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Auswirkungen des Parkens und der Erreichbarkeit auf einzelhandelsorientierte Stadtzentren;Tagesordnungsantrag der Fraktionen GRÜNEN, SPD, Zukunft und LINKE vom 30.11.2023

FB 61/0843/WP18 · Kenntnisnahme

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Beratungsergebnis:zur Kenntnis genommen

Beratung

Die Ausschussvorsitzende Wenzel begrüßt Herrn Kuhnimhof von der RWTH Aachen, der dem Gremium die Ergebnisse seiner Studie präsentiert.

Ratsherr Breuer dankt ihm dafür und befindet, dass die Ergebnisse eigentlich naheliegend seien. In der Stadt brauche es Platz zum schlendern und Flanieren. Er äußert eine Nachfrage zur Signifikanz und der Menge der Beobachtungen.

Man würde die Ergebnisse gerne noch in anderen vergleichbaren Städten absichern, so Kuhnimhof. Zwar seien die Ergebnisse im 1-5% Bereich signifikant, allerdings sei die Menge der Beispiele mit 400 recht übersichtlich.

Herr Hofmann wundert sich ebenfalls nicht, dass kleinteiliger Einzelhandel höhere Mieten zu zahlen habe. Oft seien die Flächen in größeren Einzelhandelszentren, die etwas am Rande der Städte lägen, deutlich günstiger. Genau deshalb ließe sich das Ganze aber aus seiner Sicht auch nur schwer vergleichen.

Man dürfe im Innenstadtbereich mittlerweile eh nur noch eine Stunde am Straßenrand parken, so Ratsfrau Breuer. Das müsse man an dieser Stelle ebenfalls berücksichtigen. Bestes Beispiel sei hier die Jakobstraße. Solange sich ein größeres Parkhaus noch in fußläufiger Nähe befände, sei alles in Ordnung.

Auch Ratsherr Blum attestiert, dass er die Schlussfolgerungen nachvollziehen könne. Allerdings müsse man unterscheiden, um welche Arten von Einzelhandel es gehe. Gerade Geschäfte wie Bäckereien oder Metzgereien seien häufig doch noch von Parkplätzen vor der Tür abhängig.

Herr Fahl möchte indes wissen, ob die gute Erreichbarkeit durch den ÖPNV auch in der Studie berücksichtigt wurde und ob diese das Ergebnis positiv beeinflusse, wie man es aus anderen Studien in anderen Städten kenne.

Dazu gebe es in der Tat andere Studien, so Herr Kuhnimhof. In der nun vorliegenden sei das Thema Erreichbarkeit durch den ÖPNV nicht signifikant.

Ob man auch Betrachtungen im privaten oder halb-öffentlichen Parkraum gemacht habe, möchte Ratsherr Zimmer gerne wissen.

Bezüglich des halb-öffentlichen Parkraums, also der Parkhäuser sei man zu einer positiven Auswirkung gekommen, erklärt Herr Kuhnimhof. Der private Parkraum hingegen sei nur untergeordnet, allerdings gebe es hier auch eine hohe Dunkelziffer.

Frau Strack möchte gerne wissen, wie die Studie das Thema Inklusion berücksichtige.

Das Thema spiele in jedem Fall für die Zukunft eine immer größere Rolle, antwortet Herr Kuhnimhof, sei in der aktuellen Studie allerdings noch nicht mit berücksichtigt.

Nach der Berücksichtigung von Liefer- und Ladezonen erkundigt sich hingegen Ratsherr Breuer.
Doch auch die waren nicht Bestandteil der Studie.


Als nächstes möchte Ratsherr Hecker gerne wissen, wie es mit einer Betrachtung der Außenbezirke der Stadt Aachen aussehe.

Die Kartierung schreite voran, berichtet Herr Kuhnimhof. Er würde gerne seine Untersuchungen ausweiten um die Ergebnisse abzusichern, zumal er der Meinung sei, dass in den Randbezirken wieder andere Herausforderungen und Anforderungen zu berücksichtigen seien.

