TOP 5Öffentlich

Abschlussbericht der Sportentwicklungsplanung der Stadt Aachen – Verabschiedung von Zielen und Handlungsempfehlungen

FB 52/0141/WP18 · Entscheidungsvorlage

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Beratungsergebnis:ungeändert beschlossen

Beratung

Frau Dr. Thurn vom „Institut für Kooperative Planung und Sportentwicklung“ stellt anhand einer Power-Point-Präsentation wesentliche Eckpunkte des nun vorgelegten Abschlussberichts zur Sportentwicklungsplanung (Anlage 1 zu TOP 5) vor.

Im Anschluss bedanken sich die Ausschussmitglieder fürdie Präsentation .

Frau Koentges, Frau van der Meulen, Frau Braun, Herr Schweden, Frau Schlösser-Al-Janabi und Herr Hansen sprechen u. a. folgende Themen an:

  • inklusive Fragestellungen, wie z. B. die Beteiligung von Menschen mit kognitiven Einschränkungen sowie die Einbeziehung der „Kommission Barrierefreies Bauen“ im weiteren Prozess
  • integrative Aspekte, wie spezielle Angebote für Menschen mit internationaler Familiengeschichte
  • die mögliche Verzahnung mit Fragen der Quartiersentwicklung
  • die Beteiligung von Menschen mit Behinderung
  • Chancen der Umsetzung der Forschungsergebnisse der Dissertation von Frau Sina Eghbalpour im laufenden Prozess
  • die Erweiterung kostenloser nicht-sportvereinsgebundener niederschwelliger Angebote im Rahmen des Entwicklungsprozesses
  • Möglichkeiten, spezielle Angebote für jüngere und ältere Menschen im laufenden Prozess einzuplanen.

Frau Prömpler erläutert, dass Frau Eghbalpour von Beginn an eingebunden war und laufend beraten hat. Inklusion werde stets mitgedacht, jedoch beinhalte der Sportentwicklungsplan noch nicht die konkreten Maßnahmen; bei diesen werde sicherlich die „Kommission Barrierefreies Bauen“ beteiligt. Auch sei man um wohnortnahe Angebote bemüht, die ohne Vereinszugehörigkeit nutzbar wären. Zudem gehe man in hohem Maße in Schulen und Kindertagesstätten.

Der Vorsitzende, Herr Deumens betont den wichtigen Zusammenhang von „Sport“ und „Soziales“. Der Ausschuss werde den weiteren Weg der nächsten 10 bis 15 Jahre dazu gerne begleiten.

Am Ende der Aussprache beschließt der Ausschuss einstimmig.

Beschluss

Der Ausschuss für Soziales, Integration und Demographie nimmt den Abschlussbericht der Sportentwicklungsplanung und die Ziele und Empfehlungen der Planungsgruppe zur Kenntnis.

Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:

Sportausschuss:

Der Sportausschuss nimmt den Abschlussbericht der Sportentwicklungsplanung zur Kenntnis und empfiehlt dem Rat der Stadt Aachen die Ziele und Empfehlungen der Planungsgruppe zu verabschieden und die Verwaltung zu beauftragen, hierfür erforderliche Ressourcen im Rahmen der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit aufzubauen.

Rat der Stadt Aachen:

Der Rat nimmt den Abschlussbericht der Sportentwicklungsplanung zur Kenntnis, verabschiedet die Ziele und Empfehlungen der Planungsgruppe und beauftragt die Verwaltung, hierfür erforderliche Ressourcen im Rahmen der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit aufzubauen.

Ausschuss für Soziales, Integration und Demographie:

Der Ausschuss für Soziales, Integration und Demographie nimmt den Abschlussbericht der Sportentwicklungsplanung und die Ziele und Empfehlungen der Planungsgruppe zur Kenntnis.


