"Sachstandsbericht zur Entwicklung in der Pontstraße" hier: Tagesordnungsantrag der SPD vom 02.09.2021
FB 32/0006/WP18 · Kenntnisnahme
"Sachstandsbericht zur Entwicklung in der Pontstraße" hier: Tagesordnungsantrag der SPD vom 02.09.2021
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Ratsherr Servos (SPD) äußert seine Unzufriedenheit über die Vorlage der Verwaltung. Alle Fraktionen seien von der IG Pontstraße angeschrieben worden. Von dort aus sei beklagt worden, dass sich die Stadt bisher nicht dazu gemeldet hätte. Er würde gerne wissen, ob die Verwaltung inzwischen der IG geantwortet habe. Er habe zu diesem Thema einige erschreckende Bilder gesehen, bei denen er schon denke, dass für diese Missstände das Ordnungsamt zuständig sei und nicht die Polizei. Er habe den Eindruck, dass an dieser Stelle so ab ca. 3 Uhr nachts genauer hingeschaut werden müsste.Wichtig sei es, mit den Gastornomen vor Ort zu sprechen. Es würden von dort keine unsinnigen Forderungen gestellt und daher sollte zumindest ein Austausch möglich sein, u entsprechend reagieren zu können.
Ratsfrau Keller (SPD) führt aus, dass ihr heute Fotos aus der Pontstraße zugegangen seien. Die Inhaber der dortigen kleinen Eisdiele dächten aktuell ernsthaft darüber nach, ihr Geschäft aufzugeben, weil sie keine Nacht mehr schlafen könnten. Um 3 Uhr nachts würden Bands dort spielen. Der Eingang würde immer wieder in ekliger Weise verschmutzt. Die Betreiber fühlten sich alleine gelassen und wüssen nicht mehr, was man tun könne. Sie bittet dringendst darum, dass mit den Menschen geredet wird.
Ratsherr Allemand (DIE ZUKUNFT) pflichtet den Äußerungen des Ratsherrn Servos bei. Er finde den Beitrag der Verwaltung zu diesem Punkt sehr erstaunlich. Das sei in gewisser Form ein Herausstehlen aus der Verantwortung. In der Pontstraße liege tatsächlich etwas im Argen. Seine Fraktion habe dort Gespräche mit den Betroffenen geführt. Das seien alles vernünftige Leute. Über dieses Problem müssen man sich wirklich Gedanken machen.
Ratsfrau Lürken (CDU) betont dass es wichtig sei, dass zu diesem Problem eine Diskussion geführt werde und ein Runder Tisch stattfinden müsse. Vielleicht könnten die Fraktionen dazu auch jeweils einen Vertreter entsenden. Die dortigen Fälle reichten weit über eine Zuständigkeit des Ordnungsamtes hinaus. Wenn es z.B. um Messereinsatz und Tätlichkeiten gehe, sei auch die Poizei gefordert. Sie denke auch an die beiden Ratsanträge, die ihre Fraktion hierzu eingebracht habe.
Wichtig sei der Bereich Pontstraße, aber auch der Elisenbrunnen und die Peterstraße. Man müsse versuchen, hierzu eine Gesamtlösung zu finden. Die Polizei müsse mehr Präsenz zeigen, die dann dort auch abschreckend wirken könne. Sie schlage vor, dass man dazu in eine Gesprächsrunde hineinkomme, um zu versuchen, die Probleme etwas mehr zu begleiten.
Frau Oberbürgermeisterin Keupen äußert, dass sie über die Vorkommnisse in engem Austausch mit dem Rektor der RWTH stehe. Der Brief an die IG Pontstraße sei inzwischen abgeschickt worden.
Ratsherr Deumens (DIE LINKE) führt aus, dass die Zustände dort teilweise ziemlich schlimm seien. Da es auch zu Gewalttätigkeiten komme, reiche der Einsatz des Ordnungsamtes alleine nicht aus, sondern hierzu sei auch die Polizei gefragt. Vielleicht könne man eine strategische Partnerschaft zwischen Ordnungsamt und Polizei in diesem Bereich organisieren.