Auf die Stufen zwischen der jetzt herausgestellten Korrelation geht nun Frau Beigeordnete Burgdorff ein. Sie fände interessant zu erfahren, wie das Verhältnis zwischen Parkplatz und damit erzieltem Umsatz sei und was eine Befragung der dort parkenden Leute ergebe, ob sie wirklich unmittelbar vor Ort etwas besorgen müssten, oder den Parkplatz für die gesamte Umgebung nutzten.

Ratsfrau Breuer möchte von Herrn Kuhnimhof noch einmal wissen, um welche Art von Arbeit es sich hier handele und weist darauf hin, dass die Parkplätze zum Teil ja auch für die Menschen wichtig seien, die ihre Wohnungen über dem Einzelhandel hätten.

Es handele sich um einen Teil einer Promotionsarbeit konkretisiert Herr Kuhnimhof die Art der Arbeit.

Herr Hofmann weist darauf hin, dass aus seiner Sicht die schlechte Erreichbarkeit einzelner Stadtteile durch das neue Mobilitätskonzept sehr kontraproduktiv sei.

Frau Ausschussvorsitzende Wenzel spricht Herrn Kuhnimhof abschließend ihren Dank aus.

Beschluss

Der Mobilitätsausschuss bedankt sich bei den Autor*innen für die Vorstellung der Ergebnisse der Studie.

Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:

Der Mobilitätsausschuss bedankt sich bei den Autor*innen für die Vorstellung der Ergebnisse der Studie.

Erläuterungen

Erläuterungen:

Am Institut für Stadtbauwesen und Stadtverkehr der RWTH wurde von Laura Merten und Prof. Tobias Kuhnimhof eine empirische Studie zu Einflussfaktoren auf Ladenmieten am Beispiel der Stadt Aachen durchgeführt und 2023 im Journal of transport geography 113 veröffentlicht. Die Veröffentlichung wurde von mehreren Medien aufgegriffen.

Die Fraktionen von GRÜNEN, SPD, Zukunft und LINKE haben beantragt, dass die Autor*innen die Ergebnisse der Studie im Mobilitätsausschuss vorstellen. Dies wird in der Sitzung erfolgen.

Die Kurzfassung des Artikels lautet – ins Deutsche übersetzt – wie folgt:

„Der wachsende elektronische Handel, die Folgen der COVID-19-Pandemie, die Notwendigkeit größerer Nachhaltigkeit und der zunehmende Wettbewerb zwischen verschiedenen Nutzungen um knappen Raum stellen die Innenstädte vor immer größere Herausforderungen. Die meisten Stadtzentren in Ländern mit hohem Einkommen sind stark durch den Einzelhandel geprägt. Um Platz für andere Mobilitätsformen, Außengastronomie oder Begrünung zu schaffen, ist die Reduzierung von Parkplätzen auf der Straße eine kontrovers diskutierte Maßnahme, die vor allem von Einzelhändlern befürchtet wird.

Die Auswirkungen der Parkrauminfrastruktur und der Erreichbarkeit auf die Leistungsfähigkeit des Einzelhandels in Innenstädten sind in der Literatur jedoch noch nicht eindeutig untersucht worden. Die vorliegende Arbeit trägt dazu bei, diese Forschungslücke zu schließen, indem sie die Auswirkungen von Parkplätzen auf der Straße und außerhalb der Straße sowie die Erreichbarkeit auf die Mieten für Einzelhandelsimmobilien in Stadtzentren analysiert. Die verwendete Datenbank besteht aus fast 400 Einzelhandelsmietangeboten in der Innenstadt von Aachen, die zwischen 2015 und 2022 veröffentlicht wurden. Da die Daten den Zeitraum der COVID-19-Pandemie abdecken, betrachten wir auch die Auswirkungen der Pandemie auf die Einzelhandelsmieten.

