31. Januar 2024 um 17:00, Rathaus
TOP 5Öffentlich

Entgegennahme des Bürger*innengutachtens

FB 01/0442/WP18 · Entscheidungsvorlage

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Beratungsergebnis:ungeändert beschlossen

Beratung

Oberbürgermeisterin Keupen betont erneut die große Bedeutung des Bürger*innenrates zur Stärkung unserer Demokratie. Der Rat erhalte nun die Empfehlungen des Bürger*innenrates, mit dem Auftrag zur weiteren Bearbeitung. Die über 70 Empfehlungen zur Fragestellung „Wie kann Aachens Innenstadt wieder ein attraktives Einkaufsziel werden?“ spiegeln das geweckte Engagement der Bürger*innen wider und bilden ein kraftvolles Zeichen für den Ersten ständigen Bürger*innenrat. Als Vorsitzender des Bürgerforums erhalte Herr Dopatka (SPD) nun das Wort.

Ratsherr Dopatka (SPD) teilt mit, auch wenn heute erst einmal die Empfehlungen eingebracht, jedoch noch nicht inhaltlich diskutiert werden würden, möchte er einige Aspekte nicht unerwähnt lassen.

Das Projekt Bürger*innenrat sei zu Beginn der Legislaturperiode gestartet und zwischenzeitlich habe man sich von der Theorie in die Praxis begeben. Er betont, Aachen sei hiermit die erste Stadt, die einen ständigen Bürger*innenrat eingeführt habe und neben vielen anderen, bereits bestehenden demokratischen Institutionen, wie z.B. der Fragestunde im Rat oder dem Bürgerforum, sei dies ein weiterer, wichtiger Schritt für eine lebendige Demokratie. Finanziell gesehen sei es ein wichtiges Signal, das Budget nicht zu weit unten anzusetzen, damit eine freie Entfaltung in der Arbeit gewährleistet sei. Abschließend bedankt er sich bei dem Team des Bürger*innenrates und des Bürgerforums sowie allen Mitgliedern des Stadtrates.

Ratsherr Tillmanns (CDU) äußert, dass sich das Projekt nach anfänglichen Schwierigkeiten auf einem guten Weg befinde, man jedoch auch über Verbesserungsmöglichkeiten sprechen sollte. Er teilt seine Sorgen über den großen Umfang des Gutachtens und wünscht für die Zukunft ein fokussierteres Werk. Positiv hervorheben möchte er abschließend, dass die Fraktionen sich bereits zum jetzigen Zeitpunkt komplett aus der Arbeit des Begleitgremiums zurückziehen und dieses somit bereits autark arbeite. Im nächsten Jahr werde dann auch die Initiative nicht mehr an dem Gremium beteiligt sein, so dass derBürger*innenrat sodann in der gewünschten Form aktiv werden kann.

Ratsherr Helg (FDP) bedankt sich im Namen der Fraktion für die geleistete Arbeit bei der Erstellung des Bürger*innengutachtens. Dies sei ein wichtiger Schritt für den ersten Aufschlag in Sachen direkte Demokratie in Aachen. Auch wenn es in der Vergangenheit bereits Bürgerbegehren und Bürgerentscheide gegeben habe, so konnten im Rahmen des Bürger*innenrates nun erstmals die Bürger*innen in der Arbeit mitwirken und dem Stadtrat direkte Empfehlungen aussprechen.

Ratsherr Deumens (Die Linke) schließt sich den Ausführungen von Ratsherrn Tillmanns (CDU) an. Nach anfänglichen Schwierigkeiten sei das Projekt erfolgreich angelaufen, jedoch dürfe man auch potentielle Verbesserungsmöglichkeiten nicht aus dem Blick verlieren. Er betont, dass die Fraktion sich für die Zukunft des Bürger*innenrates für eine vernünftige Finanzierung einsetzen werde.

