Sichere Perspektiven für die Kinder- und Jugendarbeit in der Energiekrise, Antrag zur Tagesordnung der CDU-Fraktion vom 31.01.2023
FB 45/0327/WP18 · Kenntnisnahme
Beratung
Ergänzend zur Vorlage liegt eine begleitende E-Mail von Frau Jansen aus (s. Anlage zur Niederschrift im Ratsinformationssystem).
Herr Brötz erläutert, dass in der Vorlage auf noch ausstehende Fördermittel von Seiten des Landes verwiesen worden sei. Diese seien zwischenzeitlich im Rahmen des sogenannten Stärkungspaktes NRW eingegangen und es werde eine entsprechende Vorlage in die morgige Sitzung des Hauptausschusses eingebracht. Die Verwaltung sei davon ausgegangen, dass das Land die freien Träger explizit mit einer eigenen Förderrichtlinie berücksichtigen würden, dies sei jedoch nicht der Fall. Daher sei verwaltungsintern die Entscheidung getroffen worden – welche durch den Hauptausschuss mitgetragen werden müsse -, die Mittel aus dem Stärkungspakt hälftig den freien Trägern der Jugendhilfe zur Verfügung zu stellen. Die Auszahlung solle nach einem Antragsprinzip erfolgen. Da die Richtlinie eine sehr knappe Zeitschiene für den Mittelabruf und -verwendung vorgebe, werde das Antragsverfahren unmittelbar nach der Entscheidung des Hauptausschusses beginnen. Anträge müssten bis zum 30.06.2023 bei der Verwaltung eingehen, die Mittel bis zum 30.09.2023 verplant und bis zum 31.12.2023 ausgegeben sein. Dies sei zwar sehr sportlich, aber er sei optimistisch, dass dies gelänge. Bei der Antragstellung müsse analysiert bzw. differenziert werden, was Sach- und was Personalkosten seien. Unstreitig seien die bereits entstandenen Kostensteigerungen im Sachkostenbereich. Bei den möglichen Personalkostensteigerungen müssten die derzeit laufenden Tarifverhandlungen und ihre Ergebnisse abgewartet werden. Es sei noch nicht absehbar, ob bereits in 2023 Steigerungen anstehen und unterjährig nachgesteuert werden müsse oder ob diese Steigerungen im Rahmen der kommenden Haushaltsberatungen ab 2024 aufgenommen werden könnten.
Frau Scheidt dankt Herrn Brötz für die Ausführungen, bemerkt allerdings, dass dies wieder zusätzliche Arbeit für Träger und Antragstellende bedeute.
Herr Tillmanns schließt sich dem Dank an und begrüße den Stärkungspakt. Er gehe davon aus, dass die Mittel zügig bei den offenen Jugendeinrichtungen ankommen werde. Gleichzeitig appelliert er, darauf zu achten, dass die Einrichtungen in diesem Jahr gut unterstützt werden. Sofern eine unterjährige Nachjustierung aufgrund von eintretenden Personalkostensteigerungen notwendig würde, erkundigt er sich nach der konkreten, praktischen Umsetzung und woher diese zusätzlichen Mittel entnommen werden könnten.
Frau Scheidt erläutert, dass dies zum jetzigen Zeitpunkt nicht pauschal beantwortet werden könne, die Verhandlungen seien auch noch nicht abgeschlossen. Sie sei aber zuversichtlich, dass die Verwaltung und der Kinder- und Jugendausschuss frühzeitig in einen Austausch kommen und entstehende Bedarfe ausgleichen werde, sofern dies erforderlich sei.
Herr Tillmanns erkundigt sich danach, ob es bereits Überlegungen innerhalb der Verwaltung dahingehend gehe, wie dieses Szenario bewältigt werden könne.
Herr Brötz erläutert, dass – sofern sich in diesem Jahr noch signifikante Personalkostensteigerungen ergeben würden – die Kämmerei ein Gesamtkonzept entwickeln werde mit dem Ziel, eine gesamtstädtische Lösung zu entwickeln. Da der Ausgang der Tarifverhandlungen nicht vorhergesagt werden könne, sei es nicht seriös, wenn die Verwaltung bereits jetzt für den Teilbereich der Jugendhilfe eine eigene Lösung entwickeln würde.
Beschluss
Beschlussvorschlag
Beschlussvorschlag:
Der Kinder- und Jugendausschuss nimmt die Ausführungen der Verwaltung zur Kenntnis.
Erläuterungen
Erläuterungen:
Mit Ratsantrag vom 25.01.2023 (Nr. 323/18) beantragt die CDU Fraktion im Rat der Stadt Aachen, dass der Rat folgenden Beschluss fasst:
Die Verwaltung wird beauftragt, Förderlichtlinien für einen Energiekosten-Zuschuss-Fonds zu Gunsten der in Aachener vorhandenen Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit zu erarbeiten und dem Kinder- und Jugendausschuss vorzustellen.
Mit Schreiben vom 31.01.2023 beantragt die CDU Fraktion für die Sitzung am 14.02.2023 diesen Ratsantrag als Tagesordnungspunkt vorzusehen und bittet um schriftliche Stellungnahme der Verwaltung.
