30. Januar 2024 um 17:00, Verwaltungsgeb. Mozartstraße Zi.207
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Wirtschaftsjahr 2023/2024 von Stadttheater und Musikdirektion Aachen – Vierteljahresbericht per 31.10.2023 (1. Quartal)

E 46/47/0068/WP18 · Kenntnisnahme

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Beratungsergebnis:zur Kenntnis genommen

Beratung

Zu dem Quartalsbericht geht Verwaltungsdirektorin Miriam Sasserath auf die Umsatzerlöse ein, da nur Daten von August bis Oktober 2023 erfasst sind und die erste Premiere erst am 30.09.2023 stattfand. Sie betont, dass sich bis dato doch Einiges verändert hat.Generalintendantin Elena Tzavara erläutert, dass bis zum Erfassungszeitraum (Ende Oktober 2023) die Kurpark Classix, zwei Sinfoniekonzerte und die spartenübergreifende Eröffnungspremiere von "King Arthur" stattfanden.
Frau Tzavara fügt hinzu, dass in den Monaten von November 2023 bis Januar 2024 eine kontinuierliche Steigerung der Auslastung um monatlich jeweils 10% erfolgte, sodass die Auslastung zu Beginn des Januars sogar streckenweise 92,2% erreichte. Außerdem betont die Intendantin, dass der zweite Rang für Schauspielvorstellungen seit dieser Spielzeit geöffnet wurde und die Auslastung aufgrund dessen zum Beispiel bei "Hamlet", im Vergleich zur alten Kapazität nicht 50%, sondern 75% beträgt. Dies sollte im Vergleich zur letzten Spielzeit berücksichtigt werden.

Frau Perschon spricht ihren Dank für flexible Lösungen aus, (wie beispielsweise das Jazzkonzert von Heribert Leuchter anstelle der ausgefallenen Hamlet-Vorstellung,) welche in der Stadt, besonders von der Freien Kulturszene sehr gut aufgenommen wurden.Ratsherr Pilgram hebt hervor, dass die Darstellung zum Investitionsbudget im Quartalsbericht enthalten ist. Leiter der Finanzabteilung des Theaters, Guido Hotz weist darauf hin, dass die Quartalsberichte bereits seit geraumer Zeit jeweils auch die Darstellung zum Investitionsbudget beinhalten. Frau Crumbach-Trommler ergänzt, dass die Berichtsstruktur offenbar lediglich um die Spalte "Budget-Verlagerung" erweitert wurde und bedankt sich für die damit nochmals transparenter und klarer aufbereiteten Zahlen.Ratsfrau Dr.Schmeer bringt ihre Freude darüber zum Ausdruck, dass sich die Besucherströme so positiv entwickeln und der positiven Wendung bei "Hamlet".Ratsfrau Berg freut sich über die positive Publikumsentwicklung und betont, dass das Publikum sich deutlich verjüngt hat. Außerdem spricht sie ein großes Lob für den Social-Media-Auftritt aus.Frau Crumbach-Trommler schließt sich dem Lob an und betont zudem, dass der Wirtschaftsplan vom Theater Aachen immer rechtzeitig vorliege.Frau Epstein schließt sich den bereits ausgesprochenen Komplimenten ebenfalls an und bestätigt aus ihrer Sicht die Verjüngung des Publikums. Sie betont besonders ihre Freude darüber, dass der zweite Rang für das Schauspiel geöffnet wurde.Ratsherr Becker betont die gestiegene Qualität des Theaters in dieser Spielzeit und den spürbaren Anstieg der Besucherzahlen. Außerdem lobt er die Social-Media-Arbeit und schnelle Reaktionen auf gesellschaftliche Veränderungen, die das Theater unternimmt.Bürgermeisterin Frau Scheidt erwähnt, dass "Hamlet" für das nachtkritik-Theatertreffen nominiert wurde und dadurch aufzeigt, dass das Stück wahrgenommen wurde.
Frau Tzavara und Frau Sasserath bedanken sich für die erhaltenen Komplimente.
Zum Schluss erwähnt Frau Tzavara die Normierung von "Hamlet" für das nachtkritik-Theatertreffen, bei dem das Theater Aachen neben renommierten Häusern, wie dem Deutschen Schauspielhaus Hamburg und dem Schauspielhaus Zürich platziert wurde und betont, dass trotz möglicher anfänglicher Schwierigkeiten die Produktion "Hamlet" durchaus positive Resonanzen, auch standing ovations, und Anerkennung erfuhr.

Beschluss

Der Betriebsausschuss Kultur und Theater nimmt den Vierteljahresbericht per 31.10.2023 (1. Quartal) von Stadttheater und Musikdirektion Aachen zur Kenntnis.

Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:

Der Betriebsausschuss Kultur und Theater nimmt den Vierteljahresbericht per 31.10.2023 (1. Quartal) von Stadttheater und Musikdirektion Aachen zur Kenntnis.

Erläuterungen

Erläuterungen:

Vorbemerkungen:

  • Gemäß §§ 7, 20 EigVO NRW und § 12 Betriebssatzung ist der Vierteljahresbericht per 31.10.2023 (Abschluss 1. Quartal) vorzulegen.
  • Der Vierteljahresbericht gemäß Anlage zeigt hierzu das buchhalterische Ergebnis der Erfolgsrechnung für den Zeitraum 01.08.2023 – 31.10.2023 (1. Quartal) sowie eine darauf basierende Prognose auf das voraussichtliche Jahresabschlussergebnis (Stand: Dezember 2023).

