Vergabe von Mitteln aus dem PSP-Element 4-050501-901-3/ 53180000 „Integrationsmaßnahmen“
FB 56/0237/WP18 · Entscheidungsvorlage
Beratung
Herr Demmer, Herr Yenen, Frau Rejf und Herr Özgün haben Nachfragen bzw. machen Anmerkungen zu den beiden Projektanträgen von ADNA e. V. Klärungsbedarf bestehe hinsichtlich der Frage, warum von insgesamt vier Veranstaltungen dieses Vereins eine Förderung für lediglich zwei Veranstaltungen beantragt wurde bzw. im Hinblick auf die unterschiedlichen Örtlichkeiten, an denen die Projekte stattfinden sollen. Außerdem diskutieren die Mitglieder des Integrationsrats, ob Stundensätze von bis zu 100 Euro für Referent*innen, vor allem für das „Kochprojekt“, noch als angemessen bzw. für von der öffentlichen Hand unterstützungswürdig angesehen werden sollten. Überwiegend kritisch beurteilt wird auch die Buchung eines „Foodtrucks“ aus Bremen. Hier wird die Frage aufgeworfen, ob nicht aus Gründen der Nachhaltigkeit ein näherliegender Vermieter gewählt werden sollte.
Frau Dogan beantwortet die Fragen wie folgt: Von den vier Veranstaltungen von ADNA e. V. hätten die Antragstellenden sich entschieden, für zwei Veranstaltungen städtische Mittel für Integrationsmaßnahmen zu beantragen - zwei Veranstaltungen seien hingegen aus dem Fördertopf „Demokratie leben!“ beantragt worden.
Hinsichtlich der unterschiedlichen Örtlichkeiten berichtet Frau Dogan, dass von dem Antragsteller die beiden Orte Jülicher Straße und Stolberger Straße benannt worden seien. Weiter weist Frau Dogan darauf hin, dass alle von den Antragstellenden abgerechnete Stundensätze wie immer der üblichen und gängigen Kontrolle im Verwendungsnachweisverfahren unterzogen werden würden. Außerdem kündigt Frau Dogan an, die „Bauchschmerzen“, welche die Integrationsratsmitglieder hinsichtlich der Stundensätze geäußert hätten, an die Verantwortlichen von ADNA e. V. zu übermitteln.
Am Ende der Debatte einigt sich der Integrationsrat auf einen geänderten Beschluss.
Einstimmig ergeht folgender, geänderter, Beschluss:
Beschluss
Beschlussvorschlag
Beschlussvorschlag:
Der Integrationsrat nimmt die Ausführungen zu Projektantrag Nr. 14 zur Kenntnis.
Der Integrationsrat nimmt den Bericht der Verwaltung zu den Projektanträgen Nr. 15 und Nr. 16 zur Kenntnis und beschließt, die Projekte mit einer Gesamtsumme in Höhe von 1.880,00 Euro bzw. 2.320,00 Euro zu fördern.
Erläuterungen
Erläuterungen:
Zur Durchführung von integrativen Maßnahmen stehen im Haushalt 2022 zum PSP-Element 4-050501-901-3/53180000 „Integrationsmaßnahmen“ 150.000,00 Euro zur Verfügung.
Die zur Verfügung stehende Summe für Projekte zur Integration in der beigefügten Übersicht (Anlage 1) basiert auf der vom Integrationsrat am 01.12.2021 beschlossenen Mittelverteilung.
Projektantrag Nr. 14
IN SANA e.V.
„Gemeinsam lernen - Handarbeit“
Beantragt: 1.000,00 Euro
Das Projekt richtet sich an Frauen zwischen 18 und 60 Jahren.
Ziel des Projektes ist die Stärkung der Frauen durch Erweiterung ihrer Kompetenzen. Dabei geht es in erster Linie um handwerkliche Kompetenzen sowie das Zusammenkommen von Frauen mit unterschiedlichen Erfahrungen und Hintergründen. Die Schulung aller Sinne und der Feinmotorik ist dabei von immenser Wichtigkeit. Zum anderen bietet das Projekt Raum für die Entfaltung des Selbstbewusstseins aller Teilnehmerinnen, insbesondere derjenigen, die sich in deutschsprachiger Umgebung zurechtfinden sollen.
Durch den Erfahrungsaustausch in deutscher Sprache wird zudem eine integrationsfördernde Atmosphäre geschaffen.
10 bis 15 Frauen treffen sich einmal wöchentlich zur gemeinsamen Handarbeit. Der Kurs wird von erfahrenen Schneiderinnen ehrenamtlich geführt. Sie leiten die Übungen zum Erlernen der Grundtechniken.
Außerdem ist eine übergreifende Vernetzung mit Frauen aus unterschiedlichen Gemeinden geplant. Das Projekt soll in den sozialen Medien publik gemacht werden. Zudem wird eine, unter den pandemiebedingten Einschränkungen erlaubte, Präsentation der Arbeiten zum Abschluss der jeweiligen Projekte angestrebt.
Das Projekt wird von der Verwaltung als förderfähig bewertet.
Förderhöhe: 1.000,00 Euro.
Projektantrag Nr. 15
ADNA e.V.
„Black History Month – Vorträge über Projekte in Afrika“
Beantragt: 1.880,00 Euro
Der Monat Februar ist traditionell „Black History Month”. Vor allem in den USA, Kanada und Großbritannien wird in diesem Monat an Schwarze Geschichte erinnert. Seit den 1990er-Jahren findet der „Black History Month“ auch in Deutschland mehr und mehr Aufmerksamkeit. Geschichte, Kultur und Errungenschaften von Schwarzen Menschen sollen in den Blick genommen und gewürdigt werden.
