Sachstandsbericht zur geplanten Baumaßnahme Franzstr., Aachen– Rückbau des Bestandes und Neubau 2-er unterirdischer Einfeldsporthallen mit einer mindestens 5-gruppigen KiTa -
E 26/0162/WP18 · Kenntnisnahme
Beratung
Frau Scheidt und Frau Griepentrog begrüßen Herrn Schavan (städtisches Gebäudemanagement – E 26).
Herr Tillmann dankt der Verwaltung für die Vorlage und die Information über den Beginn der Leistungsphase 1 im März 2024. Gleichzeitig habe ihn der dargestellte Zeitrahmen erschrocken, da dieser mit Abschluss der Leistungsphase 3 und dem Teilrückbau Mitte 2025 ende ohne, dass weitere Schritte vorgesehen seien. Daher erkundigt er sich nach der zeitlichen Perspektive über 2025 hinaus und ob es Möglichkeiten gebe, die Prozesse zu beschleunigen. Hierum bittet er ausdrücklich, da sich das Projekt in der Vergangenheit bereits erheblich verzögert habe und er befürchte, dass die Fertigstellung noch lange dauern werde.
Herr Schavan bestätigt, dass die weitere Entwicklung nach Abschluss der Leistungsphase 3 absichtlich nicht mit in den derzeitigen Zeitplan aufgenommen worden sei. Er betont, dass E 26 das Projekt keinesfalls verzögern wolle. Gleichzeitig bestehe eine Abhängigkeit von anderen Akteuren und E 26 beschreite in diesem Projekt viele neue Lernfelder, in denen die bisherigen Erfahrungen nicht mehr ausreichen würden um eine verlässliche Perspektive darstellen zu können. Der ursprüngliche Ansatz – nämlich die Schaffung von 5 KiTa-Gruppen – könne auf nunmehr 7 Gruppen ausgeweitet werden. Dies sei positiv. Gleichzeitig solle das Projekt nachhaltig und ressourcenschonend realisiert werden, beide Aspekte würden zu einem aktiven Klimaschutz beitragen. Dies bedeute aber auch, dass E 26 sich neue Planungsmethoden aneignen müsse. Die derzeit bestehenden Unsicherheiten könnten mit Abschluss der Leistungsphase 3 geklärt werden. Er bittet den Ausschuss daher um Geduld, dass E 26 nun zunächst die Entwurfsplanung professionell erstellen lasse, diese dann zusammen mit der Kostenschätzung vorlege und auf Grundlage dessen eine Perspektive skizzieren könne.
Frau Griepentrog bittet demgegenüber Herrn Schavan um Verständnis für die Ungeduld von Seiten der Gremien, da der ursprüngliche Beschluss zur Realisierung der Maßnahme bereits vor rund zehn Jahren gefasst worden sei.
Herr Török bemängelt, dass die Baustelle zunehmend vermülle und bittet um das Aufstellen von Bauzäunen. Darüber hinaus verweist er auf eine Aussage in der Vorlage, wonach das Erdgeschoss den beiden Nutzungseinheiten als Erschließungsebene dienen solle. Seiner Kenntnis nach müsse das Erdgeschoss aufgrund der Rettungswege für die Betreuung von Kindern unter drei Jahren vorgesehen werden. Er erkundigt sich daher, ob und wie dies vereinbar sei.
Herr Gurr bekräftigt die Wichtigkeit des Neubaus mit Blick auf den derzeit noch bestehenden Bedarf an weiteren KiTa-Plätzen. Das Projekt sei eigentlich ein zentraler Bestandteil im Betreuungsplatzausbau in der Innenstadt. Daher halte er eine Beschleunigung für absolut dringlich und schlägt daher vor, die Komplexität des Vorhabens nach Möglichkeit zu reduzieren.
Herr Schavan dankt Herrn Török für den Hinweis mit den Bauzäunen. Hinsichtlich der Beschleunigung sei es notwendig, dass diese von allen Beteiligten mitgetragen werden müsse, hierunter würden u.a. die Vergabestelle, das Rechtsamt und das Rechnungsprüfungsamt fallen. Zur Frage nach der Nutzung des Erdgeschosses erläutert er, dass die Feuerwehr an den Planungsrunden teilnehme. Die U3-Betreuung berge eine hohe Sicherheitsrelevanz. Er sei aber optimistisch, dass eine gute Lösung gefunden werde.
Herr Auler schließt sich Herrn Gurr an, die Komplexität zugunsten einer Beschleunigung des Projekts zu reduzieren. Die Schaffung der dringend notwendigen KiTa-Plätze und der Sporthallen priorisiere er gegenüber dem Lernprozess von E 26. Sofern die Umsetzung in einer bekannten Bauweise zügiger gelingen könne, befürworte er dies. Mit Blick auf die bisherigen Verzögerungen und die noch andauernde Umsetzungszeit befürchte er, dass die Maßnahme sonst eine viel zu lange Zeit in Anspruch nehmen werde.
