Vorstellung der Aktivitäten im Bereich Urban Air Mobility
FB 02/0272/WP18 · Kenntnisnahme
Beratung
Frau Schwarz (FB 02) präsentiert das Innovationsfeld Urban Air Mobility (s. Anlage) und streicht heraus, dass nach Hamburg Aachen eine der aktivsten Modellregionen ist.
Herr Pilgram, Frau Fohn (CDU), Herr Szagunn (DIE Zukunft), Herr Kiemes (CDU) und Herr Kämpfe (Senior*innenrat) bedanken sich bei Frau Schwarz für die beeindruckende Präsentation.
Frau Fohn interessiert sich für die Zusammenarbeit mit dem Flughafen Merzbrück. Herr Szagunn sieht die Entwicklung skeptisch, Lufttaxis lösten keine Probleme. Herr Kiemes dankt ebenfalls für die Arbeit. Er weist auf die rasante Entwicklung beim autonomen Fliegen hin und auf heutige Einsatzgebiete von Drohnen u.a. bei der Feuerwehr in Aachen und in der Landwirtschaft. Herr Kämpfe lobt Frau Schwarz und empfiehlt, sich eine der Flugdemonstrationen von UAV wie beim Forschungsprojekt EULE selbst anzuschauen. Herr Zimmer (DIE Zukunft) möchte wissen, inwieweit die Stadt in diese Projekte involviert ist, und Herr Dr. Kampel (CDU) fragt, wie die bestens ausgebildeten Ingenieure in Aachen gehalten werden können, etwa im Wege einer Kooperation mit FH und RWTH.
Frau Schwarz antwortet, dass anlassbezogeneine Kooperation mit der Forschungsflugplatz Aachen-Merzbrück GmbH stattfindet; das autonome Fliegen sei in der Entwicklung und die Stadt Aachen unterstütze als Projektpartnerin mit Öffentlichkeitsarbeit und Netzwerken. Das Ziel sei, die qualifizierten Kräfte in Aachen zu halten und hierfür sei auch eine Kooperation mit FH und RWTH denkbar. Herr Begaß(FB 02) führt aus, dass sowohl die EU-Kommission als auch Airbus die Stadt Aachen aufgefordert haben, sich an den Urban Air Mobility-Projekten zu beteiligen und die Stadt auch (Experimentier-)Räume zur Verfügung stelle.
Herr Pilgram stellt den Beschlussentwurf zur Abstimmung.
Beschluss
Beschlussvorschlag
Beschlussvorschlag:
Der Ausschuss für Wissenschaft und Digitalisierung nimmt die Vorstellung der Aktivitäten im Bereich Urban Air Mobility zur Kenntnis.
Erläuterungen
Erläuterungen:
Im Rahmen der Urban Air Mobility Initiative Cities Community (UIC2) unter Schirmherrschaft der Europäischen Kommission treibt der Fachbereich Wirtschaft, Wissenschaft, Digitalisierung und Europa (FB 02) der Stadt Aachen aktiv die Entwicklung und Umsetzung von Projekten urbaner und suburbaner (unbemannter) Luftmobilität voran. Gemeinsam mit den MAHHL-Städten Maastricht (NL), Hasselt (B), Heerlen (NL) und Lüttich (B) sowie diversen Forschungs- und Praxispartnern aus der Region gründete die Stadt Aachen 2018 die UAM-MAHHL-Initiative und erarbeitet seitdem aktiv Möglichkeiten für die Realisierung von Reallaboren, um Technologien der innovativen Luftfahrt schon früh in der Euregio Maas-Rhein pilotieren zu können. Ein besonderes Interesse hat die Stadt Aachen daran, neuartige Geschäftsmodelle und technologische Entwicklungen lokaler Unternehmen und Start-Ups zu fördern und mit diesen zusammen die Zukunft der Luftmobilität in Aachen zu gestalten. Mit der Partizipation an zahlreichen Forschungsprojekten und mit der Forcierung eines Aachener U-Space-Prozesses nimmt Aachen schon jetzt eine Pionierrolle als Modellregion für Urban Air Mobility ein.