Dieser Bitte kommt die Verwaltung wie folgt nach:
Der vorstehende Ratsantrag wurde am 01.02.2023 im Rat der Stadt Aachen angenommen und beschlossen und in der Folge an den zuständigen Fachausschuss (Kinder- und Jugendausschuss) verwiesen.
Auf Grundlage dieses Ratsantrages plant die Verwaltung wie folgt vorzugehen:
1.Fördermittel:In Abstimmung mit der Finanzsteuerung werden derzeit verschiedene Fördermittelzusagen des Landes zur Abfederung der Energiefolgekosten im Bereich der sozialen Angebote geprüft und damit verbunden ggfls, mögliche Fördermittel für die in Rede stehenden Bedarfe akquiriert
2.Bedarfsklärung:
Parallel dazu wird die Verwaltung neben der Auswertung der zwischenzeitlich eintreffenden Verwendungsnachweise für das Jahr 2022 eine Abfrage inclusive der damit verbundenen Belege über die jeweiligen Entwicklungen der Kosten der Einrichtungen im Energiebereich vornehmen. Auf Basis der Ergebnisse zu 1 und 2 wird die Verwaltung sowohl den Umfang, möglicher notwendige kommunale Mittel als auch ein Konzept zur entsprechenden Beantragung erstellen.
In diesem Kontext wird auch der Antrag der AGOT mit bearbeitet, der ebenfalls als Anlage beigefügt ist.
Die Verwaltung wird hierzu entsprechend berichten und nach Abschluss eine Beschlussvorlage in den Kinder- und Jugendausschuss einbringen.
Auswirkungen
Finanzielle Auswirkungen
JA | NEIN | ||
x |
Investive Auswirkungen | Ansatz 20xx | Fortgeschriebener Ansatz 20xx | Ansatz 20xx ff. | Fortgeschriebener Ansatz 20xx ff. | Gesamtbedarf (alt) | Gesamtbedarf (neu) | |
Einzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Auszahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Ergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
+ Verbesserung / - Verschlechterung | 0 | 0 | |||||
Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | ||||||
konsumtive Auswirkungen | Ansatz 20xx | Fortgeschriebener Ansatz 20xx | Ansatz 20xx ff. | Fortgeschriebener Ansatz 20xx ff. | Folge-kosten (alt) | Folge-kosten (neu) | |
Ertrag | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Personal-/ Sachaufwand | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Abschreibungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Ergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
+ Verbesserung / - Verschlechterung | 0 | 0 | |||||
Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | ||||||
Weitere Erläuterungen (bei Bedarf):
Klimarelevanz
Bedeutung der Maßnahme für den Klimaschutz/Bedeutung der Maßnahme für die
Klimafolgenanpassung (in den freien Feldern ankreuzen)
Zur Relevanz der Maßnahme für den Klimaschutz
Die Maßnahme hat folgende Relevanz:
keine | positiv | negativ | nicht eindeutig |
x |
Der Effekt auf die CO2-Emissionen ist:
gering | mittel | groß | nicht ermittelbar |
x |
Zur Relevanz der Maßnahme für dieKlimafolgenanpassung
Die Maßnahme hat folgende Relevanz:
keine | positiv | negativ | nicht eindeutig |
x |
Größenordnung der Effekte
Wenn quantitative Auswirkungen ermittelbar sind, sind die Felder entsprechend anzukreuzen.
Die CO2-Einsparung durch die Maßnahme ist (bei positiven Maßnahmen):
gering | unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels) | ||
mittel | 80 t bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels) | ||
groß | mehr als 770 t / Jahr(über 1% des jährl. Einsparziels) |
Die Erhöhung der CO2-Emissionen durch die Maßnahme ist (bei negativen Maßnahmen):
gering | unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels) | ||
mittel | 80 bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels) | ||
groß | mehr als 770 t / Jahr (über 1% des jährl. Einsparziels) |
Eine Kompensation der zusätzlich entstehenden CO2-Emissionen erfolgt:
vollständig | |||
überwiegend (50% - 99%) | |||
teilweise (1% - 49 %) | |||
nicht | |||
x | nicht bekannt |
Abstimmungsergebnis
Technische Details
ID: 118282
OParl URL:http://ratsinfo.aachen.de/public/oparl/agendaItems?id=118282
Hauptdokument
Sammeldokument öffentlich
2023-02-01 FB 45_0327_WP18 Sichere Perspektiven SAO.pdf
19.11.2024
1.0 MB
Metadaten
- TOP
- Ö 13
- Sitzung
- Gemeinsame Sitzung des Kinder- und Jugendausschusses mit dem Ausschuss für Schule und Weiterbildung
- Gremium
- Kinder- und Jugendausschuss
- Datum
- Di., 14.03.2023
- Uhrzeit
- 17:00
- Anlass
- Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
- Vorlage
- Kenntnisnahme
- Beratung
- öffentlich
- Status
- gemischt
- Vorlageart
- Kenntnisnahme
- Federführend
- FB 45 - Fachbereich Kinder, Jugend und Schule
- Zusätze
- verschoben vom 14.02.2023
- Geändert
- 8.2.2026
- Inhalt abgerufen
- 8. Februar 2026 um 18:48
Beschlussdokument
Sammeldokument öffentlich
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