18. Mai 2021 um 18:00, Inda - Gymnasium Kornelimünster
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Beratung

Auf Wunsch des Mayr berichtet Herr Wiezorek über die Sanierung der Stützmauer an der Buchenallee am Lousberg.

Herr Wiezorek führt aus, dass das Thema bereits 2014 Gegenstand der Diskussion gewesen sei. Durch vorhandene Mängel am Geländer und an der Stützmauer selbst sei die Verkehrssicherungspflicht gefährdet gewesen, so dass seinerzeit beantragt worden sei, entlang der Mauer eine etwa 3 m breite Böschung anzulegen und so eine Stabilisierung der Mauer zu erreichen. Seitens der unteren Naturschutzbehörde sei für das Vorhaben eine naturschutzrechtliche Befreiung erteilt worden. Man habe jedoch zwischenzeitlich festgestellt, dass die im Bescheid von 2014 genannten Auflagen zu den Anforderungen an den Oberboden aus technischen Gründen nicht einzuhalten seien. Es bestehe aufgrund der Steilheit der neu aufgeschütteten Böschung eine Schwierigkeit, den Oberboden so aufzubringen, dass dieser nicht abrutschte und die Böschung erodiere. Seitens der unteren Naturschutzbehörde sei daher zugestimmt worden, dass statt einer Bedeckung mit Oberboden und einer Ansaat für die steile Böschung eine Anspritzbegünung bzw. Nasseinsaat mit regionalem Pflanzengut erfolgen könne. Dieses Verfahren sei technisch erprobt und funktioniere gut. Es werde so eine Begrünung der Böschung hergestellt, ohne dass Hangrutschungen zu erwarten seien. Hinsichtlich der Baustelleneinrichtung seien Auflagen hinsichtlich des Schutzes der Bäume erteilt worden. So sollen Kippstellen außerhalb des Kronentraufbereiches errichtet werden und Bodenplatten zum Schutz der Baumwurzeln gelegt werden. Darüber hinaus sei das Befahren der Flächen außerhalb des Kronentraufbereiches gefordert worden und das Abstellen von Geräten, Maschinen und Materialien im Kronentraufbereich sei untersagt worden. Herr Wiezorek führt weiterhin aus, dass die gesamte Maßnahme mit dem Unterhalter des Bauwerks, der Denkmalpflege und der unteren Naturschutzbehörde abgestimmt worden sei.

Da aus Sicht des Artenschutzes die vorhandene Stützmauer Potential als Überwinterungsquartier für Amphibien habe, sei durch Dr. Engels angeregt worden, die Erdanschüttung zu einem Zeitpunkt vorzunehmen, zu dem die Tiere sich nicht in ihren Überwinterungsquartieren befinden (möglichst im Zeitraum von Mitte/Ende April bis Ende September). Darüber hinaus sei angeregt worden, dass als unterste Schicht der Erdanschüttung grobkörniges Material eingebaut werden soll, um so die Funktion als potentielles Winterquartier weiterhin aufrecht zu erhalten.

Seitens der Denkmalbehörde sei gefordert worden, keine Bepflanzung der Mauer mit Sträuchern oder Bäumen vorzunehmen, um die Sicht auf das Denkmal nicht zu verhindern.

Herr Wiezorek führt weiterhin aus, dass zunächst überlegt worden sei, den abgetragenen Oberboden auf eine angrenzende landwirtschaftliche Fläche zu verteilen. Es hätte eine Fläche von ca. 1 Hektar Größe in Anspruch genommen werden müssen, auf der eine ca. 10 cm dicke Schicht aufgetragen worden wäre. Dies sei zwar aus bodenschutzrechtlicher Sicht unbedenklich gewesen, schien jedoch aus naturschutzfachlicher Sicht nicht angemessen, so dass man sich dagegen entschieden habe. Der Oberboden werde nun entsorgt.

Herr Slevogt kritisiert, dass Gehölz an der Mauer entfernt worden sei, da dies für die Mauer charakteristisch gewesen sei.

Herr Wiezorek erwidert, dass der Bewuchs die Mauer sprenge. Man habe eine Dauerlösung finden wollen, um zu verhindern, dass immer wieder Verkehrssicherungsprobleme an dieser Stelle entstünden. Dabei sei auch gewährleistet, dass die Überwinterungsquartiere für Amphibien erhalten blieben.

Frau Ranft erkundigt sich danach, woher der Oberboden stamme, welcher nun abtransportiert werde. Herr Wiezorek gibt bekannt, dass aus technischen Gründen Oberboden habe abgetragen werden müssen, welcher allerdings nicht zur Stabilisierung der Mauer habe verwendet werden können. Zur Stabilisierung der Mauer sei anderes Erdmaterial verwendet worden, das aber nachweislich unbelastet sei.

Für diesen Tagesordnungspunkt liegen noch keine Beratungsergebnisse vor.

Technische Details

Grunddaten

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Ö 6
Sitzung
öffentliche Sitzung des Naturschutzbeirates
Gremium
Naturschutzbeirat
Datum
Di., 18.05.2021
Uhrzeit
18:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Status
öffentlich