Förderprogramm Moderne Sportstätte 2022 - Calisthenicsanlagen im Stadtgebiet
FB 36/0306/WP18 · Entscheidungsvorlage
Beratung
Ratsherr Kiemes teilt mit, dass die Bürger*innen durch die Beratung in der Bezirksvertretung Kornelimünster /Walheim über die geplanten Standorte informiert worden seien.
Die Bürger*innen würden den angekündigten Standort in Walheim kritisch sehen.
Die Nutzung des Parks sei derzeit bestimmt durch Ruhe und Erholung. Die Anwohner*innen würden aber alle geräuschintensiven Nutzungen direkt wahrnehmen.
Aus der Vorlage gehe auch nicht die Detailplanung der neu zu gestaltenden Anlagen hervor. Er schlägt jedoch vor, einen anderen Standort auszuwählen.
So gäbe es in unmittelbarer Nähe zum Sportgelände der Herta Walheim eine Fläche, die geeignet sei, eine solche Anlage dort anzusiedeln.
Die Vorlage sei bereits in der Bezirksvertretung Kornelimünster/Walheim behandelt worden. Seines Wissens nach seien dort keine Alternativstandorte beraten worden. Diese Frage möchte er gerne an die Verwaltung richten.
Ratsfrau Brinner hält zunächst fest, dass es in der Vorlage um 7 Standorte für Calisthenicsanlagen gehen würde, für jeden Bezirk sei eine Anlage vorgesehen.
Sie hält die Verteilung auf die 7 Bezirke für eine gute Lösung, auch wenn sie sich noch weitere zusätzliche Standorte vorstellen könne.
Dies sei auch bereits im Sportausschuss Thema der Beratungen gewesen. Man könne sich auch zusätzlich für andere Sozialräume wie Driescher Hof oder Kennedypark demnächst Anlagen vorstellen.
Zur Frage der gewählten Standorte in den einzelnen Bezirken sieht Ratsfrau Brinner die Kenntnisse zur Beurteilung der Standortfrage in der jeweiligen Bezirksvertretung.
In der Bezirksvertretung Kornelimünster/Walheim habe man die Vorlage mit dem darin enthaltenen Standort beschlossen.
Der AUK schaue auf die Fragen der Grünfläche unter dem Aspekt Umwelt.
Herr Beigeordneter Thomas führt aus, dass sich die neu zu gestaltenden Anlagen an ein breites Publikum richten sollen.
Die Vorlage sei im Sportausschuss behandelt worden, so dass das förmliche Ratsverfahren laufe.
Die Bezirksvertretungen hätten die Vorlage ebenfalls zur Kenntnis genommen.
Er führt aus, dass nicht zu erwarten sei, dass die neuen Anlagen als Standorte für Partys und Ähnliches in Zukunft genutzt werden würden. Vielmehr handelt es sich um die zeitgemäße Fortentwicklung der im Wald vorhandenden Trimm-Dich-Pfade.
Weiterhin sei wichtig zu der Vorlage zu wissen, dass es sich bei den Landes-Fördermitteln um ein Gesamtpaket handeln würde, das ggfs. gänzlich verloren gehen könnten, wenn die Beschlüsse verschoben würden.
Frau Buchkremer vom Fachbereich Klima und Umwelt erklärt, dass sich der Fachbereich Sport bisher schwerpunktmäßig um den Vereinssport gekümmert habe. Der Stadtsportbund hat mit der Sportverwaltung und den Vertretern der Bezirke in den Bezirken Begehungen durchgeführt und für jeden Bezirk geeignete Standorte ausgewählt.
Die Förderungsanträge seien bereits früh gestellt gewesen.
Ursprünglich seien 10 Anlagen geplant gewesen. Die Zahl hätte man aber frühzeitig auf 7 reduziert mit dem Wunsch der Verteilung der verbleibenden 7 Anlagen auf alle Bezirke.
In dem Bezirk Kornelimünster/Walheim gab es bei den Begehungen einen alternativen Standort, der aber verworfen wurde, da dort erst eine Reihe baulicher Vorbereitungen hätten getroffen werden müssen.
