Fortsetzung des Fahrradschutzstreifens Viehhofstraße Höhe Marienhospital; Tagesordnungsantrag der Fraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN in der Bezirksvertretung Aachen-Mitte vom 02.03.2022
FB 61/0369/WP18 · Entscheidungsvorlage
Beratung
Es wird das LuftbildViehhofstraße gezeigt, das als Anlage einsehbar ist.
Herr Neumann berichtet, die BV 0 habe einen geänderten Beschluss gefasst. Man habe die Schwierigkeiten erkannt und wolle zeitnah nach Lösungen suchen. Seine FraktionGrüne sehe dringenden Handlungsbedarf für eine sichere Radstrecke und wünsche sich, dass der Beschluss umgesetzt wird. Vielleicht könne die Verwaltung sagen, wie es dazu gekommen ist an dieser Stelle.
Herr Larscheid erläutert zur Historie. Es gehe auf einen Beschluss aus 2011 zurück, mit dem diese Variante gewählt wurde und der zur Unterbrechung des Schutzstreifens führte.
Herr Dr. Nositschka spricht im Namen der Fraktion Die Linke den Wunsch nach einer schnellen Lösung aus. Diese Stelle sei sehr eng für den Verkehr. Er habe die Apotheke befragt;dort wisse man nichts von der Ladezone, sondern nutze die Durchfahrt zur Belieferung.
Frau Breuer kritisiert, dass Schutzstreifen immer über alles stehen würden. Hier sollte man aber genauer hinschauen, da ein Ärztehaus und eine Apotheke Anlieger seien. Wenn man überall nachfragen würde, bekäme man unterschiedliche Meinungen. Tatsache sei, dass oft behinderte Menschen dort schnell mal abgesetzt werden könnten. Sie fragt, ob es nicht im Leben auch Ausnahmen gebe und appelliert an die mögliche Mehrheit der Befürworter, die diese Unterbrechung des Schutzstreifens beenden wollen, an dieser Stelle die schutzbedürftigen Menschen und ihre Angehörigen zu berücksichtigen.
Herr Achilles (Die Zukunft) entgegnet Frau Breuer, man habe natürlich nachgedacht, dann eine Abwägung vorgenommen und eine Entscheidung getroffen, die anders ausgefallen sei, weil Sicherheit hier vorgehe. Man frage sich, ob die Parkstände zwingend für mobilitätseingeschränkte Menschen notwendig seien. Sie könnten an anderer Stelle abgesetzt werden. Sonst gebe es einen Innenhof. Er meine, dass parkende Fahrzeuge in die Nebenstraßen gehören.
Herr Lindemann betont, es gehe um mobilitätseingeschränkte Menschen. Bis zum Ärztehaus oder zur Apotheke seien u. U. einige hundert Meter zu laufen, das könne problematisch sein. Die Verwaltung schreibe zwar, sie müsse noch überprüfen, ob auf die Liefer- und Ladezone verzichtet und das Absetzen und Abholen sowie das Anliefern der Apotheke an anderer Stelle gewährleistet werden kann und die BV 0 habe gebeten, im Sinne des Antrags zu prüfen, seine Fraktion CDU wolle aber, dass dies vorher geprüft wird. So müsse vorher z. B. geklärt werden, ob Taxen auf das Gelände fahren können.
Herr Blum nimmt zu den Ausführungen des Herrn Achilles Stellung und zu seiner Aussage, Sicherheit gehe vor. Es habe nichts mit Komfort zu tun, wenn kranke oder mobilitätseingeschränkte Menschen schnell abgesetzt oder abgeholt werden können. Es stimme, dass es Parkplätze im Innenhof gibt, aber es sei ein äußerst geringes Angebot. Er habe Achtung vor alten und kranken Menschen und plädiere dafür, im Sinne des Antrags der BV 0 zu prüfen.
Herr Achilles meint, es sei genug Platz im Innenhof vorhanden, der nicht abschüssig sei. Selbst, wenn 2 Parkplätze reserviert würden, seien noch genügend Parkplätze vorhanden. Er sei dafür, den Sicherheitsstreifen durchzuführen, natürlich nicht von heute auf morgen, sondern alle Beteiligten müssten rechtzeitig informiert werden, z. B. im Ärztehaus.
