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'Aachener Quartiere 4.0'

FB 02/0206/WP18 · Kenntnisnahme

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Beratungsergebnis:zur Kenntnis genommen

Beratung

Frau Keus von FB 02 und Herr Hagen vom Projektpartner ‘Sozialwerk Aachener Christen‘ (SAC) tragen anhand einer Präsentationen die – “trotz Corona guten“ – Ergebnisse vor. Frau Lang bewertet die dargestellte Quote positiv, trotz Corona habe man gute Erfolge erzielt. Schwierig sei es, immer von Projekt zu Projekt zu gehen. Auch Frau Dr. Schmeer findet die Quote beachtlich; in Zeiten des Arbeitskräftemangels sei die Qualifizierung überaus wichtig. Auch sie ist der Meinung, dass etabliert Projekte längerfristig gefördert werden müssten und wünscht viel Erfolg für eine mögliche Verlängerung. Herr Reinders würde es begrüßen, wenn in Aachen Photovoltaik-Projekte erstellt werden könnten. Auf seine Frage, wie viel von den 57 vermittelten Personen geblieben seien, erläutert Herr Hagen, dass sicher noch ca. 50 Personen im Job seien, nur zu 6-7 habe man keinen Kontaktmehr. Frau Keus führt im Hinblick auf die mehrfach erwähnte wünschenswerte Verlängerung aus, dass sich die Förderbedingungen nun leider wieder geändert hätten, so dass man auf neue Partner zugehen müsse. Herr Hagen betont, dass man sich gewünscht habe, auf dem bisherigen Projekt aufbauen zu können und ergänzt, dass alle Teilnehmer freiwillig gekommen seien. Herr von Thenen bedankt sich für den Vortrag und die geleistete Arbeit; er bietet an, das weitere Vorgehen bei der politischen Arbeit zu unterstützen. Herr Deutz dankt für die interessanten Ausführungen und betont, dass auch die Senioren gefördert werden müssten, z.B. bei der Heranführung an die Digitalisierung; er schlägt eine ‘Zielgruppe Senioren‘ vor. Auf Frage von Herrn Pilgram nach der geschlechtsspezifischen Aufteilung bei den Vermittelten erläutert Herr Hagen, dass ein Drittel Frauen und zwei Drittel Männer vermittelt wurden. Er betont, dass viele Frauen zum SAC gekommen seien, die nicht das Ansinnen hatten, in Arbeit zu kommen. Frau Keus ergänzt, dass man durch das Projekt auch Unternehmen habe sensibilisieren können. Abschließend betont Herr Dolan, dass er es begrüße, wenn ein Photovoltaik-Projekt Früchte tragen würde.

Beschluss

Der Ausschuss für Arbeit, Wirtschaft und Regionalentwicklung nimmt den Vortrag der Projektpartner zum BIWAQ IV-Projekt ‘Aachener Quartiere 4.0‘ zur Kenntnis.

Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:

Der Ausschuss für Arbeit, Wirtschaft und Regionalentwicklung nimmt den Vortrag der Projektpartner zum BIWAQ IV-Projekt ‘Aachener Quartiere 4.0‘ zur Kenntnis.

Erläuterungen

Aachener Quartiere 4.0

Das Projekt ‘Aachener Quartiere 4.0‘ ist ein Fördermittelprojekt im Rahmen der 4. Förderrunde des ESF-Bundesprogramms ‘Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier – BIWAQ‘ (BIWAQ IV). Das Projekt wurde im Zeitraum 01.01.2019 – 31.12.2022 von der Stadt Aachen, vertreten durch den Fachbereich Wirtschaft, Wissenschaft, Digitalisierung und Europa (FB02), der low-tec gemeinnützige Arbeitsmarktförderungsgesellschaft Düren mbH und dem Sozialwerk Aachener Christen e. V. durchgeführt. Das Projektgebiet erstreckte sich über Aachen-Nord und Aachen-Ost. Insgesamt stand dem Projekt über den gesamten Zeitraum ein Budget von 1,9 Mio. € zur Verfügung, das zu 90% aus nicht rückzahlbaren Zuwendungen bestand.

