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Ergebnisse der Studie Wirtschaftsfaktor Tourismus

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Beratungsergebnis:ungeändert beschlossen

Beratung

Der Geschäftsführer des Verkehrsvereins Bad Aachen e.V., Herr Werner Schlösser, erläutert die Studie, die den Ausschussmitgliedern als Broschüre zur Verfügung gestellt wird.

Herr Bausch sieht die Studie als Grundlage für Überlegungen zur Steigerung des Tourismus in Aachen. Im Hinblick auf den Wirtschaftsfaktor Tourismus hält er die Attraktivitätssteigerung der Stadt, zum Beispiel durch das Bauhaus Europa, für nötig. Er geht davon aus, dass das Segment Tagesgäste im Euregionalen Tourismusverband nicht ausgeschöpft ist, und fragt nach, welche Maßnahmen zur Steigerung des Tourismusaufkommens getroffen werden.

Herr Kitt fragt nach, wieso die Ausgaben der Übernachtungsgäste in Aachen 70 % über dem Bundesdurchschnitt liegen und welche Investitionen in Aachen zur Stärkung des Tourismus geplant sind.

Herr Schlösser erläutert, dass zur Tourismusförderung viele Teilbereiche angefasst werden müssen, zum Beispiel Kongress- und Hotelangebot, Sauberkeit, Verkehrsanbindung. Er nennt das Kongressgeschäft als den wichtigsten Zweig für Aachen. Das Angebot habe sich nach der Umgestaltung des Eurogress wesentlich verbessert, zum Beispiel seien ausreichend Simultananlagen vorhanden. Allerdings seien Kongresse mit mehr als 1800 Teilnehmern nicht umsetzbar.

Zur Stärkung des Einkaufstourismus sei es weiter erforderlich, das Angebot des Einzelhandels und der Einkaufsviertel zu verbessern. Der Verkehrsverein arbeite in diesem Feld wie bisher mit dem Märkte und Aktionskreis Aachen City zusammen. Wunsch-Investititonen im Hinblick auf den Tourismus seien das Bauhaus Europa, das Haus der Musik, eine multifunktionale Veranstaltungshalle, ein weiteres Hotel, Verbesserungen in der Verkehrsanbindung und Events wie die Krönungsausstellung im Rathaus. Marketingaktivitäten seien vielfältig möglich, müssten aber auch mit den zur Verfügung stehenden Mitteln finanzierbar sein. Hinsichtlich der hohen Ausgaben der Aachen-Touristen im Bundesvergleich erläuterte er, dass dieser Vergleich sich auf alle Urlaubsregionen bezieht und das Stadt-Land-Gefälle (Großstädte – Urlaubsgebiete) berücksichtigt werden muss.

Herr Schultheis fragte nach den Strategien zur Tourismusförderung, vor allem den Aktivitäten des Verkehrsvereins zusammen mit der Stadt.

Herr Schlösser sieht den Verkehrsverein als Instrument der Wirtschaftsförderung, deshalb stehe das Kongressgeschäft an erster Stelle. Das geplante Haus der Musik könne man für zusätzliche Kongresse nutzen. Förderlich sei auch das Angebot an Tagungsräumen in den Hotels.

Als neue Aktivitäten nennt er das Programm „Aachen pauschal“, das vom Verkehrsverein und von den Hotels mit Angeboten beschickt wird, sowie ein spezielles Buchungssystem, das anlässlich der Weltreiterspiele aufgelegt worden ist. Ein Beispiel für „Qualifizierungstourismus“ sei die Verlängerung des Aufenthalts der Weihnachtsmarkt-Besucher – früher ein Tag, heute ein bis zwei Tage.

Herr Hasse fragt nach, ob auch Eifeltouristen Aachen besuchen.

Herr Schlösser teilt mit, dass Aachen als Schlechtwetteralternative von 250.000 Gästen aus dem Urlaubsumland besucht wird. Der Verkehrsverein arbeite hinsichtlich dieses Potentials mit den Tourismuseinrichtungen der Region zusammen.

Frau Reinartz fragt nach, ob das ehemalige Gebäude der Knappschaft an der Monheimsallee als Standort für Kongressangebote zu nutzen ist. Herr Schlösser führt aus, dass es sich dabei um ein reines Bürogebäude handelt.

Herr Schultheis bittet, zu gegebener Zeit eine Stärken-Schwächen-Analyse für den Tourismus in Aachen im Ausschuss vor zu stellen.

Beschluss

Der Ausschuss für Wirtschaft, Wissenschaft und europäische Angelegenheiten nimmt die Ausführungen zur Studie Wirtschaftsfaktor Tourismus zur Kenntnis.
Technische Details

Grunddaten

TOP
Ö 3
Sitzung
öffentliche Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Wissenschaft und europäische Angelegenheiten
Gremium
Ausschuss für Arbeit, Wirtschaft und Wissenschaft
Datum
Mi., 01.02.2006
Uhrzeit
17:00
Anlass
Öffentliche Sitzung
Vorlage
Kenntnisnahme
Beratung
öffentlich
Federführend
FB 02 - Fachbereich Wirtschaft, Wissenschaft, Digitalstadt und Europa
Status
öffentlich