Aachener Tafel e.V. – aktuelle Situation
FB 56/0175/WP18 · Kenntnisnahme
Aachener Tafel e.V.– aktuelle Situation
im Ratsinformationssystem anzeigenBeratung
Frau Schlockermann, Vorsitzende Aachener Tafel e. V., stellt mit Hilfe einer PowerPoint-Präsentation die aktuelle Situation der Aachener Tafel vor. Die Präsentation findet sich in der Anlage dieser Niederschrift.
Konkret spricht Frau Schlockermann folgende Punkte an:
-Konsequenzen aus über 20 Jahren Arbeit der Tafel in Aachen
-das Engagement während der Pandemie (Lieferservice und die „kontaktarme Ausgabe“)
-den Brand am 17.11.2021 und seine Folgen
-die erhebliche Anzahl von Neuaufnahmen aufgrund der gestiegenen Lebensmittelkosten und
Energiekosten, die zu einer Anzahl von 120 Kunden täglich geführt habe
-das Jubiläumsbuch „20 Jahre Aachener Tafel“
-das Angebot der Tafel im „Engagement Center“ im Depot.
Im Anschluss beantwortet Frau Schlockermann Fragen aus der Mitte des Ausschusses. Nachfragen gibt es u. a. zum Anstieg der Nachfragesituation jeweils am Monatsende, zur Praxis der Weiterbeschäftigung von Mitarbeitenden nach dem Auslaufen von öffentlich geförderten Arbeitsverhältnissen, die aktuelle Situation auf der „Angebotsseite“ und zur Sinnhaftigkeit von Lebensmittelgutscheinen als Überbrückungshilfe für geflüchtete Menschen (bis zum Eintritt des Sozialhilfebezugs).
Hinsichtlich der gesteigerten Nachfrage am Monatsende bittet Frau Schlockermann darum, dass Menschen sich rechtzeitig bei der Tafel melden mögen, um eine Berechtigungs-Karte zu beantragen und nicht erst am Monatsende. Sie verweist insofern auf die Einführung einer zusätzlichen Präsenzsprechstunde an jedem ersten Freitag im Monat. Außerdem zählt sie weitere Hilfsangebote in Aachen auf, die am Monatsende in akuten Fällen Hilfe anbieten.
Zur Frage der Übernahme öffentlich geförderter Arbeitsverhältnisse erklärt Frau Schlockermann, dass die Tafel in der Vergangenheit, gerade im Bereich der im Rahmen des Programms „Bürgerarbeit“ geförderten Arbeitsverhältnisse, in der ganz überwiegenden Zahl der Fälle eine Überführung in reguläre Arbeitsverhältnisse organisiert habe. Die Tafel sei auch im Hinblick auf gerade laufende, geförderte Arbeitsverhältnisse bereit, zu 100% flexible Lösungen mit den betroffenen Mitarbeitenden zu finden, so Frau Schlockermann weiter.
Das Aufkommen an Lebensmittelspenden an die Tafel, die „Angebotsseite“, bezeichnet Frau Schlockermann u. a. aufgrund der vielen, in Aachen ansässigen, kommerziellen Lebensmittel- und Getränkelieferdienste und eines bereits etablierten Tauschrings mit anderen Tafeln aus der Region als „gut“. Frau Schlockermann verweist in diesem Zusammenhang weiter auf die vorhandenen und gut ausgebauten Lagerkapazitäten der Aachener Tafel.
Am Ende ihrer Ausführungen spricht sich Frau Schlockermann für die Ausgabe von Barschecks an hierher geflüchtete Menschen seitens der Kommunen aus und gegen die Ausstellung von Lebensmittelgutscheinen, wie es manche Tafeln in Deutschland als vorübergehende Lösung zur Versorgung mit Grundnahrungsmitteln fordern. Herr Frankenberger schließt sich der Einschätzung von Frau Schlockermann für die Verwaltung an und erklärt, dass für Menschen aus der Ukraine seit dem 24.02.2022 bereits Barschecks in Höhe von insgesamt ca. 875.000 Euro ausgegeben werden konnten.
Verschiedene Ausschussmitglieder danken Frau Schlockermann für ihren Vortrag im Ausschuss, sowie die wertvolle Arbeit der Aachener Tafel insgesamt.
Herr Deumens schließt sich diesem Dank an und versichert Frau Schlockermann, dass sie sich bei Problemen oder, falls Hilfe benötigt werde, jederzeit an den Ausschuss wenden könne.
Am Ende dieses TOPs beendet Frau Krott Ihre Sitzungsteilnahme. Für sie übernimmt Herr Zirbes.
Der Ausschuss beschließt einstimmig.
Beschluss
Beschlussvorschlag
Beschlussvorschlag:
Der Ausschuss für Soziales, Integration und Demographie nimmt die Ausführungen zur Kenntnis.
