19. Juni 2024 um 17:00, Sitzungssaal Haus Löwenstein
TOP 6Öffentlich

Positionspapier zur Fachkräftesicherung

FB 02/0326/WP18 · Kenntnisnahme

im Ratsinformationssystem anzeigen
Beratungsergebnis:zur Kenntnis genommen

Beratung

Frau Schmitt-Promny (Grüne) findet es bedauerlich, dass das Thema Frauenerwerbsarbeit nicht als eigener Unterpunkt im Positionspapier zur Fachkräftesicherung aufgeführt wird. Der Förderung von Frauen sowie der Vereinbarkeit von Familie und Beruf müsste hier mehr Bedeutung zugemessen werden. Die Ergebnisse der Umfrage des Frauennetzwerks zum Thema "Zeit für Kinderbetreuung", die in der letzten Sitzung des Kinder- und Jugendausschusses am 18.06.2024 vorgestellt wurden, hätten die Dringlichkeit der Thematik noch einmal verdeutlicht.

Herr Tim Wende (Die Linke) lobt, dass bereits viele gute Punkte in dem Positionspapier angeführt werden. Dennoch fehlen seines Erachtens wesentliche Aspekte. So sei bei dem Punkt 2.1. Zuwanderung lediglich von qualifizierten ausländischen Fachkräften die Rede, nicht jedoch von den unqualifizierten Menschen, die bereits in Deutschland sind. Zum Punkt 2.5. Erhöhung der Erwerbsbeteiligung von älteren Fachkräften mahnt er an, dass es bereits Job-Plattformen für Senior*innen gibt und es hier nicht zu Parallelstrukturen kommen dürfe. Zudem dürfe keinesfalls Ehrenamt bereits bestehende bezahlte Stellen ersetzen. Weiterhin stellt er die Frage, wie sichergestellt werden kann, dass KI menschengerecht von Unternehmen eingesetzt wird und es hier nicht zu einem Wegfall von Arbeitsplätzen kommt. Als letzten Punkt wird angemerkt, dass die Stärkung der Tarifbindung nicht explizit im Papier genannt wird.

Herr Dieter Begaß (FB02) bedankt sich für die Rückmeldungen. Er betont, dass das Papier lediglich den Tätigkeitsbereich der städtischen Wirtschaftsförderung abbildet. An der Wahl der Themen sei daher nicht die Dringlichkeit oder die Bedeutung abzulesen. Vielmehr beschreibt das Positionspapier den aktuellen Ist-Zustand und führt die Maßnahmen auf, die durch den FB02 aktuell umgesetzt werden bzw. können. Diese werden in enger Zusammenarbeit mit anderen Akteur*innen in der Region konzipiert und umgesetzt, um Parallelstrukturen zu vermeiden. Im Bezug auf die Job-Vermittlungs-Plattform ginge es in erster Linie darum, den Bedarf zu ermitteln und mit dem bestehenden Angebot abzugleichen.

Mit dem Bereich KI setzt sich der FB02 in einer großen Bandbreite auseinander. Hier ist nicht nur der aktuelle Zukunftsraum: KI im OecherLab zu nennen. In mehreren Projekten der Wirtschaftsförderung wird sich intensiv mit der menschenzentrierten Einfügung von KI auseinandergesetzt. Dabei werden Risiken natürlich berücksichtigt, aber auch die Chancen der Technologie herausgearbeitet.

Zum Thema Tarifbindungen merkt Herr Dieter Begaß (FB 02) an, dass die Stärkung von tarifgebundener Arbeit für die Stadt eine Selbstverständlichkeit darstellt, die daher nicht explizit aufgeführt wurde.

Beschluss

Der Ausschuss für Arbeit, Wirtschaft und Regionalentwicklung nimmt die Vorstellung des Positionspapiers zur Fachkräftesicherung zur Kenntnis.

Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:

Der Ausschuss für Arbeit, Wirtschaft und Regionalentwicklung nimmt die Vorstellung des Positionspapiers zur Fachkräftesicherung zur Kenntnis.

Erläuterungen

Positionspapier zur Fachkräftesicherung
Die Sicherung qualifizierter Fachkräfte ist von entscheidender Bedeutung für die wirtschaftliche Entwicklung und den Wohlstand der Stadt Aachen. Vor diesem Hintergrund hat der Fachbereich Wirtschaft, Wissenschaft, Digitalstadt und Europa (FB 02) eine umfassende Strategie zur Fachkräftesicherung erarbeitet, die in enger Kooperation mit relevanten regionalen und überregionalen Akteur*innen umgesetzt werden soll.

Im Rahmen der Erarbeitung dieses Positionspapiers wurde aktiv der Dialog mit den Aachener Unternehmen gesucht und ausgewählte Unternehmer*innen um eine Stellungnahme zur aktuellen Situation in ihrem Betrieb und ihrer Branche gebeten. So wurde sichergestellt, dass die erarbeite Strategie die spezifischen Herausforderungen und Anforderungen der hiesigen Wirtschaft widerspiegelt.

