18. Oktober 2022 um 17:00, Burtscheider Saal
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Umsetzungsstand IKSK-Maßnahmen und angespannter Wohnungsmarkt: Aktivierung von Baulücken und FlächenmanagementTagesordnungsantrag der Grüne Fraktion vom 29.08.2022

FB 23/0145/WP18 · Kenntnisnahme

Umsetzungsstand IKSK-Maßnahmen und angespannter Wohnungsmarkt:Aktivierung von Baulücken und FlächenmanagementTagesordnungsantrag der Grüne Fraktion vom 29.08.2022

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Beratungsergebnis:ungeändert beschlossen

Beratung

Zum Tagesordnungsantrag der Grünen Fraktion erläutert Herr Kemperdick, dass es sowohl um Bodenbevorratung und Aktivierung von Bauflächen für die Stadt als auch um die Aktivierung privater Flächen geht. Private Eigentümer sollen aktiv angesprochen werden. Bei FB 61 ist für diese Aufgabe eine ganze Stelle eingerichtet worden. Bei FB 23 wurde hingegen für das „Flächenmanagement“ und die Umsetzung der Maßnahmen aus dem IKSK lediglich eine halbe Stelle eingerichtet, obwohl allein die Umsetzung der Klimaschutzmaßnahmen im baulichen Bestand v.a. der Wohngebäude eine ganze Stelle erfordert. Die halbe Stelle konnte daher nicht besetzt werden. Es soll der Antrag gestellt werden im nächsten Stellenplan eine ganze Stelle einzurichten.

Herr Dr. Breuer erkundigt sich nach der Zusammenarbeit zwischen FB 61 und FB 23 in den Bereichen Baulücken und Flächenmanagement. Er stellt die Frage, was mit der bei FB 61 bereits eingerichteten Stelle passiert ist. Die Verwaltung wird gebeten, dass die Leitung des FB 61 im nächsten WLA dazu berichtet.

Herr Dr. Boester fragt, was bisher im FB 23 passiert ist. Herr Kemperdick antwortet, dass, wenn sich Eigentümer wegen eines Verkaufs an die Stadt wenden, diese auch beraten würden, eine aktive Ansprache findet aber bisher nicht statt.

Beschluss

Der Wohnungs- und Liegenschaftsausschuss nimmt die Darstellung der Verwaltung zur Aktivierung von Baulücken und Flächenmanagement zur Kenntnis.

Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:


Der Wohnungs- und Liegenschaftsausschuss nimmt die Darstellung der Verwaltung zur Aktivierung von Baulücken und Flächenmanagement zur Kenntnis.

Erläuterungen

Erläuterungen:


Mit Schreiben vom 29.08.2022 beantragt die Fraktion der Grünen, folgenden Tagesordnungspunkt für die Sitzung des Wohnungs- und Liegenschaftsausschusses am 18.10.2022 aufzunehmen:

Umsetzungsstand IKSK-Maßnahmen und angespannter Wohnungsmarkt: Aktivierung von Baulücken und Flächenmanagement

Die stark begrenzten Flächen auf Aachener Stadtgebiet müssen bestmöglich genutzt werden. Die Maßnahme 1.1 mit dem Titel „Aktivierung von Baulücken / Flächenmanagement“ im Integrierten Klimaschutzkonzept (Kapitel 5.4.1) benennt deswegen als Ziel die Aktivierung aber auch die nachhaltige Entwicklung von Flächen im Stadtgebiet.

Die Fraktion der GRÜNEN bittet um einen Sachstandsbericht, insbesondere ob die dafür vorgesehenen Stellen besetzt werden konnten, welche Rechercheergebnisse vorliegen und ob erste konkrete Projekte angestoßen worden sind.

Erläuterungen

Im Rahmen der Neuausrichtung des Fachbereiches Immobilienmanagement wurde neben der Abkehr von einer Verkaufsorientierung hin zur Eigenentwicklung städtischer Grundstücke als Maßnahme gegen die Flächenknappheit vorgeschlagen, zur Bebauung geeignete, aber ungenutzte Grundstücke zu aktivieren. Bausteine dieser Flächenaktivierung sind zum einen eine aktive Bodenvorratspolitik, d.h. der Ankauf von Flächen durch die Stadt als Vorratsflächen für spätere Bebauungen, und zum anderen die Aktivierung privater Bauflächen. Ziel dieser Maßnahmen ist insbesondere, Flächen für preiswerten Wohnraum, aber auch für soziale Infrastruktur zu aktivieren.

Die Bodenbevorratung wurde z.B. im Bereich Richtericher Dell erfolgreich umgesetzt, in anderen Stadtteilen erweist sich der Ankauf potentieller Bauflächen als schwierig, weil kaum noch ungenutzte Flächen vorhanden sind oder zu überzogenen Kaufpreisen angeboten werden.

Die Aktivierung privater Bauflächen, insbesondere größere Baulücken oder mindergenutzte Flächen z.B. entlang der Jülicher Straße, ist wesentliches Ziel des Flächenmanagements. Die Erfahrung zeigt, dass viele private Grundstückseigentümer ihre Flächen mindergenutzt liegen lassen, weil sie keinen wirtschaftlichen Druck haben und oft nicht wissen, wie Bauflächen aktiviert werden. Neben fehlender Fachkenntnisse fehlt auch oft das Wissen, an welche Stellen und Behörden sich der Eigentümer wenden muss, um die notwendigen Prozesse in Gang zu setzen.