Erläuterung / Kurzanalyse zur Prognose:

  • Die Prognose der Umsatzerlöse basiert im Wesentlichen auf den bereits erzielten Umsätzen bis zum 31.10.2023 sowie den Erkenntnissen aus dem Ticketverkauf bis zum 15.12.2023. Diese zeigen, dass sich die Nachfrage nach den Corona-belasteten Jahren langsamer als erwartet erholt. Hierzu trägt neben den aus vorherigen Berichten bereits bekannten Gründen (weiterhin vorhandene Corona-Nachwirkungen, gestiegene Lebenshaltungskosten) möglicherweise auch eine nach einem Intendanzwechsel durchaus nicht unübliche Zurückhaltung des Publikums bei. Diese Negativeinflüsse insgesamt lassen aus aktueller Sicht einen möglichen Umsatzausfall von mehr als 400 TEuro erwarten.
  • In den sonstigen Erträgen sind die ab 2024 verstetigten Fördermittel für die Projekte »AKZENT Barock« sowie »Mörgens Lab« berücksichtigt, die jedoch aufgrund des damit korrespondierenden Personal- und Sachaufwandes (s. unten) keine Ergebnisverbesserung mit sich bringen. Dennoch werden die sonstigen Erträge demnach voraussichtlich rd. 60 TEuro höher als geplant ausfallen.
  • Der Aufwand für das festbeschäftige Personal (Kontengruppe 40) wird nach aktueller Einschätzung aufgrund des Tarifabschlusses 2023 um mehr als 800 TEuro über dem Planwert liegen, wobei diese Steigerung in vollem Umfang durch eine entsprechende Erhöhung des städtischen Betriebskostenzuschusses ausgeglichen wird.
  • Bei Kontengruppe 42 (Selbstständige Gäste) zeigt sich demgegenüber in der Prognose augenscheinlich eine Ergebnisverbesserung, die jedoch lediglich aus der Verlagerung der für die genannten Förderprojekte geplanten Aufwendungen hin zu den beiden sachgerechteren Kontengruppen 49 für den Personalaufwand bzw. 57 für den Sachaufwand resultiert, wo dann wiederum entsprechender Mehraufwand im Vergleich zum Plan entstehen wird.
  • Die Beamtenbezüge (Kontengruppe 43) fallen nach aktueller Berechnung durch den Fachbereich Personal und Organisation (FB 11) um etwa 30 TEuro geringer als geplant aus. Somit wird beim Personalaufwand nach aktueller Einschätzung eine Planüberschreitung von insgesamt knapp 800 TEuro erwartet.
  • Beim Sachaufwand zeichnen sich aus aktueller Sicht lediglich kleinere Planabweichungen ab. So fällt bspw. bei Kontengruppe 51 der geplante Mietaufwand für Proberäumlichkeiten in der Charlottenstraße weg, die in der vergangenen Spielzeit noch genutzt wurden. Außerdem wird eine Reduzierung des städtischen Verwaltungskostenbeitrages erwartet (s. Kontengruppe 56). Dem steht der ergebnisneutrale Sachaufwand für die bereits oben genannten Förderprojekte gegenüber (s. Kontengruppe 57).
  • Auch bei den Abschreibungen wird nach aktueller Einschätzung keine gravierende Planabweichung erwartet.
  • Der städtische Betriebskostenzuschuss für die laufende Spielzeit 2023/2024 wird sich gegenüber Plan deutlich erhöhen, um insbesondere den ungeplanten Mehraufwand infolge des Tarifabschlusses 2023 aufzufangen.
  • Das danach prognostizierte Betriebsergebnis (nach städtischem Betriebskostenzuschuss) für die Spielzeit 2023/2024 beläuft sich voraussichtlich auf einen Fehlbetrag von rd. 1,4 Mio. Euro, was eine Verbesserung gegenüber Plan von knapp 300 TEuro bedeuten würde. Dieses Defizit wird auch unter Berücksichtigung des voraussichtlichen Jahresabschlussergebnisses für die Spielzeit 2022/2023 vollumfänglich aus der allgemeinen Rücklage aufgefangen.

Investitionen / Vermögensplan:

  • Die im laufenden Wirtschaftsjahr zu tätigenden Investitionen werden sich insgesamt voraussichtlich innerhalb der geltenden Vermögensplanung bewegen. Der aktuelle Stand der bis 14.12.2023 getätigten Investitionen ist als Anlage beigefügt.
  • Die Investitionen im Rahmen des Förderprojektes »AKZENT Barock« werden als Investitionszuschuss vollständig aus bewilligten Fördermitteln gedeckt, so dass sich diesbezüglich mögliche Abweichungen jedenfalls nicht negativ auf den Finanzierungsbedarf auswirken würden.

Auswirkungen

Finanzielle Auswirkungen

Siehe Erläuterungen

Klimarelevanz

entfällt

Technische Details

Hauptdokument

Sammeldokument öffentlich

2024-01-03 E 46_47_0068_WP18 Wirtschaftsjahr 2023 SAO.pdf

11.10.2024

228.9 KB

Betroffene Straßen

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Metadaten

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Ö 6
Sitzung
Sitzung des Betriebsausschusses Kultur und Theater
Gremium
Betriebsausschuss Kultur und Theater
Datum
Di., 30.01.2024
Uhrzeit
17:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Kenntnisnahme
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Kenntnisnahme
Federführend
E 46/47 - Stadttheater und Musikdirektion
Geändert
8.2.2026
Inhalt abgerufen
8. Februar 2026 um 13:15