27. April 2023 um 17:00, forum M der Mayerschen Buchhandlung AC
TOP 5Öffentlich

Solwodi - Vorstellung des Jahresberichts 2022

FB 56/0283/WP18 · Kenntnisnahme

im Ratsinformationssystem anzeigen
Beratungsergebnis:ungeändert beschlossen

Beratung

Frau Jordan, Solwodi e. V., stellt den Jahresbericht anhand einer Präsentation vor. Die Präsentation findet sich in der Anlage zu dieser Niederschrift.

Im Rahmen der Berichterstattung geht Frau Jordan auf folgende Themenkreise ein:

-Organisationsstruktur, Zielsetzung, Mitarbeiter*innenstruktur und Standorte von Solwodi,

-Zielgruppen

-Arbeitsschwerpunkte allgemein und nach den einzelnen Anlauf- und Beratungsstellen sowie

-Zusammenarbeit mit Netzwerkpartnern.

In der sich an die Präsentation anschließenden Aussprache beantworten Frau Jordan und Frau Völl Fragen von Ausschussmitgliedern.

Von Frau Brammertz, Frau van der Meulen und Frau Braun werden unter anderem folgende Aspekte angesprochen bzw. nachgefragt:

a)Welche Sprachen von den Berater*innen gesprochen würden?

b)Welche Ursachen die teilweise zeitlich sehr begrenzten Beratungsangebote in der Beratungsstelle „Lumina“ hätten, warum die Anzahl der Beratungsgespräche in der Antoniusstraße im Jahr 2022 so volatil gewesen sei und welche Effekte die Corona und die Lockdowns auf die Beratungstätigkeit im Allgemeinen gehabt hätten?

c)Mit Hilfe welcher Öffentlichkeitsarbeitsmaßnahmen, z. B. soziale Medien, die Aufmerksamkeit von Sexarbeiterinnen für die Beratungsangebote von Solwodi erhöht werden könne?

d)Was der Hintergrund für die von Solwodi vereinnahmten Bußgelder sei?

Zu diesen Aspekten/Nachfragen wird seitens Solwodi erläutert:

zu a) Es werde Deutsch, Russisch, Bulgarisch, Spanisch und Englisch gesprochen.

zu b) mit der Pandemie sei die Kontaktaufnahme zu den Klientinnen schwierig gewesen und die

Angebote in der Antoniusstraße seien somit weniger geworden. Anschließend sei das Angebot in

der Jakobstraße zunehmend angenommen worden, sodass mehr Zeit dort investiert wurde, um

den Wünschen der Frauen nachzukommen. Die Verschärfung der wirtschaftlichen Lage der Frauen

während und nach der Pandemie wirke sich ebenfalls auf die Anzahl der Kontakte aus.

zu c) Infos über die Angebote von Solwodi erfolgten über Vernetzung mit der Katholischen Hochschule

Aachen, den Sozialdiensten des Alexianer-Krankenhauses und der RWTH, Kooperationen

Bestünden mit dem Café Troddwar und dem Projekt Liane. Darüber hinaus sei Solwodi auf

Instagram aktiv. Auch über Streetwork - gemeinsam mit dem Gesundheitsamt- würden die Frauen

erfahren, welches Angebot Solwodi vorhalte.

zu d) Solwodi erhalte Spenden aus von der Justiz realisierten Bußgeldern.

Verschiedene Redner*innen, u. a. Frau Wallraff, Frau Braun und Herr Lübben, danken Frau Jordan und Frau Völl während der Debatte für den Bericht sowie für die von den Mitarbeiter*innen geleistete schwierige aber sehr notwendige Beratungstätigkeit.

Nach überwiegender Auffassung der anwesenden Ausschussmitglieder sollte die mündliche Berichterstattung von Solwodi im Ausschuss in Zukunft konkreter und mit Hilfe von Fallbeispielen erfolgen.

Festzuhalten bleibt, dass der Arbeitskreis Prostitution laut Frau Brammertz und Frau Braun auf keinen Fall möchte, dass Solwodi die Beratungstätigkeit mit dem prioritären Ziel führt, Sexarbeiterinnen zum Ausstieg aus der Prostitution zu bewegen. Ganz im Gegenteil wünsche der AK Prostitution ausdrücklich, dass die Beratungstätigkeit von Solwodi auf Grundlage und mit dem Ziel der Gewährleistung der im Prostitutionsschutzgesetz verankerten, vollen autonomen Entscheidungsfreiheit der Sexarbeiterinnen und der konkreten Verbesserung deren Lebensumstände stattfinde.

