Internationale Bau- und Technologieausstellung
FB 02/0188/WP18 · Entscheidungsvorlage
Beratung
Herr Dr. Molitor stellt im Rahmen seines Vortrages das Memorandum zur IBTA vor. Frau Schmitt-Promny sieht ein spannendes Konzept mit großen Ambitionen, gepaart mit kleinen erfahrbaren Dingen. Man müsse aber einen regionalen Blick entwickeln, wie die Realität aussehe.
Herr Dr. Molitor erläutert, dass man dem Kohleausstieg schnell etwas gegenüber stellen wolle. Zurzeit sei dies aber nur Geld und noch keine Transformation; aktuell mache sich die Landesregierung ein Bild. Man brauche eine visuelle Darstellung dessen, was man in Zukunft wolle, und dies maximal ambitioniert und maximal real. Frau Lang hält den Beschlussvorschlag für nicht ausreichend ambitioniert und möchte wissen, was man beschließen solle. Herr Dr. Molitor möchte den Beschluss, dass man die IBTA wolle; so ergeht folgender geänderter
Beschluss
Beschlussvorschlag
Beschlussvorschlag:
Der Ausschuss für Arbeit, Wissenschaft und Regionalentwicklung nimmt die Ausführung zur Internationalen Bau- und Technologieausstellung zur Kenntnis und beauftragt den Fachbereich Wirtschaft, Wissenschaft, Digitalisierung und Europa, die Entwicklungen weiter zu verfolgen und die bereits in der Vorlage Nr. FB 02/0126/WP18 angedachten Ideen entsprechend zu positionieren.
Erläuterungen
Internationale Bau- und Technologieausstellung
Der Revierknoten Internationale Bau- und Technologieausstellung (IBTA) begleitete als einer von sieben Revierknoten seit 2019 den Strukturwandel im Rheinischen Revier. Als Teil der »Zukunftsagentur Rheinisches Revier« erarbeitete dieserden programmatischen Rahmen für die Entwicklung einer Internationalen Bau- und Technologieausstellung im Rheinischen Revier. Als Vorsitzender des Revierknotens fungierte Dr. Reimar Molitor, Geschäftsführer des Köln/Bonn e.V. Auf Grundlage des „TO-Antrag der GRÜNE Fraktion vom 20.12.2021 / GRÜNE-Ratsantrag Nr. 18/2021 vom 20.04.2021“ berichtet der Fachbereich Wirtschaft, Wissenschaft, Digitalisierung und Europa regelmäßig über die Fortschritte des Formats der IBTA für das Rheinische Revier.
Zentrale Aufgabe des Revierknotens IBTA war die Konzeptionierung eines neuartigen Sonderformats für die Präsentation und Vernetzung von hochambitionierten Next-Practice-Projekten, die im Revier grundlegend neue und integrierte Lösungsansätze von internationaler Relevanz vor Ort im Rheinischen Revier umsetzen. Diese Projekte sollen die erfolgreiche Transformation einer auf der Nutzung fossiler Ressourcen basierenden, traditionsreichen energieerzeugenden Industrieregion hin zu einer resilienten, klima- und ressourcenklugen, lebenswerten post-fossilen Wirtschaftsregion der Zukunft demonstrieren. Ziel ist es, ambitionierte und modellhafte Lösungen zu finden, die gleichermaßen einem internationalen Qualitätsanspruch (I) gerecht werden, baulich-räumliche (B) und technologisch-systemische (T) Innovationen miteinander verknüpfen sowie deren öffentlichkeitswirksame Ausstellung (A) mit einer Motivation der Menschen vor Ort für eine aktive Mitwirkung kombinieren.