Frau Stadtdirektorin Grehling bestätigt nochmals, dass ein Antwortschreiben an die IG versandt worden sei. In diesem Schreiben habe die Stadt auch verdeutlicht, dass es nicht um Herausstehlen aus der Verantwortung gehe, sondern vielmehr um das Bündeln von Zuständigkeiten. Dazu habe man auch vorher noch eine Abstimmung gesucht. Ausgangspunkt sei tatsächlich gewesen, dass die ordnungsrechtlichen Beschwerden für die Stadt nicht messbar gestiegen seien. Das Ordnungsamt habe keine 24-Stunden-Schicht und diese könne man auch nicht einführen. Seit geraumer Zeit habeman Probleme, die eingerichteten Stellen überhaupt besetzt zu bekommen.Wenn man Schichten erweitern wolle, bedeute das, dass im normalen Tagesbetrieb weniger Kräfte auf der Straße sein könnten. Dies gehe nicht.
Die Frage von Vorkommnissen entscheide auch darüber, in wessen Zuständigkeit diese fallen. Dies werde von der Polizei überhaupt nicht in Frage gestellt. Die Polizei habe auch schon reagiert. Die Besorgnisse einerseits und die Möglichkeiten andererseits müssten im Dialog und in einem Runden Tisch aufgegriffen werden. Es verstehe sich von selbst, dass das Ganze eingebettet werden müsse in einen Dialog, der den gesamten Innenstadtbereich aufgreift. Man stehe in ständigem Austausch mit der Polizei. Die Ankündigung eines Dialoges in Form eines Runden Tisches sei auch gegenüber der IG verschriftet worden.
Ratsherr Servos (SPD) stellt klar, dass er nicht für irgendeine Law-and-Order-Politik plädiert habe. Bis zu einem gewissen Grad müsse eine Stadt natürlich auch ein Nachleben aushalten. Wenn in der Vorlage der Verwaltung stehe, dass die beschriebenen Zustände so nicht bestätigt werden könnten, die Gastronomen ihm am 11.09. aber sagten, dass sie von der Stadt noch nichts gehört hätten, sei das kritisch zu bewerten. Zum Zeitpunkt der Vorlagenerstellung hätten eigentlich die Gespräche schon geführt worden sein müssen. Aber wenn das jetzt laufe, sei das nun in Ordnung.
Frau Oberbürgermeisterin Keupen antwortet, dass die Verwaltung im Hinblick auf den gesamten Innenstadtbereich derzeit mit Hochdruck unterwegs sei, was auch viele Kräfte binde. Mit unterschiedlichen Maßnahmen wolle man dazu beitragen, dass sich die Innenstadt wieder einem Normalzustand annähern könne. Es sollen nachhaltige Wirkungen erzielt werden. Kurzfristige Maßnahmen seien nicht geboten, vielmehr bedürfe es eines Gesamtkonzeptes, woran derzeit gearbeitet werde.
Ratsfrau Lürken (CDU) äußert, dass die CDU-Fraktion kein Problem damit habe, wenn Studenten dort feiern. Das gehöre dazu und dabei könne es auch einmal etwas lauter werden. Ein richtiges Problem sei aber, wenn die Vorkommnisse in den strafrechtlichen oder Ordnungswidrigkeiten- Bereich abrutschen.
Beschluss
Beschlussvorschlag
Beschlussvorschlag:
Der Hauptausschuss nimmt die Ausführungen der Verwaltung zur Kenntnis.
Erläuterungen
Erläuterungen:
In ihrem Tagesordnungsantrag teilt die SPD-Fraktion mit, dass in der Pontstraße in der Nacht Aggression, Trunkenheit, lautstarkes Gebaren sowie lärmender Autoverkehr in störendem Ausmaß zunehme und dass sich die Beschwerden hierüber in letzter Zeit mehren und bittet die Verwaltung, hierzu zu berichten und ggfls. Vorschläge zur Abhilfe zu unterbreiten.
Am 20.08.2021 ist beim Fachbereich Sicherheit und Ordnung ebenso ein Schreiben der IG Pontstraße eingegangen, in dem die dortigen Gastronomen eine ähnliche Situation schildern und um ein Gespräch evtl. in der Form eines „Runden Tisches“ bitten.
Seitens des Fachbereiches Sicherheit und Ordnung können jedoch die von der SPD-Fraktion und der IG Pontstraße beschriebenen Zustände derzeit so nicht bestätigt werden.
Zwar hat es in den letzten Wochen und Monaten Beschwerden und Einsätze des Außendienstes in der Pontstraße gegeben, diese waren aber in der überwiegenden Zahl bedingt durch mögliche Verstöße gegen die Corona-Schutzverordnung.
