Sachstandsbericht und Zeitplanung zum Umbau des Spielplatzes Stettiner StraßeAntrag zur Tagesordnung von der Fraktion GRÜNE im Rat der Stadt Aachen vom 02.03.2022
FB 36/0153/WP18 · Kenntnisnahme
Beratung
Frau Jebavy-Kara erklärt Näheres zum Entwurf zur Umgestaltung des Spielplatzes Stettiner Straße. Sie weist auf eine mögliche lange Dauer bis zur Fertigstellung des Spielplatzes hin. Welche unter anderem durch das Vergabeverfahren und 8-12- Wochen lange Lieferzeiten von Material und Spielgeräten verursacht würden. Sie gehe aber von einem spielbereiten Zustand im Frühjahr 2023 aus.
Frau Conradt ist froh, dass es nun endlich losgehe. Sie begrüßt, dass hoffentlich spätestens im Frühjahr auf dem Spielplatz gespielt werden könne. Zudem fragt, sie ob die Nestschaukel eine neue sei. Dies bejaht Frau Jebavy-Kara. Es seien nur neue Geräte geplant. Die alten, noch funktionsfähigen würden an anderen Orten eingesetzt werden.
Frau Conradt möchte wissen, was mit dem Bolz- und Basketballplatz geplant sei. Frau Jebavy-Kara erklärt, dass der Bolzplatz bereits 2020 instandgesetzt worden sei. Die drei Sportfelder daneben würden wahrscheinlich 2023/2024 erneuert werden. Angedacht seien ein Volleyball-, ein Basketballfeld und ein Outdoor-Fitnessbereich. Im aktuellen Jahr reichten die Gelder dafür aber nicht mehr. Frau Conradt merkt an, dass es wichtig sei alle gennannten Bereiche zu bearbeiten. Zudem sollten sogenannte „Angsträume“ durch Unordnung und wucherndes Gehölz dringend vermieden werden.
Frau Diepelt nimmt Bezug auf die Niederschrift der Kommission barrierefreies Bauen zu diesem Thema. Sie hinterfragt, ob die geplanten Sitzgelegenheiten für körperlich beeinträchtigte Personen geeignet seien.
Frau Jebavy-Kara berichtet von behindertengerechten Bänken mit Lehnen, dem geplanten Picknicktisch, an den ein Rollstuhl problemlos herangefahren werden kann, dem behindertengerechten Sandtisch und den vorgesehenen Rampen, die in den Sandspielbereich leiten sollen. Damit seien fast alle Forderungen der Kommission barrierefreies Bauen erfüllt.
Frau Penalosa fragt, warum das Ganze so lange dauere. Zudem sei wohl ursprünglich auch etwas anderes geplant gewesen. Die Kinder, die damals Ihre Wünsche äußerten, seien bis zur Fertigstellung des Spielplatzes wohl schon nicht mehr im Spielplatznutzungsalter.
Frau Jebavy-Kara gibt an, dass der Verwaltung momentan für die Erstellung eines Gesamtkonzeptes für den Driescher Hof keine ausreichenden Kapazitäten zur Verfügung stünden. Eigentlich wäre der Spielplatz Stettiner Straße nicht der erste in der Bearbeitungsreihenfolge gewesen. Bei einer Bürgerbeteiligung 2020 sei der Hauptwunsch der Bürger*innen ein neuer Spielplatz gewesen. Bevor gebaut werden konnte, hätte aber ein Spielplatzkonzept erstellt werden müssen.
Herr Deloie betont, dass der ursprüngliche Antrag zum Thema bereits 2017 gestellt worden sei. Die lange Dauer des Bauvorhabens sei ein Schlag ins Gesicht aller Beteiligten. Es sei ein Trauerspiel für die Fläche an der Stettiner Straße, zumal es deutlich ambitioniertere Entwürfe für nicht so wichtige Flächen gegeben habe. Er sagt, dass die Bürger*innen des Driescher Hofs sich dadurch sicherlich nicht ernstgenommen fühlen, was mehr als bedauernswert sei. Am Ende von Regierungsperioden gäbe es häufig noch offene Geldtöpfe, besonders für benachteiligte Bereiche. Dass diese nicht abgerufen worden seien, sei ein Versäumnis der Verwaltung. Auch dass kein ausreichender Etat im Haushalt vorhanden sei, sei ein Versäumnis. Er sei sehr enttäuscht, sagt er und fragt, warum ein solcher Platz nicht priorisiert behandelt werden würde. Eine Möglichkeit dazu wäre gewesen mit der Dringlichkeit der Flächenbearbeitung an die Politik heranzutreten. Dies sei aber leider nicht geschehen.
