30. September 2021 um 17:00, forum M der Mayerschen Buchhandlung AC
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Umgang der gewoge AG mit säumigen Mieter*innenTagesordnungsantrag der CDU-Fraktion vom 21.04.2021

FB 56/0088/WP18 · Kenntnisnahme

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Beratungsergebnis:geändert beschlossen

Beratung

Nachdem in der letzten Sitzung am 24.06.2021 kein Vertreter der gewoge anwesend sein konnte, berichten in dieser Sitzung Frau Ramadani und Herr Hübner (Vorstand) von der gewoge AG undstehen für Fragen aus dem Gremium zur Verfügung,

Herr Hübner schildert zunächst, dass er die Tragweite der Problematik, nämlich die Schattenseiten in der öffentlichen Wohnungswirtschaft, unterschätzt hat. Bei 7000 Mietverhältnissen gibt es rund 2000 Mahnungen, hauptsächlich bei kranken Mieter*innen und bei finanziellen Problemen.

Herr Hübner schildert den jahrelangen Prozess des Mahnungsverfahrens, stellt diesen an Beispielen anschaulich dar und verweist auf die Wichtigkeit der Bereitschaft zur Mitwirkung des/der Mieter*in, da ansonsten der Vorgang automatisiert an die Mahn- und Klageabteilung weitergegeben wird.

Dort befasst man sich individualisiert mit jedem Fall und nimmt Kontakt zu den Mieter*innen auf. Einer Räumung geht grundsätzlich ein mehrere Jahre dauerndes, hochkomplexes, hochindividuelles und sehr verwaltungsaufwändiges Verfahren voraus. In den meisten Fälle ist die Vermittlung in andere Wohnungen jedoch möglich, so dass die Räumung nicht automatisch zum Wohnungsverlust führt.

Im Sozialmanagement der gewoge wird eine Soziarbeiterin jederzeit in dem Verfahren beteiligt.

Die gewoge arbeitet eng mit dem ABK Hilfswerk und dem Sozialwerk Aachener Christen als Kooperationspartner zusammen.

Herr Deumens bedankt sich bei Herrn Hübner für die Erläuterungen, anhand derer das Verfahren nun deutlicher nachvollziehbar ist.

Herr Tilmanns dankt Herrn Hübner für die persönliche Stellungnahme und erkennt an, dass es sich um ein schwieriges und individuelles Thema handelt.

Als gesetzlicher Betreuer kennt er die mangelnde Erreichbarkeit der zuständigen Sachbearbeiter*innen bei der gewoge (telefonisch und per E-Mail) und berichtet von der ausgezeichneten Arbeit der

Sozialarbeiterin, Frau König. Er gibt Herrn Hübner als Anregung mit, hier personell nachzusteuern, da eine Kraft bei 7000 Mietverhältnissen zu wenig ist.

Aus dem Gremium wirdAufklärung über die Schnittstelle der gewoge zum Jobcenter gewünscht und auf

die Dringlichkeit der direkten Kontaktaufnahme der gewoge zum Jobcenter hingewiesen.

Außerdem wird die Bitte an den Aufsichtsrat der gewoge geäußert, zu prüfen, ob weitere 2-3 Sozialarbeiterstellen eingerichtet werden können. Diese weiteren Sozialarbeiterstellen sollen unterstützend in Räumungsverfahren helfen und die Schnittstelle zum Jobcenter intensivieren.

Herr Hübner dankt für die nachvollziehbaren Wortbeiträge und berichtet über die wichtige Arbeit des ABK -Hilfswerks im Zusammenhang mit dem Projekt „Trainingswohnung“ und der Zusammenarabeit mit dem Sozialwerk Aachener Christen.

Er weist darauf hin, dass die gewoge eine sozialorientierte Wohnungsgesellschaft, aber nicht mehr gemeinnützig ist und dementsprechend ökonomisch denkenmuss.

Es werden 100 Wohnungen pro Jahr gebaut, davon sind 50 Wohnungengefördert.

Eingehend auf die aus dem Gremium gestellten Fragen teilt Herr Hübner mit, dass es bereits eine Kooperation mit der Schuldnerberatung gibt und dass man täglich mit dem Jobcenter in Kontakt steht, aus Datenschutzgründen jedoch immer über die Mieter*innen.

Die Anregungen des Gremiums zur Verbesserung wird er mit in den Aufsichtsrat nehmen.

