27. April 2022 um 18:00, Schloss Schönau
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Richterich / - Richtericher Dell -hier: Sachstandsbericht zu den anstehenden Aufgaben

FB 61/0371/WP18 · Kenntnisnahme

Richterich / - Richtericher Dell -hier: Sachstandsbericht zu den anstehenden Aufgaben

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Beratungsergebnis:ungeändert beschlossen

Beratung

Herr Bezirksbürgermeister Meyers begrüßt zu diesem Tagesordnungspunkt die Fachbereichsleiterin für den Bereich Stadtentwicklung, -planung und Mobilitätsinfrastruktur der Stadt Aachen, Frau Strehle, sowie Herrn Roob, Koordinierungsstelle Abwasser, ebenfalls aus dem Fachbereich.

Frau Strehle führt mit Verweis auf die Vorlage aus, dass weiterhin regelmäßige Sachstandberichte, unter Einbeziehung und Berücksichtigung weiterer Planungsprozesse und Themen den Stadtbezirk Richterich betreffend, erfolgen werden.

Herr Bezirksvertreter Pontzen (CDU) äußert seine Befürchtungen, dass durch den neuen Leitbildprozess bereits besprochene Planungen wieder verworfen und von vorne begonnen werden, was zu einer weiteren zeitlichen Verzögerung führt.

Frau Strehle erläutert, dass die bisherigen Planungen auf einem Masterplan aus dem Jahre 2004 basieren. Im Rahmen des neuen Leitbildprozesses sollen diese Planungen aus fachlicher Sicht im Hinblick auf einen leistungsfähigen Städtebau hinterfragt werden. Dies bedeutet aber keine grundsätzliche Verwerfung der bisherigen Planungen. Insbesondere die Planungen bezüglich der Umgehungsstraße bleiben weiterhin bestehen. Vielmehr sollen durch den Leitbildprozess Zukunftsthemen wie Nachhaltigkeit sowie das Handlungskonzept Wohnen unter Berücksichtigung der aktuellen Wohnbedarfe mit in die Planungen einfließen. Ziel ist nicht die Erstellung eines neuen Masterplans, sondern diesen an die aktuellen Umstände anzupassen und bis zur Fertigstellung der Ortsumgehung für die Wohnbebauung Planungsrecht zu schaffen.

Herr Bezirksvertreter Pontzen (CDU) bittet darum, den Wunsch der CDU-Fraktion nach dem Bau von Einfamilienhäusern in dem Neubaugebiet Richtericher Dell im Blick zu behalten.

Er betont die Notwendigkeit eines Mitspracherechtes der Bezirksvertretung, die eine Mitverantwortung für die Entwicklung des Bezirks trägt.

Frau Strehle sichert die Beteiligung der Politik im weiteren Planungsprozess sowie bei den Beratungen zu den Ergebnissen zu. Die Ausgangslage und die Historie werden bei dem weiteren Planungsprozess Berücksichtigung finden.

Herr Bezirksvertreter Dr. Behrens (FDP) zeigt sich enttäuscht über die Vorlage, die aus seiner Sicht nicht vermittelbar ist. Beispielsweise ist das Erfordernis eines neuen geologischen Gutachtens in Anbetracht des Zeitaufwands nicht nachvollziehbar.

Frau Strehle betont erneut die Intention der Kontinuität des Leitbildes, beispielsweise durch die Planung der Erschließungsstraße als Grundlage für eine zügige Quartiersentwicklung. Jedoch soll nicht an starren Planungen festgehalten werden, sondern die Rahmenbedingungen an die aktuellen Bedingungen und Konzepte, auch im späteren Prozess, angepasst werden.

Sie äußert ihre Zuversicht das Ziel einer bestmöglichen Leitbildplanung mit Ehrlichkeit, ohne falsche Versprechungen oder Zusicherungen, zu erreichen.

Bei dem weiteren Prozess werden regelmäßige Entscheidungen von der Politik eingefordert werden.

