"Harmonisierung von Asset-Daten in einem Kommunalen Infrastruktur-Zwilling zur effizienten Gestaltung von Planungs- und Baumaßnahmen" - Vorstellung des Förderprojektes „Kom.IT“
FB 61/0627/WP18 · Kenntnisnahme
Beratung
Herr Pielen und Herr Schniedermann vom FB 61 präsentieren zum Thema.
Ausschussvorsitzende Wenzel möchte gerne wissen, ob man nach Abschluss des Projektzeitraums von 3 Jahren denn auch schon Ergebnisse sehen könne.
Dies wird von Herrn Pielen bejaht, auch wenn man sicherlich über den Projektzeitraum hinaus denke.
Das Programm mit seinen Daten gebe einem Handlungsmacht so Herr van den Hurk. Schließlich müsse auch jetzt schon viel erneuert werden.
Er frage sich jedoch, wer alles Zugriff auf die Daten habe.
Dies sei zunächst nur die Verwaltung erklärt Herr Pielen. In einem zweiten Schritt würden einzelne Datensätze freigegeben. Hierfür und insgesamt würden im Kontext des Projektes auch die Haftungsrechtlichen Fragen, die mit der offenen Verwendung der Daten einhergehen, geprüft.
Das Programm passe gut zu dem bereits vorgestellten Mängelmelder findet Ratsherr Neumann. Man solle jedoch im Idealfall nicht nur die Floating Car Daten nutzen, sondern auch die Daten anderer Nutzer*innengruppen.
Herr Nositschka erkundigt sich, inwiefern vorgesehen ist, künftig auch nach dem Abschluss einer Baustelle die Daten dort einzuspeisen um ein lernendes System zu erhalten.
Dies sei derzeit noch nicht genauer geplant, antwortet Herr Schniedermann. Es sei aber sicher hilfreich zu gegebener Zeit auch diese Daten dort zu erfassen.
Ratsherr Fischer möchte gerne wissen, wie die Fördermittel dieses Projekts aufgeteilt sind und wie vollständig die Daten der Leistungsnetzträger seien, da ja keine Verpflichtung zur Datenbereitstellung bestehe. Außerdem frage er sich, ob die Daten dann bis zu den Hausanschlüssen reichten und ob man das Ganze mit den Daten zu den Konzessionen verknüpfen könne.
40% der Fördermittel seien für Personalkosten vorgesehen erläutert Herr Pielen, der Rest teile sich auf auf Bürgerbeteiligung, Rechtsgutachten, Kosten für Anwendungen und Visualisierungen.
Ergänzend führt Herr Schniedermann an, dass die Regionetz als Partner verpflichtet sei, die Daten zur Verfügung zu stellen und man darauf hoffe, die privaten Unternehmen mit den Vorteilen der Synergieeffekte zu überzeugen.
Erstmal wolle man sich allerdings auf die Projektpartner konzentrieren.
Frau Strehle zeigt sich ebenfalls begeistert von dem Projekt und erhofft sich einen erheblichen Mehrwert für die tägliche Arbeit.
Das Thema der Konzessionen werde man dabei sukzessive rechtssicher mit einbauen.
Ratsfrau Breuer möchte wissen, ob man mit diesen Daten, die nun in dem neuen Programm erhoben würden, das derzeitige Baustellenchaos auf den Straßen hätte vermeiden können.
Man dürfe jedoch nicht vergessen, dass derzeit ein Sanierungsstau von ca. 20 Jahren abgearbeitet werde. Sie erhoffe sich allerdings eine grundständig bessere Möglichkeit der Bewertung des Bestandes durch die zukünftigen Daten.
Herr Veltrup wünscht den Kollegen einen erfolgreichen Projektverlauf. Man habe bereits vor rund 10 Jahren einen ähnlichen Aufschlag gemacht, der damals leider nicht richtig umgesetzt werden konnte.
Auch Herr Hofmann begrüßt das Projekt, möchte allerdings gerne wissen, wie man technisch die Zustände der Kanäle messbar machen wolle.
Beigeordnete Burgdorff erklärt, dass man dieses Wissen sukzessive aufbauen und anwenden werde.
Beschluss
Beschlussvorschlag
Beschlussvorschlag:
Der Ausschuss für Wissenschaft und Digitalisierung nimmt die Ausführungen zur Kenntnis.
Der Mobilitätsausschuss nimmt die Ausführungen zur Kenntnis.
Erläuterungen
Erläuterungen:
Der Strukturwandel, die Notwendigkeit zur Erneuerung der leitungsgebundenen Infrastruktur sowie eine gewünschte Neuverteilung von Verkehrsflächen werden in den kommenden Jahren zu vielen neuen Planungs- & Bauvorhaben im Straßenraum führen. In diese Prozesse sind viele Beteiligte (insb. Netzbetreiber, städtische Fachdienststellen) involviert. Überwiegend nutzen diese dabei ihre eigenen (geschlossenen) Datenplattformen bzw. Anwendungen - der Datenaustausch findet manuell statt. Hierdurch entstehen hohe Informations- & Zeitverluste, Planungs-Kollisionen und somit letztlich erhebliche Beeinträchtigungen für Bürger*innen.
