13. September 2022 um 17:00, Rathaus
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Umsetzung Integriertes Klimaschutzkonzept IKSK: Ausbau Solaranlagen (IKSK 2.1)

FB 36/0188/WP18 · Entscheidungsvorlage

Umsetzung Integriertes Klimaschutzkonzept IKSK: Ausbau Solaranlagen (IKSK 2.1)

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Beratungsergebnis:ungeändert beschlossen

Beratung

Frau Brinner führt aus, dass der weitere Ausbau zur Umsetzung des IKSK in Form eines Solar-Unterstützungsprogramms befürwortet werde. Sie erkundigt sich danach, wo die unterstützende Beratung stattfinden soll und bittet ebenfalls um einen Zwischenbericht darüber, in welcher Höhe bis jetzt Mittel abgerufen worden seien.

Herr Lowis erwidert, dass die unterstützende Beratung bei Unternehmen und Handwerksbetrieben stattfinden werde. Hier hätten bereits entsprechende Gespräche mit der Handwerkskammer stattgefunden. Die Erstellung eines Fragebogens für in Frage kommende Unternehmen sei derzeit in Arbeit. Hinsichtlich der bereits abgerufenen Mittel gibt Herr Lowis bekannt, dass bisher 472 PV-Anlagen bewiligt worden seien mit insgesamt 915.900,00 € Fördermitteln. 300 Anträge lägen derzeit noch vor. Durch eine Personalumschichtung hoffe man, dass die noch vorliegenden Anträge bis Ende des Jahres bewilligt werden können. Die Summe der dann verausgabten Fördermittelwerde ca. 1,5 Mio. € betragen. Herr Lowis fügt weiterhin an, dass die Bewilligung eines Antrages derzeit ca. 3 Monate Zeit in Anspruch nehme. Man habe daher die Satzung geändert, so dass auch vor der Bewilligung der Förderung die Maßnahme in Auftrag gegeben werden könne.

Frau Begolli erkundigt sich danach, ob anstelle einer Personalumschichtung nicht eine Personalaufstockung sinnvoll sei. Sie richtet ihren Dank an die Verwaltung, dass diese in Form der Satzungsänderung so schnell reagiert habe.

Herr Kiemes findet eine Bearbeitungszeit von 3 Monaten zu lang und erkundigt sich danach, ob die Politik bei diesem Problem unterstützen könne. Herr Meiners erwidert, dass die Verwaltung auf die Politik zukommen, wenn Hilfe benötigt würde. Zunächst wolle man versuchen, die Probleme selber zu lösen.

Frau Lürken ist der Ansicht, dass der Anreiz zur Altbausanierung erhöht werden müsse.

Beschluss

a) Der Ausschuss für Umwelt & Klimaschutz befürwortet ein Solar-Unterstützungsprogramm für Eigentümer*innen von Mietobjekten und für Unternehmen und empfiehlt dem Rat dieses zu beschließen. b) Der Ausschuss für Umwelt & Klimaschutz befürwortet die Fortschreibung des IKSK und empfiehlt dem Rat diese zu beschließen.

Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:

AUK:

a)Der Ausschuss für Umwelt & Klimaschutz befürwortet ein Solar-Unterstützungsprogramm für Eigentümer*innen von Mietobjekten und für Unternehmen und empfiehlt dem Rat dieses zu beschließen.

b)Der Ausschuss für Umwelt & Klimaschutz befürwortet die Fortschreibung des IKSK und empfiehlt dem Rat diese zu beschließen.

Rat:

a)Der Ratbeschließt ein Solar-Unterstützungsprogramm für Eigentümer*innen von Mietobjekten und für Unternehmen.

b)Der Rat beschließt die Fortschreibung des IKSK.

Erläuterungen

Erläuterungen:

Einerseits hat das Interesse an dem städtischen Förderprogramm für Solaranlagen in den letzten Monaten zugenommen. Dazu haben die Solar-Kampagne und ein Informationsschreiben an alle Grundbesitzeigentümer Ende Januar beigetragen. Es wird jedoch eine gewisse Zeit benötigt vom Wissen um das Förderprogramms über das Befassen mit dem Thema, Einholen von Angeboten beim Handwerk bis zur Antragstellung und letztlich der baulichen Umsetzung. Von Anfang Januar 2022 bis Ende Juli 2022 wurden 585 Anträge eingereicht und davon 285 Anträge bewilligt. Ca. 300 Anträge sind noch offen und müssen noch geprüft werden. Insgesamt erwartet die Verwaltung zwischen 1000 und 1200 Anträge.