Selbstverständlich hat es in dieser Zeit auch Beschwerden und Einsätze über Ruhestörungen, wilder Müll, hilflose Personen, etc. gegeben, aber weder in der Abteilung Allgemeine Ordnungs-, Gewerbe- und Gaststättenangelegenheiten (FB 32/300) noch beim Außendienst (FB 32/200) konnte bislang eine wie oben geschilderte Situation aufgrund signifikant gestiegener Fallzahlen festgestellt werden.
Hinsichtlich der Bitte der IG Pontstraße ist, auch wenn eine Vielzahl der von der IG vorgetragenen Aspekte in die Zuständigkeit der Polizei fallen, seitens des Fachbereichs Sicherheit und Ordnung beabsichtigt, mit den Gastronomen in der Pontstraße in einen weiteren Dialog zu treten, um evtl. mögliche Lösungsansätze zu besprechen.
Selbstverständlich ist die Polizei weitgehend einzubinden, auch in dem anstehenden Dialog.
Auswirkungen
Finanzielle Auswirkungen
JA | NEIN | ||
x |
Investive Auswirkungen | Ansatz 2021 | Fortgeschriebener Ansatz 2021 | Ansatz 2021 ff. | Fortgeschriebener Ansatz 2021 ff. | Gesamtbedarf (alt) | Gesamtbedarf (neu) | |
Einzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Auszahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Ergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
+ Verbesserung / - Verschlechterung | 0 | 0 | |||||
Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | ||||||
konsumtive Auswirkungen | Ansatz 2021 | Fortgeschriebener Ansatz 2021 | Ansatz 2021 ff. | Fortgeschriebener Ansatz 2021 ff. | Folge-kosten (alt) | Folge-kosten (neu) | |
Ertrag | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Personal-/ Sachaufwand | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Abschreibungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Ergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
+ Verbesserung / - Verschlechterung | 0 | 0 | |||||
Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | ||||||
Weitere Erläuterungen (bei Bedarf):
Klimarelevanz
Bedeutung der Maßnahme für den Klimaschutz/Bedeutung der Maßnahme für die
Klimafolgenanpassung (in den freien Feldern ankreuzen)
Zur Relevanz der Maßnahme für den Klimaschutz
Die Maßnahme hat folgende Relevanz:
keine | positiv | negativ | nicht eindeutig |
x |
Der Effekt auf die CO2-Emissionen ist:
gering | mittel | groß | nicht ermittelbar |
Zur Relevanz der Maßnahme für dieKlimafolgenanpassung
Die Maßnahme hat folgende Relevanz:
keine | positiv | negativ | nicht eindeutig |
Größenordnung der Effekte
Wenn quantitative Auswirkungen ermittelbar sind, sind die Felder entsprechend anzukreuzen.
Die CO2-Einsparung durch die Maßnahme ist (bei positiven Maßnahmen):
gering | unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels) | ||
mittel | 80 t bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels) | ||
groß | mehr als 770 t / Jahr(über 1% des jährl. Einsparziels) |
Die Erhöhung der CO2-Emissionen durch die Maßnahme ist (bei negativen Maßnahmen):
gering | unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels) | ||
mittel | 80 bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels) | ||
groß | mehr als 770 t / Jahr (über 1% des jährl. Einsparziels) |
Eine Kompensation der zusätzlich entstehenden CO2-Emissionen erfolgt:
vollständig | |||
überwiegend (50% - 99%) | |||
teilweise (1% - 49 %) | |||
nicht | |||
nicht bekannt |
Technische Details
ID: 108535
OParl URL:http://ratsinfo.aachen.de/public/oparl/agendaItems?id=108535
Hauptdokument
Sammeldokument öffentlich
2021-09-10 FB 32_0006_WP18 _Sachstandsbericht z SAO.pdf
19.11.2024
251.7 KB
Betroffene Straßen
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Metadaten
- TOP
- Ö 12
- Sitzung
- öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Hauptausschusses
- Gremium
- Hauptausschuss
- Datum
- Mi., 15.09.2021
- Uhrzeit
- 17:00
- Anlass
- Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
- Vorlage
- Kenntnisnahme
- Beratung
- öffentlich
- Status
- gemischt
- Vorlageart
- Kenntnisnahme
- Federführend
- FB 32 - Fachbereich Sicherheit und Ordnung
- Geändert
- 9.2.2026
- Inhalt abgerufen
- 9. Februar 2026 um 18:37