Aus dem Zuschauerraum gibt es Zwischenrufe einer Bürgerin.
Der Ausschussvorsitzende Stettner verweist auf die Geschäftsordnung und weist die Bürgerin darauf hin, dass es in diesem Ausschuss kein Rederecht für Bürger*innen gibt.
Frau Buchkremer führt aus, dass bei einer Verschiebung des Beschlusses die Gesamtförderung in Gefahr geraten könne.
Herr Dr. Nositschka weist ergänzend darauf hin, dass er auch für andere Bereiche der Stadt wie z.B. Rothe Erde eine Anlage für wünschenswert halten würde. Er möchte gerne wissen, ob es bereits Erkenntnisse zu Nutzungszeiten gäbe.
Frau Buchkremer führt aus, dass die Anlage nicht beleuchtet würden und daher nur tagsüber von einer Nutzung auszugehen sei.
Ratsfrau Dr. Wolf befürchtet auch, dass die Gesamtförderung in Gefahr sein könnte.
In der Bezirksvertretung Kornelimünster/Walheim habe man dem Standort zugestimmt. Im Sportausschuss war sie anwesend und auch dort war der Beschluss einstimmig.
Ratsherr Blum hält fest, dass die Vorlage bis auf die Bezirksvertretung Richterich und Bezirksvertretung Mitte in allen Bezirksvertretungen gewesen sei und auch dort alle Beschlüsse zustimmend waren. Er wundere sich daher zum jetzigen Zeitpunkt über die Mitteilung der BürgerInnen.Bisher würden die Beschlüsse in den Bezirksvertretungen zu Standorten in anderen Ausschüssen nicht in Frage gestellt.
Ratsherr Kiemes möchte gerne wissen, wo die 3 weiteren Standorte in Zukunft geplant würden.
Herr Beigeordneter Thomas führt hierzu aus, dass bereits zu Beginn der Fördermittelbeantragung diese Reduzierung auf diese 7 Standorte vorgenommen worden sei, um die Förderung nicht zu gefährden.
Frau Buchkremer erläutert, dass Standorte wie Lichtenbusch, Gillesbachtal und Kennedypark im Gespräch für weitere Anlagen seien. Hier seien jedoch noch verschiedene vorbereitende oder begleitende Arbeiten nötig.
Ratsfrau Brinner plädiert dafür die Vorlage heute zu beschließen, um nicht die Förderung und Durchführung aller Anlagen zu gefährden.
Ratsherr Kiemes äußert sich, dass er den Wegfall der Förderung nicht für gefährdet ansehen würde. Er bitte darum Standorte alternativ im Bereich Kornelimünster/Walheim zu prüfen, insbesondere im Hinblick auf derart viele Bürgeräußerungen.
Beschluss
Beschlussvorschlag
Beschlussvorschlag:
Der Sportausschuss nimmt die Ausführungen zur Kenntnis und empfiehlt dem AUK, die Verwaltung mit der Ausführung des Ausbaus der Sportstätten zu beauftragen.
Der Ausschuss für Umwelt und Klimaschutz beauftragt die Verwaltung mit der Ausführung des Sportstättenausbaus.
Die Bezirksvertretungen aller Bezirke nehmen den Bericht der Verwaltung zur Kenntnis.
Erläuterungen
Erläuterungen:
Rückblick
Dervorliegende vorläufige Bewilligungsbescheid PG IISSB der Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt des Landes NRW vom 30.08.2022 beinhaltet den Bau von 10 Calisthenicsanlagen im Stadtgebiet.
Bei einem Fördersatz von 85%, beträgt die Fördersumme insgesamt 500.000 € bei einem Eigenanteil von 88.000 €.
Planung
Individuelle sportliche Aktivitäten im öffentlichen Raum stellen eine wichtige und zeitgenössische Möglichkeit für die Bürgerschaft darstellen, sportlich aktiv zu sein und zu bleiben. Die Schaffung und Sicherstellung moderner und zeitgemäßer Sportstätten und Bewegungsräume mit bewegungsaktivierender Infrastruktur ist somit sowohl gesellschaftlich als auch sportpolitisch von besonderer Bedeutung.
