Baulicher Zustand städtischer BaudenkmaleAntrag der Fraktion Die Linke zur Tagesordnung des BA Gebäudemanagement am 09. April 2024
E 26/0155/WP18 · Kenntnisnahme
Beratung
Herr Chaumet, Dipl. Ing. Architektur, berichtet ausführlich und detailliert anhand einer Präsentation zum Tagesordnungspunkt „Baulicher Zustand städtischer Baudenkmale“, der auf Antrag der Fraktion Die Linke zur Tagesordnung eingebracht wurde.
Die Präsentation ist der Niederschrift als Anlage beigefügt.
Herr Chaumet teilt zu Beginn seiner Präsentation mit, dass es nur wenige stark gefährdeten Baudenkmäler im Aachener Stadtgebiet gibt, weist aber gleichzeitig darauf hin, dass es in diesem Objektbereich sehr viel zu tun gibt.
Zunächst teilt Herr Chaumet mit, dass alle Baudenkmäler in einer Objektdatei erfasst sind. Er gibt einen Überblick über Zahl der Standorte sowie der Anzahl der Baudenkmäler und zeigt einen groben Überblick über die Eigentumsverhältnisse der Baudenkmäler auf.
Daraus resultierend zeigt er auf, dass sich 76 Grundstücke mit 102 denkmalgeschützten Bauten im Sondervermögen des Gebäudemanagements (SoV E 26) befinden.
Anschaulich stellt Herr Chaumet die Bandbreite der verschiedensten Denkmäler an Hand exemplarisch ausgewählter Denkmäler der jeweiligen Kategorie vor.
Herr Chaumet nimmt Bezug auf eine Übersicht der Abteilungsleitung der städtischen Denkmalbehörde, in der - Stand Juni 2023 - gefährdete städtische Denkmäler benannt wurden, bei denen nach Meinung der städtischen Denkmalbehörde ein großer bis sehr großer Handlungsbedarf bestehe.
Herr Chaumet erläutert eine Übersicht, die kategorisierend nach dem jeweiligen Handlungsbedarf vorgenommenen Abstufungen und in einer Reihenfolgezugeordneten Denkmäler aufführt; Denkmäler, die sich im Sondervermögen des Gebäudemanagements - E 26 - (SoV E26) befinden, sind entsprechend ausgewiesen:
Stark gefährdete Denkmäler mit sehr großem Handlungsbedarf
- Forsthaus Lousberg
- Gut Feldchen
- Kalköfen Walheim
- Gut Kuckesrath (Backhaus)
- SoV E26: Couvenpavillon im Kurpark Burtscheid (Sicherung gestartet)
Stark pflegebedürftige Denkmäler mit großem Handlungsbedarf
1. Gut Althäuschen, Seffenter Berg 6
2. Ostfriedhof
3. Westfriedhof
4. Friedhof Lintert, Verwaltungstrakt
5. Heißbergfriedhof, Verwaltungsgebäude
6. Gut Kreuzchen, Baumgartsweg 106
7. Gartendenkmal Lousberg
8. SoV E26: Waldstadion
Denkmäler mit Handlungsbedarf
Zu dieser Rubrik benennt Herr Chaumet beispielhaft die Objekte Langer Turm, Junkerstraße 101 und die Sporthalle Minoritenstraße (SoV E 26).
Eindrücklich führt Herr Chaumet zu den jeweiligen Objekten die spezifischen Herausforderungen des jeweiligen Handlungsbedarfes aus und weist damit einhergehend auf die besonderen Schwierigkeiten und Herausforderungen bezüglich einer (möglichen) Sanierung hin, wobei stets viele Fragen zu klären sind, die u. a. auch Fragen des Naturschutzes mit einbeziehen.
Herr Chaumet fasst die im Wesentlichen vorliegenden Gründe, die zu einer Gefährdung eines Denkmalobjektes führen,wie folgt zusammen:
| Leerstand |
| Nicht nutzbare Denkmäler(Denkmal an sich) |
| Vertragliche Konstellation (Pächter/in mit „kompletter“ Unterhaltung) |
Er führt weiter aus, dass weiterer wesentlicher Grund finanzielle Mittel sind.
Es schließen sich verschiedene Wortmeldungen an.
Ratsfrau Dr. Wolff fragt nach, ob bei einem denkmalgeschütztem Objekt – eines stark gefährdetes Denkmal mit großem Handlungsbedarf – auch ein Abriss denkbar wäre.
Herr Chaumet ergänzt seine Ausführungen, dass der Abriss nicht der Denkansatz bei der Auflistung der gefährdeten Denkmalobjekte gewesen sei und grundsätzlich die Denkmalbehörde bei einer solchen Entscheidung einzubeziehen ist.
Er teilt mit, dass jedoch nach derzeitigem Stand und bislang vorliegender Erfahrung ein Denkmal eher weiter verfallen und nicht abgerissen würde.
Herr Lehmann dankt für den Vortrag und die Ausführungen und fragt nach, wie sich die Situation bei bewohnten Denkmalobjekten darstelle und ob diese bei regulären Instandhaltungsmaßnahmen des Gebäudemanagements berücksichtigt werden.
Herr Chaumet führt aus, dass sich diese Objekte in der regelhaften Objektbetreuung befinden und bei entsprechend vorliegendem Bedarf Instandhaltungsmaßnahmen durchgeführt würden.
Er weist nochmals darauf hin, dass problematischer ein Sonderbau ohne weitere Nutzung sei.
