Sachstandsbericht über die Umsetzung der IT-Sicherheit durch die Informationsbeauftragte in strategischer Hinsicht
FB 14/0038/WP18 · Kenntnisnahme
Beratung
Frau Günther-Protz (Dez. I / FB 14) stellt sich und ihre Aufgabengebiete als Interims Informationsbeauftragte in strategischer Hinsicht kurz vor. Sie begrüßt den Gastredner der regio iT, Herrn Stasch, der zum Thema ebenfalls referieren wird.
Anhand von einer PowerPoint-Präsentation werden der IST-Zustand, die Phasen des Sicherheitsprozesses nach IT-Grundschutz, die Kernpunkte der Vorgehensweise nach IT-Grundschutz sowie die weiteren Schritte und geplante Projekte der Stadt Aachen vorgestellt.
Herr Stasch (regio iT) erläutert nachfolgend, wozu Informationssicherheit benötigt wird, die Verantwortung der Stadtverwaltung im Rahmen der IT-Sicherheit sowie das Zusammenspiel zwischen der Stadt Aachen und der regio iT. An einigen Beispielen stellt er bildhaft dar, welche Folgen eine Vernachlässigung der IT-Sicherheit hat.
Herr Achilles (Die Zukunft/Piraten), dankt für die ausführlichen Vorträge und weist auf die Möglichkeit der vertiefenden Fragestellung im nicht öffentlichen Teil der Sitzung hin.
Herr Stettner (Grüne) bedankt sich ebenfalls für die informativen Vorträge und drückt seine Freude darüber aus, dass das Thema Informationssicherheit bei der Stadt Aachen nun vorangebracht werde. Er wünscht sich zur vertiefenden Behandlung des Themas die Aufnahme in den Ausschuss „Digitalisierung und Wissenschaft“. Er hebt hervor, dass beim Thema Informationssicherheit der Mitarbeitende im Blick sein solle, da hier häufig durch Unwissenheit die Informationssicherheit gefährdet werde. Hier solle eine entsprechende Fehlerkultur entwickelt und Schulungen zum Thema IT-Sicherheit angeboten werden.
Frau Günther-Protz (FB 14) fügt an, dass die Stadt Aachen derzeit nicht alle notwendigen Richtlinien umsetze. Seitens FB 11 seien Kampagnen zum Thema „Awareness“ in Form von Flyern sowie Veröffentlichungen im Intranet iniziert worden. Weiterhin werde über aktuelle Bedrohungen, wie Phishing-Mails etc., per E-Mail-Verteiler gewarnt. Für Schulungen sei ein vertiefendes Konzept notwendig.
Herr Stasch (regio iT) bestätigt, dass ca. 90 % Angriffe auf die IT-Sicherheit durch den täglichen E-Mail-Verkehr erfolgen. Die Täter haben ihr Vorgehen immer weiter verbessert. Es sei wichtig, die Mitarbeitenden dafür zu sensibilisieren.
Frau Begolli (Die Linke) begrüßt die interimsweise Besetzung der Stelle durch Frau Günther-Protz. Sie bekräftigt, dass es enorm wichtig sei, dieses Thema weiter voranzutreiben und dankt Frau Günther-Protz für ihr Engagement.
Frau Moselage (FDP) fügt an, dass die Wichtigkeit der IT-Sicherheit bereits in der letzten Wahlperiode thematisiert wurde und zeigt sich erfreut, dass die Vakanz nun erkannt wurde. Es sei wichtig, dies nun voranzutreiben. Sie werde sich bei entsprechenden Stellenplanverfahren für eine bedarfsgerechte Einplanung einsetzen.
Frau Günther-Protz (Dez. I /FB 14) macht deutlich, dass bei der Größe der Stadtverwaltung im Vergleich zu großen Unternehmen ein ganzes Team angemessen seien.
Herr Kehr (CDU) führt aus, dass er es für unklug hält, die Stelle des ISB mit der Stelle des DSB zu kombinieren. Hier sollte jeweils 1 volle Stelle mit Vertreter*in geschaffen werden, um eine Überforderung zu vermeiden.
Herr Schmitz (SPD) fragt, ob die städtischen Firmen und Eigenbetriebe mit einbezogen seien und in wieweit kritische Infrastruktur mit berücksichtigt werde.
Frau Günther-Protz (Dez. I / FB 14) erläutert, dass das Ziel sei, die Eigenbetriebe und städtischen Firmen mit einzubinden. Es bedürfe jedoch noch Gespräche mit der Oberbürgermeisterin und die Erstellung einer Leitlinie.
Herr Stasch (regio iT) bestätigt, dass im Rahmen von Smart-City, OZG etc. die Sicherung der Infrastruktur eine Herausforderung sei. Selbst im Privaten sehe man, dass durch die zunehmende Vernetzung der Geräte bereits die Möglichkeiten des Eindringens in Systeme möglich sei.
Beschluss
Beschlussvorschlag
Beschlussvorschlag:
Der Rechnungsprüfungsausschuss nimmt die Ausführungen zur Kenntnis.
