17. April 2024 um 17:00, Sitzungssaal Haus Löwenstein
TOP 4Öffentlich

Unternehmensnachfolge (Ratsantrag 336/18 - SPD AT 164/23; Grüne AT 17/2023)

FB 02/0308/WP18 · Kenntnisnahme

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Beratungsergebnis:zur Kenntnis genommen

Beratung

Herr Krüger von der Handwerkskammer Aachen (HWK) trägt vor und nennt Details zu den vor allem persönlichen Beiträgen: Die HWK veranstaltet zum Thema ca. 50 Veranstaltungen im Jahr, hierbei werden ca. 1.500 Unternehmen erreicht, ca. 35% der Betriebe befinden sich (ab 55 Jahren) dauerhaft im Übergabeprozess; immer noch 40% der Übergaben finden innerhalb der Familie statt. Herr Krüger verweist auf die Internetseite www.uebergabecenter.de . Herr von Thenen begrüßt dann Herrn Hudetz, der bei der IHK Aachen zuständig für Betriebsübergaben ist. Dort bietet man potenzielle Übernahmen und Fördermittelberatung an; auch ein Banken-Sprechtag ist im Angebot, der sehr intensiv genutzt wird. In 2023 habe man 2.150 Beratungen (Kurz-Beratungen mit Stellungnahmen, Bürgschaftsanträgen etc.) durchgeführt, wobei ca. 50% der vorgelegten Businesspläne Nachfolgen beträfen. Herr von Thenen dankt für die Vorträge und eröffnet die Fragerunde. Herr Becker dankt ebenfalls und möchte wissen, wie ‘Matching-Tools‘ bei Übernahme-Suchenden beworben würden und wie man sich mit den Hochschulen vernetze. Herr Krüger verweist darauf, dass man in fast jeden Meister-Kurs gehe und dort einlade, dies sei ein großer Kommunikations-Vorteil; ebenso werde beim Starter-Center und bei Existenzia-Seminaren geworben. Mit den Hochschulen und den dort zuständigen drei Professoren stehe man u.a. über die Gründerregion im ständigen Austausch. Herr Hudetz ergänzt, dass sich viele Gründer aktiv Informationen in verschiedenen Bereichen holten. Frau Schmitt-Promny dankt für den Vortrag und möchte wissen, ob aus der Region größere oder kleinere Betriebe nachfragten. Herr Hudetz erklärt, dass das Haupt-Klientel der Mittelstand sei, selten aber größere Unternehmen. Auf die Frage von Herrn Lübben, ob es noch Verbesserungspotenzial gebe, verweist Herr Krüger darauf, dass man mehr Übergebende als Übernehmens willige habe; es bestehe immer weniger Interesse an Handwerksausbildungen. Man brauche mehr Werbung für das Handwerk. Im Hinblick auf die gemeinsam mit dem Land ausgelobte Meisterprämier hoffe man nun auf zusätzlichen Schwung. Herr Hudetz kritisiert die oftmals fehlende Übergabefähigkeit. Mit ihrem Dank für den Vortrag verbindet Frau Steffens die Fragen nach der Anzahl der Übergaben und den Unterstützungsmöglichkeiten. Herr Krüger erläutert, dass ca. 40% der Übergaben innerhalb der Familie stattfinden, 20% erfolgen nach extern und 10% an Mitarbeitende des Betriebes. Die verbleibenden 30% könnten dann entweder vermittelt werden oder müssten aufgeben. Bezüglich der Unterstützung erneuert er die Notwendigkeit, das Handwerk interessanter darzustellen. Herr Hudetz ergänzt, dass der Bürokratieabbau sowie die Steuern wichtige Themen seien. Herr Schindler möchte wissen, ob es einen Trend zur Zusammenlegung von Betrieben gebe. Herr Krüger bejaht dies, immer häufiger würden Betriebe von Kollegen übernommen – insbesondere wegen der Mitarbeiter. Laut Herrn Hudetz gebe es immer mehr Probleme, qualifiziertes Personal zu finden, daher erfolge ein Aufbau von Vollautomatisierung. Frau Blume möchte wissen, wie man junge Menschen, die nur im IT-Bereich als Coach tätig sein wollten, auch zum Handwerk bewegen könne. Herr Hudetz erklärt, dass man auch Freiberufler berate, diese seien bei Übernahmen meist erfolgreich. Viele Leute würden aber hier ihre Dienstleistungen nur virtuell von Zuhause aus anbieten. Frau Schmitt-Promny meint, dass dies kein kommunalpolitisch zu lösendes Thema sei; gleichwohl habe man in der StädteRegion neuen Berufskollegs als Unterstützung.

Beschluss

Der Ausschuss für Arbeit, Wirtschaft und Regionalentwicklung nimmt den Bericht über die aktuellen Tätigkeiten der IHK Aachen und der HWK Aachen im Themenfeld Unternehmensnachfolge zur Kenntnis.

Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:

Der Ausschuss für Arbeit, Wirtschaft und Regionalentwicklung nimmt den Bericht über die aktuellen Tätigkeiten der IHK Aachen und der HWK Aachen im Themenfeld Unternehmensnachfolge zur Kenntnis.

