen Sitzung vorgelegt.

  1. Betriebswirtschaftliche Prüfung

Aufgrund der Geringfügigkeit der Preissteigerung im Sachkostenbereich auf Basis des Verbraucherpreisindex des Statistischen Bundesamtes (Durchschnitt 2012-2018: 1,27 %) wurde in der betriebswirtschaftlichen Prüfung die prozentuale Abweichung der Tarifentwicklung TVöD zur Erhöhung der Betriebskostenzuschüsse nach Leistungsvereinbarung (2012-2020) zugrunde gelegt, auch vor dem Hintergrund, dass in den gezahlten Betriebskostenzuschüssen bereits Sachkostenanteile enthalten sind.

Nach dieser Berechnungsgrundlage konnten bis auf folgende Anträge alle nachvollzogen werden:

Anteilige Nachvollziehbarkeit

  • Nr. 1: AGOT
  • Nr. 2: Familiäre Tagesbetreuung e. V. (seit 2015 keine Anpassung)
  • Nr. 7: AWO - Bezirkssozialarbeit
  • Nr. 10: AWO: Vormundschaften

Nicht nachvollziehbar

  • Nr. 4: Kinderschutzbund Aachen – Abenteuerspielplatz „Kirschbäumchen“
  • Nr. 18: Kinderschutzbund Aachen – Müttercafé
  • Nr. 19: Kinderschutzbund Aachen – Frühe Hilfen

Aufgrund der Zuschusserhöhungen der letzten Jahre, wurden die entstandenen Kostensteigerungen für diese 3 Maßnahmen bereits kompensiert.

Auswirkungen

Finanzielle Auswirkungen

JA

NEIN

x

Investive Auswirkungen

Ansatz

2021

Fortgeschriebener Ansatz 2021

Ansatz 2022 ff.

Fortgeschriebener Ansatz 2022 ff.

Gesamt­bedarf (alt)

Gesamt­bedarf (neu)

Einzahlungen

0

0

0

0

0

0

Auszahlungen

0

0

0

0

0

0

Ergebnis

0

0

0

0

0

0

+ Verbesserung /

- Verschlechterung

0

0

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

konsumtive Auswirkungen

Ansatz

2021

Fortgeschriebener Ansatz 2021

Ansatz 2022 ff.

Fortgeschriebener Ansatz 2022 ff.

Folgekosten (alt)

Folgekosten (neu)

Ertrag

0

0

0

0

0

0

Personal-/

Sachaufwand

0

0

0

0

0

0

Abschreibungen

0

0

0

0

0

0

Ergebnis

0

0

0

0

0

0

+ Verbesserung /

- Verschlechterung

0

0

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Finanzielle Auswirkungen ergeben sich aus den Beschlüssen des Kinder- und Jugendausschusses.
Klimarelevanz

Bedeutung der Maßnahme für den Klimaschutz/Bedeutung der Maßnahme für die

Klimafolgenanpassung (in den freien Feldern ankreuzen)

Zur Relevanz der Maßnahme für den Klimaschutz

Die Maßnahme hat folgende Relevanz:

keinepositivnegativnicht eindeutig

x

Der Effekt auf die CO2-Emissionen ist:

gering mittelgroßnicht ermittelbar

x

Zur Relevanz der Maßnahme für dieKlimafolgenanpassung

Die Maßnahme hat folgende Relevanz:

keinepositivnegativnicht eindeutig

x

Größenordnung der Effekte

Wenn quantitative Auswirkungen ermittelbar sind, sind die Felder entsprechend anzukreuzen.

Die CO2-Einsparung durch die Maßnahme ist (bei positiven Maßnahmen):

gering

unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels)

mittel

80 t bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels)

groß

mehr als 770 t / Jahr(über 1% des jährl. Einsparziels)

Die Erhöhung der CO2-Emissionen durch die Maßnahme ist (bei negativen Maßnahmen):

gering

unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels)

mittel

80 bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels)

groß

mehr als 770 t / Jahr (über 1% des jährl. Einsparziels)

Eine Kompensation der zusätzlich entstehenden CO2-Emissionen erfolgt:

Ovollständig

Oüberwiegend (50% - 99%)

Oteilweise (1% - 49 %)

Onicht

Onicht bekannt

Abstimmungsergebnis

Zustimmung: Ablehnung: Enthaltung: Einstimmig.
Technische Details

Hauptdokument

Sammeldokument öffentlich

2021-01-13 FB 45_0033_WP18 Haushaltsplanentwurf SAO.pdf

17.11.2024

48.1 MB

Metadaten

TOP
Ö 14
Sitzung
öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Kinder- und Jugendausschusses
Gremium
Kinder- und Jugendausschuss
Datum
Di., 09.03.2021
Uhrzeit
17:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Entscheidungsvorlage
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Entscheidungsvorlage
Federführend
FB 45 - Fachbereich Kinder, Jugend und Schule
Geändert
9.2.2026
Inhalt abgerufen
9. Februar 2026 um 17:12

Beschlussdokument

Sammeldokument öffentlich

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