Sackgasse Marktplatz aus Richtung Hochstraße, Fahrradbügel und WendeflächeAntrag der Bezirksfraktion GRÜNE vom 20.01.2021
FB 61/0128/WP18 · Kenntnisnahme
Beratung
Frau von Eckardstein von der Grünen-BF begrüßt die umfangreiche Verwaltungsvorlage. Sie erläutert, dass der Antrag aufgrund von Eingaben von Brander Bürgerinnen und Bürger gestellt worden sei.
Frau Krott von der CDU-BF führt aus, dass ihre Fraktion dem Verwaltungsvorschlag nicht zustimmen werde. Sie begründet dies zum einen mit der aktuellen Verkehrsregelung, an die sich die Menschen seit dem Marktplatzumbau gewöhnt hätten, und zum anderen damit, dass den PKW-Fahrenden, welchen die Straße zum Parken und Wenden zu klein ist, erst gar nicht dort hineinfahren würden, so dass die aktuelle Verkehrsführung ausreiche.
Der Brander CDU-Fraktion sei von Anwohnerinnen und Anwohnern der Marktstraße bestätigt worden, dass ein reibungsloses Miteinander der einzelnen Verkehrsteilnehmenden dort funktioniere.
Da der Brander Markt auch viele Menschen aus den umliegenden Ortschaften anziehen würde, seien die vorhandenen Parkplätze dringend erforderlich. Daher schlage die CDU-BF folgende geänderte Beschlussfassung vor:
Die Bezirksvertretung Aachen-Brand lehnt die von der Verwaltung vorgeschlagene Vorgehensweise aus Sicherheitsgründen ab. Stattdessen soll das Ordnungsamt, insbesondere an Markttagen, verstärkt die Einhaltung des bestehenden Park- und Halteverbots kontrollieren.
Frau von Eckardstein von der Grünen-BF erläutert, dass Sie durch Gespräche mit den Marktbesuchern und auch mit der Polizei erfahren habe, dass es an Markttagen durchaus zu verkehrstechnischen Problemen komme.
Herr Hellmann von der SPD-BF macht deutlich, dass die Meinungen zur Verkehrssituation in der Marktstraße durchaus auseinandergehen. Seine Fraktion sehe aber, dass der schleichende Wegfall von Parkplätzen für die Geschäftswelt negative Folgen habe. Aufgrund von verschiedenen Projekten würden im Kern von Brand immer mehr Parkplätze wegfallen. Man müsse nicht zuletzt für die auswärtigen Besucherinnen und Besucher ein Parkangebot vorhalten. Seiner Ansicht nach hätten die geplanten Poller in der Marktstraße keinen Mehrwert, da in dieser Stichstraße keine Gefahr herrsche. Aus diesen Gründen könne sich auch seine Fraktion nicht dem Verwaltungsvorschlag anschließen.
Ratsfrau Lürken bekräftigt, dass die Parkplätze gerade für die ältere Generation erhalten bleiben müssten. Ihrer Erfahrungen nach würden die Menschen in der Stichstraße sehr umsichtig fahren. Das Fahrrad und der Ortsbus seien gute Alternativangebote, aber ein Großteil der Menschen sei immer noch auf das Auto angewiesen. Für zusätzliche Fahrradbügel sehe sie viel Potenzial rund um den Marktplatz.
Herr Depenbrock von der Grünen-BF begrüßt den Vorschlag der Verwaltung, da nur 2 von 17 Parkplätzen wegfallen würden. Außerdem seien schon viele Menschen auf den Ortsbus umgestiegen, so dass der Wegfall der vorgenannten zwei Parkplätze nicht ins Gewicht falle.
Ratsfrau Lürken betont, dass die CDU-BF es begrüße, wenn für alle Verkehrsteilnehmende ein ausreichendes Angebot vorgehalten werde. Hierzu würden auch Parkplätze gehören.
Ratsherr Palm macht deutlich, dass er mit dem Antrag der Grünen-BF nicht einverstanden sei. Es handele sich hier um einen Antrag, der lediglich den Wegfall von zwei Parkplätzen vorsehe, in der Summe betrachtet gebe es aber einen Prozess, der die Idee der autofreien Innenstadt immer mehr nach Brand ausweiten würde. Daher könne er hierfür seine Zustimmung nicht geben.
Da Herr BBM Tillmanns den Antrag der CDU-BF als weitergehend sieht, stellt er diesen zuerst zur Abstimmung.
Beschluss
Beschlussvorschlag
Beschlussvorschlag:
Die Bezirksvertretung nimmt die Ausführungen der Verwaltung zur Kenntnis und beschließt die Schaffung einer Wendefläche auf den letzten beiden Parkständen der Sackgasse sowie die Abpollerung des Gehweges mit insgesamt 7 Zinkpollern.
Erläuterungen
Erläuterungen:
Bei der erstmaligen Ausschilderung des neu geschaffenen Marktplatzes einschließlich der umliegenden Straßen hat die Verwaltung auf eine Wendefläche am unteren Ende der Sackgasse Marktplatz verzichtet, um ein Maximum an Parkraum für die Wochenmarktbesucher*innen bei dem im Vergleich zu früher deutlich reduzierten Parkangebot zu erhalten. In der Anfangszeit war die Zufahrt zum Marktplatz auch noch nicht abgepollert, sodass der Kraftverkehr bei Problemen mit dem Rückwärtssetzen kurz auf den Platz fahren und dort wenden konnte.