Der räumliche Schwerpunkt der IBTA liegt auf dem Kernrevier rund um die drei Tagebaue Inden, Hambach und Garzweiler sowie die dazugehörenden Kraftwerksstandorte, Betriebsstätten und Infrastrukturen der Braunkohlenindustrie.In erster Linie würden damit Leuchttutmprojekte der unmittelbaren Tagebauanrainerkommunen Teil der IBTA werden können. Darüber hinaus soll der sogenannte Wirkungsraum der IBTA, der die gesamte Gebietskulisse der sieben Gebietskörperschaften des Rheinischen Reviers inklusive der Stadt Aachenumfasst, Raum und Möglichkeiten der Präsentation weiterer Next-Practice-Projekte – dann aber nachgelagert - bieten. Kernraum und Wirkungsraum bilden jedoch die räumliche Kulisse für die IBTA.
Die Identifizierung solcher Next-Practice Projekte greift zum einen vorhandene Projektideen und -vorhaben im Strukturwandel auf und entwickelt diese in einem kuratorischen Prozess mit den Projektträgern weiter. Zum anderen bringt die IBTA über Projektscouting und -aufrufe weitere, eigene Projektideen hervor, die gleichermaßen kuratiert und qualifiziert werden. Für die Stadt Aachen ergeben sich hierdurch Möglichkeiten, international bedeutsame, zukunftsorientierte und langfristig geplante Vorhaben in eine IBTA zu integrieren und in diesem Format zu präsentieren. Insbesondere die Transformation des traditionellen Gewerbestandortes Aachen Rothe Erde zu einem Modellstandort für urbane Produktion (für den bereits Förderanträge im Rheinischen Revier gestellt wurden) sowie die Entwicklung und (Re-)Aktivierung von ca. 40 ha Gewerbefläche in Aachen-Nord im Sinne einer „zweiten Gründung“ bieten aus heutiger Sicht vielversprechende Ansatzmöglichkeiten für die Integration in eine zukünftige IBTA. Ob die Stadt Aachen auch die weit-fortgeschrittenen Entwicklungen des Neubaugebiets „Richtericher Dell“ oder des „Campus West“ in eine IBTA integrieren kann, hängt zum jetzigen Stande von den noch zu klärenden Auflagen und Ansprüchen an Next-Practice-Projekte ab und ob diese im jetzigen Stadium der Projektfortschritte noch eingebracht werden können. Ebenfalls werden Chancen einer teilnahme des Sportparks Soers an der IBTA zu klären sein.
Die IBTA, die über ca. zwei Dekaden konzipiert wurde, wird begleitet durch eine Ausstellung (exPOSITION). Diese exPOSITION bildet in drei Ausstellungsjahren (2026: Auftakt, 2032: Auf dem Weg und 2038: Zukunft real) über die Gesamtlaufzeit der IBTA zentrale Meilensteine ab. Zu den drei Ausstellungsjahren entstehen jeweils zentrale exPOSITIONs-Gelände im Revier (2026 im Bereich des Indelandes, 2032 im Bereich des Neulands Hambachs/KRAFTRAUMs :terra nova, 2038 in der LandFolge Garzweiler). Diese dienen als zentrale Anlaufstelle und bilden den räumlichen Schwerpunkt der Präsentation. Sie bieten zugleich inhaltliche und logistische Zugänge zu den vielen Projektstandorten und -räumen im Revier, die Teil der dezentralen exPOSITION sind.
Die hier ausgeführten konzeptionellen Ideen sind das Ergebnis der dreijährigen Revierknotenarbeit von Herrn Dr. Molitor und seinem Team. Sie wurden in einem Memorandum 2.0 gebündelt, welches auf der Beteiligung zahlreicher regionaler und überregionaler Expert*innen beruht (s. Anlage). Dieses Memorandum wurde am 19. Oktober offiziell an das Land und an die Zukunftsagentur Rheinisches Revier übergeben. In den kommenden Wochen wird der Revierknoten in die Strukturen der Zukunftsagentur integriert und die bisher treuhänderische Arbeit von Herrn Dr. Molitor und seinem Team endet zum Ende des Jahres.
Den aktuellen Stand und Ausblick auf die weitere Entwicklung wird Herr Dr. Molitor im Rahmen eines Vortrags in der Ausschusssitzung näher vorstellen.
