Personalgewinnung und -bindung -ZUSAMMEN.WACHSEN - Das Personalbindungskonzept der Stadt Aachen
FB 11/0170/WP18 · Kenntnisnahme
Beratung
Einleitend führt Herr Lennartz (FB 11/000) aus, dass er sich freue, heute gemeinsam mit Frau Spiegelberg (FB 11/220) das neue Personalbindungskonzept vorstellen zu dürfen. Im Rahmen der Präsentation, welche der Niederschrift ebenfalls als Anlage beigefügt werde, werde man die Mitglieder des Ausschusses gerne beginnend mit einem Rückblick auf das Jahr 2018, in welchem die konzeptionelle Bindungsarbeit startete, durch die Highlights des jetzigen Konzeptes mitnehmen undhintergründige Gedanken zur Prozessentwicklung und strukturellen Rahmenbedingungen erörtern.
Im Anschluss bedankt sich die stellvertretende Ausschussvorsitzende Ratsfrau Begolli (DIE LINKE)
für den von Frau Spiegelberg und Herrn Lennartz gehaltenen Vortrag zum Personalbindungskonzept der Stadt Aachen.
Frau Dautzenberg (SPD) bedankt sich für den sehr interessanten Vortrag. Es stelle sich ihr die Frage,
inwieweit die Verwaltung über das Instrument eines strukturierten jährlichen Leistungs- und Entwicklungsdialogs zwischen Führungskräften und Mitarbeitenden verfüge.
Frau Spiegelberg (FB 11/220) erläutert, dass es eine Dienstvereinbarung gebe, in welcher die jährliche Durchführung mindestens eines Zielvereinbarungs- bzw. Mitarbeitendengespräches vorgeschrieben werde. Tatsächlich werde dieses Instrument aktuell auch noch einmal im Rahmen der Entwicklungs- und Performancekultur neu gedacht. Zukünftig soll dieses Themenfeld eine andere Prägung erhalten, welche den Fokus nicht auf die Zielvereinbarung, sondern stärker auf die Qualität und Ausrichtung der eigenen Arbeit sowie die Entwicklungsmöglichkeiten der Mitarbeitenden lege.
Frau Dautzenberg (SPD) erkundigt sich ergänzend, ob es zudem ein jährliches Beurteilungssystem gebe.
Herr Lennartz (FB 11/000) betont, dass hier eine Differenzierung zwischen Beamtinnen und Beamten und Beschäftigten vorgenommen werden müsse. Bei Beamtinnen und Beamten sei die Beurteilung ein gesetzlich vorgegebenes Instrument, das in regelmäßigen Rhythmen vorgesehen sei. Bei den Beschäftigten gebe es hingegen kein streng reglementiertes System analog dem Beurteilungssystem für Beamtinnen und Beamte. Jedoch verfüge man hier über verschiedene Gesprächsformate, in welchen Leistungen und erreichte Ziele einer Reflektion zugeführt werden sollten. Tatsächlich wolle man jedoch auch an dieser Stelle noch einmal in neuen Ansätzen denken.
Frau Dautzenberg (SPD) merkt an, dass es ihr in diesem Kontext eher um das Themenfeld Personalentwicklung gehe, welches sich sehr gut mit den jährlichen Mitarbeitendengesprächen verbinden lasse, da es ganz stark den Fokus auf Ergebnisplanungen lege. Bei ihrer eigenen Arbeitgeberin gebe es eine ganz neue Idee, welche sich „Initiative zeigen“ nenne. Mitarbeitende könnten sich unverbindlich bei der Personalberatung, beispielsweise zu den Möglichkeiten der eigenen Weiterentwicklung, beraten lassen. Die Idee, zukünftig jedem Fachbereich eigens zugewiesene Personalentwickelnde zur Verfügung zu stellen, sei daher nur folgerichtig. In Verbindung mit einem guten Führungskräfteverständnis könne dies zu einer höheren Mitarbeitendenzufriedenheit führen. Zudem könnten aus regelmäßigen Mitarbeitendenbefragungen sehr gute Erkenntnisse herausgezogen, entsprechend weiterentwickelt und vorangetrieben werden.
Abschließend habe sie noch eine Anmerkung zum Onboarding-Prozess. Hier sei es aufgrund der Konkurrenz zu anderen Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern wichtig, dass man gerade bei externen Rekrutierungen bereits in den ersten Kontaktaufnahmen bzw. Auswahlgesprächen versuche, frühzeitig das Thema „Weshalb bin ich als Arbeitgeber*in für dich interessant?“ aufzugreifen. Dies könne gegebenenfalls schon hilfreich sein, einen Absprung zu einer*m anderen Arbeitgeber*in zu verhindern. Hier sei das Stichwort „Rekrutierung auf Augenhöhe“.