Die Ergebnisse einer räumlichen Regression zeigen, dass Haltestellen des öffentlichen Verkehrs, Fußgängerzonen und öffentliche Parkhäuser in der Nähe die Attraktivität von Einzelhandelsstandorten erhöhen. Viel Parkraum auf der Straße in unmittelbarer Nähe senkt hingegen die Einzelhandelsmieten. Ausreichende Parkkapazitäten sollten jedoch in bequemer Gehdistanz erreichbar sein. Dieses Ergebnis unterstützt den Ansatz, das Parken auf der Straße in der Stadt zu reduzieren.“ (Übersetzt mit DeepL.com)

Auswirkungen

Finanzielle Auswirkungen

JA

NEIN

X

Investive Auswirkungen

Ansatz

20xx

Fortgeschriebener Ansatz 20xx

Ansatz 20xx ff.

Fortgeschriebener Ansatz 20xx ff.

Gesamt­bedarf (alt)

Gesamt­bedarf (neu)

Einzahlungen

0

0

0

0

0

0

Auszahlungen

0

0

0

0

0

0

Ergebnis

0

0

0

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0

0

+ Verbesserung /

- Verschlechterung

0

0

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

konsumtive Auswirkungen

Ansatz

20xx

Fortgeschriebener Ansatz 20xx

Ansatz 20xx ff.

Fortgeschriebener Ansatz 20xx ff.

Folge-kosten (alt)

Folge-kosten (neu)

Ertrag

0

0

0

0

0

0

Personal-/

Sachaufwand

0

0

0

0

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0

Abschreibungen

0

0

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0

0

Ergebnis

0

0

0

0

0

0

+ Verbesserung /

- Verschlechterung

0

0

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Weitere Erläuterungen (bei Bedarf):


Klimarelevanz

Bedeutung der Maßnahme für den Klimaschutz/Bedeutung der Maßnahme für die

Klimafolgenanpassung (in den freien Feldern ankreuzen)

Zur Relevanz der Maßnahme für den Klimaschutz

Die Maßnahme hat folgende Relevanz:

keine

positiv

negativ

nicht eindeutig

Der Effekt auf die CO2-Emissionen ist:

gering

mittel

groß

nicht ermittelbar

Zur Relevanz der Maßnahme für dieKlimafolgenanpassung

Die Maßnahme hat folgende Relevanz:

keine

positiv

negativ

nicht eindeutig

Größenordnung der Effekte

Wenn quantitative Auswirkungen ermittelbar sind, sind die Felder entsprechend anzukreuzen.

Die CO2-Einsparung durch die Maßnahme ist (bei positiven Maßnahmen):

gering

unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels)

mittel

80 t bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels)

groß

mehr als 770 t / Jahr(über 1% des jährl. Einsparziels)

Die Erhöhung der CO2-Emissionen durch die Maßnahme ist (bei negativen Maßnahmen):

gering

unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels)

mittel

80 bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels)

groß

mehr als 770 t / Jahr (über 1% des jährl. Einsparziels)

Eine Kompensation der zusätzlich entstehenden CO2-Emissionen erfolgt:

vollständig

überwiegend (50% - 99%)

teilweise (1% - 49 %)

nicht

nicht bekannt

Abstimmungsergebnis

Einstimmig
Technische Details

Hauptdokument

Sammeldokument öffentlich

2024-01-17 FB 61_0843_WP18 Auswirkungen des Par SAO.pdf

23.10.2024

374.6 KB

Metadaten

TOP
Ö 3
Sitzung
Sitzung des Mobilitätsausschusses
Gremium
Mobilitätsausschuss
Datum
Do., 25.01.2024
Uhrzeit
17:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Kenntnisnahme
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Kenntnisnahme
Federführend
FB 61 - Fachbereich Stadtentwicklung und Stadtplanung
Geändert
8.2.2026
Inhalt abgerufen
8. Februar 2026 um 13:14