Erläuterungen

Erläuterungen:

Im Grundsatzpapier "Kommunale Sportpolitik und Sportförderung" vom 21.12.2021 empfiehlt der Deutsche Städtetag, dass eine zeitgemäße Förderung des Sports auf der Grundlage einer regelmäßig fortzuschreibenden kommunalen Sportentwicklungsplanung erfolgen sollte. Die Stadt Aachen hat zuletzt 2009/2010 eine Sportentwicklungsplanung durchgeführt, welche im Jahr 2016 durch eine Überprüfung und Anpassung der Handlungsempfehlungen ergänzt wurde.

Verwaltungsseitig und fraktionsübergreifend bestand nun das Ziel, einen neuen Sportentwicklungsplan für die Stadt Aachen aufzustellen. Dafür hat die Sportverwaltung Ende des Jahres 2022 das in Stuttgart ansässige renommierte „Institut für Kooperative Planung und Sportentwicklung“ als kompetenten Partner beauftragt, welches seit über 20 Jahren kommunale Sportentwicklungsplanungen und sportpolitische Veränderungsprozesse begleitet.

Die neuaufgelegte Sportentwicklungsplanung zielt darauf ab, sowohl den quantitativen Bedarf an normierten Sportstätten zu erheben, als auch die Sport- und Bewegungsräume im öffentlichen Raum sowie Aspekte der Angebots- und Vereinsentwicklung in den Blick zu nehmen und mit sozialräumlichen Fragestellungen zu verknüpfen. Zu diesem Zweck wurde neben einer aktuellen Standortbestimmung eine repräsentative Befragung der Aachener Bevölkerung (N (Rücklauf)=1804 von 12.047 Befragten) und eine Befragung aller Aachener Vereine (N=96 von 228) und Schulen (N=73 von 79) durchgeführt, die dazu beitragen sollen, die Sport- und Bewegungsangebote in der Stadt Aachen passgenau am Bedarf auszurichten und hierbei sowohl dem Vereinssport - als wichtige (soziale) Komponente - als auch dem nicht vereinsorganisierten Sport im Stadtgebiet eine Bühne zu geben.

In enger Verzahnung mit der städtischen Sozialentwicklungsplanung wurden - neben einer gesamtstädtischen Bestandsaufnahme aktueller Gegebenheiten und Angebote - auch die Bedarfe innerhalb der einzelnen Stadtteile unter sozialplanerischen Aspekten betrachtet und ausgewertet. Hierfür wurde die Stadt Aachen in 15 Quartiere für Sport und Bewegung unterteilt, die aus den kumulierten Lebensräumen der Sozialentwicklungsplanung sowie unter Berücksichtigung von sportlichen Aspekten gebildet wurden. So konnten die Ergebnisse der Bestands- und Bedarfsanalysen auch quartiersbezogen aufbereitet und innerhalb von Quartiersteckbriefen (siehe Anhang des Abschlussberichts) festgehalten werden.

Planungskonzeption:

Das Verfahren der Kooperativen Planung ist sowohl in der Sportwissenschaft als auch in der kommunalen Praxis fest etabliert. Dieses umfasst einen mehrschichtigen Beteiligungsprozess. Die fortlaufend beteiligte Lenkungsgruppe, bestehend aus Vertretungen der Stadt Aachen aus Politik, Verwaltung und Sport sowie dem Gesundheitsamt der Städteregion, wurde in fünf thematisch gegliederten Schwerpunktsitzungen (Sport im öffentlichen Raum, Sportaußenanlagen, Sporthallen und -räume, Angebotsentwicklung, Vereinsentwicklung) auf gesamtstädtischer Ebene um weitere Expert*innen aus den Schulen, dem organisierten Sport und weiteren Interessenvertretungen ergänzt. Die erarbeiteten Ergebnisse auf gesamtstädtischer Ebene wurden daran anschließend in einem großen abschließenden Quartiersworkshop mit Expert*innen aus den 15 Quartieren auf diese runtergebrochen. Herausgekommen ist hierbei ein soziales, Gesellschaft und Stadtentwicklung prägendes Gesamtwerk, das Aachen als lebendige Kommune in Bewegung bringt.