Der Stadt sowie dem Stadtsportbund Aachen ist es daher ein wichtiges Anliegen, die bereits vorhandene sportliche Infrastruktur innerhalb des Stadtgebietes durch die Errichtung neuer sowie die Instandsetzung bzw. Modernisierung bereits bestehender Anlagen zu stärken.
Im Vordergrund des Projektes steht somit die Neuerrichtung und Erweiterung der im Außenbereich befindlichen öffentlich zugänglichen Sportgeräte und Bewegungsräume des Aachener Stadtgebietes (Innenstadt + Außenbezirke).
Nach Konkretisierung der Kostenschätzung belaufen sich die Kosten für 10 Anlagen auf rd. 788.000 € und somit rd. 200.000 € über den zur Verfügung stehenden Mitteln (Förderung und Eigenanteil).
Die Konkretisierung der Kosten, bezieht sich zum einen auf eine differenziertere Betrachtung der Standorte, als zuvor in der Antragstellung. Hieraus resultieren notwendige Arbeiten zur Herstellung der jeweiligen Outdooranlage, die über die reine Anschaffung und Montage der Sportgeräte hinaus gehen. Zum anderen sind Preissteigerungen, vor allem für die Produkte Metall, Beton und Kunststoff, zu verbuchen. Hier variieren die Erzeugerpreise in den Jahren 2021 bis 2023 zwischen 20% für Kunststoffe bis hin zu 40%, etwa bei Stahl.
Im laufenden Haushaltsjahr können keine zusätzlichen Mittel zur Deckung bereitgestellt werden, so dass in diesem Ausbauschritt eine Reduzierung von 10 auf 7 Anlagen notwendig ist. In Folge der Kürzung werden die u.g. Standorte favorisiert:
1.Bezirk Mitte, Rütscher Straße (Schotter-/Kiesflächeim Bereich Volleyballplatz)
2.Kornelimünster-Walheim (Grünfläche an Dinkermichsweg, gegenüber dem Spielplatz)
3.Brand, Rombachstraße (Grünfläche am Fußweg zum Kunstrasenplatz)
4.Haaren, Park am alten Friedhof (Grünfläche nordwestlich der Skateranlage)
5.Eilendorf, Franz-Delheid-Straße (Grünfläche am Spielplatz, oberhalb der Sitzmauer an der Bolzplatzwiese)
6.Laurensberg, Schlottfelder Straße (Grünfläche, mittig auf Achse der Tennishalle)
7.Richterich, Parkstraße (Grünfläche nordwestlich am Bolzplatz)
Somit wird in jedem Bezirk eine Calisthenicsanlage errichtet.
Weitere Anlagen wie ursprünglich in der Erzbergeallee/Gillesbachtal vorgesehen, können über andere Fördermittel (ISEK Beverau) bzw. Haushaltsansätze in den Folgejahren umgesetzt werden.
Kosten
Die mit der vorliegenden Planung kalkulierten Baukosten belaufen sich auf 588.000,00 € brutto. Die Kosten verteilen sich nicht gleichmäßig auf die jeweiligen Anlagen, sondern variieren aufgrund von unterschiedlichen Besonderheiten und Erfordernissen am Standort.
Die Baukosten sowie die Fördermittel stehen im Haushalt unter dem PSP 5-130101-900-04100-900-1 zur Verfügung.
Für Pflege und Unterhaltung der Anlagen fallen die genannten Folgekosten an.
Ausblick
Nach Empfehlung und Freigabe durch die Gremien sieht die weitere Vorgehensweise eine Ausschreibung für die Bauleistung abJuli 2023 vor. Die bauliche Umsetzung kann dann ab Herbst 2023 erfolgen.
