Umsetzung des § 5 des Landesgleichstellungsgesetztes (LGG): Erstellung, Überprüfung und Fortschreibung von Gleichstellungsplänen
FB 11/0151/WP18 · Entscheidungsvorlage
Umsetzung des § 5 des Landesgleichstellungsgesetztes (LGG):Erstellung, Überprüfung und Fortschreibung von Gleichstellungsplänen
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Oberbürgermeisterin Keupen teilt mit, dass zu diesem Tagesordnungspunkt Frau Bausch (FB 01) und Frau Augardt (FB 11) ihre Ergebnisse nun in Form einer Power Point Präsentation vorstellen werden.
Ratsfrau Eschweiler (CDU) bedankt sich herzlich bei Frau Bausch und ihrem Team für den Gleichstellungsbericht und die Fortschreibung. Die Ergebnisse zeigen deutlich, wie sehr die Arbeit fruchte. Sie halte es für sehr wichtig, dass für Frauen Unterstützung im Bereich Weiterentwicklung innerhalb der Verwaltung und Aufstiegsmöglichkeiten geboten werde.
Man könne nicht erwarten, dass man in jeder Fortschreibung das Highlight habe, da bereits sehr viel umgesetzt worden sei, die weibliche Auslastung sei jedoch schon sehenswert.
Bezüglich der „Gläsernen Decke“ hält sie fest, dass es natürlich immer weiter nach oben gehen könne, gerade jedoch im Segment der Fachbereichsleitung oder der Eigenbetriebe die Personaldecke dünner als im mittleren oder unteren Segment sei. Man könne die geplanten 10 Prozent nicht überall anpassen, gerade in dem Beispiel der Feuerwehr wäre es eher nicht möglich, da eine Frau in einem Feuerwehreinsatz genauso vollbepackt sei wie ein Mann und daher auch genau dieselbe sportliche Fitness benötige.
Ratsherr Szaguun (DIE Zukunft) bedankt sich für den Vortrag und möchte wissen, ob die Freiwilligen ebenfalls miterfasst seien. In den letzten Tagen sei die Kampagne „Frauen machen Feuerwehr“ gestartet, daher fände er es sehr interessant.
Ratsfrau Griepentrog (Grüne) bedankt sich ebenfalls für den ausführlichen Bericht, der bereits im PVA ausführlich diskutiert worden sei. Man habe festgestellt, dass der Plan eine super fundierte Analyse und Evaluation zudem sei, was man bereits geschafft habe. Die Einschätzung gehe jedoch in eine etwas andere Richtung, da sich die Dinge zwar verändern, jedoch zu langsam. Sowohl im Bereich der Führungsetagen als auch der Elternzeit sei an der Statistik deutlich zu erkennen, dass sich wenig verändert habe und noch Luft nach oben sei. Im PVA habe man den Wunsch formuliert, dass der Plan zukünftig noch verfeinert werde und die konkreten Ziele verdeutlicht werden, um in Besetzungsverfahren entsprechend reagieren zu können.
Ratsherr Pilgram (Grüne) spricht ebenfalls seinen Dank aus und hält fest, dass die Stadt Aachen eine attraktive Arbeitgeberin sei und als Vorbildfunktion für andere Unternehmen diene. Er fragt, ob die Möglichkeit bestehe, dass bei den städtischen Beteiligungsgesellschaften ebenfalls nachgerüstet werden könne, da seinen Recherchen nach dort keine einzige weibliche Führungskraft festgestellt werden könne.
Ratsherr Servos (SPD) bedankt sich ebenfalls und hält fest, dass der Vortrag viele wichtige Informationen beinhalte und einzige Denkanstöße gegeben habe. Es gebe zum einen das Problem desGenerationenwechsels, der seine Zeit benötige und zum anderen laufe bei der „Pro Führungsebene“ ein Kampf gegen die Zeit, Es sei gut, dass innerhalb der Stadtverwaltung eine vergleichsweise geringe Fluktuation herrsche, gleichzeitig sei aber genau das die Hemmung, um die Frauenquote in Führungsebenen anzuheben. Bezüglich der Elternzeit teilt er aus eigener Erfahrung mit, dass es für Männer nicht so einfach sei, zu sagen, man bleibe mit seinem Kind zuhause und mache Elternzeit. Diese Stimmung zu brechen werde einen langem Atem brauchen und daher sichert er hierzu konkret die politische Unterstützung zu.
Oberbürgermeisterin Keupen bedankt sich undhält bezüglich den fehlenden weiblichen Führungskräften in den Beteiligungsgesellschaften fest, dass das Thema immer wieder auf die Agenda gebracht und systematisch eingefordert werde. Bei der Kampagne „kompetent managen“ sei ein großer Frauenanteil, der sich qualifizieren möchte. Dies stimme sie sehr positiv, die Frauen seien am Anfang ihrer Karriere in der Stadtverwaltung und daher habe man noch einen guten Weg mit ihnen.
Ratsfrau Breuer (CDU) bedankt sich und hält fest, dass sich der Vortrag gelohnt habe und deutlich zeige, was hier in der Stadt Aachen geschaffen worden sei. Dennoch müsse man die Realität im normalen Leben erkennen, Frauen bekommen immer noch die Kinder und wollen, solange diese noch klein sind, meistens auch mit ihnen zuhause bleiben und nicht in fremde Hände geben. Zwischen den beiden Geschlechtern herrsche nun mal ein Unterschied.
Ratsherr Mohr (AfD) äußert, dass die Verwaltung sich bezüglich der Personalpolitik nicht nach den Geschlechtern, sondern nach der Qualifikation richten. Er schäme sich für die Diskussionen, die solch ein Gesellschaftsklima erzeugen. Daher stimme die AfD Ratsgruppe dem Plan nicht zu.