Darüber hinaus wurden seitens der Planungsgruppe übergeordnete Leitziele definiert, aus denen wiederum konkrete Handlungsempfehlungen abgeleitet werden konnten. Diese sollen Verwaltung und Politik als Leitplanken für die künftige Förderung von Bewegung und Sport dienen und diese in den nächsten zehn bis zwölf Jahren dabei unterstützen, im Rahmen der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel die richtigen Akzente im Sinne einer zukunftsfähigen Ausgestaltung der Aachener Sportlandschaft zu setzen und diese transparent und objektiv zu priorisieren.

Als Leitziele wurden definiert:

• eine bewegungsanregende Gestaltung der Stadt Aachen,

• der Ausbau eines für alle gut erreichbaren Netzes an ausgewiesenen Laufsport- und Wanderwegen,

• der konsequente Ausbau der Aachener Radwege und Abstellmöglichkeiten im Hinblick auf die spezifischen Bedarfe für Mobilität und Sport,

• eine kontinuierliche und bedarfsgerechte Instandhaltung und -setzung aller Freizeitsportflächen,

• eine bewegungsfreundliche Gestaltung der Aachener Schulhöfe, verbunden mit einer Öffnung nach Schulende (soweit möglich),

• die Fortführung des bestehenden Kunstrasenprogramms mit überarbeiteten Kriterien. Auch sollen ausgewählte Sportanlagen familienfreundlicher und multifunktionaler gestaltet werden,

• der Erhalt sowie die laufende Sanierung und Modernisierung der Aachener Sporthallen. Die geplanten Bauprojekte zur Behebung der Defizite bei den Hallenkapazitäten sollen umgesetzt werden. Die Hallen sollen bestmöglich ausgelastet werden.

• der Ausbau vorhandener Sport- und Bewegungsangebote sowie der Informationsbereitstellung hierzu,

• der Erhalt, die Pflege und der punktuelle sowie nachhaltige Ausbau bestehender Sport- und Bewegungsangebote im Setting Bildung,

• der Ausbau der Kommunikation und Zusammenarbeit der Aachener Sportakteure,

• die Vertiefung und der Ausbau der Zusammenarbeit und Vernetzung der Sportvereine mit Bildungseinrichtungen und weiteren Institutionen.

Um diese übergeordneten Ziele bestmöglich zu erreichen, wird u.a. empfohlen:

• Sport und Bewegung im öffentlichen Raum stärker zu fokussieren. Hier stehen v.a. qualitative Verbesserungen sowie eine Erweiterung der bestehenden Angebotsvielfalt unter Einbezug der sozialräumlichen und bedarfsorientierten Perspektive im Vordergrund.

• ein Sportportal zu etablieren, das als zentrale Informations- und Kommunikationsplattform für Sport und Bewegung in Aachen fungieren und über bestehende Sport- und Bewegungsräume sowie -angebote für unterschiedliche Zielgruppen informieren soll. Darüber hinaus könnten auch Möglichkeiten zum digitalen Austausch und zur Vernetzung zwischen den Sport- und Bewegungsanbietenden geschaffen werden.

• die fachbereichsübergreifende Zusammenarbeit innerhalb der Stadt Aachen zu stärken und auszubauen. Sport und Bewegung ist ein Querschnittsthema, das viele Verwaltungsbereiche berührt. Sowohl bei Themen, die Freizeitsportflächen, Wege und andere öffentliche Räume betreffen als auch bei sozialen Themen und Aspekten der Bewegungsförderung ist ein Ausbau der Kommunikation und Zusammenarbeit sinnvoll und zielführend.

• ein proaktives Sanierungsprogramm zu etablieren, mit dem die bestehenden Sportstätten - insbesondere die Turn- und Sporthallen - saniert und so der Bestand gesichert werden kann. Im Rahmen der Sanierungsmaßnahmen sollten neben dem Bestandserhalt auch die Barrierefreiheit, energetische und ökologische Aspekte sowie funktionale Verbesserungen berücksichtigt werden.