Herr Bezirksvertreter Feil (Grüne) erinnert an den gemeinsam verfassten Antrag der CDU, Grünen und FDP, einen Wohnungsbau nach modernen Standards zu realisieren. Aus seiner Sicht wird dieser Antrag durch den vorgestellten Leitbildprozess umgesetzt. Er begrüßt zudem, dass in der Vorlage alle Projekte in dem Bezirk Richterich mit bedacht werden. Er bittet in diesem Zusammenhang um nähere Ausführungen zu den Projekten zum Bau eines Altenheims und eines Recyclinghofes.

Frau Strehle erläutert, dass der Offenlagebeschluss zu dem Projekt AWO-Seniorenzentrum derzeit vorbereitet wird. Man rechnet mit einem entsprechendem Satzungsbeschluss zum Bebauungsplan im 1. bis 2. Quartal des Jahres 2023.

Auf weitere Nachfrage führt Frau Strehle aus, dass sich der Entwurf lediglich hinsichtlich der Positionierung der Bauten verändert habe. Es ist geplant, den Einzelbaukörper in den Süden und den „Marktplatz“ in nördlicher Lage zu errichten. Des Weiteren wurde die Fassadengestaltung und die Gestaltung der Außenanlagen sowie die Fußwegeverbindungen verbessert. Sie bietet an, in der nächsten Sitzung einen Zwischenbericht zu dem Projekt vorzustellen.

Bezüglich des Recyclinghofes erläutert Frau Strehle, dass nach dem geplanten Neubau der Feuerwehr am Roder Weg nun das gesamte Grundstück zur Verfügung steht. Seitens des Aachener Stadtbetriebes müssen allerdings noch die genauen Bedarfe hinsichtlich Nutzung und Größe ermittelt werden. Nähere Informationen zum Sachstand können bei Bedarf nachgereicht werden.

Herr Bezirksvertreter Feil (Grüne) zeigt sich verwundert über das Erfordernis eines neuen hydrogeologischen Gutachtens.

Frau Strehle erklärt, dass der damalige Masterplan „Wasser/Wasserschutz“ aus dem Jahr 2007 lediglich eine erste Entwicklungsetappe darstellte. Zwischenzeitlich sind jedoch wesentliche Veränderungen hinsichtlich der Aufgabenstellung eingetreten, sodass die damaligen Ergebnisse aus Sicht der heutigen Entwicklungsstrategie nicht mehr aktuell sind. Eine Veröffentlichung dieses Gutachtens hat bis heute noch nicht stattgefunden, da die übliche Vorgehensweise bei der Stadt Aachen hier eine Veröffentlichung im Rahmen des Offenlagebeschlusses vorsieht.

Herr Roob, Koordinierungsstelle Abwasser der Stadt Aachen, ergänzt dass der damalige Masterplan aufgrund neuer Richtlinien zwischenzeitlich deutlich überholt ist. Er verdeutlicht die Notwendigkeit eines neuen hydrogeologischen Gutachtens anhand der Vorstellung von Ergebnissen aus Versickerungsversuchen aus dem Jahr 2018. Hierbei wurde in ca. 7-10 Metern Tiefe eine Kiesschicht entdeckt, die eine andere Auffangquote habe als die bestehenden Böden. Zu prüfen ist nun, ob diese Kiesterrasse im gesamten Gebiet vorkomme.

Herr Bezirksbürgermeister Meyers merkt in diesem Zusammenhang an, dass die Bürgerinitiative RichtericherDell mehrfach die Bekanntmachung des damaligen Gutachtens gefordert habe. Es sei inakzeptabel, dass bis heute von Seiten der Verwaltung hierzu keine Erklärung erfolgt sei. Dieses sei für die Bevölkerung nicht nachvollziehbar. Die fehlende Aktualität stelle keinen Grund für die Vorenthaltung des Gutachtens dar.

Herr Bezirksvertreter Werner (SPD) befürchtet, dass durch den vorgestellten Ablaufplan weitere zeitliche Verzögerungen eintreten. Dazu erläutert er die Historie der bisherigen Überlegungen und Planungsschritte. Seiner Ansicht nach müsse das Entwässerungskonzept frühzeitig auf den Weg gebracht und auch die Gespräche mit der Deutschen Bahn bezüglich der Sperrpausen frühzeitig abgestimmt werden. Wie sicher ist die Fertigstellung der Straße, wenn aktuell die Bauformen zur Erstellung des neuen hydrogeologischen Gutachtens fehlen?

