Bericht über die Verwendung und Notwendigkeit städtischer Bargeldkassen sowie über die Nutzung und Perspektiven alternativer Zahlungsmöglichkeiten
FB 14/0156/WP18 · Kenntnisnahme
Beratung
Herr Emmerich (FB 14) führt aus, dass eine grundsätzliche Abwägung zwischen Bürgerfreundlichkeit, Verwaltungsaufwand und Mitarbeiterschutz zu treffen sei. Bargeldkassen bergen ein Missbrauchsrisiko. In der Verwaltung werde derzeit das Lastschriftverfahren, Überweisung, sowie Giropay (EC-Karte) als bargeldlose Zahlungsmöglichkeiten angeboten. Sein Wunsch sei eine Weiterentwicklung der bargeldlosen Zahlungsmöglichkeiten. Ziel sollte eine Reduzierung der Bargeldkassen auf notwendige Bereiche sein. Die Einführung weiterer Kassenautomaten an geeigneten Standorten sei zu prüfen. Ein Konzept über die weitere Öffnung sei notwendig, daher sei der PVA und Hauptschuss mit in die Entscheidung einzubeziehen.
Frau Grehling (Dez. II) weist darauf hin, dass die Kasse an bargeldlosen Zahlmöglichkeiten wie die Kreditkartenzahlung arbeite. PayPal stehe sie jedoch aus Datenschutzgründen eher skeptisch gegenüber und könne dies nicht befürworten. Sie sei der Ansicht, dass der Bürgerschaft, da wo es um die Daseinsfürsorge gehe, die Möglichkeit der Barzahlung angeboten werden müsse. Bei freiwilligen Leistungen könne dies anders gestalten werden. Die in TOP NÖ 10 genannten Vorkommnisse seien für sie kein Anlass für eine massive Beunruhigung.
Nach einem Hinweis von Herrn von Thenen CDU auf die grundsätzliche reine Kenntnisnahme der Prüfberichte entwickelte sich ein kurzer Austausch, ob der Begriff „zustimmend“ im Beschlussvorschlag zu streichen sei. Im Ergebnis blieb der Verwaltungsvorschlag jedoch unverändert.
Herr Klopstein (Die Linke) dankt für die Ausführungen. Bargeld bedeute Mehraufwand. Er regt einen Hinweis an die Bürgerschaft über den Mehraufwand an.
Frau Grehling (Dez. II) weist daraufhin, dass dies situative Entscheidungen seien. Auf bargeldlose Zahlmöglichkeiten werde hingewiesen. An zentralen bürgerfrequentierten Stellen stehen bargeldlose Zahlmöglichkeiten zu Verfügung, jedoch nicht alle Bürger*innen wollen davon Gebrauch machen. Der Aufwand für doch eher geringe Bargeldmengen sei hier sehr groß. Die Abschaffung von Barkassen brauche Zeit. Sie sei jedoch davon überzeugt, dass dies umsetzbar sei. Die Plattformerweiterung sei bereits in Arbeit. Sie sagt einen weiteren Bericht für den nächsten Rechnungsprüfungsausschuss zu.
Frau Moselage (FDP) weist daraufhin, dass hier keine Kriminalisierung erfolgen solle. Nicht jeder Rechenfehler sei kritisch zu sehen. Die Mitarbeitenden und die Bürgerschaft haben den deutlichen Wunsch einer Umstellung auf bargeldlose Zahlmöglichkeiten geäußert. 219 Barkassen seien zu viel. Dort wo möglich, sollte eine Umstellung erfolgen. Kassenautomaten seien eine gute Alternative.
Frau Griepentrog (Grüne) fasst zusammen, dass sie es so verstanden habe, dass die Verwaltung dort wo möglich, eine Umstellung vornehme. Ein Stückweit müsse noch ein doppelter Weg gegangen werden. Sie dankt Frau Grehling für die Einschätzung, dass grundsätzlich kein Grund zur Besorgnis vorliege.
Herr Schmitz (SPD) merkt an, dass es noch weiter Barkassen geben wird. Die bargeldlosen Zahlmöglichkeiten sollten jedoch weiter ausgebaut werden. Die Stadt werde sonst in ihrer Auswirkung als veraltet wahrgenommen. Im Falle von PayPal teile er jedoch die Bedenken von Frau Grehling.
Beschluss
Beschlussvorschlag
Beschlussvorschlag:
Der Rechnungsprüfungsausschuss nimmt den Vermerk zustimmend zur Kenntnis und unterstützt grundsätzlich die beschriebenen Handlungsansätze.
Er bittet die Verwaltung, die angesprochenen Aspekte im Sinne der Vorlage aufzugreifen und umzusetzen. Der Personal- und Verwaltungsausschuss und der Hauptausschuss sind zu beteiligen. Der Rechnungsprüfungsausschuss ist in seiner nächsten Sitzung über die Ergebnisse zu informieren.
Erläuterungen
Erläuterungen:
Aufgrund der Häufung von Unregelmäßigkeiten bei Barkassen und aufbauend auf dem Prüfvermerk zur „Prüfung der Ordnungsmäßigkeit bei der Führung und Verwaltung der Handkassen und deren Notwendigkeit“ vom 29.06.2021erfolgte erneut eine Analyse der Notwendigkeit der Vorhaltung von Barkassen und der Möglichkeiten und Perspektiven der Nutzung alternativer Zahlungsmöglichkeiten.
