Aachen-Nord. Die zweite Gründung. Nutzungs- und Vermarktungskonzept
FB 02/0066/WP18 · Entscheidungsvorlage
Beratung
Herr Begaß leitet den angekündigten Vortrag mit einem Hinweis auf den notwendigen Dreiklang ‘Neuausweisung / städteregionale Kooperation / Revitalisierung‘ im Bereich der Gewerbeflächen ein. Dabei verweist er auf die sehr rege Ansiedlungsanfrage-Situation, die den Bereich Aachen-Nord zusätzlich sehr wichtig mache. Sodann begrüßt Herr Brantin Herrn Dr. Haensch von der CIMA Beratung + Management GmbH, der anhand einer Powerpoint-Präsentation (im Ratsinformationssystem beigefügt) vorträgt.
Herr Brantin dankt für den Vortrag über das Gebiet mit viel Potenzial. Frau Schmitt-Promny schließt sich diesem Dank an und findet es spannend, dass in dem Vortrag der gesamtstädtische Raum, eingebunden in das Projekt ‘Aachen-Nord‘, gesehen wird. Sie begrüßt, dass sich hier etwas bewegt und die verschiedenen Akteure zusammengebracht werden. Stellvertretend für die CDU-Fraktion dankt Herr von Thenen ebenfalls für den Vortrag. Er sieht zwar nicht jeden Vorschlag umsetzbar, begrüßt aber auch, dass in dem Gebiet durchmischt wird. Frau Dr. Schmeer möchte insbesondere die ‘Kulturspur‘ nicht vergessen wissen und fragt nach dem Stand in Sachen Jahrhunderthalle. Herr Dr. Haensch bestätigt, dass viele Projektentwickler darauf hinweisen, dass Lebendigkeit und Vielfalt – Kultur, Gastronomie etc. – in das Quartier gehöre. Bezugnehmend auf die Jahrhunderthalle ergänzt Herr Begaß, dass trotz eines Eigentümerwechsels die geplante Entwicklung weitergeführt werde; gleichwohl sei eine Abhängigkeit von geeigneten Mietern gegeben. Ab Ende 2021 werde der ‘Collective Incubator‘ dort zu finden sein, der dort regelmäßig bis zu 1000 Studierende dort verkehren lasse. In der Verwaltung wird eine Projektgruppe aufgestellt, in der FB02 die Kümmerer-Funktion derzeit mit vorhandenem Personal wahrnimmt. Frau Bach dankt für den spannenden Vortrag und hofft, dass man auch and die Senior*innen sowie Wohnmöglichkeiten für alle Altersgruppen gedacht habe. Herr Dr. Haensch stellt klar, dass man das Gebiet für alle Alters- und Gesellschaftsgruppen entwickeln wolle und müsse, da sich Vielfalt hier gut unterbringen lasse.
Sodann ergeht folgender
Beschluss
Beschlussvorschlag
Beschlussvorschlag:
Der Ausschuss für Arbeit, Wirtschaft und Regionalentwicklung nimmt die Ausführungen zum Nutzungs- und Vermarktungskonzept Aachen-Nord zur Kenntnis und beauftragt die Verwaltung regelmäßig über den aktuellen Sachstand und den Umsetzungsstand der benannten Maßnahmen zu berichten.
