Bericht der NABU-Naturschutzstation zu aktuellen Projekten
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Herr Dr. Aletsee gibt zunächst bekannt, dass es bei der NABU-Naturschutzstation personelle Änderungen gegeben habe und Frau Dr. Maxam bedauerlicherweise als Mitarbeiterin ausgeschiedenund zwischenzeitlich durch eine neue Mitarbeiterin ersetzt worden sei.
Er führt aus, dass die Hauptaufgaben der NABU-Naturschutzstation im Arten- und Biotopschutz, aber auch in der Beratung von Bürgern, Verwaltung und Politik und in der Öffentlichkeitsarbeit lägen.
Die aktuellen Projekte der NABU-Naturschutzstation stellt er anhand einer Power-Point-Präsentation vor, welche der Niederschrift als Anlage beigefügt ist.
1.Projekt: LVR-Projekt „Biotopverbund im Westen der Westwall“/ Streuobstwiesen- & Heckenschutz
Herr Dr. Aletsee erläutert, dass es Ziel des Projektes sei, von der Höckerlinie ausgehend, das Biotopnetzwerk in der Landschaft durch die Anlegung von Obstwiesen und Hecken als charakteristische Kulturlandschaftselemente zu stärken. Zwischenzeitlich sei es so, dass jährlich 100 – 150 Obstbäume gepflanzt würden und das Ziel, die Kulturlandschaft zu erhalten, erreicht werden könne.
2.Projekt: LIFE-Projekt BOVAR
Herr Dr. Aletsee führt aus, dass es sich bei diesem Projekt um ein Artenschutzprojekt handele. Durch Verlust an Gewässern seien insbesondere seltene Amphibienarten wie die Gelbbauchunke, die Geburtshelferkröte, die Kreuzkröte und auch der Kammmolch gefährdet. Im Naturschutzgebiet Schmithof sei ein Teich errichtet worden, um für diese Arten günstige Lebensraumbedingungen zu schaffen. Im FFH-Gebiet Brander Wald werden ebenfalls vor diesem Hintergrund Kleinsttümpel geschaffen.
3.Projekt: Freyenter Wald
Herr Dr. Aletsee legt dar, dass der Freyenter Wald im Dezember 2019 vom NABU-Stadtverband Aachen e.V (10 %) und der NRW-Stiftung (90 %) erworben worden sei. Ziel sei es, das 57 Hektar große Waldgebiet entsprechend dem Projektantrag als Waldwildnisfläche zu entwickeln, d.h., dass dort keine Forstwirtschaft mehr betrieben werde. Absterbende bzw. tote Bäume blieben stehen oder liegen, nicht heimische Bäume würden sukzessive zurückgedrängt. Der Prozess solle in ca. 5-10 Jahren abgeschlossen sein. Der Freyenter Wald solle weiterhin als Raum für ruhige Erholung zur Verfügung stehen. Herr Dr. Aletsee bietet dem Naturschutzbeirat an dieser Stelle eine Exkursion in den Freyenter Wald mit einer Führung an. Da dieses Angebot auf großes Interesse stößt, wird die Exkursion auf den 29.06.2021, 15:00 Uhr, vor Beginn der nächsten Sitzung terminiert.
4. Projekt: BfN-Projekt LIBA (Leitfaden für die Insektenförderung durch Blühstreifen im Ackerland)
Herr Dr. Aletsee erläutert, dass seit Jahren ein starker Rückgang von Insekten beobachtet werde, was insbesondere in der Monotonisierung der Ackerlandschaft begründet sei. Das durch das Bundesamt für Naturschutz geförderte Modellprojekt solle diesem Trend entgegenwirken. Im Rahmen des Projektes „Blütenparadies“ engagierten sich Landwirte und die NABU-Naturschutzstation um die Erarbeitung und Umsetzung eines Leitfadens für die Insektenförderung durch Blühstreifen im Ackerland.
Abstimmungsergebnis
Für diesen Tagesordnungspunkt liegen noch keine Beratungsergebnisse vor.
Technische Details
ID: 105919
OParl URL:http://ratsinfo.aachen.de/public/oparl/agendaItems?id=105919
Grunddaten
- TOP
- Ö 5
- Sitzung
- öffentliche Sitzung des Naturschutzbeirates
- Gremium
- Naturschutzbeirat
- Datum
- Di., 18.05.2021
- Uhrzeit
- 18:00
- Anlass
- Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
- Status
- öffentlich
Beschlussdokument
Sammeldokument öffentlich
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