Freibad Hangeweiher- Ausweitung der Öffnungszeiten während der Coronapandemie
FB 52/0053/WP18 · Kenntnisnahme
Beratung
Herr Balthasar sagte, die Grüne Fraktion sei sehr dafür, die verlängerten Öffnungszeiten des Freibades zukünftig fortzuführen. Der Beschlussvorschlag solle daher dahingehend verändert werden, dass die Verwaltung prüfen möge, ob eine Verlängerung der Öffnungszeiten durch das Verschieben von Personal auch kostenneutral möglich sei.
Herr Dr. Nadzeyka schloss sich für die FDP-Fraktion den Ausführungen von Herrn Balthasar an. Seine Fraktion sei ebenfalls dafür, die Öffnungszeiten auszuweiten. Gegebenenfalls könnte auch über die Einführung von Nachtschwimmen nachgedacht werden.
Frau Prömpler wies darauf hin, dass es derzeit sehr problematisch sei, Personal zu finden. Wenn man die Öffnungszeiten verlängern möchte, müsse man an anderer Stelle Zeiten kürzen. In Pandemiezeiten sei dies gut möglich, da die Nutzung des Freibades unter Beachtung der Corona-Bedingungen besser sei als die Nutzung der Schwimmhallen. Schwimmen nach Eintritt der Dunkelheit sei jedoch im Freibad aus Sicherheitsgründen nicht möglich, da das Freibad keine Beckenbeleuchtung habe und diese auch nicht ohne weiteres nachzurüsten sei.
Herr Dr. Kremer ergänzte, dass die Personalausstattung das Nadelöhr sei. Die Stadt habe zur Personalgewinnung bereits erfolgreich eine große Marketingkampagne gestartet. Eine berufsspezifische Kampagne für das Bäderwesen folge im II. Quartal 2022.
Darüber hinaus müsse das Personal auch adäquat bezahlt werden. Hier werde aktuell geprüft, ob das Tarifrecht Möglichkeiten biete, eine ansprechende Bezahlung anbieten zu können, um damit Personal zu gewinnen bzw. Abwanderung entgegen zu wirken.
Herr Dopatka bedankte sich für die Ausführungen und begrüßt die Kampagne, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, sehr.
Im Rahmen der weiteren Aussprache, an der sich auch Herr Offermann, Frau Fohn, Frau Prömpler und Herr Dr. Nadzeyka beteiligten, einigte sich das Gremium darauf, eine Ausweitung der Öffnungszeiten kostenneutral durch die Verwaltung prüfen zu lassen und in der Sitzung am 17.03.2022 vorzustellen.
Beschluss
Beschlussvorschlag
Beschlussvorschlag:
Der Sportausschuss nimmt die Ausführungen des Fachbereichs Sport (FB 52) zur Auswertung der Ausweitung der Öffnungszeiten des Freibads Hangeweiher während der Coronapandemie zur Kenntnis.
Erläuterungen
Erläuterungen:
Der Rat der Stadt Aachen beschloss in seiner Sitzung am 19.05.2021 die Ausweitung der Öffnungszeiten des Freibads Hangeweiher während der Coronapandemie.
Im Sportausschuss am 17. Juni 2021 wurde die Verwaltung beauftragt in der Dezembersitzung eine Einschätzung der Annahme des ausgedehnten Öffnungszeitenangebots sowie eine Schätzung der Mehrkosten bei Verstetigung der Maßnahme vorzustellen.
