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Sachstand Gemeinwohlökonomie

FB 02/0169/WP18 · Kenntnisnahme

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Beratungsergebnis:zur Kenntnis genommen

Beratung

Herr Begaß verweist auf die Initiative, einen EcoHUB auf den Weg zu bringen; hier gebe es Aachener Unternehmen und Berater, die diese Initiative vorantreiben. Aktuell gebe es Gespräche mit dem DigitalHUB über eine Kooperation, um Dopplungen zu vermeiden; diese Gespräche werden durch die städtische Wirtschaftsförderung begleitet.

Frau Keus bestätigt auf Nachfrage von Herrn Dolan, dass die AGIT, die regioIT und FB 26 den GWÖ-Schnelltest erfolgreich durchlaufen haben. Diesen Test müsse man sich aber vorstellen wie einen Schnelldurchlauf oder ein Erstgespräch. Während die regioIT sich gegen eine Gemeinwohl-Bilanzierung entschieden hat, wird die AGIT diese nun durchlaufen; dies ist laut Frau Keus mit hohen Kosten verbunden. Bei FB 26 wird ein zertifizierter Gemeinwohlökonomie-Berater den Prozess begleiten. Herr Halim fragt nach den Kosten und möchte wissen, ob es sich um Personal- oder Verfahrenskosten handelt. Gemäß Frau Keus fallen für den zertifizierten Berater und die Stunden des/der Mitarbeiter*in 11.000 € sowie die Mitgliedschaft im GWÖ-Verein an. Herr Kloppstein möchte wissen, warum sich FB 26, da die Verwaltung doch ohnehin dem Gemeinwohl verpflichtet sei, zertifizieren lassen müsse. Frau Keus verweist darauf, dass in diesem Verfahren auch Verbesserungsbedarf und -möglichkeiten aufgezeigt werden. Frau Lang ergänzt in diesem Zusammenhang, dass Verpflichtung und tatsächliche Ausführung ja auch unterschiedlich sein könnten.

Beschluss

Der Ausschuss für Arbeit, Wirtschaft und Regionalentwicklung nimmt die Ausführungen zur Gemeinwohlökonomie zur Kenntnis.

Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:

Der Ausschuss für Arbeit, Wirtschaft und Regionalentwicklung nimmt die Ausführungen zur Gemeinwohlökonomie zur Kenntnis.

Erläuterungen

Sachstand Gemeinwohlökonomie

Die Gemeinwohlökonomie (GWÖ) ist ein alternatives Bewertungsverfahren, mit dem Unternehmen und Institutionen ihre Wirkung und ihren Einsatz für das Gemeinwohl prüfen können. Mit dem Ansatz werden nicht nur monetäres Wachstum und Gewinnmaximierung, sondern auch Aspekte der Nachhaltigkeit, Solidarität und Menschenwürde gemessen und in einer Gemeinwohlbilanz ausgewiesen. Unter Begleitung eines zertifizierten Gemeinwohl-Beraters führen Unternehmen in einem ersten Schritt einen sogenannten ‘GWÖ-Schnelltest‘ durch.

Grundlage des Schnelltests ist eine Matrix bestehend aus 20 Gemeinwohl-Themen, in der jeweils entlang von fünf Berührungsgruppen sowie entlang von vier Werte-Kategorien Fragestellungen formuliert sind, anhand derer der Beitrag eines Unternehmens zum Gemeinwohl messbar gemacht werden kann. Die Bewertung findet in einem Stufenverfahren statt.

Basierend auf einem gemeinsamen Antrag der GRÜNE- und CDU-Fraktion vom 20.05.2021 wurde die Verwaltung der StädteRegion Aachen gebeten zu prüfen, welche ihrer Beteiligungsgesellschaften geeignet sind, um eine Gemeinwohlbilanzierung vorzunehmen und als Pilotprojekt für weitere Bilanzierungen zu dienen. Gleichzeitig hat auch die Verwaltung der Stadt Aachen in Kooperation mit lokalen Akteuren dem Thema mehr Aufmerksamkeit geschenkt und im Ausschuss für Arbeit, Wirtschaft und Regionalentwicklung am 16.06.2021 dazu referiert. Basierend auf diesen Entwicklungen wurde ein gemeinsames Vorgehen der Stadt Aachen und der StädteRegion initiiert. Als gemeinsame Beteiligungsgesellschaften beider Verwaltungen wurde das Interesse der AGIT sowie der regio iT in ersten Gesprächen ausgelotet. Beide Unternehmen haben zwischenzeitlich den beschrieben ‘GWÖ-Schnelltest‘ durchgeführt. Darüber hinaus hat auch das städtische Gebäudemanagement (E26) unter Leitung von Herrn Schavan Interesse bekundet, sich einem ersten Schnelltest zu unterziehen.

