18. Januar 2006 um 17:00, Bezirksamt AC-Brand
TOP 6Öffentlich

Kindergartensituation in Brand ab 01. August 2006

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Beratung

Frau Drews, kommissarische Leiterin des Jugendamtes, präsentiert zum Sachverhalt unter Bezugnahme auf die Vorlage des Jugendamtes vom 11.01.2006 Listen der derzeitigen Kindergartensituation. Auszüge daraus sind dieser Niederschrift als Anlage beigefügt.

Ab 01.08.2006 werden insgesamt 7 Gruppen von kirchlichen Trägern in der Stadt Aachen und 3Einrichtungen der Arbeiterwohlfahrt in der Stadt Aachen geschlossen, dies sind 400 Kindergartenplätze. Die gesamten Kindergartenplätze der Stadt betragen z. Zt. 6.600, die Zahl der zu erwartenden Kinder beläuft sich auf 6.750. Im Stadtbezirk Brand bestehen zum 31.07.2006571 Plätze bei 520 Kindern. Eine Gruppe setzt sich aus Kindern der Jahrgänge 3 – 6 zusammen zuzüglich 40 % der Kinder, die in dem jeweiligen Jahr das 3. Lebensjahr vollenden. Bei Schließung der Kita Jackstraße, sind 498Plätze bei 502 Kindern vorhanden. Die Zahlen wurden aktuell durch das Einwohnermeldeamt ermittelt. Zu Zeit beträgt ein Kindergartenplatz = Kinderzahl 100 % Bedarfsdeckung. In Kornelimünster besteht ein Überhang an Kindergartenplätzen, 135 Kindergartenplätze bei 76 Kindern.Geht man davon aus, dass in Brand eine gewisse Anzahl von Kindern nicht versorgt werden könnte, ist demgegenüber in Kornelimünster ein entsprechendes Angebot vorhanden und könnte genutzt werden. Zahlenmäßig ist es deshalb vertretbar, dass im Stadtbezirk Brand die Arbeiterwohlfahrt die vorhandenen 6 Gruppen schließt. Das Jugendamt hat nicht nur eine Verantwortung den Kindern der Jahre von 3 – 6 gegenüber; auch Kindern ab 6 Jahren muss die Möglichkeit gegeben werden, eine Hortbetreuung zu erhalten.

Da im Stadtbezirk Brand 2Grundschulen noch nicht Offene Ganztagsschule sind und in der AWO-Einrichtung Kinder dieser Grundschulen betreut werden, ist angedacht, der Arbeiterwohlfahrt vorzuschlagen, 2 der insgesamt 6 Gruppen aufrecht zu erhalten. Diese Gruppen sollen dann zunächst für ein Jahr als große Familiengruppen 10 Kindergarten- und 10 Schulkinder aufgefangen. Die Stadt Aachen hat sich verpflichtet, bis zum 31.10.201025 % der Kinder unter 3 Jahren zu versorgen.

Die Arbeiterwohlfahrt soll in Zukunft nicht 9 % sondern nur noch mit 5 % Trägeranteil belastet werden. Parallel zur heutigen Sitzung findet die Vorstandssitzung der Arbeiterwohlfahrt statt und Frau Drews ist optimistisch, dass die AWO den 5 %-igen Anteil tragen kann.

Ratsfrau Lürken bedankt sich bei Frau Drews für ihren ausführlichen Vortrag und die Vorlage. Sie findet es sehr bedauerlich, dass die Arbeiterwohlfahrt die Einrichtung in der Jackstraße schließt und sie begrüßt es, dass das Jugendamt nach Alternativen sucht, die Kinder unterzubringen. Frau Heeren hat in der Einwohnerfragestunde angeregt,2 Gruppen mit je 15 Schulkindern und 5 Kindergartenkindern beizubehalten. Ratsfrau Lürken ist der Meinung, dass man aus der Not heraus diesen Vorschlag annehmen sollte.

Ratsherr Schabram teilt mit, dass es im Stadtbezirk Brand statistisch bei 14 Kindergartenplätzen für unter dreijährige Kinder bleibt. Es gehen zwar 7 Plätze in der AWO-Einrichtung Jackstraße verloren, diese werden aber durch die Kita Freunder Landstraße aufgefangen.

Herr Hellmann von der SPD-BF findet es schade, dass gerade die zuletzt geschaffene Einrichtung in Brand geschlossen werden soll. Es handelt sich um ein Modellprojekt.

14 Kindergartenplätze für unter 3-jährige Kinder sieht er als zu wenig an, da die Einwohnerzahl in Brand ständig wächst.Es ist Handlungsbedarf gegeben, demgegenüber steht der finanzielle Aspekt. Er schließt sich dem Vorschlag von Ratsfrau Lürken an, 2 Gruppen in der AWO-Jackstraße beizubehalten. Die SPD-BF und die Grünen-Fraktion haben einen entsprechenden Beschlussvorschlag vorbereitet.

Ratsherr Königs ist der Meinung, dass die Karl-Kuck-Schule noch in der Diskussion der Offenen Ganztagsschule ist, aber dass dies in der Entscheidungsgewalt der Schule liegt. In der heutigen Sitzung sind keine Neuigkeiten bekannt geworden.

Der schriftlich vorbereitete neue Beschlussvorschlag von SPD und Grüne liegt nicht allen Bezirksvertretungsmitgliedern vor. Dies wird nachgeholt

Anschließend bittet die CDU-BF um kurze Sitzungsunterbrechung.

Bezirksvorsteher Henn unterbricht die Sitzung der Bezirksvertretung Aachen-Brand um 5 Minuten.


Nach kurzer Diskussion erfolgt einstimmig folgender

Beschluss

Die Bezirksvertretung Aachen-Brand empfiehlt dem Kinder- und Jugendausschuss, bezüglich der Kindergartenplanung ab 01.08.2006 für Brand den Alternativvorschlag der Verwaltung zu beschließen. Demnach wird die AWO-Einrichtung in der Jackstraße nicht vollständig geschlossen. Stattdessen sollen zwei große altersgemischte Gruppen auf ein Jahr befristet fortgeführt werden, bis die Karl-Kuck-Schule offene Ganztagsschule wird. Das Jugendamt wird beauftragt, vor Ort in der Jackstraße die betroffenen Eltern zu beraten und ihnen bei der Suche nach Alternativen für ihre Kinder behilflich zu sein. Schulamt und Jugendamt werden beauftragt, Gespräche mit der Karl-Kuck-Schule und der Grundschule Brander Feld zu führen, um diese möglichst bald für die Teilnahme am Programm „Offene Ganztagsschule“ zu gewinnen.

Abstimmungsergebnis

Zustimmung: Ablehnung: Enthaltung:

Für diesen Tagesordnungspunkt liegen noch keine Beratungsergebnisse vor.

Technische Details

Grunddaten

TOP
Ö 6
Sitzung
öffentliche Sitzung der Bezirksvertretung Aachen-Brand
Gremium
Bezirksvertretung Aachen-Brand
Datum
Mi., 18.01.2006
Uhrzeit
17:00
Anlass
Öffentliche Sitzung
Status
gemischt