Forstwirtschaftsplan 2023
FB 36/0225/WP18 · Kenntnisnahme
Beratung
Herr Bezirksbürgermeister Ferrari eröffnet den TOP.
Herr Dr. Krämer (Fachbereich Umwelt) erläutert zum Thema entsprechend der vorliegenden Tischvorlage.
Frau Conradt fragt, ob man sich bezüglich der Beanspruchung der Wege und Wurzeln durch Biker einigen konnte.
Laut Herrn Dr. Krämer wurde eine Machbarkeitsstudie durch die StädteRegion durchgeführt, dessen Ergebnis eine Biker-Karte ist. Das Projekt wurde von der beauftragten Firma bisher nicht weitergeführt, soll aber geschehen.
Herr Bezirksbürgermeister Ferrari wirft die Frage nach der Behandlung von E-Bikes im Wald auf.
E-Motoren seien im Wald nicht zulässig. Es ist wichtig, dass im Wald mit E-Motor nicht, bzw. angepasst gefahren wird.
Herr Dr. Krämer bestätigt. Die Geschwindigkeit solcher Räder ist im Wald ein Problem. S-Pedelecs sind im Wald verboten, E-Bikes befinden sich derzeit in einer Grauzone.
Fraglich ist nach Herrn Klopstein, ob die nicht mehr so starke Angepasstheit der heimischen Bäume durch den Klimawandel ein Problem darstellt.
Eine genaue Antwort hierzu ist nicht zu geben, so Herr Dr. Krämer. Seinem Gefühl nach sind die Bäume jedoch trotz Klimawandel gut aufgestellt. Lediglich könnte die Buche an Südhängen aufgrund von Trockenheit und einer hohen Sonneneinstrahlung schwächeln.
Herr Dr. Otten fragt, ob Herr Dr. Krämer mit dem Verhalten der Jäger in den Aachener Wäldern zufrieden ist.
Hierzu führt Herr Dr. Krämer aus, dass der Aachener Stadtwald in der eigenen Bejagung ist.
Jagtgäste werden beteiligt. Dieses Vorgehen klappt gut. Der Münsterwald ist verpachtet. Schäden allgemein kommen hin und wieder vor, diese lassen sich nicht gänzlich vermeiden. Im Ganzen sieht Herr Dr. Krämer die Situation als positiv.
Herr Deloie erklärt, dass E-Bikes gegenüber S-Pedelec als Fahrräder gelten, da diese nur eine Trittkraftunterstützung geben. Man könnte eine Kampagne zum angemessenen Fahren ggf. durch die Polizei durchführen lassen.
Herr Bezirksbürgermeister Ferrari begrüßt diese Idee.
Herr Wallraven erkundigt sich konkret nach Schwarzwildschäden.
Diese kommen lt. Herrn Dr. Krämer hin und wieder vor, seien aber aufgrund der wenigen Freiflächen im Wald gut im Griff.
Herr Hasse findet die Idee des Herrn Deloie gut. Die Einbeziehung der Fahrradinitiative könnte hilfreich sein.
Auf Nachfrage des Bezirksbürgermeisters erläutert Herr Dr. Krämer, dass der Kastanienbestand nicht sonderlich relevant sei, da der hiesige Bestand verhältnismäßig klein ist.
Weitere Fragen bestehen nicht. Die Bezirksvertretung nimmt einstimmig zur Kenntnis.
Beschluss
Beschlussvorschlag
Beschlussvorschlag:
Die Bezirksvertretung Aachen-Mitte nimmt den Forstwirtschaftsplan für das Forstwirtschaftsjahr 2023 für den Stadtwald zustimmend zur Kenntnis.
In Vertretung
Heiko Thomas
(Umweltdezernent)
Erläuterungen
Erläuterungen:
Die Kommune erstellt gemäß Landesforstgesetz NRW jährlich einen Forstwirtschaftsplan. Dieser setzt die jährlich aus dem 10-jährigen Betriebsplan (Forsteinrichtungswerk) erwachsenden Einzelmaßnahmen zur Erfüllung der forstbetrieblichen Ziele fest.
Die Ziele einer nachhaltigen Forstwirtschaft umfassen die Gesamtheit aller Forderungen, die der Forstbetrieb für Eigentümer und Allgemeinheit in Zukunft erfüllen soll. Insbesondere die Erfüllung der Ökosystemleistungen in Form von Kaltluftproduktion, CO2 – Senke und Erholung sind bei einem so stadtnah liegenden Wald von Bedeutung zu. Aber auch der Erhalt des Ökosystems Wald als Lebensraum für viele Pflanzen und Tiere oder die Bereitstellung des hochwertigen Rohstoffes Holz sind von hohem gesellschaftlichem Wert.