Herr Deumens fasst die Themen mangelnde Erreichbarkeit, fehlendes Personal, Schnittstelle zum Jobcenter und drohende Obdachlosigkeit zusammen und fragt das Gremium, ob der Beschluss um eine Empfehlung an den Aufsichtsrat erweitert werden soll.

Der Beschluss erfolgt erweitert einstimmig ohne Enthaltungen.

Beschluss

Der Ausschuss nimmt die Ausführungen der gewoge AG zur Kenntnis und empfiehlt den politischen Vertreter*innen im Aufsichtsrat der gewoge AG, das Thema in die Tagesordnung der nächsten Sitzung einzubringen.

Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:

Der Ausschuss nimmt die Ausführungen der gewoge AG zur Kenntnis.


Erläuterungen

Erläuterungen:

Der Ausschuss hat in seiner Sitzung vom 24.06.2021 die Ausführungen der Verwaltung zur Kenntnis genommen. Bezüglich der Stellungnahme der gewoge AG zum Umgang mit säumigen Mieter*innen hatte der Ausschuss jedoch weiteren Klärungsbedarf. Daher wird ein Vertreter der gewoge AG in der Ausschusssitzung zur Verfügung stehen.


Auswirkungen

Finanzielle Auswirkungen

JA

NEIN

x

Investive Auswirkungen

Ansatz

20xx

Fortgeschriebener Ansatz 20xx

Ansatz 20xx ff.

Fortgeschriebener Ansatz 20xx ff.

Gesamt­bedarf (alt)

Gesamt­bedarf (neu)

Einzahlungen

0

0

0

0

0

0

Auszahlungen

0

0

0

0

0

0

Ergebnis

0

0

0

0

0

0

+ Verbesserung /

- Verschlechterung

0

0

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

konsumtive Auswirkungen

Ansatz

20xx

Fortgeschriebener Ansatz 20xx

Ansatz 20xx ff.

Fortgeschriebener Ansatz 20xx ff.

Folge-kosten (alt)

Folge-kosten (neu)

Ertrag

0

0

0

0

0

0

Personal-/

Sachaufwand

0

0

0

0

0

0

Abschreibungen

0

0

0

0

0

0

Ergebnis

0

0

0

0

0

0

+ Verbesserung /

- Verschlechterung

0

0

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Weitere Erläuterungen (bei Bedarf):


Klimarelevanz

Bedeutung der Maßnahme für den Klimaschutz/Bedeutung der Maßnahme für die

Klimafolgenanpassung (in den freien Feldern ankreuzen)

Zur Relevanz der Maßnahme für den Klimaschutz

Die Maßnahme hat folgende Relevanz:

keine

positiv

negativ

nicht eindeutig

x

Der Effekt auf die CO2-Emissionen ist:

gering

mittel

groß

nicht ermittelbar

x

Zur Relevanz der Maßnahme für dieKlimafolgenanpassung

Die Maßnahme hat folgende Relevanz:

keine

positiv

negativ

nicht eindeutig

x

Größenordnung der Effekte

Wenn quantitative Auswirkungen ermittelbar sind, sind die Felder entsprechend anzukreuzen.

Die CO2-Einsparung durch die Maßnahme ist (bei positiven Maßnahmen):

gering

unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels)

mittel

80 t bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels)

groß

mehr als 770 t / Jahr(über 1% des jährl. Einsparziels)

Die Erhöhung der CO2-Emissionen durch die Maßnahme ist (bei negativen Maßnahmen):

gering

unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels)

mittel

80 bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels)

groß

mehr als 770 t / Jahr (über 1% des jährl. Einsparziels)

Eine Kompensation der zusätzlich entstehenden CO2-Emissionen erfolgt:

vollständig

überwiegend (50% - 99%)

teilweise (1% - 49 %)

nicht

nicht bekannt

Technische Details

Hauptdokument

Sammeldokument öffentlich

2021-08-25 FB 56_0088_WP18 Umgang der gewoge AG SAO.pdf

19.11.2024

130.9 KB

Metadaten

TOP
Ö 3
Sitzung
öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Soziales, Integration und Demographie
Gremium
Ausschuss für Soziales, Integration und Demographie
Datum
Do., 30.09.2021
Uhrzeit
17:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Kenntnisnahme
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Kenntnisnahme
Federführend
FB 56 - Fachbereich Wohnen, Soziales und Integration
Geändert
9.2.2026
Inhalt abgerufen
9. Februar 2026 um 18:45