Frau Spiegelberg (FB 11/220) berichtet, dass dies selbstverständlich, wie bereits von Herrn Lennartz kurz erwähnt, im Themenfeld Preboarding verankert werde, auf welches man aufgrund der ausgewählten Präsentationsausrichtung in der heutigen Sitzung jedoch inhaltlich nicht näher eingegangen sei.
Stellvertretende Ausschussvorsitzende Begolli (DIE LINKE) weist an dieser Stelle, auch mit Blick auf den fortgeschrittenen zeitlichen Rahmen, darauf hin, dass allen Mitgliedern des Ausschusses die ausführliche Vorlage inklusive des über 40-seitigen Personalbindungskonzeptes in der letzten Woche zugegangen sei. Sollten sich im Nachgang zur heutigen Sitzung nun noch weitere Fragen ergeben, könnten diese gegebenenfalls im Rahmen einer der nächsten Sitzungen angesprochen werden.
Ratsherr Lübben (DIE GRÜNEN) erläutert zu den ganzen „neumodischen“ Begrifflichkeiten vorweg, dass es mittlerweile unter den Führungskräften auch sehr viele gebe, die gar nicht die Ambitionen zu einer Weiterentwicklung in sich trügen und mit ihrem Job zufrieden wären. Manche Mitarbeitende müsste man auch einfach damit zufriedenstellen, dass sie ihre Arbeit so erledigen dürften wie bisher. Neben dem weigere er sich den Begriff „Onboarding“ zu nutzen; für ihn heiße es immer noch Einstiegsbegleitung. Das vorgestellte Kompetenzmodell halte er für extremst ambitioniert und es sei für ihn nur schwer vorstellbar, dass dies wie angestrebt funktioniere.
Herr Dr. Kremer (Dezernat V) betont, dass es die Verwaltung erfreue, dass seitens der Politik auch die vielen Herausforderungen im Rahmen des Personalbindungskonzeptes gesehen würden.Es sei schön, dass man sich auf diesem hohen Niveau so austauschen könne.Bei weiterem Gesprächsbedarf biete er gerne an, dass die mit diesen Themenfeldern betrauten Kolleginnen und Kollegen im Nachgang zur heutigen Sitzung für die Fraktionen zur Verfügung stünden.
Abschließend merkt Frau Dautzenberg (SPD) an, dass Digitalisierung auch ein gutes Stichwort sei, wenn die Mitarbeitenden über ein System verfügten, in welchem sie ihre eigenen Daten, beispielsweise Sprachkenntnisse, selber pflegen könnten und dieses System zusätzlich über entsprechende Filterfunktionen verfüge.
Stellvertretende Ausschussvorsitzende Ratsfrau Begolli (DIE LINKE) nimmt das Angebot zu einem intensiveren Fachaustausch bei weiterem Bedarf seitens der Politik noch einmal auf und schließt mit einem Dank an die Fraktionen und die Vortragenden diesen Tagesordnungspunkt ab.
Der Personal- und Verwaltungsausschuss nimmt, entsprechend dem Vorlagenbeschluss, das Teilkonzept der Verwaltung „ZUSAMMEN.WACHSEN – Das Personalbindungskonzept der Stadt Aachen“ zur Kenntnis.
Beschluss
Beschlussvorschlag
Beschlussvorschlag:
Der Personal- und Verwaltungsausschuss nimmt das Teilkonzept der Verwaltung „ZUSAMMEN.WACHSEN – Das Personalbindungskonzept der Stadt Aachen“zur Kenntnis.
Erläuterungen
Erläuterungen:
Im Jahr 2018 hat die Personalverwaltung mit einstimmiger Unterstützung durch den PVA erstmalig ein strukturiertes, strategisch aufgefasstes Konzept zur Personalgewinnung und -bindung auf den Weg gebracht. Das Konzept identifiziert neun Handlungsfelder, die sich an den typischen beruflichen Stationen der Bewerber*innen bzw. Mitarbeiter*innen orientiert, und hinterlegt diese mit gesamtstädtisch, fachbereichs- bzw. berufsgruppenspezifisch sowie individuell wirkenden Handlungsansätzen und Einzelmaßnahmen. Das Maßnahmenportfolio dieses Konzeptes wurde seitdem kontinuierlich abgearbeitet, umgesetzt sowie optimiert und ausgeweitet.
In der PVA-Sitzung von Juni 2022 stellte die Verwaltung schließlich den Ansatz vor, bewährte Maßnahmen künftig in Form dreier inhaltlich konzentrierter Basiskonzepte zu den Bereichen „Personalgewinnung“ (Neuauflage IV.2024), „Personalentwicklung und -bindung“ und „Ausbildung“ (Neuauflage II.2025) festzuschreiben und diese Konzepte jeweils in feststehenden Rhythmen weiterzuentwickeln.
