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Vorstellung des Aachener Instituts für Rettungsmedizin

FB 02/0055/WP18 · Kenntnisnahme

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Beratungsergebnis:zur Kenntnis genommen

Beratung

Ratsherr Hermann Josef Pilgram (Die Grünen) begrüßt den Ärztlichen Leiter des Rettungsdienstes des Fachbereichs Feuerwehr & Rettungsdienst der Stadt Aachen (FB 37), Herrn Dr. Stefan Beckers, und weist darauf hin, dass die nun folgende Präsentation bereits für die vergangene Ausschusssitzung geplant war, aufgrund der Überlänge der Sitzung jedoch auf heute verschoben wurde. Er bedankt sich bei Herrn Dr. Beckers für sein Verständnis und erteilt ihm das Wort. Dieser bedankt sich für die einleitenden Worte, stellt sich kurz vor und beginnt anschließend seine Präsentation.

Nach Abschluss der Präsentation bedankt sich der der Ausschussvorsitzende bei Herrn Dr. Beckers. Er habe zwar immer gewusst, dass die Feuerwehr kreativ sei, ihm sei jedoch nicht bewusst gewesen, dass sie ein richtiges Forschungsinstitut sei. Ratsherr Holger Kiemes (CDU) bedankt sich ebenfalls für den Vortrag. Er finde es phänomenal, wie weit Aachen bereits darin sei, die Gesundheitsversorgung durch technologische Innovationen zu verbessern. Anschließend fragt er, ob es bereits praktische Erfahrungen gebe, an welchen Stelle der Einsatz des Tele-Notarztes hilfreich sei oder aber ggf. auch nicht erfolgreich war. Dr. Beckers antwortet, der Erfahrungsschatz sei groß. Es habe sich gezeigt, dass der Tele-Notarzt nicht nur in ländlichen Regionen besonders gewinnbringend sei – dies sei zwar richtig: Es gebe aktuelle Zahlen dazu, dass man gerade dort gut unterstützen könne, solange noch kein Notarzt vor Ort sei. Aber es gebe auch viele Einsätze, bei denen eine Entscheidungsunterstützung notwendig ist. Ein besonders großer Benefit liege demnach in Angelegenheiten der rechtlichen Abklärung. Gerade in Covid konnten bei Unsicherheiten viele Fälle über den Tele-Notarzt abgewickelt werden. Damit würden einerseits Ressourcen gespart und weniger Notärzte rausgeschickt, gleichzeitig aber insgesamt mehr Arzt-Kontakte ermöglicht.

Ratsherr Matthias Achilles (DIE Zukunft/Piraten) bedankt sich ebenfalls für den Vortrag: Er finde es wirklich beachtlich, was in Aachen technisch möglich sei. Der Wissensaustausch scheine jedoch sehr nach Deutschland ausgerichtet zu sein, ob es Bestrebungen gebe, diesen auch auf andere Länder auszuweiten. Gerade bei Belgien sehe er diesbezüglich ein hohes Potenzial. Des Weiteren erkundigt er sich, wie die Feuerwehr es mit dem Datenschutz halte, welche Server genutzt werden und ob perspektivisch eine EU-eigene Cloud denkbar sei. Dr. Beckers antwortet, dass jedes Vorgehen ausführlich vom Datenschutzbeauftragten geprüft wurde und demnach stets den Regularien entspreche, auch die Server betreffend. Ebenso bestehe der Austausch mit anderen Ländern bereits, die Euregio Maas-Rhein sei zum Beispiel immer wieder im Austausch. Es gebe Gespräche darüber wie die Niederland unterstützen können. Insgesamt sei viel in Bewegung, was die Qualifikation von Mitarbeiter*innen angehe. In Zukunft sehr mehr Austausch und Zusammenarbeit geplant, auch wenn stets eine sprachliche Barriere bleibe. Abschließend merkt der Ausschussvorsitzende abschließend an, dass er Herrn Dr. Beckers ursprünglich gebeten hatte, etwas über die digitale Alarmierungssysteme zu berichten. Dies werde gerne in einer zukünftigen Sitzung nachgeholt. Er bedankt sich herzlich und wünscht viel Erfolg bei den Projekten.

Beschluss

Einstimmiger Beschluss: Der Ausschuss für Wissenschaft und Digitalisierung nimmt die Informationen und den Statusbericht des Aachener Instituts für Rettungsmedizin & zivile Sicherheit zur Kenntnis.

Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:

Der Ausschuss für Wissenschaft und Digitalisierung nimmt die Informationen und den Statusbericht des Aachener Instituts für Rettungsmedizin & zivile Sicherheit zur Kenntnis.