Herr Bezirksvertreter Kehr (CDU) hebt die Priorität der Umgehungs- bzw. Erschließungsstraße hervor. Zudem äußert er sein Unverständnis über den bisherigen Fortschritt der Planungen und deren Umsetzung im Vergleich zu Nachbarkommunen. Er warnt vor einem zweiten Tuchmacherviertel.

Herr Bezirksbürgermeister Meyers fasst zusammen, dass aus Sicht der Bezirksvertretung die Ausführungen der Vorlage unbefriedigend und die Überlegungen in der Gesamtbetrachtung nur teilweise nachvollziehbar sind. Er hinterfragt beispielsweise die fehlende Einbeziehung des Grundstücks Roermonder Straße 615 in die Planungen.

Unabhängig davon bedankt er sich für die ausführliche Vorlage und die ehrliche Darstellung.

Herr Bezirksbürgermeister Meyers lässt an dieser Stelle einen Einschub von Tagesordnungspunkt „Fragestunde der Einwohnerinnen und Einwohnern“ zu den Ausführungen von Frau Strehle zu.

Frau M.-Sp. fragt, ob in Anbetracht der zeitlichen Verzögerung des Neubaugebietes RichtericherDell als alternative Übergangslösung die Errichtung von sogenannten Tiny-Houses in Betracht kommt.

Frau Strehle führt aus, dass für die Errichtung von Tiny-Houses, genauso wie bei größeren dauerhaften Wohnanlagen, eine planungs- und bauordnungsrechtliche Grundlage erforderlich ist.

Ein dazu erforderliches Parallelverfahren für eine temporäre Lösung erscheint aus fachlicher Sicht aufgrund des personellen und zeitlichen Ressourcenverbrauchs nicht sinnvoll.

Beschluss

Die Bezirksvertretung Aachen-Richterich nimmt den Bericht der Verwaltung zur Kenntnis.

Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:

Die Bezirksvertretung Aachen-Richterich nimmt den Bericht der Verwaltung zur Kenntnis.

Der Ausschuss für Umwelt und Klimaschutz nimmt den Bericht der Verwaltung zur Kenntnis.

Der Planungsausschuss nimmt den Bericht der Verwaltung zur Kenntnis.


Erläuterungen

Erläuterungen:

Richterich / - Richtericher Dell -

hier: Sachstandsbericht zu den anstehenden Aufgaben

  1. Entwicklung Richterich

Mit dem Voranschreiten der Planungen für die Haupterschließung wird nun ein wesentlicher Baustein für die Entwicklung von Aachen - Richterich konkreter. Neben der Planung in der Richtericher Dell stehen aber noch weitere private und öffentliche Planungen im Stadtbezirk an, die einen positiven Effekt für die Entwicklung des Ortsteils haben können. Die Planungen im Bereich der Ortsmitte Alt-Richterich sind in der Bezirksvertretung diskutiert worden und werden als „Neugestaltung von Alt-Richterich“ einen wichtigen Beitrag zur Attraktivierung des Ortsteils leisten.

Derzeit wird in der Verwaltung eine Machbarkeitsstudie erarbeitet, die u. a die Erschließung und Entwicklung einer Mehrzweckhalle und von Räumen für Richtericher Vereine untersucht. Nachdem die frühzeitige Beteiligung des Bebauungsplanes durchgeführt worden ist, wird auf der Basis dieser Prüfung im Laufe des Jahres der Entwurf eines Bebauungsplans erstellt.

  1. Leitbildprozess Richtericher Dell

Die Verwaltung hat in der politischen Beratung im November 2021 (Vorlage - FB 61/0186/WP18

„Richtericher Dell zügig vorantreiben“) dargelegt, dass die vorliegende Rahmenplanung „Richtericher Dell“ aus dem Jahr 2004 nicht mehr den aktuellen Anforderungen entspricht. Aus Sicht der Verwaltung sollen die einzelnen Projekte wie z. B. die Ortsmitte Alt-Richterich sowie der große Komplex der Richtericher Dell nicht isoliert betrachtet werden. Die Zeit bis zur Fertigstellung der Haupterschließung wird genutzt, um in einem abgestimmten Prozess die Entwicklungen in den Teilbereichen einzuleiten und gemeinsam voranzubringen. Dabei werden die bestehenden Siedlungsstrukturen, die großen Einfamilienhausquartiere, die erkennbare Überalterung der Bevölkerung und die Versorgungssituation des Stadtteils mit betrachtet werden.