Frau Jebavy-Kara entgegnet, dass der Bevölkerung der jetzige Entwurf für den Spielplatz zusage. Förderungen für die Bereiche Driescher Hof und Forst seien in Zukunft zu erwarten. Der Bolzplatz sei bereits saniert. Zudem sei systematisch priorisiert worden.
Herr Deloie lobt den Dialogkurs der Verwaltung und dass der Bolzplatz bereits saniert wurde. Dies könne aber nicht vermeiden, dass die Bewohner*innen des Driescher Hofs sich nicht ernstgenommen fühlten, weil ständig alles stocke.
Herr Dr. Otten erklärt, dass grundsätzliche Verhältnis zwischen Politik und Verwaltung. Er führt aus, dass die Politik Beschlüsse fasse, die dann von der Verwaltung umzusetzen seien. Der 2017 eindeutige Beschluss sei aber nicht von der Verwaltung umgesetzt worden. Zudem könne man bei Priorisierungen auch flexibel agieren, wenn Dinge wichtig seien. In solchen Fällen sei die Politik gerne bereit Nötiges zu beschließen. Die Bürger*innen hätten ein eindeutiges Zeichen verdient. Er regt an die Verwaltung bereits heute zu beauftragen, den Bodenbelag an den Sportflächen zu erneuern, damit sich die Angelegenheit nicht wieder über mehrere Jahre hinzieht.
Herr Jacoby glaubt nicht, dass der Spielplatz im Frühjahr eingeweiht werden kann. Statt vager Aussagen fordert er verbindliche Aussagen der Verwaltung.
Frau Jebavy-Kara sagt, dass man an der Ausschreibung arbeite, diese würde Ende Mai / Anfang Juni stattfinden. Danach dauere das Verfahren etwa 3 Monate. Sobald Geräte bestellt würden müssten 8-12 Wochen bis zu deren Lieferung eingeplant werden. Zudem stellt sie klar, dass es bislang lediglich eine Planungsstelle für Spielplätze gegeben habe. Nun sei das Personal glücklicherweise aufgestockt worden.
Herr Dr. Otten verändert den bisherigen Beschlussvorschlag zu folgendem:
„Die Verwaltung wird beauftragt den bereits im Sportstättenkonzept vorgesehenen Spielbereich möglichst schnell umzusetzen und die hierfür nötigen Fördermittel zu beantragen.“
Über diesen wird abgestimmt.
Beschluss
Beschlussvorschlag
Beschlussvorschlag:
Die Bezirksvertretung Aachen-Mitte nimmt den Bericht der Verwaltung zur Kenntnis.
Der Antrag zur Tagesordnung gilt hiermit als behandelt.
Erläuterungen
Erläuterungen:
Im Bezirk Mitte, im Ortsteil Driescher Hof, bestand seit längerer Zeit der Wunsch der dort lebenden Familien nach Aufwertung des Spiel- und Freiflächenangebotes.
Für den Spiel-Bolzplatz Stettiner Straße wurde ein Vorentwurf entwickelt und dieser am 19.08.2020 in der BV-Mitte und am 25.08.2020 im KJA vorgestellt.
Ursprünglich war die Ausschreibung des Spielbereiches Stettiner Straße für 2021 und die Umsetzung für 2021/2022 vorgesehen. Aufgrund von Corona kam es jedoch zu Verzögerungen. Dies ist u. a. auf terminliche Verschiebungen bei der Bearbeitung des fertigzustellenden Spielplatzkonzeptes für Aachen zurück zu führen.
Im Februar 2022 wurde der Entwurf für die Umgestaltung des Spiel-Bolzplatzes Stettiner Straße Vertretern der Bürger*innenschaft vorgestellt und zusätzlich mit Aushängen sowie auf der Seite der Stadt Aachen präsentiert.Aktuell erfolgt die Ausführungsplanung und parallel die Ausschreibung. Bedingt durch die Fristen des Ausschreibungsverfahrens und der Terminplanung mit der ausführenden Firma ist ab Ende Sommer/ Herbst 2022 mit Beginn der Umsetzung zu rechnen. Die Bauzeit wird voraussichtlich 12 Wochen betragen.