Herr Schavan betont, dass E 26 die Maßnahme erst in diesem Jahr habe beginnen können. Im Februar habe die konstituierende Sitzung stattfinden können, zuvor sei ein Agieren nicht möglich gewesen. Als Betriebsleiter sehe er einen wichtigen Mehrwert des Lernprozesses für E 26 mit positiven Auswirkungen für künftige Projekte.
Herr Brötz stellt klar, dass der Eingang zum Erdgeschoss von der Franzstraße aus als Verteilzentrum zu den Turnhallen und der KiTa dienen solle. Das 1. Obergeschoss führe an der rückwärtigen Seite aufgrund der Topographie ebenerdig ins Außengelände und könne somit als Rettungsweg für die U3-Kinder genutzt werden.
Frau Scheidt bekräftigt den gemeinsamen Wunsch einer zügigen und guten Realisierung des Neubaus. Sie bittet Herrn Schavan um die Vorstellung der Pläne in beiden Ausschüssen sobald die nächste Leistungsphase beginnt. Dies könne für ein größeres Verständnis für die Planungen sorgen. Sie betont das Vertrauen in die Arbeit der Verwaltung.
Frau Vallot erinnert an die Situation in der Grundschule Mataréstraße und bittet darum, diese Maßnahme ebenfalls wieder in den Blick zu nehmen.
Frau Griepentrog weist darauf hin, dass es sich hierbei um ein anderes Thema handele. Die Planungen seien komplex und bereits mehrfach im Ausschuss für Schule und Weiterbildung vorgestellt worden.
Beschluss
Beschlussvorschlag
Beschlussvorschläge:
Beschlussvorschlag für den Kinder- und Jugendausschuss:
Der Kinder- und Jugendausschuss nimmt den Sachstandsbericht der Verwaltung zur Kenntnis.
Beschlussvorschlag für den Sportausschuss:
Der Sportausschuss nimmt den Sachstandsbericht der Verwaltung zur Kenntnis.
Beschlussvorschlag für den Planungsausschuss:
Der Planungsausschuss nimmt den Sachstandsbericht der Verwaltung zur Kenntnis.
Erläuterungen
Erläuterungen:
Rückbau Bestandsgebäude:
Auf Wunsch des Bedarfsträgers Fachbereich Sport (FB 52) soll die bestehende Sporthalle solange wie möglich in Nutzung bleiben. Der Rückbau wird daher so spät als möglich vor dem Baubeginn des Neubaus terminiert.
Auf dem Nachbargrundstück plant ein Investor, die Vivawest, den Neubau von Wohnungen. Auf Grund der gemeinsamen Grenzbebauung stehen wir im Austausch mit der Vivawest u.a. zu den Themen Gründung an der gemeinsamen Grenze, Verbau, Rückverankerungen und notwendige Baumfällungen auf dem städtischen Grundstück. Ein vorgezogener Teilrückbau des noch bestehenden Schulgebäudes ist ebenfalls im Gespräch. Synergieeffekte sollen soweit wie möglich genutzt werden. Die Vergabe der Ingenieurleistung „selektiver Rückbau, Schadstoffsanierung und Rückbaustatik“ wurde bereits submittiert und befindet sich in der weiteren Bearbeitung.
Neubau 2-er unterirdischer Einfeldsporthallen mit einer mindestens 5-gruppigen KiTa:
In einem Realisierungswettbewerb konnte sich das Aachener Architekturbüro kadawittfeldarchitektur mit seinem Entwurf gegen 10 weitere Bewerber durchsetzen und hat den 1. Preis erhalten. Der Siegerentwurf sieht die Errichtung von 2 Einfeldsporthallen im Untergeschoss mit einer 6-gruppigen KiTa verteilt auf 3 Obergeschosse vor. Das Erdgeschoss dient beiden Nutzungseinheiten als Erschließungsebene. Auszüge aus dem Wettbewerb sind im Anhang (Anlage 01) beigefügt.
Auf Basis weiterer Bedarfsanalysen, Prüfung durch das Architekturbüro und Abstimmung im Rahmen eines Nutzerworkshops im September 2023 mit den Bedarfsträgern - Fachbereich Kinder, Jugend und Schule (FB 45) und Fachbereich Sport (FB 52) - wird die Planung der KiTa nun als 7-gruppige Einrichtung fortgeführt.
Leider hat die Beauftragungszeit der notwendigen Fachplanerleistungen bei dieser Maßnahme ungewöhnlich lange gedauert. Im Rahmen des Vergabeverfahrens gab es aufgrund von fehlerhaften Bieterdokumenten die Notwendigkeit einer umfangreichen, komplexen vergaberechtlichen Prüfung, um das Verfahren vor einer Aufhebung und Wiederholung „retten“ zu können. Nach Abstimmung mit dem Fachbereich Recht (FB 30), Fachbereich Rechnungsprüfung (RPA - FB 14) und dem Fachbereich Vertrags-, Vergabe- und Fördermittelmanagement (FB 60) wurde das Verfahren auf einen früheren Verfahrensstand zurückgesetzt.