Erläuterungen
Aachen-Nord. Die zweite Gründung. Nutzungs- und Vermarktungskonzept
Aachen-Nord befindet sich seit einiger Zeit im Wandel. In Ergänzung zu dem Stadtteilerneuerungsprozess im Rahmen des Programms Soziale Stadt ist es gelungen, neue Unternehmen an revitalisierten Standorten anzusiedeln und damit eine Vielzahl neuer Arbeitsplätze im Stadtteil zu integrieren. Mit einem Potenzial von rund 16 ha un- oder mindergenutzter Gewerbefläche im Kernbereich Jülicher Straße sowie insgesamt 40 ha im erweiterten Bereich bietet Aachen-Nord zudem das größte Potenzial an Flächen im gesamten Stadtgebiet Aachen, die neuen Nutzungen zugeführt werden können. Ziel der Verwaltung ist es daher, dieses Potenzial zu heben und insbesondere der nach wie vor großen Nachfrage von ansiedlungsinteressierten Firmen gerecht zu werden, ggf. aber auch weitere Interessen etwa der Hochschulen oder anderer Nutzer*innen zu berücksichtigen. Hiermit ergibt sich nicht nur die Chance zur Schaffung neuer Beschäftigungsmöglichkeiten, sondern auch zur Transformation des Stadtteils.
Historisch betrachtet war Aachen-Nord eine der Keimzellen der Industrialisierung in und von Aachen. Hier wurden zahlreiche relevante Unternehmen gegründet. Aachen-Nord war Heimat der weltgrößten Schirmfabrik, Standort für den Bau großer Elektromaschinen und Kraftwerksanlagen bei Garbe Lahmeyer, hier wurden Lokomotiven bei Talbot, und Fafnir-Automobile produziert, um nur einige Beispiele zu nennen. Seit den 1970er/1980er Jahren hat der Gründungsstandort Aachen-Nord allerdings einen steten Niedergang erlebt, wurden renommierte Unternehmen stillgelegt.
In den letzten Jahren ist es jedoch gelungen, eine Trendwende anzustoßen und eine Wiederbelebung des Standorts zu erreichen. Durch die gezielte Heranführung von Investoren und die bewusste Neuansiedlung von modernen Unternehmen, von Startups und Netzwerken wie dem digitalHUB wandelt sich Aachen-Nord zu einem innovativen Standort. Aachen-Nord erlebt gewissermaßen die
2. Gründung.
Die 2. Gründung war daher auch das Stichwort für die Arbeit des von FB 02 beauftragten Beratungsbüros CIMA-Beratung und Management GmbH, Köln. Ziel der Beauftragung war es, durch externe Unterstützung ein Nutzungs- und Vermarktungskonzept zur Revitalisierung von Gewerbeflächen in Aachen-Nord erarbeiten zu lassen, um die Transformation des Standortes zu systematisieren, und Synergieeffekte zwischen den einzelnen Entwicklungen zu heben. Einerseits wird damit auf die Gewerbeflächenknappheit innerhalb der Stadt Aachen reagiert, indem sogenannte Reserveflächen in den Fokus rücken und aktiviert werden. Andererseits muss die Flächenentwicklung in ein Gesamtkonzept integriert werden, welches weitere Handlungserfordernisse wie Klimaschutz, Mobilität, Wohnen, Freiraum, Partizipation der Bewohner*innen u.v.m. berücksichtigt.
Der Hintergrund zur Beauftragung sowie das Nutzungs- und Vermarktungskonzept wurden in der letzten Ausschusssitzung des Ausschuss für Arbeit, Wirtschaft und Regionalentwicklung am 28.04.2021 bereits zur Kenntnis gegeben und als Anlage beigefügt. Mit Beschluss vom 28.04.2021 wurde die Verwaltung zudem beauftragt, das vorliegende Konzept durch die CIMA Beratung + Management GmbH vorstellen zu lassen. Das Konzept beinhaltet neben einer Bestandsanalyse insbesondere Ziele und Maßnahmen zur Fortentwicklung des Zukunftsprofils für den Unternehmensstandort Aachen-Nord sowie die Konzeption des bereits durch den Fachbereich Wirtschaft, Wissenschaft, Digitalisierung und Europa im Jahr 2020 eingerichteten Gebiets- bzw. Standortmanagements.
In der Ausschusssitzung am 16.06.2021 wird Herr Dr. Haensch von der CIMA Beratung + Management GmbH die wichtigsten Erkenntnisse und Maßnahmen des ‘Nutzungs- und Vermarktungskonzept Aachen-Nord. Die zweite Gründung‘ vorstellen und für eventuelle Rückfragen zur Verfügung stehen.
