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Cityspielplatzkonzept, Ratsantrag Nr. 070/18 der SPD-Fraktion vom 18.02.21

FB 36/0120/WP18 · Kenntnisnahme

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Beratungsergebnis:geändert beschlossen

Beratung

Herr Schäfer erläutert, dass die SPD-Fraktion mit dem im Februar 2021 gestellten Antrag vorrangig die Intention verfolgt habe, die Entfernung zu Spielplätzen für Familien insbesondere in der Innenstadt zu verringern und somit diese attraktiver zu gestalten. Vor allem während der aktuellen Corona-Pandemie seien Spielplatzangebote für Familien wichtig. Die nun vorliegenden Ausführungen des Fachbereiches Klima und Umwelt würden hierauf aus seiner Sicht keine zufriedenstellende Antwort geben. Die einzige Ausnahme bilde die vorgeschlagene Spiellinie mit mehreren kleinen Punkten im Innenstadtbereich. Seiner Ansicht nach sei auch der Fachbereich Kinder, Jugend und Schule dafür zuständig, die Innenstadt für Familien mit Kindern attraktiv zu gestalten. Daher beantragt er die Ergänzung des Beschlussvorschlages um die Beauftragung der Verwaltung, die Idee einer Spiellinie mit kreativen Ansätzen weiter zu entwickeln, um die Innenstadt attraktiver zu gestalten. Im Hinblick auf die andauernde Corona-Situation solle die Umsetzung zeitnah erfolgen. Der Antrag sei somit aus seiner Sicht nicht behandelt.

Herr Tillmanns begrüßt den Vorschlag von Herrn Schäfer, die Prüfung einer Spiellinie mit in den Beschluss aufzunehmen. Der Antrag der SPD-Fraktion könne seiner Ansicht nach dennoch als behandelt betrachtet werden. Im Sommer habe der Kinder- und Jugendausschuss das Cityspielplatzkonzept ungeändert zur Kenntnis genommen und im Rahmen dessen sei auch die Ertüchtigung von Flächen im Innenstadtbereich berücksichtigt gewesen. Nichtsdestotrotz könne die Verwaltung zur konkreten Prüfung der Spiellinie beauftragt werden.

Frau Scheidt schlägt als Kompromiss vor, die Idee einer Spiellinie in das Spielplatzkonzept mit aufzunehmen. Dies würde bedeuten, dass, sobald die Verwaltung eine Fläche in der Innenstadt ertüchtigt, auch die Integration einer Spiellinie mit prüft.

Herr Schäfer betont, dass der Antrag nicht die grundsätzliche Ertüchtigung von Spielplätzen im Innenstadtbereich verfolgt habe. Vielmehr bittet die SPD-Fraktion um die Prüfung kreativer Einzelspielgeräte, die als Anlaufpunkt für Familien in verdichteten Bereichen – wie Einkaufsstraßen – dienen könnten. Solche Anlaufpunkte seien beispielsweise das Spielschiff oder die Rutsche an der Nikolauskirche gewesen, die jedoch wieder abmontiert worden seien.

Frau Schmitt-Promny erläutert, dass Möglichkeiten zum Aufenthalt geschaffen werden müssten. Dies werde aus ihrer Sicht mit solchen Einzelspielgeräten nicht erzielt. Sie schließe sich dem von Frau Scheidt vorgeschlagenen Kompromiss an.

Frau Jebavy-Kara erläutert, dass beide von Herrn Schäfer genannten Einzelgeräte aufgrund von Sicherheitsbedenken hätten abgebaut werden müssen. Die Vorlage verweise auf das Spielplatzkonzept, da in diesem sämtliche Analysen und Informationen gebündelt zu finden seien, auf Grundlage derer vorhandene Spielplätze verbessert oder die Bedarfe für neue Flächen aufgezeigt würden. Es habe sich bestätigt, dass die Innenstadt derzeit noch unterversorgt sei. Aufgrund der verdichteten Bebauung und Nutzung könnten jedoch häufig nur Spielpunkte oder kombinierte Flächen geschaffen werden. Auch am Büchel sei ein solcher Spielpunkt denkbar. Es sei geplant, den Fachgremien im Januar 2022 den Abschlussbericht mit den relevanten Daten und einer Prioritätenliste vorzulegen.

Frau Scheidt schlägt daher vor, die Aufnahme der Spiellinie in das Spielplatzkonzept zu prüfen und dann im Januar über das Konzept insgesamt zu beraten. Für den Fall, dass auch nach Vorstellung des Konzeptes noch Klärungsbedarf bei der SPD-Fraktion bestehen sollte, könne sie den Beschluss anpassen.

Herr Schäfer ist mit dem Vorgehen einverstanden.

Es wird über den geänderten Beschluss abgestimmt.