Erläuterungen

Unternehmensnachfolge (Ratsantrag 336/18- SPD AT 164/23; Grüne AT 17/2023)

Mit dem Ratsantrag AT 336/18 der Fraktionen SPD und GRÜNEN vom 08.02.2023 wurde die Verwaltung beauftragt, über die derzeitigen Aktivitäten im Bereich Unternehmensnachfolge zu informieren und in Kooperation mit der Industrie- und Handelskammer (IHK), der Handwerkskammer Aachen (HWK) sowie den Aachener Hochschulen, sowohl die Inhaber*innen von Unternehmen aus der Region als auch die Aachener Studierenden in wirtschaftswissenschaftlichen Studiengängen für eine mögliche Unternehmensnachfolge zu sensibilisieren und zu vernetzen. Die Verwaltung hat hierzu entsprechend in der AAWR-Sitzung vom 20. September 2023 berichtet.

Aufbauend auf diesen Kenntnisstand wurde die Verwaltung beauftragt über die Tätigkeiten der Industrie- und Handelskammer Aachen (IHK) und der Handwerkskammer Aachen (HWK) detaillierter zu berichten und die Situation in der Stadt Aachen transparenter zu veranschaulichen.

Die IHK Aachen bietet neben der klassischen Gründungsberatung auch eine Nachfolgeberatung an. Hier werden die kammerzugehörigen Unternehmer*innen von Beginn an unterstützt und bestmöglich zu einer erfolgreichen Nachfolge gebracht. Auch die HWK Aachen bietet für interessierte Handwerksbetriebe frühzeitig Veranstaltungen und Informationen zum Thema ‘Übergabe des Betriebs frühzeitig angehen‘[1] an. Neben den Veranstaltungsformaten bietet die HWK auch das ‘Übergabecenter‘[2] an, welches eine zentral Informations- und Beratungsstelle rund um das Thema Nachfolge für Inhaber*innen von Handwerksbetrieben bietet.

In der Sitzung werden Herr René Oebel, Gruppenleiter Gründung und Unternehmensförderung bei der Industrie- und Handelskammer Aachen, und Herr Kurt Krüger, stv. Geschäftsbereichsleiter

und Leiter Unternehmensberatung, über die Aktivitäten der Kammern berichten.


[1]Übergabe des Betriebs frühzeitig angehen - Handwerkskammer Aachen (hwk-aachen.de)

[2]ÜBERGABECENTER - Handwerkskammer Aachen (hwk-aachen.de)

Auswirkungen

Finanzielle Auswirkungen

JA

NEIN

x

Investive Auswirkungen

Ansatz

20xx

Fortgeschriebener Ansatz 20xx

Ansatz 20xx ff.

Fortgeschriebener Ansatz 20xx ff.

Gesamt­bedarf (alt)

Gesamt­bedarf (neu)

Einzahlungen

0

0

0

0

0

0

Auszahlungen

0

0

0

0

0

0

Ergebnis

0

0

0

0

0

0

+ Verbesserung /

- Verschlechterung

0

0

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

konsumtive Auswirkungen

Ansatz

20xx

Fortgeschriebener Ansatz 20xx

Ansatz 20xx ff.

Fortgeschriebener Ansatz 20xx ff.

Folge-kosten (alt)

Folge-kosten (neu)

Ertrag

0

0

0

0

0

0

Personal-/

Sachaufwand

0

0

0

0

0

0

Abschreibungen

0

0

0

0

0

0

Ergebnis

0

0

0

0

0

0

+ Verbesserung /

- Verschlechterung

0

0

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Weitere Erläuterungen (bei Bedarf):


Klimarelevanz

Bedeutung der Maßnahme für den Klimaschutz/Bedeutung der Maßnahme für die

Klimafolgenanpassung (in den freien Feldern ankreuzen)

Zur Relevanz der Maßnahme für den Klimaschutz

Die Maßnahme hat folgende Relevanz:

keine

positiv

negativ

nicht eindeutig

x

Der Effekt auf die CO2-Emissionen ist:

gering

mittel

groß

nicht ermittelbar

x

Zur Relevanz der Maßnahme für dieKlimafolgenanpassung

Die Maßnahme hat folgende Relevanz:

keine

positiv

negativ

nicht eindeutig

x

Größenordnung der Effekte

Wenn quantitative Auswirkungen ermittelbar sind, sind die Felder entsprechend anzukreuzen.

Die CO2-Einsparung durch die Maßnahme ist (bei positiven Maßnahmen):

gering

unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels)

mittel

80 t bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels)

groß

mehr als 770 t / Jahr(über 1% des jährl. Einsparziels)

Die Erhöhung der CO2-Emissionen durch die Maßnahme ist (bei negativen Maßnahmen):

gering

unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels)

mittel

80 bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels)

groß

mehr als 770 t / Jahr (über 1% des jährl. Einsparziels)

Eine Kompensation der zusätzlich entstehenden CO2-Emissionen erfolgt:

vollständig

überwiegend (50% - 99%)

teilweise (1% - 49 %)

nicht

nicht bekannt

Technische Details

Hauptdokument

Sammeldokument öffentlich

2024-03-07 FB 02_0308_WP18 Unternehmensnachfolg SAO.pdf

8.11.2024

132.8 KB

Metadaten

TOP
Ö 4
Sitzung
Sitzung des Ausschusses für Arbeit, Wirtschaft und Regionalentwicklung
Gremium
Ausschuss für Arbeit, Wirtschaft und Regionalentwicklung
Datum
Mi., 17.04.2024
Uhrzeit
17:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Kenntnisnahme
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Kenntnisnahme
Federführend
FB 02 - Fachbereich Wirtschaft, Wissenschaft, Digitalstadt und Europa
Geändert
8.2.2026
Inhalt abgerufen
8. Februar 2026 um 13:50