Das vorliegende Positionspapier skizziert die dringliche Notwendigkeit konkreter Handlungsfelder zur Fachkräftesicherung und legt dar, wie die Stadt Aachen gemeinsam mit ihren Partner*innen Maßnahmen fortführt, weiterentwickelt und konzipiert, um dem Fachkräftemangel in der Region entgegenzuwirken. Dabei steht die Integration verschiedener Handlungsfelder im Mittelpunkt, um eine nachhaltige Lösung zu gewährleisten. Insbesondere die Bereiche Zuwanderung von Fachkräften, Regionalmarketing sowie Aus- und Weiterbildung werden gezielt adressiert.

Dabei verfolgt die Strategie des FB 02 einen langfristigen und zukunftsorientierten Ansatz, der auf bereits angestoßene Maßnahmen aufbaut und gleichzeitig neue Schwerpunkte setzt. Es ist entscheidend, dass alle relevanten Akteur*innen der Region aktiv in die Umsetzung und Weiterentwicklung der Strategie eingebunden werden. Nur durch ein gemeinsames Vorgehen können wir langfristig genügend qualifizierte Fachkräfte gewinnen und somit die Wettbewerbsfähigkeit unserer Stadt sichern.

Die Stadt Aachen lädt daher alle Interessierten ein, ihre Expertise und Erfahrungen einzubringen, um die Fachkräftesicherung als kollektive Aufgabe anzugehen. Das vorliegende Positionspapier bildet dabei die Grundlage für eine ganzheitliche und langfristige Strategie zur Fachkräftesicherung. Das Papier verfolgt nicht das Ziel, alle erwähnten Ansätze gleichzeitig und parallel in Umsetzung zu bringen. Es dient als Richtschnur für eine sukzessive Realisierung in enger Kooperation mit

(eu-)regionalen Partner*innen.

Auswirkungen

Finanzielle Auswirkungen

JA

NEIN

X

Investive Auswirkungen

Ansatz

20xx

Fortgeschriebener Ansatz 20xx

Ansatz 20xx ff.

Fortgeschriebener Ansatz 20xx ff.

Gesamt­bedarf (alt)

Gesamt­bedarf (neu)

Einzahlungen

0

0

0

0

0

0

Auszahlungen

0

0

0

0

0

0

Ergebnis

0

0

0

0

0

0

+ Verbesserung /

- Verschlechterung

0

0

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

konsumtive Auswirkungen

Ansatz

20xx

Fortgeschriebener Ansatz 20xx

Ansatz 20xx ff.

Fortgeschriebener Ansatz 20xx ff.

Folge-kosten (alt)

Folge-kosten (neu)

Ertrag

0

0

0

0

0

0

Personal-/

Sachaufwand

0

0

0

0

0

0

Abschreibungen

0

0

0

0

0

0

Ergebnis

0

0

0

0

0

0

+ Verbesserung /

- Verschlechterung

0

0

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Weitere Erläuterungen (bei Bedarf):


Klimarelevanz

Bedeutung der Maßnahme für den Klimaschutz/Bedeutung der Maßnahme für die

Klimafolgenanpassung (in den freien Feldern ankreuzen)

Zur Relevanz der Maßnahme für den Klimaschutz

Die Maßnahme hat folgende Relevanz:

keine

positiv

negativ

nicht eindeutig

x

Der Effekt auf die CO2-Emissionen ist:

gering

mittel

groß

nicht ermittelbar

x

Zur Relevanz der Maßnahme für dieKlimafolgenanpassung

Die Maßnahme hat folgende Relevanz:

keine

positiv

negativ

nicht eindeutig

x

Größenordnung der Effekte

Wenn quantitative Auswirkungen ermittelbar sind, sind die Felder entsprechend anzukreuzen.

Die CO2-Einsparung durch die Maßnahme ist (bei positiven Maßnahmen):

gering

unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels)

mittel

80 t bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels)

groß

mehr als 770 t / Jahr(über 1% des jährl. Einsparziels)

Die Erhöhung der CO2-Emissionen durch die Maßnahme ist (bei negativen Maßnahmen):

gering

unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels)

mittel

80 bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels)

groß

mehr als 770 t / Jahr (über 1% des jährl. Einsparziels)

Eine Kompensation der zusätzlich entstehenden CO2-Emissionen erfolgt:

vollständig

überwiegend (50% - 99%)

teilweise (1% - 49 %)

nicht

nicht bekannt

Technische Details

Hauptdokument

Sammeldokument öffentlich

2024-05-15 FB 02_0326_WP18 Positionspapier zur SAO.pdf

18.11.2024

1.8 MB

Metadaten

TOP
Ö 6
Sitzung
Sitzung des Ausschusses für Arbeit, Wirtschaft und Regionalentwicklung
Gremium
Ausschuss für Arbeit, Wirtschaft und Regionalentwicklung
Datum
Mi., 19.06.2024
Uhrzeit
17:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Kenntnisnahme
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Kenntnisnahme
Federführend
FB 02 - Fachbereich Wirtschaft, Wissenschaft, Digitalstadt und Europa
Geändert
8.2.2026
Inhalt abgerufen
8. Februar 2026 um 14:19