Derzeit wird der Auswahlprozess für die Beauftragung eines Büros vorbereitet, das die Aktualisierung der Planung für die Richtericher Dell koordinieren soll.

  1. Straßenplanung und Querungsplanung für die Haupterschließung

Die Bearbeitung der Straßen- und Brückenplanung wurde durch das beauftragte Büro ingenaix mit Cornelissen und Partner aufgenommen. Derzeit finden noch zwingend notwendige Grundlagenermittlungen durch die Fachingenieur*innen statt.

So sind beispielsweise noch Detailvermessungen der Bahntrasse und der Gleisanlagen erforderlich, es müssen Prüfingenieure und Sachverständige benannt werden, konkretere Abstimmungen mit der DB sind nun erforderlich, der Überschwemmungsbereich des Amstelbaches muss festgelegt werden, die Barrierefreiheit wird frühzeitig untersucht, es werden Lastmodelle und Durchfahrtshöhen der Querungen detailliert abgestimmt.

Vorläufig ist für die Querungsbauwerke – vorbehaltlich der rechtzeitigen Zuarbeit aller nötigen Grundlagen und Informationen – folgender zeitlicher Verlauf geplant:

Im Zuge der weiteren Planung ist der zeitliche Rahmen ggfs. zu konkretisieren und anzupassen.

Für die korrekte Ausführung der Straßen- und Kanalplanung für die Haupterschließung müssen in einer Grobkonzeption die nötigen Anschlusspunkte der Haupterschließung an die Erschließung des Wohngebietes festgelegt werden, denn das Planungsbüro benötigt schon zur Vorentwurfsplanung alle relevanten Parameter, die später den Verlauf der Straße in Lage und Höhe bestimmen werden. Hierzu zählen neben den Gegebenheiten aus dem Gelände heraus die sonstigen Zwangspunkte. Bei der Haupterschließungsstraße sind das insbesondere die vielen Querungen (Bahn, Amstelbach etc.) aber auch die sogenannten Anschlusspunkte. Hierzu zählen die Anschlüsse an die bestehenden Straßen sowie die zukünftigen "Nebenstraßen" zur Gebietserschließung. Diese müssen ebenfalls in Lage und Höhe bekannt sein oder festgelegt werden, um die Gradienten und Achse der neuen Haupterschließungsstraße Richtericher Dell bestimmen zu können. Durch sie wird die Linienführung der Haupterschließungsstraße maßgeblich bestimmt und aus dieser ergeben sich weitere Aspekte, die zur Planung und Prüfung von z.B. Entwässerungseinrichtungen und Verkehrssicherheitsbelangen/Sichtverhältnissen zwingend erforderlich sind.

Verwaltungsintern sollen dazu alternative städtebauliche Grobkonzepte/Testentwürfe mit Erschließungsvorgaben entwickelt werden. Diese müssen so konkret sein, dass die Anzahl und Lage der Anbindungen an die Haupterschließungsstraße festgelegt werden können, der Straßenverlauf innerhalb des Gebietes aber noch variabel ist und Spielraum für den gesamten Entwurf bietet. Damit soll aufgezeigt werden, welche verschiedenen städtebaulichen / verkehrlichen Möglichkeiten hinter festgelegten Anschlüssen stehen können.