Rückblick auf das Forstwirtschaftsjahr (FWJ) 2022 (Plan-Ist-Vergleich)
Im Vergleich zum langjährigen Mittel war das Jahr 2022 erneut zu warm und zu trocken. Während die Böden von Beginn bis Mitte 2022 einigermaßen gut mit Wasser versorgt waren, verloren Sie im weiteren Jahresverlauf an Feuchtigkeit. Die zu geringen Niederschläge während der Vegetationszeit setzten dem Wald in der zweiten Jahreshälfte abermals zu. Die zunächst zögerliche Ausbreitung des Borkenkäfers erhielt in den Monaten Oktober/November neuen Schwung und führte zu weiteren Kalamitäten. Aber nicht nur die Fichtenwälder litten unter der Trockenheit. Auch die Kronen unserer Laubbäume zeigten im Jahresverlauf Stresssymptome in Form von Verlichtungserscheinungen, verursacht durch Blatt- und Feinastverluste.
Die Planvorgaben zur Pflanzung, zur Kulturpflege, zur Jungbestandspflege und zum Verbissschutz wurden nahezu passgenau umgesetzt.
An dieser Stelle sei erwähnt, dass die vertraglich gebundenen Weißtannen in diesem Jahr nicht abgerufen wurden, sondern nach Verhandlung kostenfrei an die Baumschule zurückgingen. Dem Gemeindeforstamt fehlten Ressourcen zur Vorbereitung, Durchführung und Pflege des Tannen-Voranbaus.
Auswirkungen
Finanzielle Auswirkungen
JA | NEIN | ||
x |
Investive Auswirkungen | Ansatz 20xx | Fortgeschriebener Ansatz 20xx | Ansatz 20xx ff. | Fortgeschriebener Ansatz 20xx ff. | Gesamtbedarf (alt) | Gesamtbedarf (neu) | |
Einzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Auszahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Ergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
+ Verbesserung / - Verschlechterung | 0 | 0 | |||||
Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | ||||||
konsumtive Auswirkungen | Ansatz 20xx | Fortgeschriebener Ansatz 20xx | Ansatz 20xx ff. | Fortgeschriebener Ansatz 20xx ff. | Folge-kosten (alt) | Folge-kosten (neu) | |
Ertrag | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Personal-/ Sachaufwand | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Abschreibungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Ergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
+ Verbesserung / - Verschlechterung | 0 | 0 | |||||
Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | ||||||
Weitere Erläuterungen (bei Bedarf):
Klimarelevanz
Bedeutung der Maßnahme für den Klimaschutz/Bedeutung der Maßnahme für die
Klimafolgenanpassung (in den freien Feldern ankreuzen)
Zur Relevanz der Maßnahme für den Klimaschutz
Die Maßnahme hat folgende Relevanz:
keine | positiv | negativ | nicht eindeutig |
x |
Der Effekt auf die CO2-Emissionen ist:
gering | mittel | groß | nicht ermittelbar |
x |
Zur Relevanz der Maßnahme für dieKlimafolgenanpassung
Die Maßnahme hat folgende Relevanz:
keine | positiv | negativ | nicht eindeutig |
x |
Größenordnung der Effekte
Wenn quantitative Auswirkungen ermittelbar sind, sind die Felder entsprechend anzukreuzen.
Die CO2-Einsparung durch die Maßnahme ist (bei positiven Maßnahmen):
gering | unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels) | ||
mittel | 80 t bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels) | ||
groß | mehr als 770 t / Jahr(über 1% des jährl. Einsparziels) |
Die Erhöhung der CO2-Emissionen durch die Maßnahme ist (bei negativen Maßnahmen):
gering | unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels) | ||
mittel | 80 bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels) | ||
groß | mehr als 770 t / Jahr (über 1% des jährl. Einsparziels) |
Eine Kompensation der zusätzlich entstehenden CO2-Emissionen erfolgt:
vollständig | |||
überwiegend (50% - 99%) | |||
teilweise (1% - 49 %) | |||
nicht | |||
x | nicht bekannt |
Technische Details
ID: 116649
OParl URL:http://ratsinfo.aachen.de/public/oparl/agendaItems?id=116649
Hauptdokument
Sammeldokument öffentlich
2022-11-17 FB 36_0225_WP18 Forstwirtschaftsplan SAO.pdf
19.10.2024
131.5 KB
Metadaten
- TOP
- Ö 7
- Sitzung
- Sitzung der Bezirksvertretung Aachen-Mitte
- Gremium
- Bezirksvertretung Aachen-Mitte
- Datum
- Mi., 07.12.2022
- Uhrzeit
- 17:00
- Anlass
- Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
- Vorlage
- Kenntnisnahme
- Beratung
- öffentlich
- Status
- gemischt
- Vorlageart
- Kenntnisnahme
- Federführend
- FB 36 - Fachbereich Klima und Umwelt
- Geändert
- 9.2.2026
- Inhalt abgerufen
- 9. Februar 2026 um 11:25