Sachstand Lichverschmutzung - Dark-Sky-Kommune, Tagesordnungsantrag der Fraktion Die Linke
FB 36/0084/WP18 · Kenntnisnahme
Sachstand Lichtverschmutzung - Dark-Sky-Kommune, Tagesordnungsantrag der Fraktion Die Linke
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Herr Nositschka spricht der Verwaltung seinen Dank aus, merkt jedoch auch an, dass er sich schon frage, warum in der langen Zeit bisher wenig an konkreten Ergebnissen erzielt worden seien. Er würde sich freuen, wenn die Verwaltung ihre Kontakte zur Stadt Fulda intensivieren würde. Zudem schlägt er vor, den Beschlussvorschlag abzuändern und der Kenntnisnahme eine erneute Vorlage mit konkreten Ergebnissen in der ersten Sitzung in 2022 anzuschließen.
Ratsherr Blum erinnert daran, dass es in diesem Themenfeld bereits Bemühungen gegeben habe, die jedoch einem Spannungsfeld unterschiedlicher Interessenlagen unterliegen würden. Daher sei aus seiner Sicht die Kenntnisnahme ausreichend.
Ratsfrau Brinner hingegen schließt sich Herrn Nositschka an, es gebe noch wenig Inhalte und neben dem Klimaschutz sei das Artensterben mit das größte Problem. Aachen müsse hier deutlich vorlegen und z.B. auch intelligente Beleuchtungssysteme prüfen, sowie alle anderen Bereiche, auf die die Verwaltung unmittelbaren Einfluss habe. Hierzu zähle auch die große beleuchtete Werbetafel vor dem Eurogress.
Ratsherr Kiemes findet die Vorlage der Verwaltung sehr gut, hier sei sehr knapp sehr viel Inhalt geliefert worden. Er möchte von der Verwaltung wissen, wann eine Abschlussvorlage zu dem Thema realistisch sei.
Herr Meiners merkt an, dass das Themenfeld diverse Stadtakteure betreffe und somit ein äußerst hoher Abstimmungsbedarf herrsche. Aus seiner Sicht ist eine Behandlung am Ende des ersten Quartals 2022 realistisch.
Auch Ratsfrau Wolf ist der Meinung, dass die Verwaltung alle ihr gestellten Fragen in der Vorlage beantwortet habe und man nur darüber hinaus noch den Einsatz intelligenter Systeme prüfen solle.
Dem schließt sich Ratsherr Pilgram an, der die seit über zwei Jahrzehnten verfügbaren Systeme bereits im Zusammenhang mit der Bebauung des Campus Melaten kennen gelernt hat. Seinerzeit habe die Stawag ausgeführt, dass sich die langen Investitionszyklen nicht lohnen würden, Aus seiner Sicht müsse das mittlerweile eigentlich anders sein, so dass man noch einmal gezielt auf die Stawag zugehen und sie ermuntern müsse, z.B. im Bereich Westbahnhof solche Systeme einzusetzen.
Herr Demmer weist darauf hin, dass mit dem derzeitigen Beschlussvorschlag ja eh nur der Tagesordnungsantrag und nicht der Ratsantrag zum Thema Lichtverschmutzung abgehandelt sei.
Die Ausschussvorsitzende Lürken regt an, wenn interfraktionell eine solche Einigkeit herrsche, man das Thema auch selbst noch einmal auf die interne Tagesordnung der Fraktionen nehmen solle.
Beschluss
Beschlussvorschlag
Beschlussvorschlag:
Der Ausschuss für Umwelt und Klimaschutz nimmt den Bericht der Verwaltung zur Kenntnis.
Der Tagesordnungsantrag Lichtverschmutzung gilt hiermit als behandelt.
Erläuterungen
Erläuterungen:
In dem vorliegenden Tagesordnungsantrag der Fraktion DIE LINKE zum Thema Lichtverschmutzung – Dark-Sky- Kommune,wird die Verwaltung um die Beantwortung folgender Fragen gebeten:
1. einen Zwischenstand zur Erarbeitung einer Beleuchtungsrichtlinie vorzulegen, welche die Fraktion am 2. März 2021 (RA 088/18) beantragt hat;
2. einen Ausblick zu geben, bis zu welchem Zeitpunkt mit einer Reduzierung der Lichtverschmutzung auf die Standards der „International Dark SkyAssociation“ zu rechnen ist;
3. über die Zusammenarbeit mit der Städteregion bei der Bearbeitung desProblems Lichtverschmutzung zu berichten.
Kurzstellungnahme der Verwaltung:
Die Lichtverschmutzung stellt für Mensch und Natur ein aktuelles und nicht zu unterschätzendes Problem dar, welches von der Verwaltung als Zukunftsaufgabe anerkannt und ernstgenommen wird.
Im Vordergrund der Betrachtung stehen die Bedürfnisse und der Schutz der Bürger*innen vor schädlichen Beeinflussungen durch künstliches Licht. Hinzu kommt der Schutz der Artenvielfalt, die durch die Lichtverschmutzung insofern bedroht ist, als durch künstliches Licht eine hohe Anzahl von Insekten und nachaktiven Lebewesen gefährdet wird.
In ersten konstruktiven Abstimmungen zwischen Verwaltung und STAWAG wurde erörtert, wie der aktuelle Stand und die Zukunftsüberlegungen bei der STAWAG im Hinblick auf die Belichtung besonderer Plätze und Bauwerke (Dom, Rathaus, etc.), der Reduktion von Lichtpunkten sowie die Umrüstung auf langlebigere und nachhaltigere LED-Straßenleuchtenist.