Im PVA im Juni 2023 wurde über den aktuellen Umsetzungsstand sowie die weitere Ausgestaltung der geplanten Themenschwerpunkte und Aktivitäten auf dem Weg hin zur Entwicklung und Etablierung der Basiskonzepte ausführlich berichtet.
Mit dem Konzept Personalbindung liegt nun das erste Teilkonzept unter dem Motto ZUSAMMEN.WACHSENvor. Lesen Sie im vorliegenden Konzept die konkreten strategischen Handlungsfelder und Zukunftsprojekte sowie über die Einbettung des Teilkonzeptes in die Gesamtaufgabenstellung des Fachbereiches Personal und Organisation, die Rolle und Aufgabe der Personalentwicklung und Personalbindung und den Entstehungsprozess der strategischen Handlungsfelder.
Eine Präsentation via PowerPoint im Ausschuss ist vorgesehen.
Auswirkungen
Finanzielle Auswirkungen
JA | NEIN | ||
x |
Investive Auswirkungen | Ansatz 20xx | Fortgeschriebener Ansatz 20xx | Ansatz 20xx ff. | Fortgeschriebener Ansatz 20xx ff. | Gesamtbedarf (alt) | Gesamtbedarf (neu) | |
Einzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Auszahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Ergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
+ Verbesserung / - Verschlechterung | 0 | 0 | |||||
Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | ||||||
konsumtive Auswirkungen | Ansatz 20xx | Fortgeschriebener Ansatz 20xx | Ansatz 20xx ff. | Fortgeschriebener Ansatz 20xx ff. | Folge-kosten (alt) | Folge-kosten (neu) | |
Ertrag | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Personal-/ Sachaufwand | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Abschreibungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Ergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
+ Verbesserung / - Verschlechterung | 0 | 0 | |||||
Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | ||||||
Weitere Erläuterungen (bei Bedarf):
Klimarelevanz
Bedeutung der Maßnahme für den Klimaschutz/Bedeutung der Maßnahme für die
Klimafolgenanpassung (in den freien Feldern ankreuzen)
Zur Relevanz der Maßnahme für den Klimaschutz
Die Maßnahme hat folgende Relevanz:
keine | positiv | negativ | nicht eindeutig |
x |
Der Effekt auf die CO2-Emissionen ist:
gering | mittel | groß | nicht ermittelbar |
x |
Zur Relevanz der Maßnahme für dieKlimafolgenanpassung
Die Maßnahme hat folgende Relevanz:
keine | positiv | negativ | nicht eindeutig |
x |
Größenordnung der Effekte
Wenn quantitative Auswirkungen ermittelbar sind, sind die Felder entsprechend anzukreuzen.
Die CO2-Einsparung durch die Maßnahme ist (bei positiven Maßnahmen):
gering | unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels) | ||
mittel | 80 t bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels) | ||
groß | mehr als 770 t / Jahr (über 1% des jährl. Einsparziels) |
Die Erhöhung der CO2-Emissionen durch die Maßnahme ist (bei negativen Maßnahmen):
gering | unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels) | ||
mittel | 80 bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels) | ||
groß | mehr als 770 t / Jahr (über 1% des jährl. Einsparziels) |
Eine Kompensation der zusätzlich entstehenden CO2-Emissionen erfolgt:
vollständig | |||
überwiegend (50% - 99%) | |||
teilweise (1% - 49 %) | |||
nicht | |||
nicht bekannt |
Abstimmungsergebnis
Technische Details
ID: 124651
OParl URL:http://ratsinfo.aachen.de/public/oparl/agendaItems?id=124651
Hauptdokument
Sammeldokument öffentlich
2024-01-17 FB 11_0170_WP18 Personalgewinnung un SAO.pdf
26.11.2024
645.6 KB
Metadaten
- TOP
- Ö 6
- Sitzung
- Sitzung des Personal- und Verwaltungsausschusses
- Gremium
- Personal- und Verwaltungsausschuss
- Datum
- Do., 15.02.2024
- Uhrzeit
- 17:00
- Anlass
- Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
- Vorlage
- Kenntnisnahme
- Beratung
- öffentlich
- Status
- gemischt
- Vorlageart
- Kenntnisnahme
- Federführend
- FB 11 - Fachbereich Personal, Organisation
- Geändert
- 8.2.2026
- Inhalt abgerufen
- 8. Februar 2026 um 13:24
Beschlussdokument
Sammeldokument öffentlich
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