  1. Entwässerungskonzept

Die Erkenntnisse aus der Anfangszeit der Planung in der Richtericher Dell können als Wissensgrundlage für die weitere Bearbeitung dienen, ebenso die vom damaligen Gutachter abgegebenen Vorschläge für die Ableitung des Niederschlagswassers. Die dem damaligen Gutachten beigefügten bereits realisierten Beispiele ermöglichen der Politik, den Planenden und der Öffentlichkeit eine Vorstellung, wie im Wohngebiet Richtericher Dell die Freiflächen, Wege und Gartengrundstücke angelegt und genutzt werden könnten. Der neue städtebaulicher Entwurf, der noch erarbeitet wird, muss in der Grundkonzeption ausreichend stabil sein, um zügig im ersten Bauabschnitt konkretisiert werden zu können, aber auch flexibel genug sein, um auf nachfolgende Entwicklungen reagieren zu können. Die geologischen Verhältnisse geben die Grundlage für das Entwässerungskonzept und die Nutzungsverteilung vor. Die bisherigen Untersuchungsergebnisse reichen allerdings noch nicht für abschließende Aussagen bzw. als Planungsgrundlage aus.

Derzeit wird daher das ursprünglich vorgesehene Konzept der Niederschlagswasserbeseitigung mithilfe noch durchzuführender Bodenerkundungen auf einen neueren Stand der Technik gebracht. Die Folgen der Klimaveränderung sollen hierbei ebenso berücksichtigt werden wie jüngste Überlegungen hinsichtlich Verwertung, Rückhaltung und Versickerung des Niederschlagswassers. Da, wie in der Vergangenheit bereits angekündigt, für ein abschließendes neues Konzept noch geologische und hydrogeologische Untersuchungen erforderlich sind, kann hierzu derzeit noch keine belastbare Aussage abgegeben werden.

Zunächst müssen umfangreiche Bohrungen niedergebracht werden. Obwohl die Stadt hier schon vor geraumer Zeit Anfragen an geeignete Unternehmen gestellt hat, können diese hierzu keine kurzfristigen Termine zusichern. Grund hierfür ist die außergewöhnliche Belastung dieser Bohrfirmen durch die Deutsche Bahn AG und die Autobahn GmbH, die an vielen Stellen ihre Infrastruktur nach dem starken Regenereignis im Juli 2021 instand setzen bzw. erneuern.

Die Erkenntnisse aus den nun anstehenden Untersuchungen werden als entscheidende Vorgaben zur planerischen Konzeption für das neue Wohngebiet einfließen.

  1. Bebauungsplan Nr. 955 -Richtericher Dell / Haupterschließung Ortsumgehung-

Grundlage der planerischen Festsetzungen sind die Ergebnisse der Straßen- und Entwässerungsplanung sowie der Planung der Querungen. Wenn auch die Zeitplanung nicht vollständig in städtischer Hand liegt, sondern von den Planungen der Deutschen Bahn abhängig ist, ist mit der Auftragsvergabe für die Straßen- und Brückenplanung nun auch ein Zeitpunkt absehbarer geworden, zu dem die Ergebnisse vorliegen und die Bearbeitung des planfeststellungsersetzenden Bebauungsplanes wieder aufgenommen werden kann.

In der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit hatten 26 Bürger*innen eine Eingabe gemacht. Es waren 68 Behörden an der Planung beteiligt worden, von denen 14 eine Stellungnahme abgegeben haben. Derzeit wird geprüft, in welchen Fällen die Stellungnahme einer Behörde vorab erneut abgefragt werden sollte. Sämtliche Behörden werden in der öffentlichen Auslegung erneut beteiligt.

  1. Bebauungsplan Nr. 970 – Roermonder Straße / Amstelbach -

Hier gilt im Grundsatz das für das zum Bebauungsplan Nr. 955 Geschriebene.

Da für die Freiwillige Feuerwehr und die Rettungswache der Standort Roder Weg 7 gefunden werden konnten, steht nun die gesamte Fläche für einen Recyclinghof für den Aachener Nordraum zur Verfügung. Der Recyclingbetrieb steht in Konkurrenz zu anderen Nutzungen, da aber erst mit dem Wechsel der Feuerwehr zum Roder Weg eine größere Fläche für den Recyclinghof zur Verfügung gestellt werden konnte, empfiehlt die Verwaltung, nun auch für die Zukunft das gesamte Plangebiet für den Recyclinghof bereitzuhalten. Die Ergebnisse der Straßenplanung für den Abschnitt -C- der Haupterschließung (insbesondere Höhenlage und Lage des Zufahrtsbereiches) sind Voraussetzung für die Festsetzungen in diesem Bebauungsplan.