Ziel des Projekts war es einerseits langzeitarbeitslose und digital unerfahrene Bürger*innen an die digitalisierte (Arbeits-)Welt heranzuführen und andererseits durch Veranstaltungen ein Netzwerk aus ansässigen Unternehmen zu schaffen und diesen Möglichkeiten für einen stärkeren Kontakt zu den im Projektgebiet wohnhaften Bürger*innen zu bieten.

Das Projekt war hierfür in zwei Handlungsfelder aufgeteilt:

Im Handlungsfeld 1 ‘Nachhaltige Integration in Beschäftigung‘ konnten die Teilnehmer*innen durch Schulungen, angeleitete Tätigkeiten und sozialpädagogische Betreuung ihre digitalen, fachpraktischen und sozialen Kompetenzen ausbauen, um ihre Arbeitsmarktchancen zu verbessern. Die Angebote wurden zum einen im vom Sozialwerk betriebenen ‘Digital Camp Aachen-Nord‘ (DC) und zum anderen im ‘Trainingscamp Industrie 4.0‘ (TC) der low-tec durchgeführt.

Das Digital Camp bot als partizipative Lernwerkstatt für PC und digitale Medien individuelle Förderungen im Bereich Software (Bspw. MS-Office, Skype, Zoom aber auch Bildbearbeitung und digitale Antragsstellungen), wohingegen das Trainingscamp Industrie 4.0 eine kreative Lernumgebung für moderne Produktionsformen im digitalen Kontext mit sozialpädagogischer Begleitung und Berufswegeplanung für die Teilnehmenden darstellte. Diese Angebote und Förderungen ermöglichten 57 Teilnehmer*innen den Zugang zum 1. Arbeitsmarkt.

Im Handlungsfeld 2 ‘Stärkung der lokalen Ökonomie‘ konnten ca. 40 Unternehmen aus dem Projektgebiet erreicht werden. Durch diverse Veranstaltungen und Netzwerkabende konnten diese Unternehmen nicht nur Kontakte untereinander knüpfen, sondern auch zu den Bürger*innen aus den Quartieren. Eine besondere Rolle kam hierbei den beiden durchgeführten „Aktionstagen der Wirtschaft“ zu, bei denen Vereine und soziale Einrichtungen aus dem Projektgebiet mit Unterstützung der Unternehmen Projekte umsetzten, für die ihnen ansonsten die Arbeitskraft und/oder das Know-How gefehlt hätten. Insgesamt konnten so in zwei Jahren 26 Projekte durch 19 Unternehmen und 13 soziale Einrichtungen umgesetzt werden.

Insgesamt konnten im Laufe des Projektes 372 Personen im Alter von 28-64 Jahren in ihren digitalen Fähigkeiten geschult und sozialpädagogisch betreut werden. Zusätzlich konnten nachhaltige Verbindungen zwischen Unternehmen und der Bürgerschaft im Projektgebiet angestoßen werden. Das Projekt hat damit trotz der herausfordernden pandemiebedingten Umstände seine Ziele erreicht und kann Ende Dezember 2022 erfolgreich beendet werden.

Für die nächste Förderperiode ist ein Nachfolgeantrag geplant, bei dem der Fokus auf einer Qualifizierung zum/r Photovoltaik-Montage-Helfer*in liegen soll. Diese Qualifizierung soll von der Handwerkskammer Aachen zertifiziert werden, um nachhaltige und zukunftsfähige Entwicklungschancen für die Teilnehmer*innen zu schaffen. Hierfür finden aktuell bereits intensive Gespräche mit den Projektpartner*innen sowie dem Jobcenter der Städteregion Aachen, der Handwerkskammer und den Innungen der Kreishandwerkerschaft statt. Mit diesem geschaffenen Qualifizierungsangebot trägt das Projekt zur Lösung des Fachkräftemangels und zur Fachkräfteentwicklung in nachhaltigen Berufsfeldern bei und leistet damit gleichzeitig einen Beitrag zur Erreichung der kommunalen und bundesweiten Klimaziele.