Beschluss
Beschlussvorschlag
Beschlussvorschlag:
1)Der Personal- und Verwaltungsausschuss nimmtden Gleichstellungsplander Stadtverwaltung Aachen zur Kenntnis und empfiehlt auf Vorschlag der Oberbürgermeisterin dem Hauptausschuss, dem Rat der Stadt Aachen den Beschluss des Gleichstellungsplanes der Stadtverwaltung Aachen zu empfehlen.
2) Auf Vorschlag der Oberbürgermeisterin und Empfehlung des Personal- und Verwaltungsausschusses empfiehlt der Hauptausschuss dem Rat der Stadt,den Gleichstellungsplander Stadtverwaltung Aachen zu beschließen.
3) Auf Vorschlag der Oberbürgermeisterin und Empfehlung des Personal- und Verwaltungsausschusses und des Hauptausschusses beschließt der Rat der StadtdenGleichstellungsplander Stadtverwaltung Aachen.
Erläuterungen
Erläuterungen:
Inhalte des neuen Gleichstellungsplans:
1. Der Plan enthält Auswertungen, Analysen und Interpretationen relevanter statistischer Personaldaten. Im Wesentlichen wird der Ist-Stand 30.6.2023 zugrunde gelegt und mit den Daten des Gleichstellungsplans aus dem Jahr 2017 verglichen.
2. Aus den Auswertungen abgeleitet werden Zielsetzungen und Maßnahmen beschrieben - sowohl bereits initiierte als auch geplante Vorhaben.
3. Im thematischen Schwerpunkt beleuchtet dieser Gleichstellungsplan die Einflüsse der Rollenverteilung von Frauen und Männern im privaten Umfeld auf die berufliche Entwicklung. Der Plan geht damit über die reine Betrachtung „harter“ Faktoren wie z.B. der Kinderbetreuung und der Teilzeitmodelle als Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie hinaus und beschreibt neue Ansätze zur Stärkung der Gleichstellung von Frauen im Beruf und ihrer beruflichen Karriere.
Auswirkungen
Finanzielle Auswirkungen
JA | NEIN | ||
x |
Investive Auswirkungen | Ansatz 20xx | Fortgeschriebener Ansatz 20xx | Ansatz 20xx ff. | Fortgeschriebener Ansatz 20xx ff. | Gesamtbedarf (alt) | Gesamtbedarf (neu) | |
Einzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Auszahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Ergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
+ Verbesserung / - Verschlechterung | 0 | 0 | |||||
Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | ||||||
konsumtive Auswirkungen | Ansatz 20xx | Fortgeschriebener Ansatz 20xx | Ansatz 20xx ff. | Fortgeschriebener Ansatz 20xx ff. | Folge-kosten (alt) | Folge-kosten (neu) | |
Ertrag | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Personal-/ Sachaufwand | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Abschreibungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Ergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
+ Verbesserung / - Verschlechterung | 0 | 0 | |||||
Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | ||||||
Weitere Erläuterungen (bei Bedarf):
Klimarelevanz
Bedeutung der Maßnahme für den Klimaschutz/Bedeutung der Maßnahme für die
Klimafolgenanpassung (in den freien Feldern ankreuzen)
Zur Relevanz der Maßnahme für den Klimaschutz
Die Maßnahme hat folgende Relevanz:
keine | positiv | negativ | nicht eindeutig |
x |
Der Effekt auf die CO2-Emissionen ist:
gering | mittel | groß | nicht ermittelbar |
Zur Relevanz der Maßnahme für dieKlimafolgenanpassung
Die Maßnahme hat folgende Relevanz:
keine | positiv | negativ | nicht eindeutig |
x |
Größenordnung der Effekte
Wenn quantitative Auswirkungen ermittelbar sind, sind die Felder entsprechend anzukreuzen.
Die CO2-Einsparung durch die Maßnahme ist (bei positiven Maßnahmen):
gering | unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels) | ||
mittel | 80 t bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels) | ||
groß | mehr als 770 t / Jahr(über 1% des jährl. Einsparziels) |
Die Erhöhung der CO2-Emissionen durch die Maßnahme ist (bei negativen Maßnahmen):
gering | unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels) | ||
mittel | 80 bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels) | ||
groß | mehr als 770 t / Jahr (über 1% des jährl. Einsparziels) |
Eine Kompensation der zusätzlich entstehenden CO2-Emissionen erfolgt:
vollständig | |||
überwiegend (50% - 99%) | |||
teilweise (1% - 49 %) | |||
nicht | |||
nicht bekannt |
Abstimmungsergebnis
Technische Details
ID: 122501
OParl URL:http://ratsinfo.aachen.de/public/oparl/agendaItems?id=122501
Hauptdokument
Sammeldokument öffentlich
2023-10-23 FB 11_0151_WP18 Umsetzung des _ 5 de SAO.pdf
7.11.2024
1009.4 KB
Metadaten
- TOP
- Ö 3
- Sitzung
- Sitzung des Hauptausschusses
- Gremium
- Hauptausschuss
- Datum
- Mi., 22.11.2023
- Uhrzeit
- 17:00
- Anlass
- Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
- Vorlage
- Entscheidungsvorlage
- Beratung
- öffentlich
- Status
- gemischt
- Vorlageart
- Entscheidungsvorlage
- Federführend
- FB 11 - Fachbereich Personal, Organisation
- Geändert
- 8.2.2026
- Inhalt abgerufen
- 8. Februar 2026 um 20:34
Beschlussdokument
Sammeldokument öffentlich
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