Beschluss

Der Kinder- und Jugendausschuss nimmt den Bericht der Verwaltung zur Kenntnis und bittet die Verwaltung die Aufnahme der Spiellinie in das Spielplatzkonzept zu prüfen. Der Ratsantrag Nr. 070/18 der SPD-Fraktion vom 18.02.21 gilt hiermit als behandelt.

Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:

Der Ausschuss für Umwelt und Klimaschutz nimmt den Bericht der Verwaltung zur Kenntnis.

Der Ratsantrag Nr. 070/18 der SPD-Fraktion vom 18.02.21 gilt hiermit als behandelt.

Der Kinder- und Jugendausschuss nimmt den Bericht der Verwaltung zur Kenntnis.

Der Ratsantrag Nr. 070/18 der SPD-Fraktion vom 18.02.21 gilt hiermit als behandelt.


Erläuterungen

Erläuterungen:


Die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Aachen hat den Ratsantrag: Nr. 070/18 Cityspielplatzkonzept gestellt. Die Verwaltung soll beauftragt werden, für den Aachener Innenstadtbereich ein tragfähiges Cityspielplatzkonzept zu entwickeln und den politischen Gremien zur Beschlussfassung vorzulegen.

Am 29.06.2021 wurde von der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Aachen der Tagesordnungsantrag gestellt, einen Sachstandsbericht zum Ratsantrag: Nr. 070/18 Cityspielplatzkonzept abzugeben. Dieser wurde im Kinder- und Jugendausschuss am 24.08.2021 behandelt.

Im Rahmen des Spielplatzkonzeptes für Aachen hat die Verwaltung ein umfangreiches Gesamtwerk für alle rund 240 öffentlichen Spiel- und Bolzplätze erarbeitet. Die Ergebnisse wurden 2021 in den Bezirken vorgestellt und mit ihnen abgestimmt. Nach Abschluss der Beteiligungen, zuletzt im Oktober in der Sitzung der Bezirksvertretung Aachen-Mitte, kann das gesamtstädtische Spielplatzkonzept nun fertiggestellt und in den Sitzungen des KJA und des AUK am 18.01.2022 zum Beschluss vorgelegt werden.

Der Sozialraum Zentrum und ein Teilbereich des Sozialraumes Hochschulviertel/Hörn decken die Bereiche des äußeren Grabenrings ab und beinhalten alle Spielplätze der Innenstadt. Im Zuge der Erstellung des Spielplatzkonzeptes wurden u. a. für die Plätze der Aachener Innenstadt alle relevanten Daten ermittelt, Analysen erstellt (u. a. Versorgungsanalyse, Bedarfsanalyse und Qualitätsanalyse) und Planungsziele und Maßnahmen festgelegt. Die Inhalte eines Cityspielplatzkonzeptes sind somit aus dem Spielplatzkonzept generierbar bzw. werden ausführlich im Spielplatzkonzept behandelt. Nachfolgend werden die wesentlichen Informationen zu den Spielplätzen im Innenstadtbereich, wie z. T. bereits im vorangegangenen Tagesordnungsantrag, zusammengefasst.

Die flächenmäßige Versorgung mit Spielangeboten istim Bereich der Innenstadt im Vergleich zu den anderen Bezirken und Sozialräumen des Bezirkes Mitte mit rund 2 qm Spielfläche im Verhältnis zur Einwohnerzahl von Kindern und Jugendlichen als gering anzusehen.

Im äußeren Grabenring sind 16 Spielplätze und 4 Spielpunkte vorhanden. Im Bereich des inneren Grabenringes befinden sich insgesamt 4 Spielplätze und 2 Spielpunkte.

Zwei der Spielmöglichkeiten können aktuell nicht mehr genutzt werden. Der Rutschenturm des Spielplatzes Großkölnstraße und das Spielschiff des Spielpunktes Buchkremerstraße mussten aufgrund von überarbeiteten DIN-Bestimmungen rückgebaut werden. Das weitere Vorgehen und der zukünftige Standort des Schiffes als Kunstobjekt werden zurzeit in Absprache mit dem Künstler, der das Objekt geschaffen hat, noch geklärt.

In den letzten Jahren ist ein neuer Spielplatz an der Sandkaulstraße entstanden und der Spielpunkt Adalbertstraße am Kugelbrunnen komplett erneuert worden. Beide Orte erfreuen sich großer Beliebtheit. Als Highlight ist sicherlich auch der Spielplatz Suermondtpark/Richardstraße zu nennen, der bereits im Jahr 2016 komplett umgestaltet wurde. In diesem Jahr ist in der Alexanderstraße, Nähe Hotmannspief, ein neuer Spielpunkt geschaffen worden. Hier wurde im Zuge der Erneuerung des Sitzplatzes ein Klettergerät für jüngere Kinder aufgestellt.

Der Spielplatz Lindenplatz und der Spielpunkt Augustinergasse werden durch eine Umplanung in 2022 aufgewertet.