Über eine Fortführung des Projekts im Rahmen der nächsten Förderperiode wird der Ausschuss für Arbeit, Wirtschaft und Regionalentwickelt entsprechend informiert werden.

Auswirkungen

Finanzielle Auswirkungen

JA

NEIN

x

Investive Auswirkungen

Ansatz

20xx

Fortgeschriebener Ansatz 20xx

Ansatz 20xx ff.

Fortgeschriebener Ansatz 20xx ff.

Gesamt­bedarf (alt)

Gesamt­bedarf (neu)

Einzahlungen

0

0

0

0

0

0

Auszahlungen

0

0

0

0

0

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Ergebnis

0

0

0

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0

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+ Verbesserung /

- Verschlechterung

0

0

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

konsumtive Auswirkungen

Ansatz

20xx

Fortgeschriebener Ansatz 20xx

Ansatz 20xx ff.

Fortgeschriebener Ansatz 20xx ff.

Folge-kosten (alt)

Folge-kosten (neu)

Ertrag

0

0

0

0

0

0

Personal-/

Sachaufwand

0

0

0

0

0

0

Abschreibungen

0

0

0

0

0

0

Ergebnis

0

0

0

0

0

0

+ Verbesserung /

- Verschlechterung

0

0

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Weitere Erläuterungen (bei Bedarf):


Klimarelevanz

Bedeutung der Maßnahme für den Klimaschutz/Bedeutung der Maßnahme für die

Klimafolgenanpassung (in den freien Feldern ankreuzen)

Zur Relevanz der Maßnahme für den Klimaschutz

Die Maßnahme hat folgende Relevanz:

keine

Positiv

negativ

nicht eindeutig

x

Der Effekt auf die CO2-Emissionen ist:

gering

Mittel

groß

nicht ermittelbar

x

Zur Relevanz der Maßnahme für dieKlimafolgenanpassung

Die Maßnahme hat folgende Relevanz:

keine

positiv

negativ

nicht eindeutig

x

Größenordnung der Effekte

Wenn quantitative Auswirkungen ermittelbar sind, sind die Felder entsprechend anzukreuzen.

Die CO2-Einsparung durch die Maßnahme ist (bei positiven Maßnahmen):

gering

unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels)

mittel

80 t bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels)

groß

mehr als 770 t / Jahr(über 1% des jährl. Einsparziels)

Die Erhöhung der CO2-Emissionen durch die Maßnahme ist (bei negativen Maßnahmen):

gering

unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels)

mittel

80 bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels)

groß

mehr als 770 t / Jahr (über 1% des jährl. Einsparziels)

Eine Kompensation der zusätzlich entstehenden CO2-Emissionen erfolgt:

vollständig

überwiegend (50% - 99%)

teilweise (1% - 49 %)

nicht

nicht bekannt

Technische Details

Hauptdokument

Sammeldokument öffentlich

2022-12-12 FB 02_0206_WP18 _Aachener Quartiere SAO.pdf

23.11.2024

137.7 KB

Metadaten

TOP
Ö 6
Sitzung
Sondersitzung des Ausschusses für Arbeit, Wirtschaft und Regionalentwicklung
Gremium
Ausschuss für Arbeit, Wirtschaft und Regionalentwicklung
Datum
Di., 10.01.2023
Uhrzeit
17:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Kenntnisnahme
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Kenntnisnahme
Federführend
FB 02 - Fachbereich Wirtschaft, Wissenschaft, Digitalstadt und Europa
Geändert
8.2.2026
Inhalt abgerufen
8. Februar 2026 um 17:43