Neben dieser Verzögerung wurde die erneute Durchführung von Vergaben anderer Planungsdisziplinen erforderlich, da im Rahmen der Verfahren keine Angebote eingingen.
Nach erfolgreicher Vergabe aller relevanten Fachplanerleistungen ist der Planungsprozess nun mit dem Kick-Off am 13.03.2024 in die LPH 1 gestartet.
Eine Darstellung über den weiteren zeitlichen Ablauf ist in der Anlage (Anlage 02) beigefügt.
Zentrale Planungsaufgabe ist neben der wirtschaftlichen, kostensicheren, termingerechten und energiesparenden Architekturqualität die Nachhaltigkeit. Neben der angestrebten DGNB Gold Zertifizierung sollen mit Blick auf die „Circular Economy“ möglichst viele Materialen aus dem Bestandsgebäude wiederverwendet werden. Für den Neubau an der Franzstr. sind hierfür u.a. die Ziegelfassade, Glasbausteine, Fensterbänke, Waschbecken und Holzbeläge vorgesehen.
Dieses konzeptionelle Vorgehen der Wiederverwendung von Baumaterialien hat bereits erste positive Auswirkungen und erfährt schon praktische Umsetzung:
für das Projekt „Gut Branderhof - Umbau und Sanierung zu einem Quartiers- und Nachbarschaftszentrum im Rahmen des ISEK Beverau“ wurden bereits Materialien (Parkettboden und Basaltstufen) zur Wiederverwendung ausgebaut.
Auswirkungen
Finanzielle Auswirkungen
JA | NEIN | ||
Investive Auswirkungen | Ansatz 20xx | Fortgeschriebener Ansatz 20xx | Ansatz 20xx ff. | Fortgeschriebener Ansatz 20xx ff. | Gesamtbedarf (alt) | Gesamtbedarf (neu) | |
Einzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Auszahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Ergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
+ Verbesserung / - Verschlechterung | 0 | 0 | |||||
Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | ||||||
konsumtive Auswirkungen | Ansatz 20xx | Fortgeschriebener Ansatz 20xx | Ansatz 20xx ff. | Fortgeschriebener Ansatz 20xx ff. | Folge-kosten (alt) | Folge-kosten (neu) | |
Ertrag | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Personal-/ Sachaufwand | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Abschreibungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Ergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
+ Verbesserung / - Verschlechterung | 0 | 0 | |||||
Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | ||||||
Weitere Erläuterungen (bei Bedarf):
Klimarelevanz
Bedeutung der Maßnahme für den Klimaschutz/Bedeutung der Maßnahme für die
Klimafolgenanpassung (in den freien Feldern ankreuzen)
Zur Relevanz der Maßnahme für den Klimaschutz
Die Maßnahme hat folgende Relevanz:
keine | positiv | negativ | nicht eindeutig |
X |
Der Effekt auf die CO2-Emissionen ist:
gering | mittel | groß | nicht ermittelbar |
x |
Zur Relevanz der Maßnahme für dieKlimafolgenanpassung
Die Maßnahme hat folgende Relevanz:
keine | positiv | negativ | nicht eindeutig |
X |
Größenordnung der Effekte
Wenn quantitative Auswirkungen ermittelbar sind, sind die Felder entsprechend anzukreuzen.
Die CO2-Einsparung durch die Maßnahme ist (bei positiven Maßnahmen):
gering | unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels) | ||
mittel | 80 t bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels) | ||
groß | mehr als 770 t / Jahr(über 1% des jährl. Einsparziels) |
Die Erhöhung der CO2-Emissionen durch die Maßnahme ist (bei negativen Maßnahmen):
gering | unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels) | ||
mittel | 80 bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels) | ||
groß | mehr als 770 t / Jahr (über 1% des jährl. Einsparziels) |
Eine Kompensation der zusätzlich entstehenden CO2-Emissionen erfolgt:
vollständig | |||
überwiegend (50% - 99%) | |||
teilweise (1% - 49 %) | |||
nicht | |||
nicht bekannt |
Abstimmungsergebnis
Technische Details
ID: 126064
OParl URL:http://ratsinfo.aachen.de/public/oparl/agendaItems?id=126064
Hauptdokument
Sammeldokument öffentlich
2024-04-18 E 26_0162_WP18 Sachstandsbericht zu SAO.pdf
11.10.2024
1.6 MB
Metadaten
- TOP
- Ö 5
- Sitzung
- Gemeinsame Sitzung des Kinder- und Jugendausschusses zusammen mit dem Ausschuss für Schule und Weiterbildung
- Gremium
- Kinder- und Jugendausschuss
- Datum
- Di., 14.05.2024
- Uhrzeit
- 17:00
- Anlass
- Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
- Vorlage
- Kenntnisnahme
- Beratung
- öffentlich
- Status
- gemischt
- Vorlageart
- Kenntnisnahme
- Federführend
- E 26 - Gebäudemanagement
- Geändert
- 8.2.2026
- Inhalt abgerufen
- 8. Februar 2026 um 14:01
Beschlussdokument
Sammeldokument öffentlich
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