Die urbane Luftmobilität (Urban Air Mobility, UAM) ist ein Innovationsfeld, das die Entwicklung verschiedenster Flugsysteme vorantreibt, um schnelle, umweltfreundliche und auf Abruf verfügbare Mobilitätslösungen in urbanen Gebieten zu entwickeln, wodurch der Verkehrsstau reduziert und die städtische Effizienz gesteigert werden kann. Diese Flugsysteme, darunter Flugtaxis, Lieferdrohnen und kleine unbemannte Fluggeräte, verfolgen die Vision eines automatisierten, unbemannten Einsatzes. Ihr Anwendungsbereich erstreckt sich vom Personentransport bis hin zur medizinischen Güterbeförderung, Lieferdiensten sowie Such- und Rettungsmissionen. Kleinere Flugsysteme werden voraussichtlich schneller implementiert, und sie können mit Sensorik ausgestattet werden, um verschiedene Aufgaben wie die Unterstützung von Rettungsdiensten, Naturschutzüberwachung und Infrastrukturinspektionen zu erleichtern.
Die Aachener UAM-Community engagiert sich gemeinsam mit dem FB 02 in diversen Anwendungsbereichen. Aktuelle bzw. kürzlich erfolgreich abgeschlossene Projekte:
- Transport med. Güter (EULE/mFund, SafirMed/EU Sesar-JU)
- Such- und Rettungsmissionen im Dreiländereck (GrenzFlugPlus/BMDV)
- Digitalisierung der Rettungskette (5urvive/5g-NRW))
- Untersuchung des Ökosystems eines Flugtaxis (SkyCab I und SkyCab II/BMDV)
Dadurch hat sich beispielsweise gezeigt, dass Flugtaxis aufgrund der Größe, der benötigten Infrastruktur (Vertiports als Start- und Landeplätze sowie Ladeinfrastruktur) als auch der wertvollen Fracht Mensch, wahrscheinlich der Einsatzbereich ist, welcher den weitesten Horizont hat, was eine Implementierung außerhalb des Forschungsbereiches in Europa betrifft.
Wahrscheinlicher ist der baldige Einsatz kleinerer Flugsysteme. Beginnend bei der allgemeinen Daseinsvorsorge mit dem Transport medizinischer Güter (siehe hier die Projekte EULE und SafirMed) bis hin zu wirtschaftlichen Einsatzszenarien wie dem der Lieferdienste (DHL-Paketkopter 3.0): Die Bandbreite der Einsatzmöglichkeiten ist dabei riesig. Abgesehen von der Logistik können solche kleineren Flugsysteme mit Sensorik ausgestattet werden und so beispielsweise Such- und Rettungsmissionen von Feuerwehr und Polizei unterstützen (GrenzFlug und GrenzFlugPlus), die Überwachung von Naturschutzgebieten oder die Inspektion von Windrädern oder Antennen erleichtern und verbessern.
Die urbane Luftmobilität (Urban Air Mobility, UAM) entwickelt sich zu einer transformativen Kraft mit tiefgreifenden Vorteilen sowohl für Smart Cities als auch für deren Wirtschaft. Diese optimierte Form des Transports kann erhebliches wirtschaftliches Potenzial freisetzen. Sie fördert die Schaffung von Arbeitsplätzen, angefangen bei der Herstellung und Wartung der Luftfahrzeuge bis hin zur Entwicklung unterstützender Infrastruktur und Dienstleistungen. Darüber hinaus kann die UAM die Produktivität steigern, indem sie die im Verkehr verbrachte Zeit reduziert, effizientere Geschäftsabläufe ermöglicht und das Wirtschaftswachstum vorantreibt. Mit zunehmender Integration der UAM in die Struktur von Smart Cities erweitern sich ihre wirtschaftlichen Vorteile und fördern Innovationen, ziehen Investitionen an und festigen ihre Rolle als entscheidender Treiber des städtischen wirtschaftlichen Wohlstands.
Mit RWTH und FH Aachen gehört der Standort zu den renommiertesten Ausbildungsstandorten für Luft- und Raumfahrtingenieure. Die Aachener Absolvent*innen stellen einen signifikanten Teil der Luftfahrtingenieure in Europa dar und besetzen Stellen bei den Marktführern. In Aachen und der Region bieten sich außerhalb der Forschung allerdings nur wenig Perspektiven für die Absolventen. Urban Air Mobility bietet mit seiner Dezentralisierungsdynamik das Potenzial, die hiesige Industrie durch Neugründungen in diesem Bereich zu ergänzen und somit neue Perspektiven für Absolvent*innen zu schaffen. Gerade mit Infrastrukturen wie dem Center for Vertical Mobility am ATC Aldenhoven, dem Forschungsflugplatz Merzbrück und den Initiativen der Standortentwicklung wie „Start-Up-City“ bieten sich hier neue Möglichkeiten zur Etablierung neuer Geschäftsfelder der urbanen Luftmobilität in Betrieb und Produktion.