Es wurde festgestellt, dass die Ausweitung der Öffnungszeiten während der Coronapandemie von den Bürger*innen allgemein angenommen wurde. Das Besucheraufkommen hat sich jedoch generell zeitlich nach hinten beziehungsweise nach vorne, angepasst an die erweiterten Öffnungszeiten, verschoben. Frühschwimmer*innen nutzten die 30-minütige frühere Öffnungszeit an den Wochenenden, um eher Einlass zu erhalten und berufstätige Schwimmer*innen profitierten besonders im zweiten Abschnitt zwischen Mai und August von den verlängerten Öffnungszeiten, welcher laut Rückmeldung der Badegäste dadurch attraktiver wurde. Ab Mitte August erreichten die Lichtverhältnisse jedoch einen kritischen Bereich, da es bereits vor Schließung dunkel wurde. Ab dem 20. August ging die Sonne beispielsweise bereits um 20:45 Uhr unter.
Durch die Ausweitung der Öffnungszeiten kam es jedoch nicht dauerhaft zu einem höheren oder veränderten Besucheraufkommen.
Die technische Auswertung der Ausweitung der Öffnungszeiten dient der Schätzung von Mehrkosten bei Verstetigung der Maßnahme.
Die verlängerten Öffnungszeiten zeigen keine Hinweise auf einen Mehrverbrauch des Mediums Wärme.
Der Einfluss der geänderten Öffnungszeiten auf den Stromverbrauch lässt sich zwar erkennen. Es entsteht aber lediglich ein finanzieller Mehraufwand in Höhe von circa 144,00 €, der im Vergleich zu den gesamten Energiekosten in Höhe von mehreren tausenden Euros mehr als geringfügig ist.
Ein direkter Vergleich der Jahre ist aufgrund der Witterungsbedingungen kaum möglich. Zudem lässt sich die diesjährige Freiwassersaison aufgrund der coronabedingten eingerichteten Zeitslots sowie durch die Coronaschutzverordnung eingeschränkten Besucherkapazitäten nicht mit denen der Vorjahre vergleichen.
In der Freibadsaison 2021 entstanden durch die Ausweitung der Öffnungszeiten um 109,5 Stunden circa 438 Arbeitsstunden für die Beschäftigten im Bäderbereich, da durchschnittlich insgesamt 4 Personen (zwei Reinigungskräfte, eine Kassenkraft sowie der Badleiter beziehungsweise eine Aufsichtskraft)auf einer Schicht tätig sind. Dieser entstandene personelle Mehrbedarf konnte lediglich aufgrund der zeitweisen coronabedingten Schließungen der Hallenbäder sichergestellt werden. Bei gleichzeitigem Betrieb würde dies die Einstellung von Aushilfskräften mit einem höheren Stundenanteil beziehungsweise die Einstellung zusätzlicher Aushilfskräfte notwendig machen.
Durch die ausgeweiteten Öffnungszeiten entstehen bei einer Besetzung einer Schicht mit 4 Personen zusätzliche Personalkosten von circa 17.000,00 €, wobei Zuschläge aufgrund von Überstunden, Nachtarbeit, Sonn- oder Feiertagsarbeit noch unberücksichtigt sind. Zudem wurde ein Durchschnittswert des Entgeltes, welches für Beschäftigte in der Aufsicht anfällt, zur Kalkulation gewählt. Somit ergeben sich bei dieser Besetzung zusätzliche Personalkosten in Höhe von circa 20.000,00 €.
Die Verwaltung weist nochmals ausdrücklich darauf hin, dass die ausgeweiteten Öffnungszeiten aufgrund des deutlich reduzierten Personenaufkommens nur vor dem Hintergrund der Coronapandemie möglich waren. Hierdurch verringern sich die Reinigungs- und Aufräumarbeiten sowie die ordnungsschaffenden Maßnahmen vor, während und nach dem öffentlichen Badebetrieb enorm. Bei einem regulären täglichen Besucheraufkommen von mehreren hundert Menschen würden sich diese Maßnahmen und somit der Personaleinsatz und die damit einhergehenden Personalkosten deutlich erhöhen. Ebenfalls müssen die Reinigungs- und Aufräumarbeiten in Abhängigkeit der Witterungs- und Lichtverhältnisse durchgeführt werden. Dabei ist zu beachten, dass das Areal des Freibads Hangeweiher nur in einem sehr geringen Bereich ausgeleuchtet ist. Das rechtzeitige Räumen und Schließen der Anlage bei voller Auslastung ist mit dem zur Verfügung stehenden Personal ausgeschlossen. Eine Verstetigung der Maßnahme würde die Bereitstellung von weiterem Personal und damit einhergehend höhere Personalkosten von zusätzlich etwa 10.000,00 € auslösen.