Ratsherr Szagunn (DIE Zukunft) bedankt sich im Namen der Fraktion DIE Zukunft bei allen Beteiligten und betont, der Bürger*innenrat sei ein gutes und wichtiges Instrument zur Partizipation. Aus diesem Grunde unterstützen auch sie den Fortgang des Projektes und die damit verbundenen, erforderlichen finanziellen Anforderungen. Weiterhin führt er aus, dass das gewählte Thema nicht ganz den Wünschen der Fraktion entsprochen habe, sondern stattdessen ein anderes Thema in Richtung Mobilität oder Wohnen für sie wünschenswerter gewesen wäre, dies beeinflusse jedoch selbstverständlich nicht das gute Ergebnis.

Ratsfrau Scheidt (GRÜNE) bedankt sich für die Arbeit und betont die besondere Bedeutung des Bürger*innenrates für die Stärkung der Demokratie.

Ratsherr Palm (AfD) teilt mit, auch die AfD begrüße den neuen Bürger*innenrat, da dieser ein erster Schritt zur direkten Demokratie sei. Um die wichtigen Themen vorrangig behandeln zu können, bedarf es nun einer Priorisierung der einzelnen Empfehlungen.

Ratsherr Schaadt (GRÜNE) berichtet, als kurzzeitiges Mitglied im Begleitgremium durfte er der kontroversen Diskussion um die Wahl des Themas beiwohnen. Er lobt, dass die Bürger*innen das Thema ganzheitlich betrachtet haben und nicht nur das Einkaufen, sondern auch eine attraktive Innenstadt im Ganzen als Kernpunkt betrachtet haben. Abschließend appelliert er an die neuen Mitglieder des Begleitgremiums, das neue Thema mit Bedacht auszuwählen, denn es brauche fokussiertere Fragestellungen.

Abschließend ruft Oberbürgermeisterin Keupen zur Abstimmung über den Beschlussvorschlag auf.

Beschluss

Der Rat nimmt die Empfehlungen des Bürger*innengutachtens einstimmig entgegen und verweist sie zur weiteren Beratung an die entsprechenden Fachausschüsse.

Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:

Der Rat nimmt die Empfehlungen des Bürger*innengutachtens entgegen und verweist sie zur weiteren Beratung an die entsprechenden Fachausschüsse.


Erläuterungen

Erläuterungen:

Als erste Stadt in Deutschland hat Aachen einen ständigen Bürger*innenrat eingerichtet, der im Herbst 2023 zu der Fragestellung: „Wie kann Aachens Innenstadt wieder ein attraktiven Einkaufsziel werden?“. tagte. Dies markiert einen weiteren Schritt in Richtung einer lebendigen und partizipativen Demokratie und trägt zur Stärkung einer gelebten Ermöglichungskultur bei. Im ständigen Aachener Bürger*innenrat kommen Aachener*innen einmal im Jahr zusammen und beraten über ein relevantes, städtisches Thema, das von ihren Mitbürger*innen vorgeschlagen wurde. Das diesjährige Bürger*innen-Gutachten widmet sich räumlich und thematisch dem Bereich der Innenstadt.

Das Bürger*innen-Gutachten wurde am 12.12.2023 in der Bürger*innenrats-Konferenz öffentlich vorgestellt und umfasst 75 Empfehlungen, in jeweils 21 Themen, die den 5 Oberthemen „Identität und Bottom-Up“, „Freizeit und Kultur“, „Mobilität“, „Klima“ sowie „Öffentliche Räume und Leerstand“ untergeordnet sind.

Der Bürger*innenrat wurde geschaffen, um Bürger*innen für eine partizipative Stadtgesellschaft, aktiv in politische Prozesse einzubeziehen. Als ständige, institutionalisierte Einrichtung geht das Gremium weit über ein Diskussionsforum hinaus. Gemeinsam und unterstützt von Expert*innen werden Empfehlungen erarbeitet und ein Bürger*innen-Gutachten verfasst, das der Politik zur Entscheidung vorgelegt wird. Die Teilnehmenden entwickeln die Empfehlungen konsensorientiert, in kooperativer Zusammenarbeit. Politik und Verwaltung erhalten so eine unmittelbare Empfehlung aus der Bürgerschaft. Bürger*innenräte spielen in der repräsentativen Demokratie eine Ratgeber Rolle und können der Politik als Kompass dienen.