In der frühzeitigen Beteiligung und der erneuten frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit hatten 15 Bürger*innen eine Eingabe gemacht. Es waren 36 Behörden an der Planung beteiligt worden, von denen 25 eine Stellungnahme abgegeben haben. Derzeit wird geprüft, in welchen Fällen die Stellungnahme einer Behörde vorab erneut abgefragt werden sollte.

Sämtliche Behörden werden in der öffentlichen Auslegung erneut beteiligt.

  1. Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 985 – Banker-Feld-Straße / Amstelbachstraße -

Derzeit werden die Unterlagen für die öffentliche Auslegung durch die Vorhabenträgern erarbeitet. Folgende Sitzungstermine für den Offenlagebeschluss sollen erreicht werden:

Ausschuss für Umwelt und Klimaschutz 13.09.2022

Bezirksvertretung Aachen – Richterich 19.10.2022

Planungsausschuss 03.11.2022

Die Rechtskraft wird für das III. Quartal 2023 angestrebt

Die Vorplanung der Gehwegverlängerung an der Banker-Feld-Straße wurde erstellt. Eine Verlegung der Haltestelle an der Dellstraße vor das Plangrundstück mindestens für die Fahrtrichtung Kohlscheid, evt. aber auch beide, ist gut denkbar, zumal die heutige Haltestelle Mängel (in der Anfahrbarkeit) aufweist (nicht barrierefrei).

  1. Radschnellweg

Für den Radschnellweg Euregio (RS 4) wird derzeit - wie zuletzt im Januar 2022 berichtet (FB 61/0303/WP18,

https://ratsinfo.aachen.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=24579) - die Umweltverträglichkeitsstudie (UVS) fertiggestellt. Im Anschluss kann dann das Linienfindungsverfahren mit der Bürgerbeteiligung durchgeführt werden. Sobald die Linie durch das Verkehrsministerium NRW festgestellt wurde, können dann die weiteren Planungen beginnen, bei denen auch die für Richterich wichtigen Fragestellungen bearbeitet werden.

Der Landesbetrieb Straßenbau NRW hat die ersten Planungsschritte für die Horbacher Straße begonnen und für die Außerortsbereiche in der Baulast des Landesbetriebs Straßenbau NRW, die als Radvorrangroute geplant werden, die frühe Bürgerbeteiligung für die Baurechtserlangung eingeleitet. Eine Beteiligung ist bis zum 09.05.2022 für alle Interessierten möglich.

Der Landesbetrieb Straßenbau NRW hat folgenden Hinweis der Beteiligung vorangestellt: „… durch die Höhenplanung, die Entwässerungsplanung, die landschaftspflegerische Begleitplanung und die Ausarbeitung an Knotenpunkten und Querungsstellen werden sich Änderungen auch in den Lageplänen ergeben. Ebenso können sich aus der Würdigung von im Rahmen dieses Prozesses der frühen Öffentlichkeitsbeteiligung eingehenden Anregungen und Stellungnahmen Überarbeitungen ergeben. Die Änderungen gehen in die Entwurfsplanung ein, die sich dem Beteiligungsverfahren anschließt. Straßen.NRW und die Stadt Aachen werden die Planungen an den Übergängen der Zuständigkeiten eng miteinander abstimmen und aufeinander anpassen.“ Für die Planung der Richtericher Dell ist die Festlegung der „Übergänge“ aus dem innerörtlichen Abschnitt zur Strecke außerhalb der Ortsdurchfahrt von Bedeutung, da sich mit der Umsetzung der Wohnbebauung die Lage der Ortdurchfahrt in Richtung Horbach aller Voraussicht nach verschieben wird. Die Planung der Radvorrangroute erfolgt in enger Abstimmung mit der Stadt Aachen und die Belange, die sich aus der Planung des Wohngebietes Richtericher Dell ergeben, werden in den Beteiligungsprozess eingebracht.

In gleicher Sitzung wird durch den Landesbetrieb Straßenbau NRW über das Projekt berichtet.