Auswirkungen
Finanzielle Auswirkungen
JA | NEIN | ||
x |
5-130101-900-04100-900-1 Calisthenics-Anlagen
Investive Auswirkungen | Ansatz 2023 | Fortgeschriebener Ansatz 2023 | Ansatz 2024 ff. | Fortgeschriebener Ansatz 2024 ff. | Gesamtbedarf (alt) | Gesamtbedarf (neu) | |
Einzahlungen | 500.000 | 500.000 | 0 | 0 | 500.000 | 500.000 | |
Auszahlungen | 588.000 | 588.000 | 0 | 0 | 588.000 | 588.000 | |
Ergebnis | -88.000 | -88.000 | 0 | 0 | -88.000 | -88.000 | |
+ Verbesserung / - Verschlechterung | 0 | 0 | |||||
Deckung ist gegeben | Deckung ist gegeben | ||||||
Aufteilung:
| |||||||
konsumtive Auswirkungen | Ansatz 2023 | Fortgeschriebener Ansatz 2023 | Ansatz 2024 ff. | Fortgeschriebener Ansatz 2024 ff. | Folge-kosten (alt) | Folge-kosten (neu) | |
Ertrag | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Personal-/ Sachaufwand | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 9.345 | |
Abschreibungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Ergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
+ Verbesserung / - Verschlechterung | 0 | 0 | |||||
Deckung ist gegeben | Deckung ist gegeben | ||||||
Weitere Erläuterungen (bei Bedarf):
Es entstehen zusätzliche Pflegekosten in Höhe von jährlich 1.335,00 € je Anlage.
Für die geplanten sieben Anlagen entstehen somit zusätzliche Pflegekosten in Höhe von 9.345,00 € jährlich.Die Deckungsfähigkeit ist dann unter Berücksichtigung der gesamtstädtischen Haushaltsanmeldungen in jedem Fall sicherzustellen.
Klimarelevanz
Bedeutung der Maßnahme für den Klimaschutz/Bedeutung der Maßnahme für die
Klimafolgenanpassung (in den freien Feldern ankreuzen)
Zur Relevanz der Maßnahme für den Klimaschutz
Die Maßnahme hat folgende Relevanz:
keine | positiv | negativ | nicht eindeutig |
x |
Der Effekt auf die CO2-Emissionen ist:
gering | mittel | groß | nicht ermittelbar |
x |
Zur Relevanz der Maßnahme für dieKlimafolgenanpassung
Die Maßnahme hat folgende Relevanz:
keine | positiv | negativ | nicht eindeutig |
x |
Größenordnung der Effekte
Wenn quantitative Auswirkungen ermittelbar sind, sind die Felder entsprechend anzukreuzen.
Die CO2-Einsparung durch die Maßnahme ist (bei positiven Maßnahmen):
gering | unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels) | ||
mittel | 80 t bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels) | ||
groß | mehr als 770 t / Jahr(über 1% des jährl. Einsparziels) |
Die Erhöhung der CO2-Emissionen durch die Maßnahme ist (bei negativen Maßnahmen):
gering | unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels) | ||
mittel | 80 bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels) | ||
groß | mehr als 770 t / Jahr (über 1% des jährl. Einsparziels) |
Eine Kompensation der zusätzlich entstehenden CO2-Emissionen erfolgt:
vollständig | |||
überwiegend (50% - 99%) | |||
teilweise (1% - 49 %) | |||
nicht | |||
nicht bekannt |
Abstimmungsergebnis
Technische Details
ID: 120460
OParl URL:http://ratsinfo.aachen.de/public/oparl/agendaItems?id=120460
Hauptdokument
Sammeldokument öffentlich
2023-07-07 FB 36_0306_WP18 Foerderprogramm Moder SAO.pdf
19.10.2024
3.5 MB
Betroffene Straßen
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Metadaten
- TOP
- Ö 11
- Sitzung
- Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Klimaschutz
- Gremium
- Ausschuss für Umwelt und Klimaschutz
- Datum
- Di., 29.08.2023
- Uhrzeit
- 17:00
- Anlass
- Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
- Vorlage
- Entscheidungsvorlage
- Beratung
- öffentlich
- Status
- gemischt
- Vorlageart
- Entscheidungsvorlage
- Federführend
- FB 36 - Fachbereich Klima und Umwelt
- Geändert
- 8.2.2026
- Inhalt abgerufen
- 8. Februar 2026 um 19:59