Bericht des Bunten Kreises in der Region Aachen über die Nachsorge schwerkranker Kinder/Casemanagement
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Frau Dr. Haferkorn und Herr Pöhlsen berichteten über die inhaltliche Arbeit und Finanzierung des Bunten Kreises. Eine Zusammenfassung ihres Berichtes und weitere Informationen über die seitens der Stiftung Wohlfahrtspflege erfolgte finanzielle Förderung ist dieser Niederschrift als Anlage beigefügt.
Auf Nachfrage von Herrn Schäfer (CDU-Fraktion) teilte Frau Dr. Haferkorn weiterhin mit, dass derzeit 5 Case-Managerinnen auf 400,00 €-Basis in einem Umfang von jeweils 10 Stunden wöchentlich für den Bunten Kreis tätig seien. Hierbei handele es sich um Intensivkinderkrankenschwestern des Klinikums Aachen und des Stolberger Bethlehem Krankenhauses. Im Jahr 2005 seien 55 Kinder und ihre Familien betreut worden. Aufgrund der lediglich begrenzten Kapazitäten müsse man sich auf die schwerwiegenden Fälle beschränken.
Frau Schulz betonte, wie wertvoll die seitens des Bunten Kreises geleistete Arbeit sei. Es sei wichtig, dass auch die Krankenkasse einen Beitrag zur Finanzierung leiste. Durch eine weitergehende häusliche Betreuung könnten Folgekrankheiten der übrigen Familienmitglieder vermieden werden.
Auf Nachfrage von Frau Scheidt teilte Frau Dr. Haferkorn mit, dass die im Rahmen der Nachsorge zu betreuenden Kinder in erster Linie aus dem Klinikum Aachen und dem Stolberger Bethlehem Krankenhaus vermittelt würden. Darüber hinaus arbeite der Bunte Kreis jedoch auch mit allen anderen Institutionen zusammen, die Kinder betreuten. Sie nannte beispielhaft den Förderkreis schwerkranker Kinder, das Sozialpädiatrische Zentrum, die niedergelassenen Kinderärzte, die Lebenshilfe und den Verein Kid Care.
Die Frage von Frau Philippen nach der Notwendigkeit einer Überweisung beantwortete Frau Dr. Haferkorn damit, dass seitens der Krankenkasse beabsichtigt sei, Leistungen aufgrund einer ärztlichen Verordnung zur psychosozialen Nachsorge zu erbringen. Auf weitere Nachfrage von Herrn Prof. Dr. Hartmann teilte sie mit, dass es sich bei den betreuten Kindern überwiegend um Frühgeborene handele.
Herrn Künzer appellierte an den Bunten Kreis, unabhängig vom Ausgang der weiteren Verhandlungen mit den Krankenkassen weiter wie bisher zu arbeiten. Dadurch werde eine wichtige Lücke geschlossen. Im Übrigen handele es sich bei der angestrebten Finanzierung seitens der Krankenkassen um eine Kannleistung. Es sei bekannt, wie schwer Kannleistungen angesichts angespannter Haushaltslagen abzurufen seien.
Das Angebot von Herrn Künzer, den Bunten Kreis seitens der Verwaltung und der Politik zu unterstützen, nahm Herr Pöhlsen gerne an. In Kürze werde ein Gespräch der Bunten Kreise aus Aachen, Bonn, Coesfeld und Duisburg mit den Spitzenverbänden der Krankenkassen stattfinden. Verhandlungen in diesem Rahmen würden sich erfahrungsgemäß schwierig gestalten.
Abstimmungsergebnis
Technische Details
ID: 10564
OParl URL:http://ratsinfo.aachen.de/public/oparl/agendaItems?id=10564
Grunddaten
- TOP
- Ö 6
- Sitzung
- öffentliche Sitzung des Sozial- und Gesundheitsausschusses
- Gremium
- Ausschuss für Soziales, Integration und Demographie
- Datum
- Do., 26.01.2006
- Uhrzeit
- 17:00
- Anlass
- Öffentliche Sitzung
- Vorlage
- Anhörung
- Beratung
- öffentlich
- Federführend
- Fachbereich Soziales und Integration
- Status
- gemischt