Herr Lindemann richtet an die Verwaltung die Frage, ob eindeutig geklärt ist, dass im Innenhof Parkplätze genutzt werden könnten oder ob auch das noch geprüft werden müsste.
Frau Strehle antwortet, bisher gebe es noch keinen Kontakt mit dem Marienhospital. Die Verwaltung könne aber dort anfragen, ob es möglich ist.
Herr Fischer äußert Unverständnis gegenüber der CDU. Sicherheit müsse oberste Priorität haben, das sei auch ein Grundsatz des Radentscheids. Er fragt, ob das für diese Stelle nicht gilt.
Frau Breuer weist darauf hin, dass die BV 0 einen einstimmigen Zusatzbeschluss gefasst hat, es gebe Fachleute, die Ahnung hätten und das prüfen könnten.
Die Vorsitzende Frau Wenzel erklärt, es komme vor, dass der Mobilitätsauschuss anders entscheidet. In diesem Falle habe er das letzte Wort. Sie liest den Beschlussvorschlag der Fraktion Grüne vor:
„Der Mobilitätsausschuss nimmt die Ausführungen der Verwaltung zur Kenntnis.
Er beauftragt die Verwaltung, eine durchgehende Markierung des Schutzstreifens für Radfahrer*innen umzusetzen und nach einer Alternative für die bestehende Liefer- und Ladezone zu suchen und diese einzurichten.“
Sie stellt dies zur Abstimmung. Es ergeht der folgende
Beschluss
Beschlussvorschlag
Beschlussvorschlag:
Die Bezirksvertretung Aachen-Mitte nimmt die Ausführungen der Verwaltung zur Kenntnis.
Der Mobilitätsausschuss nimmt die Ausführungen der Verwaltung zur Kenntnis.
Erläuterungen
Erläuterungen:
Anlass
Die Fraktion von Bündnis 90/DIE GRÜNEN in der Bezirksvertretung Aachen-Mitte hat mit Datum vom 02.03.2022 den Antrag gestellt, das Thema „Fortsetzung des Fahrradschutzstreifens Viehhofstraße Höhe Marienhospital“ auf die Tagesordnung der Bezirksvertretung Aachen-Mitte am 06.04.2022 zu setzen (vgl. Anlage 1).
Im Antrag wird vorgeschlagen, das fehlende Stück Fahrradschutzstreifen im Bereich des Marienhospitals (Hausnr. 43) zulasten der dort heute vor dem Ärztehaus vorhandenen Fahrbahnrandparkstände aufzubringen, um die Lücke im Netz der Radverkehrsanlagen zu schließen und Beeinträchtigungen der Verkehrssicherheit zu verhindern (vgl. Anlage 2).
Einschätzung der Verwaltung
Aktuell läuft in der Viehhofstraße eine Baumaßnahme der Regionetz für das Stromnetz. Für diese Baumaßnahme sind beginnend ab dem 21.03.2022 etwa 4-6 Wochen Bearbeitungszeit veranschlagt. Der Bereich der Baustelle liegt nicht unmittelbar im Bereich des unterbrochenen Fahrradschutzstreifens, sondern im Bereich der Haltestelle zur Friedrich-Ebert-Allee. Ein unmittelbarer Zusammenhang ist daher nicht gegeben.
Der Verwaltung ist die Unterbrechung des Fahrradschutzstreifens bekannt. Eine weitere Prüfung zur Möglichkeit des Lückenschlusses steht auf der umfangreichen Agenda von Planungsaufgaben und Prüfungen, die vorgenommen werden sollen. Allerdings muss für den aus Radverkehrssicht sinnvollen Lückenschluss insbesondere die Frage des Umgangs mit dem Liefer- und Ladebereich geklärt werden. Während die vier südwestlichen Parkstände zur Bewohnerparkzone BU 2 gehören, sind die drei nordöstlichen Parkmöglichkeiten zwischen 8 und 16 Uhr zum Liefern und Laden vorgesehen und dienen damit u.a. zum Absetzen und Abholen von Besuchenden des Ärztehauses sowie zur Anlieferung der Apotheke.
Fazit
Die Verwaltung wird den Antrag zum Anlass nehmen, um zu überprüfen, ob auf die Liefer- und Ladezone verzichtet werden kann und das Absetzen und Abholen sowie das Anliefern der Apotheke an anderer Stelle gewährleistet werden kann.