Auswirkungen
Finanzielle Auswirkungen
JA | NEIN | ||
X |
Investive Auswirkungen | Ansatz 20xx | Fortgeschriebener Ansatz 20xx | Ansatz 20xx ff. | Fortgeschriebener Ansatz 20xx ff. | Gesamtbedarf (alt) | Gesamtbedarf (neu) | |
Einzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Auszahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Ergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
+ Verbesserung / - Verschlechterung | 0 | 0 | |||||
Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | ||||||
konsumtive Auswirkungen | Ansatz 20xx | Fortgeschriebener Ansatz 20xx | Ansatz 20xx ff. | Fortgeschriebener Ansatz 20xx ff. | Folge-kosten (alt) | Folge-kosten (neu) | |
Ertrag | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Personal-/ Sachaufwand | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Abschreibungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Ergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
+ Verbesserung / - Verschlechterung | 0 | 0 | |||||
Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | ||||||
Weitere Erläuterungen (bei Bedarf):
Klimarelevanz
Bedeutung der Maßnahme für den Klimaschutz/Bedeutung der Maßnahme für die
Klimafolgenanpassung (in den freien Feldern ankreuzen)
Zur Relevanz der Maßnahme für den Klimaschutz
Die Maßnahme hat folgende Relevanz:
keine | Positiv | Negativ | nicht eindeutig |
x |
Der Effekt auf die CO2-Emissionen ist:
gering | Mittel | Groß | nicht ermittelbar |
x |
Zur Relevanz der Maßnahme für dieKlimafolgenanpassung
Die Maßnahme hat folgende Relevanz:
keine | Positiv | Negativ | nicht eindeutig |
X |
Größenordnung der Effekte
Wenn quantitative Auswirkungen ermittelbar sind, sind die Felder entsprechend anzukreuzen.
Die CO2-Einsparung durch die Maßnahme ist (bei positiven Maßnahmen):
gering | unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels) | ||
mittel | 80 t bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels) | ||
groß | mehr als 770 t / Jahr(über 1% des jährl. Einsparziels) |
Die Erhöhung der CO2-Emissionen durch die Maßnahme ist (bei negativen Maßnahmen):
gering | unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels) | ||
mittel | 80 bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels) | ||
groß | mehr als 770 t / Jahr (über 1% des jährl. Einsparziels) |
Eine Kompensation der zusätzlich entstehenden CO2-Emissionen erfolgt:
Vollständig | |||
überwiegend (50% - 99%) | |||
teilweise (1% - 49 %) | |||
Nicht | |||
nicht bekannt |
Abstimmungsergebnis
Technische Details
ID: 106672
OParl URL:http://ratsinfo.aachen.de/public/oparl/agendaItems?id=106672
Hauptdokument
Sammeldokument öffentlich
2021-05-26 FB 02_0066_WP18 Aachen-Nord. die zwe sao
19.11.2024
135.4 KB
Betroffene Straßen
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Metadaten
- TOP
- Ö 2
- Sitzung
- öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Arbeit, Wirtschaft und Regionalentwicklung
- Gremium
- Ausschuss für Arbeit, Wirtschaft und Regionalentwicklung
- Datum
- Mi., 16.06.2021
- Uhrzeit
- 16:30
- Anlass
- Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
- Vorlage
- Entscheidungsvorlage
- Beratung
- öffentlich
- Status
- gemischt
- Vorlageart
- Entscheidungsvorlage
- Federführend
- FB 02 - Fachbereich Wirtschaft, Wissenschaft, Digitalstadt und Europa
- Geändert
- 9.2.2026
- Inhalt abgerufen
- 9. Februar 2026 um 18:01
Beschlussdokument
Sammeldokument öffentlich
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