Idee der Baulückenaktivierung bzw. des Flächenmanagements war, Eigentümer gezielt anzusprechen und zu versuchen, die Hemmnisse durch Beratung oder das lotsen durch die Behörden dazu zu bewegen, ihre Grundstücke zu veräußern oder selber zu bebauen. Aus Sicht des FB 23 bedarf es dazu eines kleinen Teams von Mitarbeiter*innen der Fachbereiche 61 und 23, die gemeinsam diese Ansprache und Beratungsleistungen übernehmen, bevor die üblichen Plan- und Genehmigungsverfahren einsetzen.

Im Jahr 2020 wurden zwei identische Stelleneinrichtungsanträge durch FB 61 und FB 23 gestellt. Für den FB 23 wurde letztlich nur eine halbe Stelle (19,5 h/Wo) bewilligt, die neben dem Flächenmanagement auch die Umsetzung der Ziele des IKSK umfassen sollte. Es handelt sich hier um zwei sehr wichtige und anspruchsvolle Themen, die nicht annähernd durch eine halbe Stelle umgesetzt werden können. Daher hatte in Folge der FB 23 entschieden, diese halbe Stelle mit vorhandenen Stundenkontingenten des „Portfoliomanagements“ (also der Übernahme der Bauherrenfunktion und Weiterentwicklung des städtischen Wohnungsbestandes) zusammenzulegen, um die Umsetzung der Klimaschutzziele bei der Sanierung und Weiterentwicklung des städtischen Wohnungsbestandes von derzeit 2.565 Wohnungen aktiv zu begleiten. Diese Stelle konnte nach mehreren Ausschreibungsverfahren zum 15.09.2022 besetzt werden. Die Aufgabe einer Baulückenaktivierung bzw. Flächenmanagements kann daher derzeit beim FB 23 nicht wahrgenommen werden.

Auswirkungen

Finanzielle Auswirkungen

JA

NEIN

x

X

Investive Auswirkungen

Ansatz

2022

Fortgeschriebener Ansatz 2022

Ansatz 2023 ff.

Fortgeschriebener Ansatz 2023 ff.

Gesamt­bedarf (alt)

Gesamt­bedarf (neu)

Einzahlungen

0

0

0

0

0

0

Auszahlungen

0

0

0

0

0

0

Ergebnis

0

0

0

0

0

0

+ Verbesserung /

- Verschlechterung

0

0

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

konsumtive Auswirkungen

Ansatz

2022

Fortgeschriebener Ansatz 2022

Ansatz 2023 ff.

Fortgeschriebener Ansatz 2023 ff.

Folge-kosten (alt)

Folge-kosten (neu)

Ertrag

0

0

0

0

0

0

Personal-/

Sachaufwand

0

0

0

0

0

0

Abschreibungen

0

0

0

0

0

0

Ergebnis

0

0

0

0

0

0

+ Verbesserung /

- Verschlechterung

0

0

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Weitere Erläuterungen (bei Bedarf):


Klimarelevanz

Bedeutung der Maßnahme für den Klimaschutz/Bedeutung der Maßnahme für die

Klimafolgenanpassung (in den freien Feldern ankreuzen)

Zur Relevanz der Maßnahme für den Klimaschutz

Die Maßnahme hat folgende Relevanz:

keine

positiv

negativ

nicht eindeutig

x

Der Effekt auf die CO2-Emissionen ist:

gering

mittel

groß

nicht ermittelbar

Zur Relevanz der Maßnahme für dieKlimafolgenanpassung

Die Maßnahme hat folgende Relevanz:

keine

positiv

negativ

nicht eindeutig

x

Größenordnung der Effekte

Wenn quantitative Auswirkungen ermittelbar sind, sind die Felder entsprechend anzukreuzen.

Die CO2-Einsparung durch die Maßnahme ist (bei positiven Maßnahmen):

gering

unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels)

mittel

80 t bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels)

groß

mehr als 770 t / Jahr(über 1% des jährl. Einsparziels)

Die Erhöhung der CO2-Emissionen durch die Maßnahme ist (bei negativen Maßnahmen):

gering

unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels)

mittel

80 bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels)

groß

mehr als 770 t / Jahr (über 1% des jährl. Einsparziels)

Eine Kompensation der zusätzlich entstehenden CO2-Emissionen erfolgt:

vollständig

überwiegend (50% - 99%)

teilweise (1% - 49 %)

nicht

x

nicht bekannt

Abstimmungsergebnis

Zustimmung: 17 Ablehnung: 0 Enthaltung: 0
Technische Details

Hauptdokument

Sammeldokument öffentlich

2022-09-27 FB 23_0145_WP18 Umsetzungsstand IKSK SAO.pdf

16.12.2024

141.4 KB

Betroffene Straßen

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Metadaten

TOP
Ö 7
Sitzung
Sitzung des Wohnungs- und Liegenschaftsausschusses
Gremium
Wohnungs- und Liegenschaftsausschuss
Datum
Di., 18.10.2022
Uhrzeit
17:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Kenntnisnahme
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Kenntnisnahme
Federführend
FB 23 - Fachbereich Immobilienmanagement
Geändert
25.2.2026
Inhalt abgerufen
25. Februar 2026 um 12:38