Auswirkungen
Finanzielle Auswirkungen
JA | NEIN | ||
x |
Investive Auswirkungen | Ansatz 20xx | Fortgeschriebener Ansatz 20xx | Ansatz 20xx ff. | Fortgeschriebener Ansatz 20xx ff. | Gesamtbedarf (alt) | Gesamtbedarf (neu) | |
Einzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Auszahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Ergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
+ Verbesserung / - Verschlechterung | 0 | 0 | |||||
Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | ||||||
konsumtive Auswirkungen | Ansatz 20xx | Fortgeschriebener Ansatz 20xx | Ansatz 20xx ff. | Fortgeschriebener Ansatz 20xx ff. | Folge-kosten (alt) | Folge-kosten (neu) | |
Ertrag | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Personal-/ Sachaufwand | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Abschreibungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Ergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
+ Verbesserung / - Verschlechterung | 0 | 0 | |||||
Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | ||||||
Weitere Erläuterungen (bei Bedarf):
Klimarelevanz
Bedeutung der Maßnahme für den Klimaschutz/Bedeutung der Maßnahme für die
Klimafolgenanpassung (in den freien Feldern ankreuzen)
Zur Relevanz der Maßnahme für den Klimaschutz
Die Maßnahme hat folgende Relevanz:
keine | positiv | negativ | nicht eindeutig |
x |
Der Effekt auf die CO2-Emissionen ist:
gering | mittel | groß | nicht ermittelbar |
x |
Zur Relevanz der Maßnahme für dieKlimafolgenanpassung
Die Maßnahme hat folgende Relevanz:
keine | positiv | negativ | nicht eindeutig |
x |
Größenordnung der Effekte
Wenn quantitative Auswirkungen ermittelbar sind, sind die Felder entsprechend anzukreuzen.
Die CO2-Einsparung durch die Maßnahme ist (bei positiven Maßnahmen):
gering | unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels) | ||
mittel | 80 t bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels) | ||
groß | mehr als 770 t / Jahr(über 1% des jährl. Einsparziels) |
Die Erhöhung der CO2-Emissionen durch die Maßnahme ist (bei negativen Maßnahmen):
gering | unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels) | ||
mittel | 80 bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels) | ||
groß | mehr als 770 t / Jahr (über 1% des jährl. Einsparziels) |
Eine Kompensation der zusätzlich entstehenden CO2-Emissionen erfolgt:
vollständig | |||
überwiegend (50% - 99%) | |||
teilweise (1% - 49 %) | |||
x | nicht | ||
nicht bekannt |
Technische Details
ID: 110252
OParl URL:http://ratsinfo.aachen.de/public/oparl/agendaItems?id=110252
Hauptdokument
Sammeldokument öffentlich
2021-11-30 FB 52_0053_WP18 Freibad Hangeweiher- SAO.pdf
19.11.2024
133.8 KB
Metadaten
- TOP
- Ö 11
- Sitzung
- öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Sportausschusses
- Gremium
- Sportausschuss
- Datum
- Do., 16.12.2021
- Uhrzeit
- 17:00
- Anlass
- Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
- Vorlage
- Kenntnisnahme
- Beratung
- öffentlich
- Status
- gemischt
- Vorlageart
- Kenntnisnahme
- Federführend
- FB 52 - Fachbereich Sport
- Geändert
- 9.2.2026
- Inhalt abgerufen
- 9. Februar 2026 um 19:32