10. März 2022 um 17:00, Burtscheider Saal
TOP 3Öffentlich

Altstadtquartier Büchel – Sachstand öffentliche Debatte zu den Planungsvarianten

Dez III/0006/WP18 · Entscheidungsvorlage

im Ratsinformationssystem anzeigen
Beratungsergebnis:ungeändert beschlossen

Beratung

Auf Nachfrage des Vorsitzenden erteilt der Ausschuss seine Zustimmung dazu, dass Herr Vogt in seiner Eigenschaft als Geschäftsführer der Städtischen Entwicklungsgesellschaft SEGA als Sachverständiger an der Beratung teilnimmt.

Herr Vogt informiert den Ausschuss ausführlich über den aktuellen Stand der Variantendebatte. Die dem Vortrag zugrunde liegende Präsentation steht im Ratsinformationssystem als Anlage zur Niederschrift zur Verfügung.

Für die Fraktion Die Zukunft dankt Herr Allemand für den Bericht. Die Kriterienauswahl sei nachvollziehbar, für das weitere Procedere bitte man jedoch darum, den Fokus auch auf die Kleinteiligkeit zu richten. Die Architektur in diesem Bereich dürfe nicht zu groß und zu klotzig werden, zudem sollten der Aspekt Fassaden- und Dachbegrünung hier besondere Berücksichtigung finden.

Für die Fraktion der Grünen spricht Frau Dörter allen Beteiligten ihren Dank dafür aus, dass über den gesamten Planungsprozess eine Kultur des Dialogs etabliert werden konnte. Für die Stadtgesellschaft biete sich hier die im historischen Altstadtkern einmalige Chance, öffentlichen Raum zurückzugewinnen und diesen mit einer eigenen Identität ausgestattet einer Perlenkette von Plätzen mit hoher städtebaulicher Qualität hinzuzufügen. Für die weitere Ausgestaltung bitte man nun die Bedarfe der Stadtmacher*innen einzubeziehen und die Stärken der einzelnen Varianten auch in diesem Sinne weiter auszudetaillieren.

Für die SPD-Fraktion schließt sich Herr Plum der positiven Beurteilung des bisherigen Prozesses an. Zur weiteren Konkretisierung halte man es für richtig und sinnvoll, sich nun auf zwei Varianten zu fokussieren, insgesamt stünden die Planungen jedoch immer noch am Anfang. Die einmalige Chance, die sich hier biete, wolle man bestmöglich nutzen, man warne allerdings davor, den Prozess mit zu vielen Anforderungen und Erwartungen zu überfrachten. Im nächsten Schritt müssten alle Anregungen sorgfältig geprüft werden, bevor die Entscheidung für eine Variante fallen könne. Bis dahin freue man sich darauf, dass der Bereich durch die Öffentlichkeit genutzt werden könne.

Für die Fraktion Die Linke äußert auch Herr Beus Zustimmung zum weiteren Vorgehen. Dieser Prozess zeige deutlich, welch großes Potential man erschließen könne, wenn man auf Abstellanlagen für PKW verzichte und damit einen anderen Charakter für öffentliche Räume ermögliche. Im Bereich Büchel sei beispielsweise eine Schwerpunktsetzung für Kinder und Jugendliche vorstellbar. Insgesamt sei man optimistisch, dass hier ein tolles neues Stück Innenstadt entstehen werde.

Für die CDU-Fraktion knüpft Herr Gilson an die bisherigen Wortbeiträge an und stellt fest, dass sich das konsequente Verfolgen eines roten Fadens über inzwischen mehr als zwei Jahre ausgezahlt habe. Man befinde sich nun auf einem guten Weg, und mit der Reduzierung der Varianten auf zwei gehe man einen weiteren wichtigen Schritt. Man unterstütze die Auswahl der „offenen Wiese“ und der „geteilten Wiese“, da die „Stufenwiese“ letztlich doch zu viele Nachteile ausweise. Dem Beschlussvorschlag der Verwaltung werde man daher zustimmen.

Herr Hucke weist darauf hin, dass man mit den Freunden des Büchels von einem Zusammenschluss von Fachleuten profitieren könne, deren Beratung eine zusätzliche Sicherheit für die Entscheidungen biete. Der aktuell noch grobe Maßstab der Planung werde sich weiter verfeinern, dabei werde man immer wieder qualitätssichernde Verfahren zur Steuerung einsetzen. Mit der heutigen Beschlussfassung sei erneut ein wichtiger Meilenstein in einem langen Prozess erreicht.

Der Ausschuss fasst den folgenden

Beschluss

Der Planungsausschuss nimmt den Bericht der Verwaltung zur Kenntnis. Er beauftragt die Verwaltung entsprechend der in der Ausschusssitzung vorgestellten Arbeitsergebnisse, die Varianten „Geteilte Wiese“ und „Offene Wiese“ weiter auszuarbeiten.

Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:

Der Ausschuss für Umwelt und Klimaschutz nimmt den Bericht der Verwaltung zur Kenntnis. Er empfiehlt dem Planungsausschuss entsprechend der in der Ausschusssitzung vorgestellten Arbeitsergebnisse, die Verwaltung zu beauftragen, die Varianten „Geteilte Wiese“ und „Offene Wiese“ weiter auszuarbeiten.

Die Bezirksvertretung Aachen-Mitte nimmt den Bericht der Verwaltung zur Kenntnis. Er empfiehlt dem Planungsausschuss entsprechend der in der Ausschusssitzung vorgestellten Arbeitsergebnisse, die Verwaltung zu beauftragen, die Varianten „Geteilte Wiese“ und „Offene Wiese“ weiter auszuarbeiten.

Der Planungsausschuss nimmt den Bericht der Verwaltung zur Kenntnis. Er beauftragt die Verwaltung entsprechend der in der Ausschusssitzung vorgestellten Arbeitsergebnisse, die Varianten „Geteilte Wiese“ und „Offene Wiese“ weiter auszuarbeiten.

Erläuterungen

Erläuterungen:


Das Altstadtquartier Büchel blickt auf eine wechselvolle Geschichte privatwirtschaftlicher Entwicklungsversuche zurück. Anfang 2019 bot der Rückzug der letzten Entwicklerinnen der Stadt Aachen die Gelegenheit, das Projekt in die eigene Federführung zu übernehmen und inhaltlich neu auszurichten. Hinsichtlich des bisherigen Verfahrens wird auf die Vorlage FB 61/0309/WP18 (Januar 2022) verwiesen.

Zentraler nächster Schritt und Grundlage für alle weiteren Verfahren ist die Diskussion konkreter städtebaulicher Entwicklungsvarianten und die Erarbeitung und Festlegung einer städtebaulichen Zielvariante.Zu diesem Zweck wurden bereits drei verschiedene städtebauliche Varianten („Geteilte Wiese“, „Stufenwiese“ und „Offene Wiese“) in der Januarsitzung der Bezirksvertretung Mitte und des Planungsausschusses mündlich vorgestellt, deren Darstellungen dieser Vorlage nun als Anlage beigefügt sind.

Die Darstellungen werden jeweils unterteilt in einen 1. Bauabschnitt (BA), der eine grundsätzlich auch eigenständig umsetzbare Lösung auf städtischen oder SEGA-Flächen garantiert, sowie einen 2. Bauabschnitt im Sinne eines „Gesamtausbaus“, der den Einbezug von Fremdgrundstücken erfordert. Die Skizzen zur Freiraumgestaltung geben nur erste Hinweise, welche Freiraumtypen möglich wären. Die konkrete Freiraumgestaltung wird in einem kommenden Verfahren – geplant ist ein freiraumplanerischer Realisierungswettbewerb – weiter entwickelt. Zunächst steht also die Entscheidung über die städtebaulichen Grundzüge an.

Die Kultur des Dialogs, die die SEGA und die Stadtverwaltung Hand in Hand mit der Politik, der Öffentlichkeit, den Stadtmacher*innen und vielen weiteren Beteiligten bis hierhin erprobt und entwickelt haben, wird auch in diesem Prozess fortgesetzt. Die Diskussion orientiert sich dabei insbesondere auch an den vom Planungsausschuss bereits im April vergangenen Jahres festgelegten Leitkriterien zur Entwicklung des Büchel:

  • Qualität im Städtebau und der Wiese von Anfang an – 1. BA nur SEGA-Flächen
  • Die Adresse ist die Wiese! – Adressbildung über den Freiraum
  • Der Büchel im Netz der Altstadt – „richtige“ Anbindung des Quartiers
  • Am Büchel unterwegs – welche Wegeverbindungen braucht es im und durch das Quartier
  • Freiraum trifft Bebauung – wie korrespondieren Freiraum und Bebauung insbesondere in den Erdgeschossen
  • Vielfalt und Attraktivität in der Nutzung – Flächenangebot für die Stadtmacher*innen
  • „Büchel“ bedeutet „Hügel“ – Nutzung der Topografie
  • Kein Mittelmaß in der Gebäudestruktur – differenzierte Bebauung und bauliche Akzente