Die Vorhaltung von Barkassen bietet einerseits eine für die Kunden und Beschäftigten schnelle und unkomplizierte Möglichkeit der Abwicklung von kleineren Zahlungsvorgängen. Andererseits beinhalten Barkassen das Risiko von Verlust, Veruntreuung und Diebstahl von Bargeld. Neben der Minimierung des möglichen wirtschaftlichen Schadens dient eine möglichst weitgehende Reduzierung von Bargeld auch dem aktiven Mitarbeitendenschutz bei gleichzeitiger Abwägung der Bedürfnisse der Bürger*innen.
Zur Thematik der Vorhaltung von Barkassen sollte eine strategische Entscheidung für die Gesamtverwaltung herbeigeführt werden. Diese sollte eine Vorgabe beinhalten, unter welchen Umständen und in welchen Bereichen noch Barkassen vorgehalten werden sollen (Bsp. Obdachlosenunterkünfte, Bezirke).
Ergänzend zu den momentanen Bezahlmöglichkeiten sind weitere unbare Zahlungsmöglichkeiten im Sinne einer bürgernahen Verwaltung anzubieten (z.B. PayPal, Kassenautomaten, perspektivisch mobile Bezahlmöglichkeiten). Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), die KGST in ihren Auswertungen und interne Facharbeitsgruppen sprechen sich hierfür ebenfalls aus.
Bei Handvorschüssen ist zu entscheiden, ob diese durch eine Vorab-Verausgabung mit anschließender Erstattung durch die Dienststelle ersetzt werden können.
Auswirkungen
Finanzielle Auswirkungen
JA | NEIN | ||
X |
Investive Auswirkungen | Ansatz 20xx | Fortgeschriebener Ansatz 20xx | Ansatz 20xx ff. | Fortgeschriebener Ansatz 20xx ff. | Gesamtbedarf (alt) | Gesamtbedarf (neu) | |
Einzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Auszahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Ergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
+ Verbesserung / - Verschlechterung | 0 | 0 | |||||
Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | ||||||
konsumtive Auswirkungen | Ansatz 20xx | Fortgeschriebener Ansatz 20xx | Ansatz 20xx ff. | Fortgeschriebener Ansatz 20xx ff. | Folge-kosten (alt) | Folge-kosten (neu) | |
Ertrag | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Personal-/ Sachaufwand | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Abschreibungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Ergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
+ Verbesserung / - Verschlechterung | 0 | 0 | |||||
Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | ||||||
Weitere Erläuterungen (bei Bedarf):
Klimarelevanz
Bedeutung der Maßnahme für den Klimaschutz/Bedeutung der Maßnahme für die
Klimafolgenanpassung (in den freien Feldern ankreuzen)
Zur Relevanz der Maßnahme für den Klimaschutz
Die Maßnahme hat folgende Relevanz:
keine | positiv | negativ | nicht eindeutig |
x |
Der Effekt auf die CO2-Emissionen ist:
gering | mittel | groß | nicht ermittelbar |
x |
Zur Relevanz der Maßnahme für dieKlimafolgenanpassung
Die Maßnahme hat folgende Relevanz:
keine | positiv | negativ | nicht eindeutig |
x |
Größenordnung der Effekte
Wenn quantitative Auswirkungen ermittelbar sind, sind die Felder entsprechend anzukreuzen.
Die CO2-Einsparung durch die Maßnahme ist (bei positiven Maßnahmen):
gering | unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels) | ||
mittel | 80 t bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels) | ||
groß | mehr als 770 t / Jahr(über 1% des jährl. Einsparziels) |
Die Erhöhung der CO2-Emissionen durch die Maßnahme ist (bei negativen Maßnahmen):
gering | unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels) | ||
mittel | 80 bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels) | ||
groß | mehr als 770 t / Jahr (über 1% des jährl. Einsparziels) |
Eine Kompensation der zusätzlich entstehenden CO2-Emissionen erfolgt:
vollständig | |||
überwiegend (50% - 99%) | |||
teilweise (1% - 49 %) | |||
nicht | |||
nicht bekannt |
Technische Details
ID: 121097
OParl URL:http://ratsinfo.aachen.de/public/oparl/agendaItems?id=121097
Hauptdokument
Sammeldokument öffentlich
2023-08-17 FB 14_0156_WP18 Bericht ueber die Ver SAO.pdf
8.11.2024
300.3 KB
Metadaten
- TOP
- Ö 5
- Sitzung
- Sitzung des Rechnungsprüfungsausschusses
- Gremium
- Rechnungsprüfungsausschuss
- Datum
- Do., 14.09.2023
- Uhrzeit
- 17:00
- Anlass
- Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
- Vorlage
- Kenntnisnahme
- Beratung
- öffentlich
- Status
- gemischt
- Vorlageart
- Kenntnisnahme
- Federführend
- FB 14 - Fachbereich Rechnungsprüfung
- Geändert
- 8.2.2026
- Inhalt abgerufen
- 8. Februar 2026 um 20:05