Bei den bewilligten Anlagen wurden im Jahr 2022 lediglich acht Anlagen auf Mehrfamilienhäusern und sechs Anlagen von Unternehmen beantragt.

  1. Während die Förderung momentan vor allem von Ein- und Zweifamilienhausbesitzern (in den Außenbereichen) abgegriffen wird, müssen zukünftig die Solarpotenziale aus sozialpolitischen Erwägungen insbesondere auf den Dächern von Mietobjekten (vor allem in der Innenstadt) und Gewerbegebäuden, vor allem Hallen mit Flachdächern, zukünftig erschlossen werden. Mit Blick auf die Vorlaufzeit, die benötigt wird, um von der ersten Information bzw. Idee für eine Solaranlage über die Handwerkersuche und Planungsphase bis zur Antragsreife zu gelangen, muss diese Zielgruppe bald möglichst intensiv unterstützt werden, damit auch im nächsten Jahr das Förderbudget ausgeschöpft wird. Dazu schlägt die Verwaltung folgendes vor:
    1. Eine unterstützende Beratung für Mehrfamilienhausbesitzer, insbesondere zum Thema Mieterstrom, da dies hier eine besondere Hürde darstellt. Sowohl für die Phase der Anlagenentwicklung als auch des Betriebes sind beispielsweise steuerliche Aspekte und Meldepflichten erklärungsbedürftig. Auch Eigentümergemeinschaften stehen vor besonderen Fragen. Mit den vorhandenen Strukturen und Beratungsressourcen ist dieser zusätzliche Aufwand nicht leistbar, weshalb die Beauftragung von Ingenieurbüros erfolgen soll. Für die externe Leistung werden 100.000 Euro kalkuliert.
    2. Für Unternehmen sind die Hemmnisse zur Installation von Solaranlagen größer als im privaten Bereich, z.B. aufwändigere Anmeldeverfahren und steuerliche Aspekte bei PV-Anlagen. Gerade Mittelständler haben oft nicht die personellen Kapazitäten und das Know-How, dass sich jemand in die Thematik einarbeitet, was bei der Planung und im laufenden Betrieb an Verwaltungsaufwand zu berücksichtigen ist. Hier soll ebenfalls ein unterstützendes Beratungsangebot aufgesetzt werden, das über externe Aufträge abgewickelt wird und mit 100.000 Euro kalkuliert wird.
  1. Der Ausschuss für Umwelt und Klimaschutz hat am 24.8.2021 die Fortschreibung des IKSK beschlossen. Dies beinhaltet eine Anpassung der strategischen Ausrichtung auf das Ziel der Klimaneutralität bis hin zu konkreten Maßnahmenvorschlägen für den Zeitraum 2025 - 2030. Am 14.6.2022 hat die Verwaltung die „Grobskizze Aachen klimaneutral 2030“ vorgelegt, in der eine Analyse der jüngsten energiewirtschaftlichen und -politischen Entwicklung sowie neuen Erkenntnisse seit der Erstellung des IKSK enthalten ist. Diese Sondierungsstudie skizziert die Herausforderungen auf dem Weg bis 2030. Für die weiteren Schritte zur Fortschreibung des IKSK, Schärfung der Potenziale, Erarbeitung von Handlungsoptionen bis zur Entwicklung eines Maßnahmenplans wird eine externe Beauftragung erforderlich sein. Diese soll ebenfalls Wege zur Optimierung der Einbindung der Stadtgesellschaft aufzeigen, einen breiten Beteiligungsprozess konzeptionieren und inTeilen in die Umsetzung bringen. Neben einer reinen Konzepterstellung wird ein nicht unerheblicher Managementauftrag zu integrieren sein. Hierfür werden nach ersten Orientierungsgesprächen Kosten von 150.000 Euro (in 2 Jahren) veranschlagt.

Fazit:

Die Verwaltung wird schnellst möglich ein unterstützendes Angebot aufbauen, um Eigentümer*innen von Mietobjekten und von Unternehmen stärker für die Nutzung von Solaranlagen zu mobilisieren. Zudem soll die Fortschreibung des IKSK im Herbst beauftragt werden. Für die geschätzten Kosten von 350.000 Euro sind innerhalb des PSP4-140101-945-9 „Förderung Photovoltaikanlagen (IKSK)“die entsprechenden Mittel zu verlagern.