Die Stadt Aachen beteiligt sich aktuell gemeinsam mit der RegioIT, der RegioNetz, den Firmen Umlaut, DKSR, Cityscaper sowie dem RWTH-Institut ISAC am Förderprojekt „Kom.IT - Harmonisierung von Asset-Daten in einem Kommunalen Infrastruktur-Zwilling zur effizienten Gestaltung von Planungs- und Baumaßnahmen“. Im Rahmen der Innovationsinitiative mFUND wird dieses Projekt mit insgesamt rund 4,2 Millionen Euro und einer Laufzeit von drei Jahren durch das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) gefördert.
Das Ziel dieses Projektes ist die Zusammenführung kommunaler Asset-Daten wie den Ver-/Entsorgungsleitungen sowie von Straßeninfrastruktur und Stadtmobiliar in einer zentralen Plattform und in einem gemeinsamen Datenraum. Hierdurch erlangen alle Beteiligten tagesaktuellen und verlässlichen Zugriff auf notwendige Daten, wodurch erstmalig eine zentrale Arbeitsdatenplattform geschaffen wird, die zu einer effizienteren Durchführung von Planungs- & Baumaßnahmen führt. Zu diesem Zweck hiervon werden konkrete Anwendungen pilotiert und ein Datenraum zur Übertragbarkeit entworfen.Vorhandene Datensätze zu Straßen, Versorgungs- und Entsorgungsleitungen werden in eine zentrale "Open Urban Dataplatform" überführt, KI-basiert überlagert und validiert. Anhand konkreter Use-Cases wird anschließend ein Kollaborationsprozess für die kommunalen Beteiligten (intern) sowie für die Bürger*innen (extern) erarbeitet und umgesetzt. Durch die Vernetzung und Vereinheitlichung der kommunalen Asset-Daten in einer zentralen Plattform wird ein digitaler Zwilling „auf, unter und über der Straße“ erzeugt. Hiermit wird die Informationsverfügbarkeit für alle Beteiligten erhöht und damit die Planung und Durchführung von Bauvorhaben erheblich beschleunigt und besser aufeinander abgestimmt.
In den Ausschusssitzungen werden die Aktivitäten und Ziele des Projektes detailliert präsentiert.
Auswirkungen
Finanzielle Auswirkungen
JA | NEIN | ||
x |
Investive Auswirkungen | Ansatz 20xx | Fortgeschriebener Ansatz 20xx | Ansatz 20xx ff. | Fortgeschriebener Ansatz 20xx ff. | Gesamtbedarf (alt) | Gesamtbedarf (neu) | |
Einzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Auszahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Ergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
+ Verbesserung / - Verschlechterung | 0 | 0 | |||||
Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | ||||||
konsumtive Auswirkungen | Ansatz 20xx | Fortgeschriebener Ansatz 20xx | Ansatz 20xx ff. | Fortgeschriebener Ansatz 20xx ff. | Folge-kosten (alt) | Folge-kosten (neu) | |
Ertrag | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Personal-/ Sachaufwand | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Abschreibungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Ergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
+ Verbesserung / - Verschlechterung | 0 | 0 | |||||
Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | ||||||
Weitere Erläuterungen (bei Bedarf):
Klimarelevanz
Bedeutung der Maßnahme für den Klimaschutz/Bedeutung der Maßnahme für die
Klimafolgenanpassung (in den freien Feldern ankreuzen)
Zur Relevanz der Maßnahme für den Klimaschutz
Die Maßnahme hat folgende Relevanz:
keine | positiv | negativ | nicht eindeutig |
x |
Der Effekt auf die CO2-Emissionen ist:
gering | mittel | groß | nicht ermittelbar |
x |
Zur Relevanz der Maßnahme für dieKlimafolgenanpassung
Die Maßnahme hat folgende Relevanz:
keine | positiv | negativ | nicht eindeutig |
x |
Größenordnung der Effekte
Wenn quantitative Auswirkungen ermittelbar sind, sind die Felder entsprechend anzukreuzen.
Die CO2-Einsparung durch die Maßnahme ist (bei positiven Maßnahmen):
gering | unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels) | ||
mittel | 80 t bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels) | ||
groß | mehr als 770 t / Jahr(über 1% des jährl. Einsparziels) |
Die Erhöhung der CO2-Emissionen durch die Maßnahme ist (bei negativen Maßnahmen):
gering | unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels) | ||
mittel | 80 bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels) | ||
groß | mehr als 770 t / Jahr (über 1% des jährl. Einsparziels) |
Eine Kompensation der zusätzlich entstehenden CO2-Emissionen erfolgt:
vollständig | |||
überwiegend (50% - 99%) | |||
teilweise (1% - 49 %) | |||
nicht | |||
nicht bekannt |
Abstimmungsergebnis
Technische Details
ID: 118674
OParl URL:http://ratsinfo.aachen.de/public/oparl/agendaItems?id=118674
Hauptdokument
Sammeldokument öffentlich
2023-02-27 FB 61_0627_WP18 _Harmonisierung von SAO.pdf
23.10.2024
133.1 KB
Metadaten
- TOP
- Ö 5
- Sitzung
- Sitzung des Mobilitätsausschusses
- Gremium
- Mobilitätsausschuss
- Datum
- Do., 20.04.2023
- Uhrzeit
- 17:00
- Anlass
- Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
- Vorlage
- Kenntnisnahme
- Beratung
- öffentlich
- Status
- gemischt
- Vorlageart
- Kenntnisnahme
- Federführend
- FB 61 - Fachbereich Stadtentwicklung und Stadtplanung
- Geändert
- 8.2.2026
- Inhalt abgerufen
- 8. Februar 2026 um 19:02