Das vorliegende Projekt richtet sich an Kinder und Jugendliche, die sich für den afrikanischen Kontinent interessieren. Außerdem werden Menschen afrikanischer Abstammung, die sich über ihre eigene Geschichte informieren wollen, eingeladen. Es werden ungefähr 40 Personen erwartet.
Ziel des Projektes ist die Stärkung von Menschen afrikanischer Abstammung und der Abbau von Vorurteilen gegenüber dem afrikanischen Kontinent.
Anhand von Beispielen von Projekten in Afrika – hier konkret in Nigeria und Kongo – soll ein Perspektivwechsel auf den Kontinent gefördert werden.
Außerdem soll die Deutsch-Afrikanische Generation, die hier geboren und aufgewachsen ist, mehr über die Heimat ihrer Eltern erfahren. Dies soll langfristig ihre Potenziale fördern.
Das Projekt wird von der Verwaltung als förderfähig bewertet.
Förderhöhe: 1.880,00 Euro.
Projektantrag Nr. 16
ADNA e.V.
„Black History Month – Kochprojekt“
Beantragt: 2.320,00 Euro
Erläuterungen zum „Black History Month“: siehe Ausführungen zu Projektantrag Nr. 15.
Auch dieses Projekt richtet sich an die gleiche Zielgruppe wie in Projektantrag Nr. 15.
Ziel des Projektes ist die Darstellung der kulinarischen Vielfalt des afrikanischen Kontinentes.
Durch die Kombi-Veranstaltung Kochshow und Vorträge soll die aktive Auseinandersetzung mit dem Thema der fairen Beschaffung von Lebensmitteln gefördert werden.
Mit dem Projekt sollen Vorurteile gegenüberkulinarischer Vielfalt abgebautwerden.
Das Projekt wird von der Verwaltung als förderfähig bewertet.
Förderhöhe: 2.320,00 Euro.
Auswirkungen
Finanzielle Auswirkungen
JA | NEIN | ||
x |
Investive Auswirkungen | Ansatz 20xx | Fortgeschriebener Ansatz 20xx | Ansatz 20xx ff. | Fortgeschriebener Ansatz 20xx ff. | Gesamtbedarf (alt) | Gesamtbedarf (neu) | |
Einzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Auszahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Ergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
+ Verbesserung / - Verschlechterung | 0 | 0 | |||||
Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | ||||||
konsumtive Auswirkungen | Ansatz 20xx | Fortgeschriebener Ansatz 20xx | Ansatz 20xx ff. | Fortgeschriebener Ansatz 20xx ff. | Folge-kosten (alt) | Folge-kosten (neu) | |
Ertrag | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Personal-/ Sachaufwand | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Abschreibungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Ergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
+ Verbesserung / - Verschlechterung | 0 | 0 | |||||
Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | ||||||
Zum PSP-Element 4-050501-901-3/53180000 „Integrationsmaßnahmen“ stehen in 2022 insgesamt 150.000,00 Euro zur Verfügung.
Klimarelevanz
Bedeutung der Maßnahme für den Klimaschutz/Bedeutung der Maßnahme für die
Klimafolgenanpassung (in den freien Feldern ankreuzen)
Zur Relevanz der Maßnahme für den Klimaschutz
Die Maßnahme hat folgende Relevanz:
keine | positiv | negativ | nicht eindeutig |
x |
Der Effekt auf die CO2-Emissionen ist:
gering | mittel | groß | nicht ermittelbar |
x |
Zur Relevanz der Maßnahme für dieKlimafolgenanpassung
Die Maßnahme hat folgende Relevanz:
keine | positiv | negativ | nicht eindeutig |
x |
Größenordnung der Effekte
Wenn quantitative Auswirkungen ermittelbar sind, sind die Felder entsprechend anzukreuzen.
Die CO2-Einsparung durch die Maßnahme ist (bei positiven Maßnahmen):
gering | unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels) | ||
mittel | 80 t bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels) | ||
groß | mehr als 770 t / Jahr(über 1% des jährl. Einsparziels) |
Die Erhöhung der CO2-Emissionen durch die Maßnahme ist (bei negativen Maßnahmen):
gering | unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels) | ||
mittel | 80 bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels) | ||
groß | mehr als 770 t / Jahr (über 1% des jährl. Einsparziels) |
Eine Kompensation der zusätzlich entstehenden CO2-Emissionen erfolgt:
vollständig | |||
überwiegend (50% - 99%) | |||
teilweise (1% - 49 %) | |||
nicht | |||
nicht bekannt |
Technische Details
ID: 116459
OParl URL:http://ratsinfo.aachen.de/public/oparl/agendaItems?id=116459
Hauptdokument
Sammeldokument öffentlich
2022-11-15 FB 56_0237_WP18 Vergabe von Mitteln SAO.pdf
17.11.2024
11.7 MB
Metadaten
- TOP
- Ö 7
- Sitzung
- Sitzung des Integrationsrates
- Gremium
- Ausschuss für Chancengerechtigkeit und Integration
- Datum
- Mi., 07.12.2022
- Uhrzeit
- 17:00
- Anlass
- Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
- Vorlage
- Entscheidungsvorlage
- Beratung
- öffentlich
- Status
- gemischt
- Vorlageart
- Entscheidungsvorlage
- Federführend
- FB 56 - Fachbereich Wohnen, Soziales und Integration
- Geändert
- 9.2.2026
- Inhalt abgerufen
- 9. Februar 2026 um 11:22