Einen leichten Einstieg in die Urban Air Mobility mit lokalem Bezug finden Sie auf www.urbanairspace-ac.de.
In der Ausschusssitzung werden die Aktivitäten der Wirtschaftsförderung sowie die Motivation in den Bereichen Teilnahme an Förderprojekten, Öffentlichkeitsarbeit und Vernetzung mit und von relevanten Akteuren (Forschung, Wirtschaft, Ministerien und Stadtgesellschaft) vorgestellt werden.
Auswirkungen
Finanzielle Auswirkungen
JA | NEIN | ||
x |
Investive Auswirkungen | Ansatz 20xx | Fortgeschriebener Ansatz 20xx | Ansatz 20xx ff. | Fortgeschriebener Ansatz 20xx ff. | Gesamtbedarf (alt) | Gesamtbedarf (neu) | |
Einzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Auszahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Ergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
+ Verbesserung / - Verschlechterung | 0 | 0 | |||||
Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | ||||||
konsumtive Auswirkungen | Ansatz 20xx | Fortgeschriebener Ansatz 20xx | Ansatz 20xx ff. | Fortgeschriebener Ansatz 20xx ff. | Folge-kosten (alt) | Folge-kosten (neu) | |
Ertrag | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Personal-/ Sachaufwand | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Abschreibungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Ergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
+ Verbesserung / - Verschlechterung | 0 | 0 | |||||
Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | ||||||
Weitere Erläuterungen (bei Bedarf):
Klimarelevanz
Bedeutung der Maßnahme für den Klimaschutz/Bedeutung der Maßnahme für die
Klimafolgenanpassung (in den freien Feldern ankreuzen)
Zur Relevanz der Maßnahme für den Klimaschutz
Die Maßnahme hat folgende Relevanz:
keine | positiv | negativ | nicht eindeutig |
x |
Der Effekt auf die CO2-Emissionen ist:
gering | mittel | groß | nicht ermittelbar |
x |
Zur Relevanz der Maßnahme für dieKlimafolgenanpassung
Die Maßnahme hat folgende Relevanz:
keine | positiv | negativ | nicht eindeutig |
x |
Größenordnung der Effekte
Wenn quantitative Auswirkungen ermittelbar sind, sind die Felder entsprechend anzukreuzen.
Die CO2-Einsparung durch die Maßnahme ist (bei positiven Maßnahmen):
gering | unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels) | ||
mittel | 80 t bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels) | ||
groß | mehr als 770 t / Jahr(über 1% des jährl. Einsparziels) |
Die Erhöhung der CO2-Emissionen durch die Maßnahme ist (bei negativen Maßnahmen):
gering | unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels) | ||
mittel | 80 bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels) | ||
groß | mehr als 770 t / Jahr (über 1% des jährl. Einsparziels) |
Eine Kompensation der zusätzlich entstehenden CO2-Emissionen erfolgt:
vollständig | |||
überwiegend (50% - 99%) | |||
teilweise (1% - 49 %) | |||
nicht | |||
x | nicht bekannt |
Abstimmungsergebnis
Technische Details
ID: 122034
OParl URL:http://ratsinfo.aachen.de/public/oparl/agendaItems?id=122034
Hauptdokument
Sammeldokument öffentlich
2023-10-02 FB 02_0272_WP18 Vorstellung der Akti SAO.pdf
19.11.2024
143.8 KB
Betroffene Straßen
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Metadaten
- TOP
- Ö 10
- Sitzung
- Sitzung des Ausschusses für Wissenschaft und Digitalisierung
- Gremium
- Ausschuss für Wissenschaft und Digitalisierung
- Datum
- Do., 19.10.2023
- Uhrzeit
- 17:00
- Anlass
- Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
- Vorlage
- Kenntnisnahme
- Beratung
- öffentlich
- Status
- gemischt
- Vorlageart
- Kenntnisnahme
- Federführend
- FB 02 - Fachbereich Wirtschaft, Wissenschaft, Digitalstadt und Europa
- Geändert
- 8.2.2026
- Inhalt abgerufen
- 8. Februar 2026 um 20:19
Beschlussdokument
Sammeldokument öffentlich
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