Auswirkungen

Finanzielle AuswirkungenPSP 4-140101-945-9, 52910000/53180000 „Förderung Photovoltaikanlagen (IKSK)“:

JA

NEIN

x

Investive Auswirkungen

Ansatz

20xx

Fortgeschriebener Ansatz 20xx

Ansatz 20xx ff.

Fortgeschriebener Ansatz 20xx ff.

Gesamt­bedarf (alt)

Gesamt­bedarf (neu)

Einzahlungen

0

0

0

0

0

0

Auszahlungen

0

0

0

0

0

0

Ergebnis

0

0

0

0

0

0

+ Verbesserung /

- Verschlechterung

0

0

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

konsumtive Auswirkungen

Ansatz

2022

Fortgeschriebener Ansatz 2022

Ansatz 2023 ff.

Fortgeschriebener Ansatz 2023 ff.

Folge-kosten (alt)

Folge-kosten (neu)

Ertrag

0

0

0

0

0

0

Personal-/

Sachaufwand

2.117.050,25

2.117.050,25*

5.700.000

5.700.000

0

0

Abschreibungen

0

0

0

0

0

0

Ergebnis

0

0

0

0

0

0

+ Verbesserung /

- Verschlechterung

0

0

Deckung ist gegeben

Deckung ist gegeben

Weitere Erläuterungen (bei Bedarf):

*davon 626.050,25 Euro als Ermächtigungsübertragung aus dem Vorjahr.Diese sind für in 2021 eingegangene Förder-Anträge verplant, für ein Solar-Unterstützungsprogramm für Eigentümer*innen von Mietobjekten und für Unternehmen sowie für die Fortschreibung des IKSK; abzüglich 9.000 €, welche im Haushaltsjahr 2022 zur benötigten Unterstützung in den PKV verlagert wurden.

Aus dem Ansatz 2022 werden 350.000 Euro innerhalb des o.g. PSP-Elements auf das Sachkonto 52910000 „Aufwendung für sonstige Dienstleistungen“ verlagert.


Klimarelevanz

Bedeutung der Maßnahme für den Klimaschutz/Bedeutung der Maßnahme für die

Klimafolgenanpassung (in den freien Feldern ankreuzen)

Zur Relevanz der Maßnahme für den Klimaschutz

Die Maßnahme hat folgende Relevanz:

keine

positiv

negativ

nicht eindeutig

x

Der Effekt auf die CO2-Emissionen ist:

gering

mittel

groß

nicht ermittelbar

x

Zur Relevanz der Maßnahme für dieKlimafolgenanpassung

Die Maßnahme hat folgende Relevanz:

keine

positiv

negativ

nicht eindeutig

x

Größenordnung der Effekte

Wenn quantitative Auswirkungen ermittelbar sind, sind die Felder entsprechend anzukreuzen.

Die CO2-Einsparung durch die Maßnahme ist (bei positiven Maßnahmen):

gering

unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels)

mittel

80 t bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels)

groß

mehr als 770 t / Jahr(über 1% des jährl. Einsparziels)

Die Erhöhung der CO2-Emissionen durch die Maßnahme ist (bei negativen Maßnahmen):

gering

unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels)

mittel

80 bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels)

groß

mehr als 770 t / Jahr (über 1% des jährl. Einsparziels)

Eine Kompensation der zusätzlich entstehenden CO2-Emissionen erfolgt:

vollständig

überwiegend (50% - 99%)

teilweise (1% - 49 %)

nicht

nicht bekannt

Abstimmungsergebnis

Einstimmig.
Technische Details

Hauptdokument

Sammeldokument öffentlich

2022-08-24 FB 36_0188_WP18 Umsetzung Integriert SAO.pdf

18.11.2024

150.7 KB

Metadaten

TOP
Ö 12
Sitzung
Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Klimaschutz
Gremium
Ausschuss für Umwelt und Klimaschutz
Datum
Di., 13.09.2022
Uhrzeit
17:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Entscheidungsvorlage
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Entscheidungsvorlage
Federführend
FB 36 - Fachbereich Klima und Umwelt
Geändert
25.2.2026
Inhalt abgerufen
25. Februar 2026 um 12:23