Herr Chaumet weist ergänzend darauf hin, dass die aktuelle Übersichtliste der Denkmalbehörde nahezu abschließend ist, eine Prognose über das Entstehen zukünftiger Bedarfe bei Denkmalobjekten aber nicht abschätzbar ist.
Ratsfrau Brinner fragt explizit nach dem Denkmalobjekt „Forsthaus Lousberg“ und der Frage der Nutzung des Objekts, das vormals für die Nutzung durch die Initiative Sozialwerk Aachener Christen e.V. vorgesehen war.
Herr Chaumet merkt an, dass diese durch den Verein nachgefragte/vorgesehene Nutzung des Objektes aufgrund der Objektgröße zu einer Überfrachtung des Gebäudes geführt hätte.
Herr Schavan teilt mit, dass das Forsthaus im Allgemeinen Verwaltungsvermögen der Stadt und nicht im Sondervermögen des E 26 (SoVE26) organisiert ist, der Austausch mit dem Fachbereich Immobilienmanagement (FB 23) nochmals angestoßen werden soll,ein Abriss jedoch nicht vorgesehensei.
Herr Prof. Dr. Loseck nimmt Bezug auf die Frage von Ratsfrau Dr. Wolf und führt aus, dass nach seiner Kenntnis ein Abriss eines Denkmalobjektes unter bestimmten Voraussetzungen und einem längeren Verfahren möglich sein könnte..
Nach seiner Kenntnis sei eine detaillierte, genaue Dokumentation des Objektes erforderlich, Teile des Denkmalobjektes seien z.B. in einem Neubau wiederzuverwenden, um eine Abrissgenehmigung möglicherweise erreichen zu können.
Weitere Wortmeldungen liegen nicht vor.
Beschluss
Beschlussvorschlag
Beschlussvorschlag:
Der Betriebsausschuss Gebäudemanagement nimmt die Ausführungen der Verwaltung zur Kenntnis.
Erläuterungen
Erläuterungen:
Es wird mündlich berichtet.
Auswirkungen
Finanzielle Auswirkungen
JA | NEIN | ||
Investive Auswirkungen | Ansatz 20xx | Fortgeschriebener Ansatz 20xx | Ansatz 20xx ff. | Fortgeschriebener Ansatz 20xx ff. | Gesamtbedarf (alt) | Gesamtbedarf (neu) | |
Einzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Auszahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Ergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
+ Verbesserung / - Verschlechterung | 0 | 0 | |||||
Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | ||||||
konsumtive Auswirkungen | Ansatz 20xx | Fortgeschriebener Ansatz 20xx | Ansatz 20xx ff. | Fortgeschriebener Ansatz 20xx ff. | Folge-kosten (alt) | Folge-kosten (neu) | |
Ertrag | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Personal-/ Sachaufwand | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Abschreibungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Ergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
+ Verbesserung / - Verschlechterung | 0 | 0 | |||||
Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | ||||||
Weitere Erläuterungen (bei Bedarf):
Klimarelevanz
Bedeutung der Maßnahme für den Klimaschutz/Bedeutung der Maßnahme für die
Klimafolgenanpassung (in den freien Feldern ankreuzen)
Zur Relevanz der Maßnahme für den Klimaschutz
Die Maßnahme hat folgende Relevanz:
keine | positiv | negativ | nicht eindeutig |
X |
Der Effekt auf die CO2-Emissionen ist:
gering | mittel | groß | nicht ermittelbar |
Zur Relevanz der Maßnahme für dieKlimafolgenanpassung
Die Maßnahme hat folgende Relevanz:
keine | positiv | negativ | nicht eindeutig |
X |
Größenordnung der Effekte
Wenn quantitative Auswirkungen ermittelbar sind, sind die Felder entsprechend anzukreuzen.
Die CO2-Einsparung durch die Maßnahme ist (bei positiven Maßnahmen):
gering | unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels) | ||
mittel | 80 t bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels) | ||
groß | mehr als 770 t / Jahr(über 1% des jährl. Einsparziels) |
Die Erhöhung der CO2-Emissionen durch die Maßnahme ist (bei negativen Maßnahmen):
gering | unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels) | ||
mittel | 80 bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels) | ||
groß | mehr als 770 t / Jahr (über 1% des jährl. Einsparziels) |
Eine Kompensation der zusätzlich entstehenden CO2-Emissionen erfolgt:
vollständig | |||
überwiegend (50% - 99%) | |||
teilweise (1% - 49 %) | |||
nicht | |||
nicht bekannt |
Abstimmungsergebnis
Technische Details
ID: 126631
OParl URL:http://ratsinfo.aachen.de/public/oparl/agendaItems?id=126631
Hauptdokument
Sammeldokument öffentlich
2024-03-14 E 26_0155_WP18 Baulicher Zustand st SAO.pdf
18.11.2024
512.3 KB
Metadaten
- TOP
- Ö 7
- Sitzung
- Sitzung des Betriebsausschusses für das Gebäudemanagement
- Gremium
- Betriebsausschuss Gebäudemanagement
- Datum
- Di., 11.06.2024
- Uhrzeit
- 17:00
- Anlass
- Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
- Vorlage
- Kenntnisnahme
- Beratung
- öffentlich
- Status
- gemischt
- Vorlageart
- Kenntnisnahme
- Federführend
- E 26 - Gebäudemanagement
- Geändert
- 8.2.2026
- Inhalt abgerufen
- 8. Februar 2026 um 14:13
Beschlussdokument
Sammeldokument öffentlich
Öffnen