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Vorstellung des Präventionsprogramms „Wegweiser in der Region Aachen“

FB 56/0199/WP18 · Kenntnisnahme

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Beratungsergebnis:ungeändert beschlossen

Beratung

Zwei Mitarbeitende des Fachbereichs „Wohnen, Soziales und Integration“ berichten anhand einer Präsentation über die Entstehungsgeschichte, Ziele, Inhalte und (erweiterte) Angebote des Präventionsprogramms „Wegweiser in der Region Aachen“. Die Präsentation findet sich in der Anlage zu dieser Niederschrift. Hauptziel des Informations- und Beratungsangebots sei es, die Radikalisierung und den Einstieg in extremistische Strukturen zu verhindern (Stichwort: Ausstieg vor dem Einstieg).

Besonders hervorgehoben wird von der Verwaltung das Sensibilisierungs- und Workshop-Angebot für Schulen, Vereine, gesellschaftliche Gruppen etc. In diesem Kontext rufen die Mitarbeitenden des Beratungsteams „Wegweiser“ alle Anwesenden dazu auf, das Beratungs-, Informations- und Workshop-Angebot in Politik, Verwaltung und Gesellschaft weiter bekannt zu machen, damit es in Zukunft noch stärker frequentiert werden könne. Außerdem weist die Verwaltung auf die neue Möglichkeit einer Onlineberatung hin, die voraussichtlich ab dem 1. Quartal 2023 bereitstehen werde. Im Rahmen einer Chat-Beratung könnten Hilfesuchende in Fällen von Hate-Speech, Cyber-Mobbing oder anderen Vorfällen dann auch auf diesem zusätzlichen Weg Kontakt mit den Berater*innen aufnehmen.

Eine weitere Ausweitung des Präventionsprogramms besteht im Rahmen eines Pilotprojektes in Bezug auf Auslandsbezogenen Extremismus (AEX), im Speziellen auf „Graue Wölfe“.

Frau van der Meulen und Herr Hansen danken den Mitarbeitenden des Teams „Präventionsprogramm Wegweiser“ für ihre wertvolle Arbeit und stellen Nachfragen zu den Fallzahlen der Aussteiger*innenberatung sowie zur Kooperation der Beratungsstelle des Kommunalen Integrationszentrums z. B. mit der KatHO Aachen, Moscheegemeinden und jüdischer Gemeinde.

Die beiden Mitarbeitenden der Beratungsstelle bitten im Namen der Verwaltung um Verständnis dafür, dass keine Informationen über Fallzahlen der Beratung und über konkrete Einzelfälle gegeben werden können. Sie verweisen auf öffentlich zugängliche Zahlen des Innenministeriums NRW. Demzufolge habe es seit dem landesweiten Start des Programms NRW-weit insgesamt 30.000 Anfragen gegeben und 6.000 Informationsveranstaltungen bzw. 1.200 Einzelfallberatungen hätten stattgefunden. In Aachen hätten die Berater*innen bisher über 230 Beratungsgespräche geführt.

Zur Frage von Kooperationen mit der KatHO Aachen, mit Religionsgemeinschaften und Gemeinden erklärt die Verwaltung, dass solche nicht bestehen würden. Es habe in der Vergangenheit eine Vortragsveranstaltung Kooperation mit der KatHO gegeben. Kooperationen mit Gemeinden oder Religionsgemeinschaften bestünden gegenwärtig hingegen nicht. Allerdings gebe es einen regelmäßigen Austausch über den Arbeitskreis „Dialog der Religionen“ in Aachen.

Herr Deumens dankt den beiden Referent*innen der Beratungsstelle und wünscht ihnen bei ihrer Arbeit weiterhin viel Erfolg.

Einstimmig wird wie folgt beschlossen:

Beschluss

Der Ausschuss für Soziales, Integration und Demographie nimmt die Ausführungen der Verwaltung zur Kenntnis.

Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:

Der Integrationsrat nimmt die Ausführungen der Verwaltung zur Kenntnis.

Der Ausschuss für Soziales, Integration und Demographie nimmt die Ausführungen der Verwaltung zur Kenntnis.


Erläuterungen

Erläuterungen:

„Wegweiser – Gemeinsam gegen Islamismus“ (früher bekannt als „Wegweiser– Gemeinsam gegen gewaltbereiten Salafismus“) ist ein umfassendes und innovatives Präventionsprogramm des Ministeriums des Innern des Landes Nordrhein-Westfalen.Bislang wurden in insgesamt 25 Städten und Gemeinden Nordrhein-Westfalens Beratungsstellen eingerichtet. Das Programm zielt darauf ab, den Einstieg der vorwiegend jungen Menschen in den Islamismus zu verhindern und bewegt sich somit auf den Ebenen der primären und sekundären Prävention.