Stadtverwaltung und SEGA haben in den vergangenen Wochen – mit reger Teilnahme von Vertreter*innen der Politik – verschiedene Beteiligungs- und Informationsformate zur Diskussion der Varianten mit den Anlieger*innen, den Stadtmacher*innen, verschiedenen Fachleuten sowie der Öffentlichkeit durchgeführt. Am 28.01.2022 luden die Stadt Aachen und die SEGA die Öffentlichkeit zu einem digitalen Bürger*innendialog ein, der insbesondere den aktuellen Stand der Rahmenplanung und die erarbeiteten städtebaulichen Entwicklungsvarianten thematisierte. Interessierte Bürger*innen konnten dabei in der Veranstaltung sowie im Nachgang bis 12.02.2022 Anregungen, Hinweise und Fragen zur Rahmenplanung und zum Gesamtprozess formulieren. Die im Rahmen der Beteiligungs- und Informationsformate gewonnenen Erkenntnisse und Diskussionspunkte werden in der Sitzung mündlich berichtet.

Es zeichnet sich ab, dass insbesondere die Variante „Geteilte Wiese“ und die Variante „Offene Wiese“ für eine weitere Bearbeitung geeignet sind. Dies wird in den Sitzungen von Ausschuss für Umwelt und Klima, Bezirksvertretung Mitte und Planungsausschuss detailliert erläutert. Die Verwaltung empfiehlt, die Varianten „Geteilte Wiese“ und „Offene Wiese“ zur detaillierten Bearbeitung vorzusehen.

Auswirkungen

Finanzielle Auswirkungen

JA

NEIN

X

Investive Auswirkungen

Ansatz

20xx

Fortgeschriebener Ansatz 20xx

Ansatz 20xx ff.

Fortgeschriebener Ansatz 20xx ff.

Gesamt­bedarf (alt)

Gesamt­bedarf (neu)

Einzahlungen

0

0

0

0

0

0

Auszahlungen

0

0

0

0

0

0

Ergebnis

0

0

0

0

0

0

+ Verbesserung /

- Verschlechterung

0

0

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

konsumtive Auswirkungen

Ansatz

20xx

Fortgeschriebener Ansatz 20xx

Ansatz 20xx ff.

Fortgeschriebener Ansatz 20xx ff.

Folge-kosten (alt)

Folge-kosten (neu)

Ertrag

0

0

0

0

0

0

Personal-/

Sachaufwand

0

0

0

0

0

0

Abschreibungen

0

0

0

0

0

0

Ergebnis

0

0

0

0

0

0

+ Verbesserung /

- Verschlechterung

0

0

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Weitere Erläuterungen (bei Bedarf):


Klimarelevanz

Bedeutung der Maßnahme für den Klimaschutz/Bedeutung der Maßnahme für die

Klimafolgenanpassung (in den freien Feldern ankreuzen)

Zur Relevanz der Maßnahme für den Klimaschutz

Die Maßnahme hat folgende Relevanz:

keine

positiv

negativ

nicht eindeutig

X

Der Effekt auf die CO2-Emissionen ist:

gering

mittel

groß

nicht ermittelbar

X

Zur Relevanz der Maßnahme für dieKlimafolgenanpassung

Die Maßnahme hat folgende Relevanz:

keine

positiv

negativ

nicht eindeutig

X

Größenordnung der Effekte

Wenn quantitative Auswirkungen ermittelbar sind, sind die Felder entsprechend anzukreuzen.

Die CO2-Einsparung durch die Maßnahme ist (bei positiven Maßnahmen):

gering

unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels)

mittel

80 t bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels)

groß

mehr als 770 t / Jahr(über 1% des jährl. Einsparziels)

Die Erhöhung der CO2-Emissionen durch die Maßnahme ist (bei negativen Maßnahmen):

gering

unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels)

mittel

80 bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels)

groß

mehr als 770 t / Jahr (über 1% des jährl. Einsparziels)

Eine Kompensation der zusätzlich entstehenden CO2-Emissionen erfolgt:

vollständig

überwiegend (50% - 99%)

teilweise (1% - 49 %)

nicht

X

nicht bekannt

Abstimmungsergebnis

einstimmig

Weitere Dokumente (1)

Die Dokumente werden direkt vom Ratsinformationssystem der Stadt Aachen abgerufen und nicht von uns gespeichert oder gehostet.

Technische Details

Hauptdokument

Sammeldokument öffentlich

2022-02-16 Dez III_0006_WP18 Altstadtquartier Buec SAO.pdf

19.10.2024

3.2 MB

Betroffene Straßen

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Metadaten

TOP
Ö 3
Sitzung
Sitzung des Planungsausschusses
Gremium
Planungsausschuss
Datum
Do., 10.03.2022
Uhrzeit
17:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Entscheidungsvorlage
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Entscheidungsvorlage
Federführend
Dezernat III
Geändert
25.2.2026
Inhalt abgerufen
25. Februar 2026 um 11:04

Beschlussdokument

Sammeldokument öffentlich

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