In naher Zukunft wirdsich die Verwaltungmit weiteren Akteuren und anderen Städten austauschen und konkrete Maßnahmen bestimmen, die einer Reduktion der Lichtverschmutzung zuträglich sein können.
Konflikte bergen dabei die unterschiedlichen Interessen und Bedürfnisse der beteiligten Bürgerschaft (z.B. Sicherheitsempfinden contra Wunsch auf dunklen Nachthimmel).Auch die Wirtschaftlichkeit stellt ein Diskussionsgebiet dar, denn eine Umrüstung auf weniger lichtstarke Leuchten bedeutet einen höheren Energieverbrauch sowie höhere Anschaffungskosten, die im städtischen Haushalt entsprechend eingeplant werden müssen.
Seitens der Verwaltung wurden zunächst thematische Schwerpunkte herausgearbeitet, die in den kommenden Monaten für eine inhaltlich fundierte Stellungnahme zur Lichtverschmutzung vertiefendgeprüft werden. Hierzu zählen z.B.:
-Handlungsoptionen für einen schnelleren großflächigenAustausch der Beleuchtungsanlagen mit LED-Lampen (evtl. dimmbar),
-Optionen zur Minderung der Lichtstärke oder zur punktuellen Reduzierung der Beleuchtungsinfrastruktur im öffentlichen Raum bzw. an ausgewählten Straßenabschnitten,
-Klärung der Handlungsoptionen über Bau- und kommunales Satzungsrecht,
-Möglichkeiten zur Nutzung von Synergien über die Stadtgrenzen hinaus (Städteregion, Naturpark),Möglichkeiten der Sensibilisierung und Motivierung der Bevölkerung für das Thema Lichtverschmutzung ohne (kommunale) Regulierung,
-Klärung, ob die die Zielsetzung des Antrages, Dark-Sky-Kommune zu werden, angemessen und wirtschaftlich realisierbarist bzw. ob die Lichtverschmutzung so stark eingegrenzt werden kann, dass sie den hohen Standards der International Dark Sky Association genügen kann.
Erst nach Klärung dieser offenen Fragen wird die Verwaltung eine abschließende Position entwickeln und diese dem Ausschuss für Umwelt und Klimaschutz zur Entscheidung vorlegen.
Auswirkungen
Finanzielle Auswirkungen
JA | NEIN | ||
x |
Investive Auswirkungen | Ansatz 20xx | Fortgeschriebener Ansatz 20xx | Ansatz 20xx ff. | Fortgeschriebener Ansatz 20xx ff. | Gesamtbedarf (alt) | Gesamtbedarf (neu) | |
Einzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Auszahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Ergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
+ Verbesserung / - Verschlechterung | 0 | 0 | |||||
Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | ||||||
konsumtive Auswirkungen | Ansatz 20xx | Fortgeschriebener Ansatz 20xx | Ansatz 20xx ff. | Fortgeschriebener Ansatz 20xx ff. | Folge-kosten (alt) | Folge-kosten (neu) | |
Ertrag | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Personal-/ Sachaufwand | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Abschreibungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Ergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
+ Verbesserung / - Verschlechterung | 0 | 0 | |||||
Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | ||||||
Weitere Erläuterungen (bei Bedarf):
Klimarelevanz
Bedeutung der Maßnahme für den Klimaschutz/Bedeutung der Maßnahme für die
Klimafolgenanpassung (in den freien Feldern ankreuzen)
Zur Relevanz der Maßnahme für den Klimaschutz
Die Maßnahme hat folgende Relevanz:
keine | positiv | negativ | nicht eindeutig |
x |
Der Effekt auf die CO2-Emissionen ist:
gering | mittel | groß | nicht ermittelbar |
x |
Zur Relevanz der Maßnahme für dieKlimafolgenanpassung
Die Maßnahme hat folgende Relevanz:
keine | positiv | negativ | nicht eindeutig |
x |
Größenordnung der Effekte
Wenn quantitative Auswirkungen ermittelbar sind, sind die Felder entsprechend anzukreuzen.
Die CO2-Einsparung durch die Maßnahme ist (bei positiven Maßnahmen):
gering | unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels) | ||
mittel | 80 t bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels) | ||
groß | mehr als 770 t / Jahr(über 1% des jährl. Einsparziels) |
Die Erhöhung der CO2-Emissionen durch die Maßnahme ist (bei negativen Maßnahmen):
gering | unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels) | ||
mittel | 80 bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels) | ||
groß | mehr als 770 t / Jahr (über 1% des jährl. Einsparziels) |
Eine Kompensation der zusätzlich entstehenden CO2-Emissionen erfolgt:
vollständig | |||
überwiegend (50% - 99%) | |||
teilweise (1% - 49 %) | |||
nicht | |||
nicht bekannt |
Abstimmungsergebnis
Technische Details
ID: 107483
OParl URL:http://ratsinfo.aachen.de/public/oparl/agendaItems?id=107483
Hauptdokument
Sammeldokument öffentlich
2021-07-16 FB 36_0084_WP18 Sachstand Lichtversc SAO.pdf
19.11.2024
804.3 KB
Metadaten
- TOP
- Ö 5
- Sitzung
- öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Klimaschutz
- Gremium
- Ausschuss für Umwelt und Klimaschutz
- Datum
- Di., 24.08.2021
- Uhrzeit
- 17:00
- Anlass
- Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
- Vorlage
- Kenntnisnahme
- Beratung
- öffentlich
- Status
- gemischt
- Vorlageart
- Kenntnisnahme
- Federführend
- FB 36 - Fachbereich Klima und Umwelt
- Geändert
- 9.2.2026
- Inhalt abgerufen
- 9. Februar 2026 um 18:17