Die Mitglieder des Bürger*innenrates werden jedes Jahr mittels Losverfahren neu bestimmt und stellen hinsichtlich ihrer Zusammensetzung ein Abbild der Aachener Stadtgesellschaft dar. Sie haben dort die Möglichkeit, die eigene Stadt mitzugestalten, eigene Ideen und Perspektiven einzubringen und mit anderen zu diskutieren. Die Mitglieder des Bürger*innenrats erhalten eine Aufwandsentschädigung. Die Einbeziehung von Menschen aus unterschiedlichen sozialen Schichten, Sozialräumen und Altersgruppen innerhalb der Stadtbevölkerung bereichert diesen Prozess und sorgt für eine vielfältige Perspektive und stärkt den Dialog in unserer Stadtgesellschaft.


Auswirkungen

Finanzielle Auswirkungen

JA

NEIN

X

Investive Auswirkungen

Ansatz

20xx

Fortgeschriebener Ansatz 20xx

Ansatz 20xx ff.

Fortgeschriebener Ansatz 20xx ff.

Gesamt­bedarf (alt)

Gesamt­bedarf (neu)

Einzahlungen

0

0

0

0

0

0

Auszahlungen

0

0

0

0

0

0

Ergebnis

0

0

0

0

0

0

+ Verbesserung /

- Verschlechterung

0

0

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

konsumtive Auswirkungen

Ansatz

20xx

Fortgeschriebener Ansatz 20xx

Ansatz 20xx ff.

Fortgeschriebener Ansatz 20xx ff.

Folge-kosten (alt)

Folge-kosten (neu)

Ertrag

0

0

0

0

0

0

Personal-/

Sachaufwand

0

0

0

0

0

0

Abschreibungen

0

0

0

0

0

0

Ergebnis

0

0

0

0

0

0

+ Verbesserung /

- Verschlechterung

0

0

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Weitere Erläuterungen (bei Bedarf):


Klimarelevanz

Bedeutung der Maßnahme für den Klimaschutz/Bedeutung der Maßnahme für die

Klimafolgenanpassung (in den freien Feldern ankreuzen)

Zur Relevanz der Maßnahme für den Klimaschutz

Die Maßnahme hat folgende Relevanz:

keine

positiv

negativ

nicht eindeutig

X

Der Effekt auf die CO2-Emissionen ist:

gering

mittel

groß

nicht ermittelbar

X

Zur Relevanz der Maßnahme für dieKlimafolgenanpassung

Die Maßnahme hat folgende Relevanz:

keine

positiv

negativ

nicht eindeutig

X

Größenordnung der Effekte

Wenn quantitative Auswirkungen ermittelbar sind, sind die Felder entsprechend anzukreuzen.

Die CO2-Einsparung durch die Maßnahme ist (bei positiven Maßnahmen):

gering

unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels)

mittel

80 t bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels)

groß

mehr als 770 t / Jahr(über 1% des jährl. Einsparziels)

Die Erhöhung der CO2-Emissionen durch die Maßnahme ist (bei negativen Maßnahmen):

gering

unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels)

mittel

80 bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels)

groß

mehr als 770 t / Jahr (über 1% des jährl. Einsparziels)

Eine Kompensation der zusätzlich entstehenden CO2-Emissionen erfolgt:

vollständig

überwiegend (50% - 99%)

teilweise (1% - 49 %)

nicht

nicht bekannt

Technische Details

Hauptdokument

Sammeldokument öffentlich

2024-01-12 FB 01_0442_WP18 Entgegennahme des Bue SAO.pdf

8.11.2024

2.6 MB

Metadaten

TOP
Ö 5
Sitzung
Sitzung des Rates der Stadt Aachen
Gremium
Rat der Stadt Aachen
Datum
Mi., 31.01.2024
Uhrzeit
17:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Entscheidungsvorlage
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Entscheidungsvorlage
Federführend
FB 01 - Fachbereich Verwaltungsleitung, Grundsatz und Dialog
Geändert
8.2.2026
Inhalt abgerufen
8. Februar 2026 um 21:14