Über die Entwicklungen und Ergebnisse bei den einzelnen Institutionen und Akteuren wird im Ausschuss für Arbeit, Wirtschaft und Regionalentwicklung am 22. Juni 2022 mündlich berichtet.

Auswirkungen

Finanzielle Auswirkungen

JA

NEIN

x

Investive Auswirkungen

Ansatz

20xx

Fortgeschriebener Ansatz 20xx

Ansatz 20xx ff.

Fortgeschriebener Ansatz 20xx ff.

Gesamt­bedarf (alt)

Gesamt­bedarf (neu)

Einzahlungen

0

0

0

0

0

0

Auszahlungen

0

0

0

0

0

0

Ergebnis

0

0

0

0

0

0

+ Verbesserung /

- Verschlechterung

0

0

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

konsumtive Auswirkungen

Ansatz

20xx

Fortgeschriebener Ansatz 20xx

Ansatz 20xx ff.

Fortgeschriebener Ansatz 20xx ff.

Folge-kosten (alt)

Folge-kosten (neu)

Ertrag

0

0

0

0

0

0

Personal-/

Sachaufwand

0

0

0

0

0

0

Abschreibungen

0

0

0

0

0

0

Ergebnis

0

0

0

0

0

0

+ Verbesserung /

- Verschlechterung

0

0

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Weitere Erläuterungen (bei Bedarf):


Klimarelevanz

Bedeutung der Maßnahme für den Klimaschutz/Bedeutung der Maßnahme für die

Klimafolgenanpassung (in den freien Feldern ankreuzen)

Zur Relevanz der Maßnahme für den Klimaschutz

Die Maßnahme hat folgende Relevanz:

keine

positiv

negativ

nicht eindeutig

x

Der Effekt auf die CO2-Emissionen ist:

gering

mittel

groß

nicht ermittelbar

x

Zur Relevanz der Maßnahme für dieKlimafolgenanpassung

Die Maßnahme hat folgende Relevanz:

keine

positiv

negativ

nicht eindeutig

x

Größenordnung der Effekte

Wenn quantitative Auswirkungen ermittelbar sind, sind die Felder entsprechend anzukreuzen.

Die CO2-Einsparung durch die Maßnahme ist (bei positiven Maßnahmen):

gering

unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels)

mittel

80 t bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels)

groß

mehr als 770 t / Jahr(über 1% des jährl. Einsparziels)

Die Erhöhung der CO2-Emissionen durch die Maßnahme ist (bei negativen Maßnahmen):

gering

unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels)

mittel

80 bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels)

groß

mehr als 770 t / Jahr (über 1% des jährl. Einsparziels)

Eine Kompensation der zusätzlich entstehenden CO2-Emissionen erfolgt:

vollständig

überwiegend (50% - 99%)

teilweise (1% - 49 %)

nicht

x

nicht bekannt

Technische Details

Hauptdokument

Sammeldokument öffentlich

2022-06-01 FB 02_0169_WP18 Sachstand Gemeinwohl SAO.pdf

11.1.2025

130.8 KB

Metadaten

TOP
Ö 7
Sitzung
Sitzung des Ausschusses für Arbeit, Wirtschaft und Regionalentwicklung
Gremium
Ausschuss für Arbeit, Wirtschaft und Regionalentwicklung
Datum
Mi., 22.06.2022
Uhrzeit
17:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Kenntnisnahme
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Kenntnisnahme
Federführend
FB 02 - Fachbereich Wirtschaft, Wissenschaft, Digitalstadt und Europa
Geändert
25.2.2026
Inhalt abgerufen
25. Februar 2026 um 11:58