Erläuterungen zum Entwurf Spiel-Bolzplatz Stettiner Straße:
Der in die Jahre gekommene Spielplatz wird komplett erneuert. Vorgesehen sind ein
Kleinkinderspielbereich mit neuem Sandspielbereich, einer neuen Kleinkinderkombination mit
Spielhaus und Sandbauwerk, weitere kleinkindgerechte und behindertengerechte Spielmöglichkeiten
sowie ein neuer Elternsitzbereich. Direkt gegenüber soll ein attraktives Angebot für ältere Kinder mit
Kletternetzkombination inklusive Rutsche, Drehspielgeräten, einer neuen Schaukelkombination und mit Trampolinen geschaffen werden. Eine Seilbahn rundet das Angebot ab. Der vorhandene Weg, der beide Spielbereiche unterteilt, soll als Platzfläche aufgeweitet werden.
Sitzpodeste, Picknicktische, Sitzmauern und neue Bänke sollen die Aufenthaltsqualität für alle Nutzergruppen steigern. Des Weiteren sorgen neue Baumpflanzungen und Blühsträucher für mehr Vielfalt und Schatten.
Auswirkungen
Finanzielle Auswirkungen
JA | NEIN | ||
x |
Investive Auswirkungen | Ansatz 20xx | Fortgeschriebener Ansatz 20xx | Ansatz 20xx ff. | Fortgeschriebener Ansatz 20xx ff. | Gesamtbedarf (alt) | Gesamtbedarf (neu) | |
Einzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Auszahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Ergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
+ Verbesserung / - Verschlechterung | 0 | 0 | |||||
Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | ||||||
konsumtive Auswirkungen | Ansatz 20xx | Fortgeschriebener Ansatz 20xx | Ansatz 20xx ff. | Fortgeschriebener Ansatz 20xx ff. | Folge-kosten (alt) | Folge-kosten (neu) | |
Ertrag | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Personal-/ Sachaufwand | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Abschreibungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Ergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
+ Verbesserung / - Verschlechterung | 0 | 0 | |||||
Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | ||||||
Weitere Erläuterungen (bei Bedarf):
Klimarelevanz
Bedeutung der Maßnahme für den Klimaschutz/Bedeutung der Maßnahme für die
Klimafolgenanpassung (in den freien Feldern ankreuzen)
Zur Relevanz der Maßnahme für den Klimaschutz
Die Maßnahme hat folgende Relevanz:
keine | positiv | negativ | nicht eindeutig |
Der Effekt auf die CO2-Emissionen ist:
gering | mittel | groß | nicht ermittelbar |
Zur Relevanz der Maßnahme für dieKlimafolgenanpassung
Die Maßnahme hat folgende Relevanz:
keine | positiv | negativ | nicht eindeutig |
Größenordnung der Effekte
Wenn quantitative Auswirkungen ermittelbar sind, sind die Felder entsprechend anzukreuzen.
Die CO2-Einsparung durch die Maßnahme ist (bei positiven Maßnahmen):
gering | unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels) | ||
mittel | 80 t bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels) | ||
groß | mehr als 770 t / Jahr(über 1% des jährl. Einsparziels) |
Die Erhöhung der CO2-Emissionen durch die Maßnahme ist (bei negativen Maßnahmen):
gering | unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels) | ||
mittel | 80 bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels) | ||
groß | mehr als 770 t / Jahr (über 1% des jährl. Einsparziels) |
Eine Kompensation der zusätzlich entstehenden CO2-Emissionen erfolgt:
vollständig | |||
überwiegend (50% - 99%) | |||
teilweise (1% - 49 %) | |||
nicht | |||
nicht bekannt |
Abstimmungsergebnis
Weitere Dokumente (1)
Die Dokumente werden direkt vom Ratsinformationssystem der Stadt Aachen abgerufen und nicht von uns gespeichert oder gehostet.
Technische Details
ID: 112653
OParl URL:http://ratsinfo.aachen.de/public/oparl/agendaItems?id=112653
Hauptdokument
Sammeldokument öffentlich
2022-04-11 FB 36_0153_WP18 Sachstandsbericht un SAO.pdf
19.10.2024
699.9 KB
Betroffene Straßen
Karte wird geladen…
Metadaten
- TOP
- Ö 4
- Sitzung
- Sitzung der Bezirksvertretung Aachen-Mitte
- Gremium
- Bezirksvertretung Aachen-Mitte
- Datum
- Mi., 04.05.2022
- Uhrzeit
- 17:00
- Anlass
- Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
- Vorlage
- Kenntnisnahme
- Beratung
- öffentlich
- Status
- gemischt
- Vorlageart
- Kenntnisnahme
- Federführend
- FB 36 - Fachbereich Klima und Umwelt
- Geändert
- 25.2.2026
- Inhalt abgerufen
- 25. Februar 2026 um 11:31