TOP 11Öffentlich

Ergebnisse der koordinierten Bürgerbefragung 2021: Lebensqualität in deutschen Städten

FB 02/0189/WP18 · Kenntnisnahme

Ergebnisse der koordinierten Bürgerbefragung 2021: Lebensqualität in deutschen Städten

im Ratsinformationssystem anzeigen
Beratungsergebnis:zur Kenntnis genommen

Beratung

Frau Fitzner gibt anhand einer Präsentation einen Überblick über die Ergebnisse der koordinierten Bürgerbefragung. Herr Depenbrock dankt für den Vortrag, der nur ein kleiner Ausschnitt sein könne, und möchte wissen, welche Handlungsfelder sich hieraus ergeben. Herr Begaß erläutert den allgemeinen Charakter der Befragung und dass man hier nur Ableitungen herstellen könne, z.B. dass manche Dinge besser seien, als es in den Medien kommuniziert werde; manche Ergebnisse seien auch Bestätigung. Herr Schindler möchte wissen, wie man aus den 1075 Antworten Rückschlüsse ziehen könne, seien das doch nicht einmalProzent der Aachener Bevölkerung; zudem seien ja positive Rückmeldungen ggf. mit weniger Hemmschwelle abzugeben, überdurchschnittlich engagierte Personen nähmen mehr teil. Frau Fitzner betont, dass 34 Prozent der Angeschriebenen geantwortet hätten, dadurch sei durchaus Repräsentativität erreicht. Gleichwohl blieben Fragen offen, aber der Vergleich zu anderen Städten sei wichtig. Herr Klopstein möchte wissen, was mit den Ergebnissen passiert und diese auch in anderen Ausschüssen behandelt werden. Zudem zweifelt er an der Aussage, dass überdurchschnittlich Engagierte mehr Rückmeldung gäben. Im Hinblick auf die kürzlich veröffentlichte Befragung des Stadtbetriebs zur Sauberkeit möchte er wissen, ob dies auch abgefragt worden sei. Frau Fitzner bestätigt dies und die Ähnlichkeit der Ergebnisse.

Beschluss

Der Ausschuss für Arbeit, Wirtschaft und Regionalentwicklung nimmt die Ausführungen der Verwaltung zu den Ergebnissen der Koordinierten Bürgerbefragung 2021 zur Kenntnis.

Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:

  1. Der Ausschuss für Arbeit, Wirtschaft und Regionalentwicklung nimmt die Ausführungen der Verwaltung zu den Ergebnissen der Koordinierten Bürgerbefragung 2021 zur Kenntnis.
  1. Der Ausschuss für Wissenschaft und Digitalisierung nimmt die Ausführungen der Verwaltung zu den Ergebnissen der Koordinierten Bürgerbefragung 2021 zur Kenntnis.


Erläuterungen

Ergebnisse der koordinierten Bürgerbefragung 2021: Lebensqualität in deutschen Städten

Die Ergebnisse der koordinierten Bürgerbefragung für das Jahr 2021 liegen vor.

1.075 Aachener*innen haben sich beteiligt. Sie beantworteten Fragen zur Zufriedenheit mit öffentlichen Dienstleistungen sowie mit örtlichen Gegebenheiten, zu Aspekten der Lebensqualität, zur persönlichen Zufriedenheit, zum öffentlichen Nahverkehr sowie zur Stadtverwaltung.

Hintergrund

Die Statistikstelle, die in den Fachbereich 02 integriert ist, erfasst Daten aus allen Bereichen der Stadt Aachen, bereitet sie auf und erarbeitet dazu gegebenenfalls Auswertungen. In Kooperation mit anderen kommunalen Statistikstellen im Verband der deutschen Städtestatistiker (VdSt) werden Methoden fortlaufend weiterentwickelt.

Die koordinierte Bürgerbefragung ist ein Gemeinschaftsprojekt des Verbandes. Sie erlaubt den Vergleich zu anderen Städten und bildet zudem Jahresvergleiche ab. Es ist bereits die sechste Befragung dieser Art, wobei Aachen nach 2018/19 nun zum zweiten Mal teilgenommen hat.