Erläuterungen

Erläuterungen:

Die Stadt Aachen hat gem. § 7a Abs. 2 des Rettungsdienstgesetzes NRW (RettG) darauf hinzuwirken, dass zur Durchführung der Rettungsdiensteinsätze und deren Abwicklung geeignete Qualitäts–managementstrukturen geschaffen werden, welche unter Mitwirkung aller Beteiligten anhand einer differenzierten Datenerfassung und -auswertung eine regelmäßige Analyse der Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität des Rettungsdienstes ermöglichen sollen, um daraus etwaige Verbesserungen zu ermitteln und deren Umsetzung zu realisieren. Nach § 7 Abs. 3 RettG ist der Rettungsdienst in medizinischen Belangen und Angelegenheiten des Qualitätsmanagements von einer Ärztlichen Leitung Rettungsdienst zu leiten und zu überwachen. Der Einsatz und die Effizienz des Rettungsdienstes sowie dessen Qualität müssen laufend hinterfragt und ggf. verbessert werden. Den Vorgaben der Entwicklung von Wissenschaft und Technik muss sich der Rettungsdienst laufend anpassen.

Zur Bündelung der notwendigen innovativen Weiterentwicklung der prähospitalen Notfallversorgung und medizinischen Gefahrenabwehr und des Vorgehens im Bereich der zivilen Sicherheit im Rahmen einer strategischen, anwenderorientierten und wissenschaftlichen Zusammenarbeit haben die Stadt Aachen und die Uniklinik RWTH Aachen ein gemeinsam getragenes Aachener Institut für Rettungsmedizin und zivile Sicherheit (ARS) gegründet.

Das Institut ist Ergebnis der langjährig erprobten Kooperation zwischen dem Fachbereich 37 – Feuerwehr und Rettungsdienst der Stadt Aachen und der Uniklinik RWTH Aachen und soll ein stabiler Garant für eine hochwertige notfallmedizinische Kompetenz in der Region und darüber hinaus werden. Eine akademisch fundierte Aus-, Fort- und Weiterbildung des ärztlichen und nichtärztlichen Rettungsdienstpersonals sowie die Entwicklung zukunftsorientierter Instrumente der Rettungsmedizin sichern die bestmögliche Versorgung aller Patientinnen und Patienten. Der Rat der Stadt Aachen hat in seiner Sitzung am 19.06.2019 mit Beschluss des Rettungsdienstbedarfsplanes 2019 der Stadt Aachen die Gründung des ARS beschlossen.

Eine gemeinsame Kooperationsvereinbarung zur Einrichtung des ARS wurde von der Stadt Aachen und dem Uniklinikum RWTH Aachen am 24.09.2019 unterzeichnet und hiermit das Institut offiziell gegründet.

Der Fachbereich Feuerwehr und Rettungsdienst und insbesondere die Aachener Bürgerinnen und Bürger profitieren von den wissenschaftlichen Erkenntnissen und der langfristigen Umsetzung von Ergebnissen im operativen Tagesgeschäft. Hierdurch wird eine kontinuierliche Verbesserung der Versorgung sowie des materiellen und personellen Ressourceneinsatzes sichergestellt.

Auswirkungen

Finanzielle Auswirkungen

JA

NEIN

x

Klimarelevanz

Bedeutung der Maßnahme für den Klimaschutz/Bedeutung der Maßnahme für die

Klimafolgenanpassung (in den freien Feldern ankreuzen)

Die Maßnahme hat folgende Relevanzfür den Klimaschutz:

keine

positiv

negativ

nicht eindeutig

x

Der Effekt auf die CO2-Emissionen ist:

gering

mittel

groß

nicht ermittelbar

x

Die Maßnahme hat folgende Relevanzfür die Klimafolgenanpassung:

keine

positiv

negativ

nicht eindeutig

x

Eine Kompensation der zusätzlich entstehenden CO2-Emissionen erfolgt:

vollständig

überwiegend (50% - 99%)

teilweise (1% - 49 %)

nicht

x

nicht bekannt

Abstimmungsergebnis

Siehe Anlage.
Technische Details

Hauptdokument

Sammeldokument öffentlich

2021-05-05 FB 02_0055_WP18 Vorstellung des Aach SAO.pdf

7.11.2024

110.7 KB

Metadaten

TOP
Ö 3
Sitzung
öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Wissenschaft und Digitalisierung
Gremium
Ausschuss für Wissenschaft und Digitalisierung
Datum
Do., 09.09.2021
Uhrzeit
17:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Kenntnisnahme
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Kenntnisnahme
Federführend
FB 02 - Fachbereich Wirtschaft, Wissenschaft, Digitalstadt und Europa
Geändert
9.2.2026
Inhalt abgerufen
9. Februar 2026 um 18:36

Beschlussdokument

Sammeldokument öffentlich

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