Als Fazit der Ausschusssitzung vom 29.09.2022 und der heutigen Ausschusssitzung formuliert der Vorsitzende, Herr Deumens, die Absicht, kontinuierlich im Gespräch und Austausch bleiben zu wollen und auf diese Weise aufgetretene Irritationen abbauen zu wollen.

Danach ergeht einstimmig folgender Beschluss:

Beschluss

Der Ausschuss für Soziales, Integration und Demographie nimmt die Ausführungen zur Kenntnis.

Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:

Der Ausschuss für Soziales, Integration und Demographie nimmt die Ausführungen zur Kenntnis.


Erläuterungen

Erläuterungen:

In seiner Sitzung vom 22. September 2022 nahm der Ausschuss für Soziales, Integration und Demographie unter TOP 7 den Bericht der Fachberatungsstelle Solwodi zur Vernetzung niedrigschwelliger Angebote im Bereich der Prostitution zur Kenntnis und fasste dazu den Beschluss, Solwodi um Übermittlung regelmäßiger Tätigkeitsberichte zu bitten und diese dem Ausschuss zur Beratung und Beschlussfassung vorzulegen.

Zur Sitzung des Ausschusses für Soziales, Integration und Demographie am 27. April 2023 erfolgt die Vorlage des Berichts von Solwodi für das Jahr 2022. Eine Vertreterin von Solwodi wird in der Sitzung zu Gast sein.


Auswirkungen

Finanzielle Auswirkungen

JA

NEIN

x

Investive Auswirkungen

Ansatz

20xx

Fortgeschriebener Ansatz 20xx

Ansatz 20xx ff.

Fortgeschriebener Ansatz 20xx ff.

Gesamt­bedarf (alt)

Gesamt­bedarf (neu)

Einzahlungen

0

0

0

0

0

0

Auszahlungen

0

0

0

0

0

0

Ergebnis

0

0

0

0

0

0

+ Verbesserung /

- Verschlechterung

0

0

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

konsumtive Auswirkungen

Ansatz

20xx

Fortgeschriebener Ansatz 20xx

Ansatz 20xx ff.

Fortgeschriebener Ansatz 20xx ff.

Folge-kosten (alt)

Folge-kosten (neu)

Ertrag

0

0

0

0

0

0

Personal-/

Sachaufwand

0

0

0

0

0

0

Abschreibungen

0

0

0

0

0

0

Ergebnis

0

0

0

0

0

0

+ Verbesserung /

- Verschlechterung

0

0

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden


Klimarelevanz

Bedeutung der Maßnahme für den Klimaschutz/Bedeutung der Maßnahme für die

Klimafolgenanpassung (in den freien Feldern ankreuzen)

Zur Relevanz der Maßnahme für den Klimaschutz

Die Maßnahme hat folgende Relevanz:

keine

positiv

negativ

nicht eindeutig

x

Der Effekt auf die CO2-Emissionen ist:

gering

mittel

groß

nicht ermittelbar

x

Zur Relevanz der Maßnahme für dieKlimafolgenanpassung

Die Maßnahme hat folgende Relevanz:

keine

positiv

negativ

nicht eindeutig

x

Größenordnung der Effekte

Wenn quantitative Auswirkungen ermittelbar sind, sind die Felder entsprechend anzukreuzen.

Die CO2-Einsparung durch die Maßnahme ist (bei positiven Maßnahmen):

gering

unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels)

mittel

80 t bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels)

groß

mehr als 770 t / Jahr(über 1% des jährl. Einsparziels)

Die Erhöhung der CO2-Emissionen durch die Maßnahme ist (bei negativen Maßnahmen):

gering

unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels)

mittel

80 bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels)

groß

mehr als 770 t / Jahr (über 1% des jährl. Einsparziels)

Eine Kompensation der zusätzlich entstehenden CO2-Emissionen erfolgt:

vollständig

überwiegend (50% - 99%)

teilweise (1% - 49 %)

nicht

x

nicht bekannt

Abstimmungsergebnis

Siehe Anlage.
Technische Details

Hauptdokument

Sammeldokument öffentlich

2023-03-31 FB 56_0283_WP18 Solwodi - Vorstellun SAO.pdf

19.11.2024

9.5 MB

Metadaten

TOP
Ö 5
Sitzung
Sitzung des Ausschusses für Soziales, Integration und Demographie
Gremium
Ausschuss für Soziales, Integration und Demographie
Datum
Do., 27.04.2023
Uhrzeit
17:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Kenntnisnahme
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Kenntnisnahme
Federführend
FB 56 - Fachbereich Wohnen, Soziales und Integration
Geändert
8.2.2026
Inhalt abgerufen
8. Februar 2026 um 19:09

Beschlussdokument

Sammeldokument öffentlich

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