Methoden

Im Herbst 2021 wurde die koordinierte Bürgerbefragung in Kooperation mit dem IFAK Institut GmbH & Co. KG zeitgleich in 15 deutschen Städten durchgeführt. Dazu wurden 3.200 Bürger*innen ab 16 Jahren zufällig aus Melderegisters ausgewählt und angeschrieben. Sie konnten die Fragen entweder online oder mit einem Papierbogen beantworten.

Der Fragenkatalog wurde durch die Arbeitsgemeinschaft des Verbandes der deutschen Städtestatistiker (VDSt) erstellt und ist angelehnt an eine europaweite Bürgerbefragung (Urban Audit).

Ausgewählte Ergebnisse

Die persönliche Zufriedenheit der Teilnehmer*innen ist in der Studie deutlich höher als die Zufriedenheit mit öffentlichen Dienstleistungen oder örtlichen Gegebenheiten bzw. Aspekten der Lebensqualität. Die persönliche Zufriedenheit reicht von 67% mit der beruflichen Situation, über 76% mit der finanziellen Situation, 86% mit der Wohngegend und 87% mit dem geführten Leben im Großen und Ganzen. Im Vergleich zum Gesamtergebnis sind die Aachener und Aachenerinnen etwas unzufriedener.

Aspekte der Lebensqualität wurden von den Studienteilnehmer*innen insgesamt deutlich schlechter bewertet, in Aachen jedoch etwas besser als in der Gesamtstudie. Dies beinhaltet das Sicherheitsgefühl nachts in der eigenen Wohngegend (AC: 71% vs. Gesamt: 66%), das Sicherheitsgefühl nachts in der Stadt (AC: 55% vs. Gesamt: 42%), die gelungene Integration von Ausländer*innen (AC: 40% vs. Gesamt: 32%), die Zukunftsperspektive (AC: 31% vs. Gesamt: 24%) und guten Wohnraum zu einem vernünftigen Preis zu finden (AC: 19% vs. Gesamt: 11%). Eine Ausnahme bildet die Meinung, dass Armut in der Stadt ein Problem ist. Armut wird in Aachen deutlich häufiger als Problem wahrgenommen (51%) als in der Gesamtstudie (44%).

Bei der Zufriedenheit mit öffentlichen Dienstleistungen sowie örtlichen Gegebenheiten liegt Aachen oft im Bereich des Ergebnisses der Gesamtstudie. Auffällig ist hier im Positiven die Zufriedenheit der Aachener Teilnehmer*innen mit öffentlichen Flächen wie Märkte, Plätze und Fußgängerzonen (AC: 82% vs. Gesamt: 75%). Dagegen schneidet der öffentliche Nahverkehr in Aachen besonders schlecht ab (Zufrieden - AC: 50% vs. Gesamt: 58%).

Zu den drei wichtigsten Themen für die Stadt Aachen gehören Wohnungswesen (54%), öffentlicher Personennahverkehr (42%) und Sicherheit (38%). Speziell für Aachen sticht der öffentliche Personennahverkehr mit 42% heraus; bei den mittelgroßen Städten wird er im Schnitt nur in 30% als eines der drei wichtigsten Themen bewertet.

Die Bedeutung des öffentlichen Nahverkehrs zeigt sich auch in der Nutzung. Die Aachener Teilnehmer*innen gaben überdurchschnittlich häufig an, dass sie den Bus nutzen (41%) gegenüber allen teilnehmenden mittelgroßen Städten (150.000-450.000 Einwohner*innen – 29%). 64% der Aachener*innen sind häufig zu Fuß unterwegs, deutlich mehr als in allen vergleichbar mittelgroßen Städten (46%). Beim öffentlichen Nahverkehr bewerteten die Aachener die Themen Bezahlbarkeit (42%), Sicherheit (73%), Erreichbarkeit (81%) und Taktung (58%) vergleichbar zu den anderen Teilnehmer-Städten. Eine Ausnahme bildet hier die Zuverlässigkeit bzw. Pünktlichkeit mit nur 50% gegenüber dem Gesamtergebnis mit 63%.

Die Zufriedenheit mit der Stadtverwaltung bewegt sich in Aachen etwa auf Höhe des Gesamtergebnisses. Eine etwas höhere Zufriedenheit zeigt sich in der Bewertung angemessener Gebühren (Zustimmung - AC: 42% vs. Gesamt: 37%) sowie die Verfügbarkeit der Stadtverwaltung im Internet (Zustimmung - AC: 68% vs. Gesamt: 64%).