Kernaufgabe des Programms ist es, die sich radikalisierenden (jungen) Menschen und ihr soziales Umfeld (Familie, Freunde*innen, Arbeitskollegen*innen, Lehrer*innen, Betreuer*innen etc.) zu beraten. Darüber hinaus informieren und sensibilisieren die Wegweiser-Berater*innen die lokale Öffentlichkeit in Vorträgen und veranstalten Workshops in regionalen Institutionen, wie z. B. in Schulen, zu den Themen Islamismus, extremistischer Salafismus sowie Radikalisierung.

Im August 2019 wurde ein Kooperationsvertrag zwischen Stadt und StädteRegion Aachen geschlossen, der das Präventionsprogramm „Wegweiser in der Region Aachen – Gemeinsam gegen Islamismus“ auch über die Stadt Aachen hinaus in die Kommunen der Region trägt. Die Beratungsleistung des Präventionsprogramms kann seitdem auch für die Bewohner*innen der StädteRegion vor Ort angeboten werden.

Ab dem 01.10.2021 wurde das bisherige Angebot der Anlaufstelle um den Phänomenbereich des auslandsbezogenen Extremismus (AEX), mit Schwerpunkt auf den türkischen Rechtsextremismus, im Rahmen eines Pilotprojektes ausgeweitet.Ebenfalls wird ab September 2022 die bestehende Wegweiser-Beratungsstruktur um eine umfängliche Online-Maßnahme erweitert.

Anlässlich der Ausweitung des Programms wird der aktuelle Sachstand zu „Wegweiser in der Region Aachen – Gemeinsam gegen Islamismus“anhand einer Power-Point-Präsentation seitens der Berater*innen in der Sitzung des Integrationsrates mündlich vorgestellt.


Auswirkungen

Finanzielle Auswirkungen

JA

NEIN

Investive Auswirkungen

Ansatz

20xx

Fortgeschriebener Ansatz 20xx

Ansatz 20xx ff.

Fortgeschriebener Ansatz 20xx ff.

Gesamt­bedarf (alt)

Gesamt­bedarf (neu)

Einzahlungen

0

0

0

0

0

0

Auszahlungen

0

0

0

0

0

0

Ergebnis

0

0

0

0

0

0

+ Verbesserung /

- Verschlechterung

0

0

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

konsumtive Auswirkungen

Ansatz

20xx

Fortgeschriebener Ansatz 20xx

Ansatz 20xx ff.

Fortgeschriebener Ansatz 20xx ff.

Folge-kosten (alt)

Folge-kosten (neu)

Ertrag

0

0

0

0

0

0

Personal-/

Sachaufwand

0

0

0

0

0

0

Abschreibungen

0

0

0

0

0

0

Ergebnis

0

0

0

0

0

0

+ Verbesserung /

- Verschlechterung

0

0

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden


Klimarelevanz

Bedeutung der Maßnahme für den Klimaschutz/Bedeutung der Maßnahme für die

Klimafolgenanpassung (in den freien Feldern ankreuzen)

Zur Relevanz der Maßnahme für den Klimaschutz

Die Maßnahme hat folgende Relevanz:

keine

positiv

negativ

nicht eindeutig

Der Effekt auf die CO2-Emissionen ist:

gering

mittel

groß

nicht ermittelbar

Zur Relevanz der Maßnahme für dieKlimafolgenanpassung

Die Maßnahme hat folgende Relevanz:

keine

positiv

negativ

nicht eindeutig

Größenordnung der Effekte

Wenn quantitative Auswirkungen ermittelbar sind, sind die Felder entsprechend anzukreuzen.

Die CO2-Einsparung durch die Maßnahme ist (bei positiven Maßnahmen):

gering

unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels)

mittel

80 t bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels)

groß

mehr als 770 t / Jahr(über 1% des jährl. Einsparziels)

Die Erhöhung der CO2-Emissionen durch die Maßnahme ist (bei negativen Maßnahmen):

gering

unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels)

mittel

80 bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels)

groß

mehr als 770 t / Jahr (über 1% des jährl. Einsparziels)

Eine Kompensation der zusätzlich entstehenden CO2-Emissionen erfolgt:

vollständig

überwiegend (50% - 99%)

teilweise (1% - 49 %)

nicht

nicht bekannt

Abstimmungsergebnis

Siehe Anlage.

Weitere Dokumente (1)

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Technische Details

Hauptdokument

Sammeldokument öffentlich

2022-07-25 FB 56_0199_WP18 Vorstellung des Praev SAO.pdf

20.11.2024

131.7 KB

Metadaten

TOP
Ö 3
Sitzung
Sitzung des Ausschusses für Soziales, Integration und Demographie
Gremium
Ausschuss für Soziales, Integration und Demographie
Datum
Do., 29.09.2022
Uhrzeit
17:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Kenntnisnahme
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Kenntnisnahme
Federführend
FB 56 - Fachbereich Wohnen, Soziales und Integration
Geändert
25.2.2026
Inhalt abgerufen
25. Februar 2026 um 12:37

Beschlussdokument

Sammeldokument öffentlich

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