Mittlerweile hat sich die Brander Bevölkerung an die Parksituation rund um den Wochenmarkt gewöhnt und kommt vermehrt mit Fahrrädern, dem neuen Ortsbus oder zu Fuß zum Markt, sodass 2 wegfallende Parkstände von insgesamt 17 Parkständen in dieser Sackgasse zu vertreten sind, um dem Kraftverkehr ein geordnetes und sicheres Wenden zu ermöglichen. Die Verwaltung ist deshalb bereit, die unteren beiden Querparkstände entsprechend beiliegender Systemskizze zugunsten einer Wendefläche aufzulösen.
Der Einbau von Fahrradbügeln auf dem 3m breiten Gehweg der Straße Marktplatz zwischen Hochstraße und Fußgängerzone würde die Möglichkeit schaffen, z.B. an Wochenmarkttagen beidseitig Fahrräder oftmals mit Kindersitzen oder Packtaschen anzuketten, die nicht in die Fahrbahn hinein ragen dürfen. Die Fahrradbügel wären deshalb in einem Abstand von 1m zum Bordstein einzubauen, damit die straßenseitig angeketteten Fahrräder noch 30cm Abstand zur Fahrbahn lassen. Die hausseitig angeketteten Räder würden dann nur noch eine Restgehwegbreite von ca. 1,30m belassen, die besonders an Markttagen mit Einkaufstaschen zu wenig ist.
Die Verwaltung schlägt deshalb den Einbau von 7 Pollern entsprechen der in der Umgebung beim Neubau des Marktplatzes verwendeten Poller auf dem Gehweg zur Vermeidung ordnungswidrig parkender Autos vorund würde für den Radverkehr einige Fahrradbügel im weiteren Umfeld des weitläufigen Marktplatzes einbauen. Im Zusammenhang mit dem Programm „Radbügel für Aachen“ sind ohnehin einige Vorschläge für weitere Standorte von Fahrradbügeln am Brander Markt eingegangen, die hier einfließen könnten.
Auswirkungen
Finanzielle Auswirkungen
JA | NEIN | ||
x |
Investive Auswirkungen | Ansatz 20xx | Fortgeschriebener Ansatz 20xx | Ansatz 20xx ff. | Fortgeschriebener Ansatz 20xx ff. | Gesamtbedarf (alt) | Gesamtbedarf (neu) | |
Einzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Auszahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Ergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
+ Verbesserung / - Verschlechterung | 0 | 0 | |||||
Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | ||||||
konsumtive Auswirkungen | Ansatz 20xx | Fortgeschriebener Ansatz 20xx | Ansatz 20xx ff. | Fortgeschriebener Ansatz 20xx ff. | Folge-kosten (alt) | Folge-kosten (neu) | |
Ertrag | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Personal-/ Sachaufwand | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Abschreibungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Ergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
+ Verbesserung / - Verschlechterung | 0 | 0 | |||||
Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | ||||||
Weitere Erläuterungen (bei Bedarf):
Klimarelevanz
Bedeutung der Maßnahme für den Klimaschutz/Bedeutung der Maßnahme für die
Klimafolgenanpassung (in den freien Feldern ankreuzen)
Zur Relevanz der Maßnahme für den Klimaschutz
Die Maßnahme hat folgende Relevanz:
keine | positiv | negativ | nicht eindeutig |
Der Effekt auf die CO2-Emissionen ist:
gering | mittel | groß | nicht ermittelbar |
Zur Relevanz der Maßnahme für dieKlimafolgenanpassung
Die Maßnahme hat folgende Relevanz:
keine | positiv | negativ | nicht eindeutig |
Größenordnung der Effekte
Wenn quantitative Auswirkungen ermittelbar sind, sind die Felder entsprechend anzukreuzen.
Die CO2-Einsparung durch die Maßnahme ist (bei positiven Maßnahmen):
gering | unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels) | ||
mittel | 80 t bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels) | ||
groß | mehr als 770 t / Jahr(über 1% des jährl. Einsparziels) |
Die Erhöhung der CO2-Emissionen durch die Maßnahme ist (bei negativen Maßnahmen):
gering | unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels) | ||
mittel | 80 bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels) | ||
groß | mehr als 770 t / Jahr (über 1% des jährl. Einsparziels) |
Eine Kompensation der zusätzlich entstehenden CO2-Emissionen erfolgt:
vollständig | |||
überwiegend (50% - 99%) | |||
teilweise (1% - 49 %) | |||
nicht | |||
nicht bekannt |
Abstimmungsergebnis
Technische Details
ID: 106610
OParl URL:http://ratsinfo.aachen.de/public/oparl/agendaItems?id=106610
Hauptdokument
Sammeldokument öffentlich
2021-04-26 FB 61_0128_WP18 Sackgasse Marktplatz SAO.pdf
17.11.2024
6.9 MB
Betroffene Straßen
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Metadaten
- TOP
- Ö 10
- Sitzung
- öffentliche/nichtöffentliche Sitzung der Bezirksvertretung Aachen-Brand
- Gremium
- Bezirksvertretung Aachen-Brand
- Datum
- Mi., 16.06.2021
- Uhrzeit
- 17:00
- Anlass
- Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
- Vorlage
- Kenntnisnahme
- Beratung
- öffentlich
- Status
- gemischt
- Vorlageart
- Kenntnisnahme
- Federführend
- FB 61 - Fachbereich Stadtentwicklung und Stadtplanung
- Geändert
- 9.2.2026
- Inhalt abgerufen
- 9. Februar 2026 um 18:02