Fazit und Ausblick

Die koordinierte Bürgerbefragung ermöglicht einen neutralen Blick auf die Bedürfnisse der Aachener*innen in Bezug auf die Lebensqualität ihrer Stadt. Durch den Vergleich mit anderen Städten sowie mit den Ergebnissen der vorherigen Befragung, können positive wie kritische Faktoren und Entwicklungspotenziale der Stadt Aachen identifiziert werden.

Den Ergebnisbericht des IFAK Institutes mit dem kompletten Fragenkatalog für alle Kommunen finden Sie in der Anlage.

Der Statistikstelle liegt der komplette Datensatz vor, somit können auch weitere, spezielle Fragestellungen auswertet werden. Wenden Sie sich dazu gern an die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Statistikstelle.


Auswirkungen

Finanzielle Auswirkungen

JA

NEIN

x

Investive Auswirkungen

Ansatz

20xx

Fortgeschriebener Ansatz 20xx

Ansatz 20xx ff.

Fortgeschriebener Ansatz 20xx ff.

Gesamt­bedarf (alt)

Gesamt­bedarf (neu)

Einzahlungen

0

0

0

0

0

0

Auszahlungen

0

0

0

0

0

0

Ergebnis

0

0

0

0

0

0

+ Verbesserung /

- Verschlechterung

0

0

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

konsumtive Auswirkungen

Ansatz

20xx

Fortgeschriebener Ansatz 20xx

Ansatz 20xx ff.

Fortgeschriebener Ansatz 20xx ff.

Folge-kosten (alt)

Folge-kosten (neu)

Ertrag

0

0

0

0

0

0

Personal-/

Sachaufwand

0

0

0

0

0

0

Abschreibungen

0

0

0

0

0

0

Ergebnis

0

0

0

0

0

0

+ Verbesserung /

- Verschlechterung

0

0

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Weitere Erläuterungen (bei Bedarf):


Klimarelevanz

Bedeutung der Maßnahme für den Klimaschutz/Bedeutung der Maßnahme für die

Klimafolgenanpassung (in den freien Feldern ankreuzen)

Zur Relevanz der Maßnahme für den Klimaschutz

Die Maßnahme hat folgende Relevanz:

keine

positiv

negativ

nicht eindeutig

x

Der Effekt auf die CO2-Emissionen ist:

gering

mittel

groß

nicht ermittelbar

x

Zur Relevanz der Maßnahme für dieKlimafolgenanpassung

Die Maßnahme hat folgende Relevanz:

keine

positiv

negativ

nicht eindeutig

x

Größenordnung der Effekte

Wenn quantitative Auswirkungen ermittelbar sind, sind die Felder entsprechend anzukreuzen.

Die CO2-Einsparung durch die Maßnahme ist (bei positiven Maßnahmen):

gering

unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels)

mittel

80 t bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels)

groß

mehr als 770 t / Jahr(über 1% des jährl. Einsparziels)

Die Erhöhung der CO2-Emissionen durch die Maßnahme ist (bei negativen Maßnahmen):

gering

unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels)

mittel

80 bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels)

groß

mehr als 770 t / Jahr (über 1% des jährl. Einsparziels)

Eine Kompensation der zusätzlich entstehenden CO2-Emissionen erfolgt:

vollständig

überwiegend (50% - 99%)

teilweise (1% - 49 %)

nicht

nicht bekannt

Weitere Dokumente (1)

Die Dokumente werden direkt vom Ratsinformationssystem der Stadt Aachen abgerufen und nicht von uns gespeichert oder gehostet.

Technische Details

Hauptdokument

Sammeldokument öffentlich

2022-11-02 FB 02_0189_WP18 Ergebnisse der koord SAO.pdf

19.11.2024

1.4 MB

Metadaten

TOP
Ö 11
Sitzung
Sitzung des Ausschusses für Arbeit, Wirtschaft und Regionalentwicklung
Gremium
Ausschuss für Arbeit, Wirtschaft und Regionalentwicklung
Datum
Mi., 30.11.2022
Uhrzeit
17:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Kenntnisnahme
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Kenntnisnahme
Federführend
FB 02 - Fachbereich Wirtschaft, Wissenschaft, Digitalstadt und Europa
Geändert
25.2.2026
Inhalt abgerufen
25. Februar 2026 um 12:59