Zum jetzigen Zeitpunkt ist es der Verwaltung nicht möglich, detailliertere Ergebnisse vorzulegen.
Kosten und Finanzierung
Kosten und Finanzierung können erst im Laufe der weiteren Planungsschritte ermittelt bzw. geklärt werden.
Auswirkungen
Finanzielle Auswirkungen
JA | NEIN | ||
x |
Investive Auswirkungen | Ansatz 20xx | Fortgeschriebener Ansatz 20xx | Ansatz 20xx ff. | Fortgeschriebener Ansatz 20xx ff. | Gesamtbedarf (alt) | Gesamtbedarf (neu) | |
Einzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Auszahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Ergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
+ Verbesserung / - Verschlechterung | 0 | 0 | |||||
Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | ||||||
konsumtive Auswirkungen | Ansatz 20xx | Fortgeschriebener Ansatz 20xx | Ansatz 20xx ff. | Fortgeschriebener Ansatz 20xx ff. | Folge-kosten (alt) | Folge-kosten (neu) | |
Ertrag | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Personal-/ Sachaufwand | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Abschreibungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Ergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
+ Verbesserung / - Verschlechterung | 0 | 0 | |||||
Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | ||||||
Weitere Erläuterungen (bei Bedarf):
Klimarelevanz
Bedeutung der Maßnahme für den Klimaschutz/Bedeutung der Maßnahme für die
Klimafolgenanpassung (in den freien Feldern ankreuzen)
Zur Relevanz der Maßnahme für den Klimaschutz
Die Maßnahme hat folgende Relevanz:
keine | positiv | negativ | nicht eindeutig |
x |
Der Effekt auf die CO2-Emissionen ist:
gering | mittel | groß | nicht ermittelbar |
Zur Relevanz der Maßnahme für dieKlimafolgenanpassung
Die Maßnahme hat folgende Relevanz:
keine | positiv | negativ | nicht eindeutig |
x |
Größenordnung der Effekte
Wenn quantitative Auswirkungen ermittelbar sind, sind die Felder entsprechend anzukreuzen.
Die CO2-Einsparung durch die Maßnahme ist (bei positiven Maßnahmen):
gering | unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels) | ||
mittel | 80 t bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels) | ||
groß | mehr als 770 t / Jahr(über 1% des jährl. Einsparziels) |
Die Erhöhung der CO2-Emissionen durch die Maßnahme ist (bei negativen Maßnahmen):
gering | unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels) | ||
mittel | 80 bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels) | ||
groß | mehr als 770 t / Jahr (über 1% des jährl. Einsparziels) |
Eine Kompensation der zusätzlich entstehenden CO2-Emissionen erfolgt:
vollständig | |||
überwiegend (50% - 99%) | |||
teilweise (1% - 49 %) | |||
x | nicht | ||
nicht bekannt |
Es handelt sich derzeit um eine reine Information.
Die Auswirkungen auf den Klimaschutz werden in event. Vorlagen für event. Beschlüsse für diesen Bereich dargestellt.
Abstimmungsergebnis
Weitere Dokumente (2)
Die Dokumente werden direkt vom Ratsinformationssystem der Stadt Aachen abgerufen und nicht von uns gespeichert oder gehostet.
Technische Details
ID: 112185
OParl URL:http://ratsinfo.aachen.de/public/oparl/agendaItems?id=112185
Hauptdokument
Sammeldokument öffentlich
2022-03-25 FB 61_0369_WP18 Fortsetzung des Fahr SAO.pdf
19.10.2024
743.3 KB
Betroffene Straßen
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Metadaten
- TOP
- Ö 5
- Sitzung
- Sitzung des Mobilitätsausschusses
- Gremium
- Mobilitätsausschuss
- Datum
- Do., 28.04.2022
- Uhrzeit
- 17:00
- Anlass
- Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
- Vorlage
- Entscheidungsvorlage
- Beratung
- öffentlich
- Status
- gemischt
- Vorlageart
- Entscheidungsvorlage
- Federführend
- FB 61 - Fachbereich Stadtentwicklung und Stadtplanung
- Geändert
- 25.2.2026
- Inhalt abgerufen
- 25. Februar 2026 um 11:27
Beschlussdokument
Sammeldokument öffentlich
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