  1. DB-Haltepunkt

Nach den grundlegenden Untersuchungen zur Machbarkeit eines Haltepunktes Richterich hat die Deutsche Bahn die weitere Planung übernommen. Die Finanzierung des Haltepunktes ist über die Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung (LuFV) zwischen dem Bund und der Deutschen Bahn gesichert.Hinsichtlich der zeitlichen Umsetzungsperspektive wurde in Abstimmung mit dem Aufgabenträger für den Schienenpersonennahverkehr (SPNV), dem Nahverkehr Rheinland in Köln, dargestellt, dass die Anfahrbarkeit des Haltepunktes erst nach Elektrifizierung der euregiobahn-Strecken und dem Betrieb elektrischer Fahrzeuge auf der RB20 (beides geplant für Ende 2025) möglich ist.


Auswirkungen

Finanzielle Auswirkungen

JA

NEIN

x

Investive Auswirkungen

Ansatz

20xx

Fortgeschriebener Ansatz 20xx

Ansatz 20xx ff.

Fortgeschriebener Ansatz 20xx ff.

Gesamt­bedarf (alt)

Gesamt­bedarf (neu)

Einzahlungen

0

0

0

0

0

0

Auszahlungen

0

0

0

0

0

0

Ergebnis

0

0

0

0

0

0

+ Verbesserung /

- Verschlechterung

0

0

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

konsumtive Auswirkungen

Ansatz

20xx

Fortgeschriebener Ansatz 20xx

Ansatz 20xx ff.

Fortgeschriebener Ansatz 20xx ff.

Folge-kosten (alt)

Folge-kosten (neu)

Ertrag

0

0

0

0

0

0

Personal-/

Sachaufwand

0

0

0

0

0

0

Abschreibungen

0

0

0

0

0

0

Ergebnis

0

0

0

0

0

0

+ Verbesserung /

- Verschlechterung

0

0

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Weitere Erläuterungen (bei Bedarf):


Klimarelevanz

Bedeutung der Maßnahme für den Klimaschutz/Bedeutung der Maßnahme für die

Klimafolgenanpassung (in den freien Feldern ankreuzen)

Zur Relevanz der Maßnahme für den Klimaschutz

Die Maßnahme hat folgende Relevanz:

keine

positiv

negativ

nicht eindeutig

x

Der Effekt auf die CO2-Emissionen ist:

gering

mittel

groß

nicht ermittelbar

x

Zur Relevanz der Maßnahme für dieKlimafolgenanpassung

Die Maßnahme hat folgende Relevanz:

keine

positiv

negativ

nicht eindeutig

x

Größenordnung der Effekte

Wenn quantitative Auswirkungen ermittelbar sind, sind die Felder entsprechend anzukreuzen.

Die CO2-Einsparung durch die Maßnahme ist (bei positiven Maßnahmen):

gering

unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels)

mittel

80 t bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels)

groß

mehr als 770 t / Jahr(über 1% des jährl. Einsparziels)

Die Erhöhung der CO2-Emissionen durch die Maßnahme ist (bei negativen Maßnahmen):

gering

unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels)

mittel

80 bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels)

groß

mehr als 770 t / Jahr (über 1% des jährl. Einsparziels)

Eine Kompensation der zusätzlich entstehenden CO2-Emissionen erfolgt:

vollständig

überwiegend (50% - 99%)

teilweise (1% - 49 %)

nicht

x

nicht bekannt

Abstimmungsergebnis

einstimmig

Weitere Dokumente (1)

Anlage 1 + 2
1.7 MB · PDF

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Technische Details

Hauptdokument

Sammeldokument öffentlich

2022-04-12 FB 61_0371_WP18 Richterich _ - Richt SAO.pdf

9.11.2024

1.9 MB

Betroffene Straßen

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Metadaten

TOP
Ö 7
Sitzung
Sitzung der Bezirksvertretung Aachen-Richterich
Gremium
Bezirksvertretung Aachen-Richterich
Datum
Mi., 27.04.2022
Uhrzeit
18:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Kenntnisnahme
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Kenntnisnahme
Federführend
FB 61 - Fachbereich Stadtentwicklung und Stadtplanung
Geändert
25.2.2026
Inhalt abgerufen
25. Februar 2026 um 11:26