Auswirkungen
Finanzielle Auswirkungen
JA | NEIN | ||
x |
Investive Auswirkungen | Ansatz 20xx | Fortgeschriebener Ansatz 20xx | Ansatz 20xx ff. | Fortgeschriebener Ansatz 20xx ff. | Gesamtbedarf (alt) | Gesamtbedarf (neu) | |
Einzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Auszahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Ergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
+ Verbesserung / - Verschlechterung | 0 | 0 | |||||
Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | ||||||
konsumtive Auswirkungen | Ansatz 20xx | Fortgeschriebener Ansatz 20xx | Ansatz 20xx ff. | Fortgeschriebener Ansatz 20xx ff. | Folge-kosten (alt) | Folge-kosten (neu) | |
Ertrag | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Personal-/ Sachaufwand | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Abschreibungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Ergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
+ Verbesserung / - Verschlechterung | 0 | 0 | |||||
Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | ||||||
Weitere Erläuterungen (bei Bedarf):
Klimarelevanz
Bedeutung der Maßnahme für den Klimaschutz/Bedeutung der Maßnahme für die
Klimafolgenanpassung (in den freien Feldern ankreuzen)
Zur Relevanz der Maßnahme für den Klimaschutz
Die Maßnahme hat folgende Relevanz:
keine | positiv | negativ | nicht eindeutig |
x |
Der Effekt auf die CO2-Emissionen ist:
gering | mittel | groß | nicht ermittelbar |
x |
Zur Relevanz der Maßnahme für dieKlimafolgenanpassung
Die Maßnahme hat folgende Relevanz:
keine | positiv | negativ | nicht eindeutig |
x |
Größenordnung der Effekte
Wenn quantitative Auswirkungen ermittelbar sind, sind die Felder entsprechend anzukreuzen.
Die CO2-Einsparung durch die Maßnahme ist (bei positiven Maßnahmen):
gering | unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels) | ||
mittel | 80 t bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels) | ||
groß | mehr als 770 t / Jahr(über 1% des jährl. Einsparziels) |
Die Erhöhung der CO2-Emissionen durch die Maßnahme ist (bei negativen Maßnahmen):
gering | unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels) | ||
mittel | 80 bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels) | ||
groß | mehr als 770 t / Jahr (über 1% des jährl. Einsparziels) |
Eine Kompensation der zusätzlich entstehenden CO2-Emissionen erfolgt:
vollständig | |||
überwiegend (50% - 99%) | |||
teilweise (1% - 49 %) | |||
nicht | |||
nicht bekannt |
Abstimmungsergebnis
Weitere Dokumente (1)
Die Dokumente werden direkt vom Ratsinformationssystem der Stadt Aachen abgerufen und nicht von uns gespeichert oder gehostet.
Technische Details
ID: 116304
OParl URL:http://ratsinfo.aachen.de/public/oparl/agendaItems?id=116304
Hauptdokument
Sammeldokument öffentlich
2022-11-02 FB 02_0188_WP18 Internationale Bau- SAO.pdf
7.11.2024
11.7 MB
Metadaten
- TOP
- Ö 5
- Sitzung
- Sitzung des Ausschusses für Arbeit, Wirtschaft und Regionalentwicklung
- Gremium
- Ausschuss für Arbeit, Wirtschaft und Regionalentwicklung
- Datum
- Mi., 30.11.2022
- Uhrzeit
- 17:00
- Anlass
- Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
- Vorlage
- Entscheidungsvorlage
- Beratung
- öffentlich
- Status
- gemischt
- Vorlageart
- Entscheidungsvorlage
- Federführend
- FB 02 - Fachbereich Wirtschaft, Wissenschaft, Digitalstadt und Europa
- Geändert
- 25.2.2026
- Inhalt abgerufen
- 25. Februar 2026 um 12:59
Beschlussdokument
Sammeldokument öffentlich
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