8. November 2022 um 17:00, Rathaus
TOP 7Öffentlich

Sachstandsbericht 2022 FLIP-Projekt

FB 36/0211/WP18 · Kenntnisnahme

im Ratsinformationssystem anzeigen
Beratungsergebnis:zur Kenntnis genommen

Beratung

Die Ausschussvorsitzende begrüßt Frau Prof. Martina Roß-Nickoll vom Institut für Umweltforschung der RWTH Aachen, die zum Projekt „Förderung der Lebensqualität von Insekten und Menschen durch perfekte Wiesenwelten“ (FLIP) einen Sachstandbericht geben wird.

Frau Prof. Roß-Nickoll erläutert anhand einer Power-Point Präsentation verschiedene Beispiele der Umsetzung. Sie erläutert zum Beispiel anhand der Umgestaltung der Wiese auf dem Parkdeck Monheimsallee das jährlich wechselnde Erscheinungsbild und den Nutzen der Fläche.

Weiterhin erläutert sie, dass jeweils nur regionaltypisches Saatgut auf den jeweiligen Flächen genutzt werden dürfe.

Ratsfrau Dr. Wolf dankt und nimmt Bezug auf die 27 Flächen, die im Monitoring aufgeführt sind, und möchte gerne wissen, welche Planungen es für die Zukunft gebe.

Frau Prof. Roß-Nickoll erläutert hierzu, dass die Planungen vielfältig seien. Die Flächen, die angelegt werden, sollen nachhaltig und nicht nur von kurzer Dauer sein.

Dennoch seien auch temporäre Wiesenflächen, wie z.B. im Bereich Büchel selbst bei späterer Bebauung vorübergehend für die Insekten eine Trittbrettfläche und wertvoll.

Frau Dr. Fitter erfragt, welche Synergieeffekte es bezogen auf andere Projekte z.B. mit der Landwirtschaft gebe.

Frau Prof. Roß-Nickoll erläutert hierzu, dass die Projekte bereits an vielen Stellen vernetzt und mit der Landwirtschaft vorangetrieben würden.

Ratsherr Blum dankt der Vortragenden und berichtet von seiner persönlichen Wahrnehmung zu der positiven Entwicklung des Insektenbestandes. Er dankt den Beteiligten für dieses Projekt.

Ratsherr Kiemes bedankt sich ebenfalls für den Vortrag. Die Blumenwiesen seien präsent im Aachener Stadtgebiet.

Er hinterfragt, warum laut der Schilderung im Vortrag für den Aachener Süden keine geeigneten Saatmischungen vorhanden seien.

Frau Prof. Roß-Nickoll erläutert, dass der Hersteller „Saaten Zeller“ eine Lieferlücke habe. Es werde jedoch bereits versucht mit den Biostationen Bonn, Luxemburg und Aachen entsprechendes Saatgut zusammen zu stellen.

Die Ausschussvorsitzende dankt der Vortragenden für den Vortrag und auch für das verteilte Saatgut.

Nach kurzer Frage zum organisatorischen Ablauf wird entschieden ohne Pause jedoch mit Lüften weiter fortzufahren.

Ausschussvorsitzende Lürken verlässt für kurze Zeit den Saal und Ratsherr Stettner übernimmt die Leitung der Sitzung für die Dauer deren Abwesenheit.

Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:

Der Ausschuss für Umwelt und Klimaschutz nimmt den Bericht des FB36/100 und E 18/4 zum Sachstand im FLIP-Projekt zur Kenntnis.

Der Ausschuss Aachener Stadtbetrieb nimmt den Bericht des FB36/100 und E 18/4 zum Sachstand im FLIP-Projekt zur Kenntnis.


Erläuterungen

Erläuterungen:


In Stadt und StädteRegion Aachen wird seit März 2020 das FLIP-Projekt umgesetzt. In den zuständigen Ausschüssen für Umwelt und Klima der Stadt Aachen sowie Aachener Stadtbetrieb wird jährlich über den Stand im Projekt informiert. Im Projekt FLIP (Förderung der Lebensqualität für Insekten und Menschen durch perfekte Wiesenwelten) geht es darum, in Stadt und StädteRegion auf öffentlichen, privaten und landwirtschaftlichen Flächen Glatt­haferwiesen zu etablieren, um dadurch in erster Linie für Insekten und Spinnentiere Lebensräume zu schaffen und zu vernetzen. Außerdem geht es darum, die Menschen in der Region für das Thema Arten­vielfalt durch Wiesen aus Wildpflanzen zu begeistern und darüber Wissen zu vermitteln. Das Projekt wird gefördert im Bundesprogramm Biologische Vielfalt vom Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit. Die Projektlaufzeit geht vom 01.04.2020 bis zum 31.03.2026. Das Projekt umfasst folgende Partner und Aufgaben:

  • RWTH Aachen, Institut für Umweltforschung – Projektleitung & -koordination, ökologisches Monitoring, Übertragbarkeitsstudie
  • RWTH Aachen, Institut für Kommunikationswissenschaften – sozio-psychologisches Monitoring
  • Stadtbetrieb Aachen – Flächenauswahl, Anlage und Erhalt von Glatthaferwiesen auf öffentlichen Flächen
  • Stadt Aachen Fachbereich Klima und Umwelt, Grünflächenamt – Flächenauswahl
  • Stadt Aachen Fachbereich Klima und Umwelt, Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit – Bürger*innen-Netzwerk, regionale Öffentlichkeitsarbeit
    Die Abteilung 36/100 (Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit) wird durch die Abteilungen 36/200 (Grünplanung) und 36/400 (Naturschutz) fachlich unterstützt.
  • StädteRegion Aachen, Bildungsbüro – pädagogisches Konzept und Material
  • StädteRegion Aachen, untere Naturschutzbehörde – fachliche Unterstützung
  • Staatliches Museum für Naturkunde Karlsruhe – Übertragbarkeitsstudie, überregionale Öffentlichkeitsarbeit.

Im Folgenden wird darüber berichtet, was bis Stand 31.08.2022 im Projekt vom Partner Stadt Aachen, Fachbereich Klima und Umwelt, Umweltbildung, dem Aachener Stadtbetrieb und den weiteren Projektpartnern erreicht wurde: siehe Anlage 1 Sachstandsbericht und 2 Pressespiegel

Auswirkungen

Finanzielle Auswirkungen

JA

NEIN

X

Investive Auswirkungen

Ansatz

20xx

Fortgeschriebener Ansatz 20xx

Ansatz 20xx ff.

Fortgeschriebener Ansatz 20xx ff.

Gesamt­bedarf (alt)

Gesamt­bedarf (neu)

Einzahlungen

0

0

0

0

0

0

Auszahlungen

0

0

0

0

0

0

Ergebnis

0

0

0

0

0

0

+ Verbesserung /

- Verschlechterung

0

0

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

konsumtive Auswirkungen

Ansatz

20xx

Fortgeschriebener Ansatz 20xx

Ansatz 20xx ff.

Fortgeschriebener Ansatz 20xx ff.

Folge-kosten (alt)

Folge-kosten (neu)

Ertrag

0

0

0

0

0

0

Personal-/

Sachaufwand

0

0

0

0

0

0

Abschreibungen

0

0

0

0

0

0

Ergebnis

0

0

0

0

0

0

+ Verbesserung /

- Verschlechterung

0

0

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Weitere Erläuterungen (bei Bedarf):


Klimarelevanz

Bedeutung der Maßnahme für den Klimaschutz/Bedeutung der Maßnahme für die

Klimafolgenanpassung (in den freien Feldern ankreuzen)

Zur Relevanz der Maßnahme für den Klimaschutz

Die Maßnahme hat folgende Relevanz:

keine

positiv

negativ

nicht eindeutig

Der Effekt auf die CO2-Emissionen ist:

gering

mittel

groß

nicht ermittelbar

Zur Relevanz der Maßnahme für dieKlimafolgenanpassung

Die Maßnahme hat folgende Relevanz:

keine

positiv

negativ

nicht eindeutig

Größenordnung der Effekte

Wenn quantitative Auswirkungen ermittelbar sind, sind die Felder entsprechend anzukreuzen.

Die CO2-Einsparung durch die Maßnahme ist (bei positiven Maßnahmen):

gering

unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels)

mittel

80 t bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels)

groß

mehr als 770 t / Jahr(über 1% des jährl. Einsparziels)

Die Erhöhung der CO2-Emissionen durch die Maßnahme ist (bei negativen Maßnahmen):

gering

unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels)

mittel

80 bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels)

groß

mehr als 770 t / Jahr (über 1% des jährl. Einsparziels)

Eine Kompensation der zusätzlich entstehenden CO2-Emissionen erfolgt:

vollständig

überwiegend (50% - 99%)

teilweise (1% - 49 %)

nicht

nicht bekannt

Weitere Dokumente (1)

Die Dokumente werden direkt vom Ratsinformationssystem der Stadt Aachen abgerufen und nicht von uns gespeichert oder gehostet.

Technische Details

Hauptdokument

Sammeldokument öffentlich

2022-10-18 FB 36_0211_WP18 Sachstandsbericht 20 SAO.pdf

18.11.2024

5.4 MB

Metadaten

TOP
Ö 7
Sitzung
Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Klimaschutz
Gremium
Ausschuss für Umwelt und Klimaschutz
Datum
Di., 08.11.2022
Uhrzeit
17:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Kenntnisnahme
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Kenntnisnahme
Federführend
FB 36 - Fachbereich Klima und Umwelt
Geändert
25.2.2026
Inhalt abgerufen
25. Februar 2026 um 12:49