Insgesamt sind in den kommenden Jahren für die Spielplätze Großkölnstraße, Mattiashofstraße, Hermann-Heusch-Platz, Franzstraße, Stromgasse/Mühlenberg, Hirschgraben,Kurpark Monheimsallee und Meersenerstraße im Bereich des äußeren Grabenrings auf Grundlage des Spielplatzkonzeptes größere Umplanungen vorgesehen. Vor allen Planungen wird eine Bürger*innenbeteiligung vorgeschaltet.

Fünf weitere Spielplätze (Am Lavenstein, Paugasse, Marienplatz, Bergdriesch und Veltmanplatz) sollen zukünftig durch kleinere Maßnahmen und Teilsanierungen aufgewertet werden.

Ein möglicher neuer Spielpunkt bzw. Spielplatz könnte zukünftig im Bereich Büchel entstehen. Die Anlage einer temporären „Grünfläche“ auf dem Gelände ist vorgesehen.

Darüber hinaus wird die Verwaltung die Idee einer Spiellinie mit mehreren kleinen Punkten im Innenstadtbereich prüfen.

Grundsätzlich orientiert sich die Tendenz der zeitlichen Umsetzung der größeren Maßnahmen an der gesamtstädtischen Prioritätenliste und an zeitlichen Vorgaben von Förderprojekten. Die Umsetzung kleinerer Maßnahmen ist abhängig vom akutem Bedarf, finanzieller Ausstattung und der gesamtstädtischen Prioritätenliste. Aufgrund der Analyseergebnisse besteht im gesamtstädtischen Vergleich für einen Großteil der innerstädtischen Plätze eine erhöhte Priorität in Bezug auf die zeitliche Umsetzung der Maßnahmen.

Auswirkungen

Finanzielle Auswirkungen

JA

NEIN

x

Investive Auswirkungen

Ansatz

20xx

Fortgeschriebener Ansatz 20xx

Ansatz 20xx ff.

Fortgeschriebener Ansatz 20xx ff.

Gesamt­bedarf (alt)

Gesamt­bedarf (neu)

Einzahlungen

0

0

0

0

0

0

Auszahlungen

0

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0

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Ergebnis

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+ Verbesserung /

- Verschlechterung

0

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Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

konsumtive Auswirkungen

Ansatz

20xx

Fortgeschriebener Ansatz 20xx

Ansatz 20xx ff.

Fortgeschriebener Ansatz 20xx ff.

Folge-kosten (alt)

Folge-kosten (neu)

Ertrag

0

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Personal-/

Sachaufwand

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Abschreibungen

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Ergebnis

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+ Verbesserung /

- Verschlechterung

0

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Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Weitere Erläuterungen (bei Bedarf):


Klimarelevanz

Bedeutung der Maßnahme für den Klimaschutz/Bedeutung der Maßnahme für die

Klimafolgenanpassung (in den freien Feldern ankreuzen)

Zur Relevanz der Maßnahme für den Klimaschutz

Die Maßnahme hat folgende Relevanz:

keine

positiv

negativ

nicht eindeutig

x

Der Effekt auf die CO2-Emissionen ist:

gering

mittel

groß

nicht ermittelbar

Zur Relevanz der Maßnahme für dieKlimafolgenanpassung

Die Maßnahme hat folgende Relevanz:

keine

positiv

negativ

nicht eindeutig

x

Größenordnung der Effekte

Wenn quantitative Auswirkungen ermittelbar sind, sind die Felder entsprechend anzukreuzen.

Die CO2-Einsparung durch die Maßnahme ist (bei positiven Maßnahmen):

gering

unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels)

mittel

80 t bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels)

groß

mehr als 770 t / Jahr(über 1% des jährl. Einsparziels)

Die Erhöhung der CO2-Emissionen durch die Maßnahme ist (bei negativen Maßnahmen):

gering

unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels)

mittel

80 bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels)

groß

mehr als 770 t / Jahr (über 1% des jährl. Einsparziels)

Eine Kompensation der zusätzlich entstehenden CO2-Emissionen erfolgt:

vollständig

überwiegend (50% - 99%)

teilweise (1% - 49 %)

nicht

nicht bekannt

Abstimmungsergebnis

Zustimmung: Ablehnung: Enthaltung: Einstimmig.
Technische Details

Hauptdokument

Sammeldokument öffentlich

2021-11-09 FB 36_0120_WP18 Cityspielplatzkonzep SAO.pdf

12.11.2024

879.6 KB

Betroffene Straßen

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Metadaten

TOP
Ö 6
Sitzung
öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Kinder- und Jugendausschusses
Gremium
Kinder- und Jugendausschuss
Datum
Di., 07.12.2021
Uhrzeit
17:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Kenntnisnahme
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Kenntnisnahme
Federführend
FB 36 - Fachbereich Klima und Umwelt
Geändert
9.2.2026
Inhalt abgerufen
9. Februar 2026 um 19:21

Beschlussdokument

Sammeldokument öffentlich

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