Erläuterungen
Erläuterungen:
Im Jahr 2019 wurde vom Fachbereich Rechnungsprüfung eine Prüfung der Informationssicherheit in Bezug auf Vertraulichkeit, Verfügbarkeit und Integrität der städtischen Daten bei FB11/400 und der regio iT GmbH durchgeführt. Als Ergebnis dieser Prüfung wurde empfohlen, die Sicherheitsziele für die Stadt Aachen zu definieren, ein IT-Sicherheitskonzept und eine IT-Strukturanalyse zu erstellen, sowie den Schutzbedarf festzustellen. Außerdem wurde empfohlen, ein Informationssicherheits-managementsystem (ISMS) bei der Stadt Aachen einzuführen.
Aufgrund der ständig wachsenden Bedeutung der IT-Systeme im Alltag der Verwaltung und damit verbundenen Sicherheitsrisiken ist es enorm wichtig, die Aufgabe „Informationssicherheit“ bei der Stadt Aachen voranzutreiben und ernst zu nehmen. Außerdem sind die Kommunalverwaltungen verpflichtet, ihre IT-Systeme und Verwaltungsvorgänge durch technische und organisatorische Maßnahmen ausreichend abzusichern. Diese Verpflichtungen ergeben sich z. B. aus datenschutz-rechtlichen Anforderungen (u. a. EU-Datenschutz-Grundverordnung) und dem Grundsatz des recht-mäßigen Verwaltungshandelns (Rechtsstaatsprinzip Art. 20 Abs. 3 Grundgesetz).
Seit Mitte 2020 war die Funktion des ISB bei der Stadt Aachen wegen langer Abwesenheit des Stelleninhabers nur vertretungsweise besetzt. Nach erfolgter Beteiligung der Personalvertretung hat die Stadt Aachen beschlossen ab dem 15.05.2021, befristet bis zum Abschluss des laufenden Stellenbesetzungsverfahrens die Stelle der/des Informationssicherheitsbeauftragten (ISB) bzw. stellvertretenden Datenschutzbeauftragten (DSB), zu besetzen. Mit einem Teil ihrer Arbeitstätigkeit nimmt die ISB weiterhin ihre Aufgaben als IT-Prüferin im FB 14 wahr.
Anfang Juni fand das Gespräch mit der Oberbürgermeisterin Frau Keupen statt (Initiierung des Sicherheitsprozesses). Frau Keupen hat die Priorisierung und Unterstützung bei der Erfüllung der Aufgabe Informationssicherheit bei der Stadt Aachen zugesagt. Anschließend wurde die Information an alle Mitarbeiter der Stadt Aachen über das Mitarbeiterportal veröffentlicht. Die Interims ISB hat mit der Analyse des IST-Zustandes begonnen und dabei Kontakt zu den federführenden Stellen auf-genommen. Insbesondere zu FB 11/400 IT-Sicherheit, dem komcert (Computer Emergency Response Team) der regioIT und dem ISB der StädteRegion Aachen. Die Ausrichtung der Informations-sicherheit bei der Stadt Aachen wird sich an der BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) -Grundschutz-Vorgehensweise orientieren. Nach dieser Vorgehensweise beginnt man mit der Erstellung einer Informationssicherheitsstrategie und einer Informationssicherheitsleitlinie. Die Informationssicherheitsstrategie legt die langfristige Vorgehensweise bei der Umsetzung der Informationssicherheitsleitlinie fest. Die dabei angestrebten Sicherheitsziele entsprechen den in der Informationssicherheitsleitlinie angeführten Zielen. Die Informationssicherheitsleitlinie beschreibt den erstrebten Sicherheitsanspruch der Stadt Aachen und den Stellenwert der Informationssicherheit innerhalb der Verwaltung.
Weitere Informationen erfolgen hierzu mündlich durch die Interims-ISB und den Leiter komcert regioIT.
Auswirkungen
Finanzielle Auswirkungen
JA | NEIN | ||
X |
Klimarelevanz
Bedeutung der Maßnahme für den Klimaschutz/Bedeutung der Maßnahme für die
Klimafolgenanpassung (in den freien Feldern ankreuzen)
Zur Relevanz der Maßnahme für den Klimaschutz
Die Maßnahme hat folgende Relevanz:
keine | positiv | negativ | nicht eindeutig |
X |
Technische Details
ID: 108377
OParl URL:http://ratsinfo.aachen.de/public/oparl/agendaItems?id=108377
Hauptdokument
Sammeldokument öffentlich
2021-07-26 FB 14_0038_WP18 Sachstandsbericht ueb SAO.pdf
19.11.2024
110.2 KB
Metadaten
- TOP
- Ö 4
- Sitzung
- öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Rechnungsprüfungsausschusses
- Gremium
- Rechnungsprüfungsausschuss
- Datum
- Do., 02.09.2021
- Uhrzeit
- 17:00
- Anlass
- Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
- Vorlage
- Kenntnisnahme
- Beratung
- öffentlich
- Status
- gemischt
- Vorlageart
- Kenntnisnahme
- Federführend
- Dezernat I
- Geändert
- 9.2.2026
- Inhalt abgerufen
- 9. Februar 2026 um 18:29