• die Kriterien des Kunstrasenprogramms zu überarbeiten und dieses fortzuführen.

• den öffentlichen Personennahverkehr stärker an Freizeitbedarfen auszurichten.

• das Ehrenamt innerhalb der Vereine stärker zu pflegen und zu attraktivieren.

Eine detaillierte Beschreibung aller Handlungsempfehlungen kann dem im Anhang beigefügten Abschlussbericht entnommen werden.


Auswirkungen

Finanzielle Auswirkungen

JA

NEIN

x

Investive Auswirkungen

Ansatz

20xx

Fortgeschriebener Ansatz 20xx

Ansatz 20xx ff.

Fortgeschriebener Ansatz 20xx ff.

Gesamt­bedarf (alt)

Gesamt­bedarf (neu)

Einzahlungen

0

0

0

0

0

0

Auszahlungen

0

0

0

0

0

0

Ergebnis

0

0

0

0

0

0

+ Verbesserung /

- Verschlechterung

0

0

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

konsumtive Auswirkungen

Ansatz

20xx

Fortgeschriebener Ansatz 20xx

Ansatz 20xx ff.

Fortgeschriebener Ansatz 20xx ff.

Folge-kosten (alt)

Folge-kosten (neu)

Ertrag

0

0

0

0

0

0

Personal-/

Sachaufwand

0

0

0

0

0

0

Abschreibungen

0

0

0

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0

Ergebnis

0

0

0

0

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+ Verbesserung /

- Verschlechterung

0

0

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Weitere Erläuterungen (bei Bedarf):


Klimarelevanz

Bedeutung der Maßnahme für den Klimaschutz/Bedeutung der Maßnahme für die

Klimafolgenanpassung (in den freien Feldern ankreuzen)

Zur Relevanz der Maßnahme für den Klimaschutz

Die Maßnahme hat folgende Relevanz:

keine

positiv

negativ

nicht eindeutig

x

Der Effekt auf die CO2-Emissionen ist:

gering

mittel

groß

nicht ermittelbar

x

Zur Relevanz der Maßnahme für dieKlimafolgenanpassung

Die Maßnahme hat folgende Relevanz:

keine

positiv

negativ

nicht eindeutig

x

Größenordnung der Effekte

Wenn quantitative Auswirkungen ermittelbar sind, sind die Felder entsprechend anzukreuzen.

Die CO2-Einsparung durch die Maßnahme ist (bei positiven Maßnahmen):

gering

unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels)

mittel

80 t bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels)

groß

mehr als 770 t / Jahr(über 1% des jährl. Einsparziels)

Die Erhöhung der CO2-Emissionen durch die Maßnahme ist (bei negativen Maßnahmen):

gering

unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels)

mittel

80 bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels)

groß

mehr als 770 t / Jahr (über 1% des jährl. Einsparziels)

Eine Kompensation der zusätzlich entstehenden CO2-Emissionen erfolgt:

vollständig

überwiegend (50% - 99%)

teilweise (1% - 49 %)

x

nicht

nicht bekannt

Abstimmungsergebnis

Siehe Anlage.
Technische Details

Hauptdokument

Sammeldokument öffentlich

2024-04-29 FB 52_0141_WP18 Abschlussbericht der SAO.pdf

7.11.2024

5.4 MB

Metadaten

TOP
Ö 5
Sitzung
Sitzung des Ausschusses für Soziales, Integration und Demographie
Gremium
Ausschuss für Soziales, Integration und Demographie
Datum
Do., 27.06.2024
Uhrzeit
17:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Entscheidungsvorlage
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Entscheidungsvorlage
Federführend
FB 52 - Fachbereich Sport
Geändert
8.2.2026
Inhalt abgerufen
8. Februar 2026 um 14:28

Beschlussdokument

Sammeldokument öffentlich

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