Erläuterungen
Erläuterungen:
Die Tafeln als gemeinnützige Hilfsorganisationen sammeln nicht mehr benötigte, aber noch verwendungsfähige Nahrungsmittel und Gegenstände des täglichen Bedarfs. Bedürftige Mitbürger*innenkönnen die gespendeten Lebensmittel gegen einen geringen Unkostenbeitrag erwerben.
Die Aachener Tafel e.V. steht aktuell vor besonderen Herausforderungen:
-Erhebliche Brandschäden am Gebäude aus November des vergangenen Jahres sind noch nicht behoben
-Wegen der gestiegenen Energie- und Lebensmittelkosten wenden sich immer mehr Menschen an die Aachener Tafel e.V.
-Geflüchtete aus der Ukraine erhalten Beratungs – Unterstützungsangebote
Frau Schlockermann, Vorsitzende der Aachener Tafel e.V., wurde eingeladen, über die aktuelle Situation bei der Aachener Tafel zu berichten.
Auswirkungen
Finanzielle Auswirkungen
JA | NEIN | ||
x |
Investive Auswirkungen | Ansatz 20xx | Fortgeschriebener Ansatz 20xx | Ansatz 20xx ff. | Fortgeschriebener Ansatz 20xx ff. | Gesamtbedarf (alt) | Gesamtbedarf (neu) | |
Einzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Auszahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Ergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
+ Verbesserung / - Verschlechterung | 0 | 0 | |||||
Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | ||||||
konsumtive Auswirkungen | Ansatz 20xx | Fortgeschriebener Ansatz 20xx | Ansatz 20xx ff. | Fortgeschriebener Ansatz 20xx ff. | Folge-kosten (alt) | Folge-kosten (neu) | |
Ertrag | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Personal-/ Sachaufwand | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Abschreibungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Ergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
+ Verbesserung / - Verschlechterung | 0 | 0 | |||||
Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | ||||||
Klimarelevanz
Bedeutung der Maßnahme für den Klimaschutz/Bedeutung der Maßnahme für die
Klimafolgenanpassung (in den freien Feldern ankreuzen)
Zur Relevanz der Maßnahme für den Klimaschutz
Die Maßnahme hat folgende Relevanz:
keine | positiv | negativ | nicht eindeutig |
x |
Der Effekt auf die CO2-Emissionen ist:
gering | mittel | groß | nicht ermittelbar |
x |
Zur Relevanz der Maßnahme für dieKlimafolgenanpassung
Die Maßnahme hat folgende Relevanz:
keine | positiv | negativ | nicht eindeutig |
x |
Größenordnung der Effekte
Wenn quantitative Auswirkungen ermittelbar sind, sind die Felder entsprechend anzukreuzen.
Die CO2-Einsparung durch die Maßnahme ist (bei positiven Maßnahmen):
gering | unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels) | ||
mittel | 80 t bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels) | ||
groß | mehr als 770 t / Jahr(über 1% des jährl. Einsparziels) |
Die Erhöhung der CO2-Emissionen durch die Maßnahme ist (bei negativen Maßnahmen):
gering | unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels) | ||
mittel | 80 bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels) | ||
groß | mehr als 770 t / Jahr (über 1% des jährl. Einsparziels) |
Eine Kompensation der zusätzlich entstehenden CO2-Emissionen erfolgt:
vollständig | |||
überwiegend (50% - 99%) | |||
teilweise (1% - 49 %) | |||
nicht | |||
nicht bekannt |
Abstimmungsergebnis
Weitere Dokumente (1)
Die Dokumente werden direkt vom Ratsinformationssystem der Stadt Aachen abgerufen und nicht von uns gespeichert oder gehostet.
Technische Details
ID: 112467
OParl URL:http://ratsinfo.aachen.de/public/oparl/agendaItems?id=112467
Hauptdokument
Sammeldokument öffentlich
2022-04-06 FB 56_0175_WP18 Aachener Tafel e.V._ sao
21.1.2025
131.3 KB
Metadaten
- TOP
- Ö 4
- Sitzung
- Sitzung des Ausschusses für Soziales, Integration und Demographie
- Gremium
- Ausschuss für Soziales, Integration und Demographie
- Datum
- Do., 28.04.2022
- Uhrzeit
- 17:00
- Anlass
- Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
- Vorlage
- Kenntnisnahme
- Beratung
- öffentlich
- Status
- gemischt
- Vorlageart
- Kenntnisnahme
- Federführend
- FB 56 - Fachbereich Wohnen, Soziales und Integration
- Geändert
- 25.2.2026
- Inhalt abgerufen
- 25. Februar 2026 um 11:29
Beschlussdokument
Sammeldokument öffentlich
Öffnen